Waffenverbotszone

21.10.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Straßenschild

Europa-Ball

Für den Europa-Ball im kommenden Jahr hatte ich bereits geworben. Nun gibt es einen entsprechenden Flyer, um für den Ball in der Harmonie zu werben. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man heutzutage solche Flyer erstellen kann (wenige Minuten) und dann auch noch gedruckt und geliefert bekommt (über Nacht).

Europa-Ball
Europa-Ball

Wochenstart

Die Fahrt mit dem meseno-Bus war erfreulich, auch wenn die Notwendigkeit für solche Fahrten weiterhin eine traurige Angelegenheit ist und bleibt. Weniger erfreulich die E-Mail mancher Studenten, die gerne für morgen einen Lösungsansatz für ihre Seminararbeit hätten. Vor einer Lösung kommt bekanntlich ein Problem und dieses sollte dazu auch noch eine überschaubare Größe besitzen, besonders dann, wenn man das Ganze auf maximal 14 Seiten zu Papier bringen möchte.

In der Republik Moldau gab es eine knappe Mehrheit für einen möglichen EU-Beitritt, was uns spätestens jetzt zu denken geben sollte — unsere Gefängnisse sind schon heute überfüllt und auch das Sozialsystem ist mehr als überfordert. Jede Marktwirtschaft lebt alleine von Demokraten und Leistungsträgern. Je weniger es noch davon gibt, umso schwieriger wird es werden. Deswegen benötigen wir dringend ein System, das allen Bevölkerungsteilen Anreize zur eigenen Leistung und Partizipation setzt. Für sämtliche Neuzugänge in unserer Gesellschaft muss es noch schneller ein Einwanderungsgesetz geben, das deren entsprechende Qualifikation vorab sicherstellt.

Carlo M. Cipolla teilte die Menschen bereits 1976 in vier Gruppen, nämlich in Hilflose, Dumme, Verbrecher und Intelligente, ein und stellte dazu gleich auch fünf „Grundgesetze“ menschlicher Dummheit auf.

Waffenverbotszone

Wenn was in Heilbronn immer funktioniert, dann sind dies essen, trinken und Populismus; wobei ich mit den beiden ersten Punkten ganz gut leben kann. In meiner Jugend waren es noch die „Off Limits“-Schilder, die dafür sorgen sollten, dass wir Heilbronner uns etwas besser fühlen. Heute schafft man bereits Verbotszonen im öffentlichen Raum, um die Gemüter wieder etwas friedlicher zu stimmen.

Und um ganz sicherzugehen, schafft man sich dabei sehr großen Spielraum, damit bei Bedarf und nach Lust und Laune auch möglichst viele Bürger drangsaliert werden können: neben „Waffen aller Art“ sind gleich auch noch „gefährliche Gegenstände“ verboten.

Was diese Idee und deren Sinn und Zweck anbetrifft, schlage ich vor, dass wir der Ukraine ein paar Tausend solcher Schilder schenken — die Russen verlassen sofort das Land, zumindest zwischen 14.00 Uhr und 6 Uhr morgens.

Wahrscheinlich aber ist der Schilderwahn in Heilbronn viel banaler: im Rathaus hat man einfach einen guten Draht zu einem Schilderlieferanten oder man gehört einer ganz bestimmten Gruppe an.

„One is tempted to believe that a stupid man will only do harm to himself but this is confusing stupidity with helplessness.“

Carlo M. Cipolla, The BAsic Laws of Human Stupidity (2011: 55)

Lesezeichen

Judgment Day 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Peter Baker | The New York Times

For Trump, a Lifetime of Scandals Heads Toward a Moment of Judgment (zuletzt aufgerufen am 21.10.2024, 11.11 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„No major party presidential candidate, much less president, in American history has been accused of wrongdoing so many times. …

If Mr. Trump is elected next month, he could pull the plug on the federal prosecutions, and even the state cases in New York and Georgia may be frozen while he is in office again. He knows that, and he is counting on it. As he said earlier this year, ‘The real verdict is going to be Nov. 5, by the people.’“


Lesenswerter Beitrag! Ich finde sogar eine Pflichtlektüre für alle, die sich zum US-Wahlkampf äußern wollen.

Wohl jeder Mensch ist sich darüber bewusst, dass Donald Trump nicht nur ein Krimineller, sondern ein Verräter an allem, was uns Demokraten dieser Welt lieb und teuer, par exellence ist.

Und so richten die US-Amerikaner bei dieser US-Wahl sich selbst. Die Tatsache, dass sie dabei auch über das Schicksal der gesamten Welt entscheiden, ist regelrecht verstörend.

