Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

23.7.02021 5 (2)

Lesung

Einer muss doch den Anfang machen, so gibt es heute um 18.00 Uhr die erste Lesung am Europaplatz, welche von der EUROPA-UNION Heilbronn veranstaltet wird. Das Ziel ist dabei, den Europaplatz in Heilbronn wieder bekannter zu machen, indem von Autoren Bücher mit Europabezug vorgestellt werden.

Wer etwas über mein Buch „Europa ist für alle da!“ erfahren möchte, der kann gerne zur Lesung kommen; diese ist kostenfrei.

Im Falle, dass Sie selber Autor eines Buches zum Thema Europa sind, können Sie gerne mit mir Verbindung aufnehmen und wir schauen, dass wir eine weitere Lesung am Europaplatz veranstalten können.

Grußpflicht

Wenn es in deutschen Gerichten erneut eine Grußpflicht à la 1933 geben wird, hätte ich als erstes auf Sachsen getippt. Nun sorgte aber in Baden-Württemberg ganz offensichtlich die grün-schwarze Mehrheit dafür, dass nach 1945 wieder der erste Nazi, ein „Verfassungsfeind“, in den Verfassungsgerichtshof gewählt wurde.

Ganz folgerichtig auch ohne jegliche Qualifikationen — Hauptsache ein Antidemokrat. Das Schöne wird aber noch kommen, im Falle, dass die Bevölkerung ihren Unmut artikuliert, will es wieder kein einziger Abgeordneter gewesen sein und selbstverständlich von überhaupt nichts gewusst haben.

Schämen Sie sich! Aber allesamt! — „schämen“ kann man notfalls googeln, oder einfach einen Hiwi fragen.

Besprechung

Gestern durfte ich eine nette „Tour de Baden-Württemberg“ erleben, denn meine bessere Hälfte meinte, dass jeweils eine gute Stunde Umweg, um einem Kollegen das Mitfahren zu ermöglichen, keine große Sache sei. War es auch nicht, nur ergab es im Endeffekt eine Gesamtreisezeit von mehr als sechs Stunden, ohne dabei unser Land überhaupt verlassen zu haben — in dieser Zeit hätten meine Füße bereits im Mittelmeer baumeln können.

Dafür wurde ich aber mit einer ergebnisreichen Besprechung und neuen interessanten Bekanntschaften belohnt. Und auch das Essen in Bad Herrenalb war nicht schlecht. Wer einmal am Restaurant Klosterscheuer vorbeikommt, sollte dort unbedingt den Salat „Klosterscheuer“ probieren: knackige Blattsalate in Balsamico-Nuss-Dressing mit Trauben, gerösteten Nüssen und gegrilltem Ziegenkäse.

Website des Tages

Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg

„Der Verfassungsgerichtshof entscheidet über die Auslegung der Landesverfassung.“


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

13.7.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

Europa+

Heute Abend gibt es dann wieder den wöchentlichen Europastammtisch, der immer mit interessanten Themen aufwarten kann und meist auch sehr unterhaltend ist. Aber so richtig freut es mich, dass wir bereits für unser Europagrillen am Samstag gut 20 Anmeldungen haben. Bei der knapp eine Woche später stattfindenden Lesung am Europaplatz bin ich darauf gespannt, ob es auch genau so viele Interessenten für geistige Kost gibt.

Bücher

Trotz des Regenwetters ein sehr gelungener Tag. Die von mir betreuten Schüler verbessern ihre Lesekenntnisse merklich und ich komme dazu Bücher zu lesen, die ich nie im Leben sonst kennengelernt hätte.

Meine Übersetzerin hat mir den Entwurf für mein Buch „We Are All Part of Europe!” übersandt, was mir die nächsten Tage doch so einiges zum Lesen geben wird. Und auch bei meinem Buch „EUROPA-UNION” geht es mit großen Schritten voran.

