Mann mit Fässer

13.11.02021 5 (1)

Mann mit Fässer | © Pixabay

Projektarbeit

Seit den 1980er-Jahren bin ich es gewohnt, in und mit internationalen Teams zu arbeiten und habe dies über all die Jahrzehnte hinweg sehr zu schätzen gelernt. Auch bin ich dadurch zu der Überzeugung gelangt, dass es für alles eine Lösung gibt, man muss die entsprechenden Frage- oder Problemstellungen nur in der dafür passenden Sprache stellen.

Seit ich mich im Internet bewege, habe ich auch das eine oder andere Projekt angestoßen und schnell dabei festgestellt, dass die diesbezüglichen Mitarbeiter meist nicht um die nächste Ecke wohnen, sondern fast immer in Ecken dieser Welt, in die man als Heilbronner sonst wohl nie so schnell gelangen würde.

Und so habe ich inzwischen so manche Erfahrungen gesammelt, z. B., dass man gute indische Mitarbeiter immer auch mit einer ganzen Menge an Bürokratie erhält, und man sich für die simpelsten Programm-Codes von einem „Superviser“ zum nächsten durchhangeln muss, was einen bei komplexeren Aufgaben sehr schnell in den Wahnsinn treiben kann.

Positiv überrascht wurde ich jüngst von Programmieren aus Südamerika, die ihre Aufgabenstellungen nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr selbständig und praxisorientiert lösten.

Negativ überrascht haben mich aber die Angebote und Dienstleistungen aus dem chinesischen Bereich, die immer öfters auf dem Markt erscheinen. Teilweise geben diese „Freelancer“ sogar vor, dass sie aus den USA stammen, und ehe man sich versieht, landet man in Zentralchina. Und dann ist es auch meist zu spät, denn selbst die Mindeststandards internationaler Zusammenarbeit werden kaum eingehalten.

Gastblogger

Seit letztem Jahr schreiben hier auf Kümmerles Weblog auch Gastblogger. Über jeden einzelnen dieser „Mitmacher“ freue ich mich ganz besonders! Bei der Auswahl von Gastbloggern lege ich Wert darauf, dass diese sich zum einen ehrenamtlich in unserer Gesellschaft einbringen und zum anderen durch ihr kontinuierliches Engagement und ihre Expertise auch interessante Beiträge zu diesem Weblog beisteuern können.

Dem Weblog geschuldet, handelt es sich dabei meist um europäische oder lokale — in diesem Falle Heilbronner — Themen. Gerne nehme ich aber weitere spannende Themen mit auf. Die Gastblogger sind ohne Wenn und Aber für ihre Beiträge selbst verantwortlich.

Ich weiß, dass viele der Blog-Leser diese Beiträge sehr schätzen und hoffe, dass dabei die Möglichkeiten zum Kommentieren auch etwas stärker genutzt werden.

Wochenende

Die Zeit, in welcher man mit noch mehr Schwung als unter der Woche seinen ehrenamtlichen Aufgaben nachkommen kann. Ich sitze dieses Wochenende beim 64. Bundeskongress der EUROPA-UNION und genieße es, dass es dieses Mal von mir zuhause aus möglich ist.

Bereits gestern konnten wir in Heilbronn neue Pflöcke für das kommende Jahr einschlagen, und so freut es mich, dass ich in Kürze auf der 68. Kreisversammlung der EUROPA-UNION Heilbronn unsere Aktion 500 vorstellen werden kann. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir aus der COVID-19 Pandemie mit neuem Schwung herauskommen und allen unseren Mitgliedern sowie interessierten Bürgern interessante und informative Veranstaltungen bieten werden können.

Website des Tages

EUROPA-UNION Heilbronn

Ein vereintes Europa in einer vereinten Welt.

Geburtstag des Tages

Robert Louis Stevenson


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

10.11.02021 5 (2)

491,1!

Gemäß Zeit.de liegen wir im Stadtkreis Heilbronn inzwischen bei einer Inzidenz von über 491. Alleine heute wurden 162 neue Fälle bekannt. Die Verantwortlichen ducken sich weiterhin weg, und viele bisher Ungeimpfte gehen weiterhin davon aus, dass sie selbst so gesund seien, dass eine eigene Impfung nur ihre gute Gesundheit ruinieren könnte — das einzig Gesunde an dieser Einstellung ist dabei deren Egoismus.

Leider wird auch von vielen nicht verstanden, dass erstens das Gespenst einer Pandemie erst dann vorbei ist, wenn weit über 80 Prozent der Gesamtbevölkerung — weltweit, wenn man weiterhin reisen und handeln möchte — weitgehend immun sind. Und zweitens nicht verstanden — eher aber ist es diesen Menschen auch egal, dass bis dahin sehr viele nicht so gesunde oder auch nur Menschen mit weniger Glück „auf der Strecke bleiben“ müssen — und dies ist eine zutiefst faschistoide Grundeinstellung.