Schon alleine die Tatsache, dass Donald Trump überhaupt als Kandidat aufgestellt wurde, ist der Beweis, dass wir Menschen grundsätzlich schlecht und böse sind. Und selbst dann, wenn dieser Irre nicht gewählt werden sollte, wissen wir ganz gut, wie viele böse und üble Gestalten alleine in den USA frei herumlaufen.

Und wenn dann alles kaputt ist, will es niemand gewusst haben und die Überlebenden lassen sich dann auch noch als Freiheitskämpfer feiern!

Mit uns Menschen wird sich die Welt sicherlich nicht mehr zum Guten wenden. Selbst die Natur scheint schon an uns zu verzweifeln.


news

World News Day 5 (4)

Beitragsfoto: News | © geralt von Pixabay

Seit 1990 soll der World News Day darauf aufmerksam machen, dass guter Journalismus glaubhafte und richtige Informationen verbreitet, um dadurch den Menschen und der Demokratie zu helfen. Wohl auch deshalb werden die Medien gerne als vierte Gewalt bezeichnet.

Aber egal ob nun „vierte Gewalt“ oder auch nicht, guter Journalismus ist essenziell für jede funktionierende Gesellschaft, denn er stellt mit sicher, dass die Bürger transparent informiert werden — eine gute Unterstützung, damit man sich selbst zum mündigen Bürger entwickeln kann.

Inzwischen haben sich 3 000 Medien — ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein –zusammengefunden, um die Idee hinter dem World News Day weiter zu fördern. In einer Welt, wo man Fake News und Verschwörungstheorien als selbstverständlich ansieht und zudem immer skeptischer gegenüber der Wissenschaft wird, werden auch immer öfters Journalisten und Medien bedroht und verfolgt, gerade dann, wenn diese sich weiterhin seriösen Nachrichten und Informationen verpflichtet fühlen.

Für Rasmus Kleis Nielsen (Zeit Online, 28. September 2024, 10:37 Uhr) ist dieser Tag „ein guter Anlass, um deutlich zu machen: Am stärksten gefährdet wird die Erfüllung dieser Aufgabe von politischer Seite, und am besten vor dieser Gefährdung geschützt werden kann der unabhängige Journalismus dadurch, dass die Öffentlichkeit ihn unterstützt. Die Öffentlichkeit ist die letzte Verteidigungslinie.

Auch bei uns in Heilbronn wird immer mehr für Intransparenz, Geheimnistuerei und Hokuspokus gesorgt. Man fördert damit nur Klüngel und eine Hinterzimmerpolitik, noch schlimmer, man zerstört letztendlich die Öffentlichkeit an sich und in Folge davon auch unsere Demokratie.

Ich habe den heutigen Tag dazu genutzt, um mit weiteren Interessierten den Europa-Ball 2025 vorzubereiten. Leider möchten unsere politische Parteien dieses Mal nicht mit machen, obwohl der Ball eine gute Gelegenheit gewesen wäre, um den einen oder anderen Bundestagskandidaten einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Auf alle Fälle aber haben wir erneut ein richtig gutes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, und so können sich Tanzbegeisterte schon heute auf den Europa-Ball freuen.

Und so ganz nebenbei fand ich noch einen Beitrag über meine Heimatstadt. Auch wenn ich selbst nicht davon überzeugt bin, dass Menschen Städte kaufen können, halte ich diesen Beitrag für ganz gut recherchiert; die offensichtlichsten Fehler wurden sofort in den Kommentaren hervorgehoben.

Das wirklich Spannende daran ist es aber, dass obwohl Dieter Schwarz vor vier Tagen 85 Jahre alt wurde und ohne Wenn und Aber für Heilbronn schon heute sehr viel getan hat, es seitens der lokalen Medien keine richtige Retrospektive über sein Leben und Wirken gibt, als ob wir es hier mit einem Phantom zu tun hätten.

Ich respektiere durchaus die Privatsphäre von meinen Mitbürgern, aber man muss auch zur Kenntnis nehmen, dass Personen des öffentlichen Interesses diesbezüglich dann doch mit Einschränkungen leben müssen; ganz besonders dann, wenn sie selbst großen Einfluss auf ihre Mitbürger nehmen wollen!

Mann kann auch als Milliardär in einer offenen Gesellschaft nicht alles haben. Und wenn doch, dann muss man sich selbst fragen, ob man tatsächlich noch in einer offenen Gesellschaft lebt und wie viel man selbst zu deren Ende beiträgt.

„Die Naivität, mit der manche Menschen in diesem Lande Politik machen, wird nur noch übertroffen von der Naivität, mit der manche Menschen dann darüber schreiben.“ 

Robert Lembke, Steinwürfe im Glashaus (1973: 67)