Parken

Dass man sich jetzt auch so langsam Gedanken um das Parken in Heilbronn macht, lässt hoffen. Unsere Stadt hat eigentlich sehr gute Parkhäuser und die Anzahl der dort vorhandenen Parkplätze sollten zumindest an normalen Tagen ausreichen. So kann ich es schon lange nicht mehr nachvollziehen, warum Menschen mit ihren Autos direkt in der Innenstadt oder innenstadtnahen Vierteln, auf der Suche nach kostenfreien Parkplätzen, die Häuserblocks umkreisen. Oder, weil sie nur kurz einmal wohin müssen, Garagen oder Einfahrten zuparken, von Gehwegen ganz zu schweigen.

Völlig unverständlich finde ich es, wie sich eine Stadtbibliotheksbesucherin darüber beschwert, dass sie gut eine halbe Stunde herumgefahren sei, nur um einem Anwohner in der Schäfergasse einen Parkplatz wegzunehmen. Dass Argument, dass sie in der Theatertiefgarage in ihrem Alter nicht mehr parken kann, hätte ich noch verstanden und ihr empfohlen, auf die Hochgarage am Bollwerksturm auszuweichen, die keine 5 Minuten zu Fuß entfernt liegt. Aber das ins Feld geworfene Argument, dass die Parkplätze viel zu teuer seien, ist gerade in diesem Fall eine unglaubliche Milchmädchenrechnung.

Deshalb wäre ein grundsätzliches Parkverbot für Pendler, Besucher, Flanierer oder Einkäufer in der erweiterten Innenstadt eine sehr gute Sache. Und so finden dann auch Anwohner mit einem Parkberechtigungsschein eher einen Parkplatz, für den sie schon heute zahlen müssen. Und auch in meinem Viertel wünsche ich mir ein solches Parkverbot, denn das würde allen Anwohnern viel Ärger ersparen, und zudem das nervige Gehupe von Liefer- und Entsorgungsfahrzeugen reduzieren, die mit einer, durch Pendlerfahrzeuge und den Autos aus anderen Straßenzügen vollgestopften, Straße zu kämpfen haben.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

14.5.02021 4.7 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Keeping Mum

Keeping Mum ist ein britischer Film aus dem Jahr 2005. Ca. 100 kurzweilige Minuten, um einmal auf ganz andere Gedanken zu kommen. Auch wenn die Kritiker den Film nicht so gut wegkommen lassen, hatten wir unseren Spaß damit — was mir ausreicht, um auf diesen Film hinzuweisen. Weitere Filmhinweise gibt es übrigens hier.

Europaplatz

Europaplatz, das ist in Heilbronn ein sehr gerne vernachlässigter Verkehrskreisel mit einem einzigen Straßenschild. Ein paar Heilbronner bleiben aber weiterhin darum bemüht, dass dort wenigstens zu Europatagen oder gar an Feiertagen eine Europaflagge gehisst wird.

Wahlen

Am 26. September 2021 finden in Deutschland Bundestagswahlen statt und bereits im April 2022 soll in Frankreich der kommende Präsident gewählt werden. Deshalb muss man sich auch nicht wundern, wenn schon jetzt vermeintlich glühende Verehrer einer europäischen Einigung damit beginnen, mit Nationalismen und entsprechenden Vorschlägen um sich zu werfen. Auch Michel Barnier läuft sich schon warm und tritt jetzt für einen Einwanderungsstopp sowie eine Verstärkung der Schengen-Grenzen ein — man könnte fast glauben, dass er sich gegen Marine Le Pen selbst Chancen einräumt.

Wir erinnern uns: der derzeitige Präsident Emmanuel Macron wurde zwar aufgrund einer temporären Europabegeisterung der Franzosen gewählt, aber seine europäischen Ideen und die französische Europabegeisterung wurde unseren Nachbarn sehr schnell wieder im Zuge der deutschen Bundestagswahl 2017 ausgetrieben.

Bis heute bestimmen leere Versprechungen die Europapolitik, und was die eine Hand in Richtung eines europäischen Bundesstaates unternimmt, wird durch die andere rückgängig gemacht. Auch werden bereits anfangs erzielte Erfolge langsam aber sicher renationalisiert, wobei auch sämtliche Gründe für ein gemeinsames Europa völlig außer Acht gelassen werden.