Deshalb wäre eine gute Kommunikation gepaart mit ein wenig mehr Nachdruck seitens unserer verantwortlichen Politiker und Verwaltungschefs von Anfang an nicht nur sehr zielführend, sondern auch absolut notwendig gewesen.

Leider bewahrheitet sich damit erneut, dass Schönwetter- oder Spesenpolitiker nur bei sehr gutem Wetter und einer florierenden Wirtschaft halbwegs tragbar sind. Und so bleibt zu hoffen, dass es nicht noch zu weiteren und vielleicht noch gravierenderen Herausforderungen kommt, denn dann wird sich unsere Gesellschaft nicht weiterhin langsam aber sicher in Wohlgefallen auflösen, sondern in wenigen Tagen völlig zerfallen.

Die Ausreden, die wir dann unseren Enkeln auftischen werden, wenn alles erneut und noch viel nachhaltiger in Trümmern liegt, kennen wir bereits von unseren eigene Großeltern.

Gespräche

Zu meiner Routine gehört es, regelmäßig mein Adressbuch durchzuforsten und damit aktuell zu halten. So kommt es auch immer wieder vor, dass ich mich bei Menschen ganz unverhofft melde.

Dies führt dann ab und zu auch zu etwas längeren Gesprächen, die zumindest mir dann den Tag versüßen. Immer häufiger ist es aber doch der Austausch von E-Mail, damit alle wieder übereinander auf dem Laufenden sind.

Gerade heute hatte ich zwei sehr nette Gespräche, die mir beide zudem ganz neue Flusen in den Kopf setzten; jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das Ganze nun weiterentwickelt?

Lesepatenschaften

Kann ein Tag besser beginnen als in einer Grundschulklasse vorzulesen? Wenn man wie ich das Glück hat, seine Zeit frei einteilen zu können, dann ist dieses Vorlesen bestimmt ein guter Start in den Tag. Und so wie beim Großelternsein, ist das Wissen darum, dass man die kleinen und doch so netten Kinder dann aber auch wieder in andere Hände geben kann, ein beruhigendes Gefühl.

Allerdings hatte ich heute doch ein wenig Mitleid mit der Klassenlehrerin. Und das ist der Vorteil von Lesepaten, sie bekommen eine weitere Sichtweise — neben der als Schüler oder auch der als Eltern — von der Schule und lernen dabei Lehrer nicht nur besser zu verstehen, sondern auch immer mehr zu schätzen. Vor allem dann, wenn diese Lehrer nicht in Privatschulen oder auf dem Land unterrichten, und damit ihren Beruf ganz „hardcore“ nachgehen.

Zu meiner Schülerzeit war Lehrersein noch eher ein Beruf für Erholungssüchtige. Die Zeiten ändern sich, und so ist es heute sicherlich sehr schwer verdientes Geld, und ich kann mich nur darüber wundern, wie Lehrer heutzutage, und dies über Jahrzehnte hinweg, überhaupt durchhalten wollen?

Nein, es liegt nicht an den Kindern! Es sind die heutigen Eltern, die wohl zum Großteil nur noch Kinder haben, um noch mehr Transferzahlungen vom Staat abgreifen zu können. Und damit ist es alleine Politikversagen oder gar politische Idee und Absicht, nämlich nun durch Anti-Bildung unser Gesellschaftssystem kaputt zu machen.

Die Leidtragenden sind in erster Linie die Kinder, dann die Lehrer und zum Schluss alle anderen, die später mit den „Produkten“ aus unserem kaputten Bildungssystem zu leben haben — also wir alle.

Jetzt freue ich mich aber schon wieder auf nächsten Freitag, denn da darf ich dann im Zuge der Aktion „Mann liest vor“ gleich in zwei Schulklassen vorlesen.

Geburtstage des Tages

Martin Luther und Friedrich Schiller


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

8.11.02021 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Lachnummer

Da wundere ich mich gerade noch darüber, warum ich heute so vielen Autos und Motorrädern in der Fußgängerzone ausweichen muss, als ich zwei unserer Mitarbeiter der hiesigen Polizeibehörde beim ausgiebigen Schaufensterbummel beobachten kann. Jetzt hoffe ich mal, dass unsere städtischen Mitarbeiter bald ihre Weihnachtseinkäufe erledigt haben, sonst muss das die Bundeswehr auch noch mit übernehmen.

Ich hätte gerne unseren Angestellten noch etwas länger beim Arbeiten zugeschaut, als mir der Impfbus mit einer großen Schlange an Impfwilligen ins Auge stach. Darunter sind plötzlich auch sehr viele, völlig überzeugte und sehr engagierte, Impfgegner, die sich jetzt mit noch mehr Überzeugung vordrängeln, um ja nicht Gefahr zu laufen, für den nächsten COVID-19 Test 10 Euro zahlen zu müssen.

Mein Gedanke hierzu: mit einer Überzeugung, die einem selbst nicht einmal 10 Euro wert ist, sollte man seinen Mitbürgern nicht monatelang auf die Nerven gehen. Und hoffentlich waren möglichst viele defekte Mikrochips in den Spritzen, denn das tut dann beim Pinkeln besonders weh!

Zeichen der Zeit

Dieter Schwarz und Reinhold Würth — nur zwei lokale Beispiele — haben es schon längst erkannt, nämlich, dass unsere Gesellschaft immer mehr zerfällt und ihre, sie bindenden, Organe und Institutionen aufgehört haben zu funktionieren — warum dies so ist, soll hier nicht thematisiert werden.

So bauen Menschen wie diese beiden, eigene Infrastruktur (Flugfeld) und Privatschulen (Grundschule bis hin zur Universität). Selbst der soziale Wohnungsbau wird von ihnen übernommen. Da wundert es auch nicht mehr, dass Kultureinrichtungen und selbst eine eigene Kirche nicht fehlen.

Wenn jetzt noch private Sportanlagen, Kliniken und gesicherte Betreuungseinrichtungen dazukommen, dann kann sich ein Bevölkerungsteil — egal, was sonst so bei uns geschieht — beruhigt auf sich selbst zurückziehen. Für jene Menschen, die das Glück haben, dazugehören zu dürfen, bestimmt eine feine Sache, die in den USA auch ein paar Jahrzehnte lang durchaus gut funktionierte.

Wenn auch andere von uns diese Zeichen der Zeit erkennen, könnten wir einmal darüber diskutieren, ob wir als Gesamtgesellschaft solch eine Trennung tatsächlich wollen, und wenn wir dies verneinen, darüber nachdenken, wie wir alle wieder zusammenfinden können.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Initiativen von Dieter Schwarz und Reinhold Würth zwar gut gemeint sind, bestimmt auch kurz- bis mittelfristig gute Erfolge zeigen, aber langfristig genau das gewollte Gegenteil bewirken werden.

Gesellschaft ist einfach zu komplex, um nur an ein paar Stellschrauben drehen zu können. Manchmal langt es aber bereits schon, wenn man sich wieder auf die gemeinsamen Werte besinnt und diese in der Gesellschaft wieder hoffähig macht. Dann kommt der Rest wie von alleine!

Besorgnis

Die allerjüngsten Entscheidungen unserer Justiz, dass Betrüger keine seien, da sie doch nur vorsätzlich Menschenleben gefährden, und das Fälschen von Dokumenten auch nur in ganz speziellen Fällen zu ahnden sei, lässt tief blicken. Lug und Betrug ist inzwischen bei uns nicht nur höchst ministeriell oder Alleinstellungsmerkmal von Länderchefs, sondern bereits so weit verbreitet, dass es bei unserer Justiz wohl als deutsche Eigenart gilt — damit stehen Betrüger in Deutschland unter „Artenschutz“.

Dennoch sollten wir die Auswirkungen zumindest auf unser Umfeld nicht außer Acht lassen. Direkt sind wir davon betroffen, wenn wir uns in Gesellschaft, ob Winterdorf oder beim Einkauf, wohl fühlen wollen und nunmehr davon ausgehen können, dass wir dort mit die einzigen sind, die mit echten Impfnachweisen den Zutritt erlangten. Tragisch wird es, wenn uns Fälscher und Betrüger damit noch das Leben rauben!

Aber wir sollten auch an die Langzeitfolgen für uns alle denken. Wenn sich bei unseren Nachbarn herumspricht, dass deutsche Dokumente keinen Anspruch auf Gültigkeit mehr haben, könnten z. B. die Flüge in die USA bald wieder ausgesetzt werden. Und was sind dann ein deutscher Führerschein oder gar ein Diplom noch wert?

Website des Tages

European Constitution

Europe is our past and present, and it is our conviction that it is also our future. Not only are we bound by a common European culture and history – and therefore form a common European people –, but we increasingly face challenges that none of us, as European nations, can solve separately. Our ability to ensure a peaceful and prosperous future for ourselves and coming generations depends on our ability to come together. EuropeanConstitution.eu was founded on the belief that a common constitution was a cornerstone element for the realisation of a united Europe, founded on stable and lasting ground.

Geburtstage des Tages

Kazuo Ishiguro und Edmond Halley