Bildungscampus

12.11.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Neubau

Vermischtes

Nun hat man sich auf den 23. Februar 2025 für den neuen Bundestagswahltermin geeinigt, der am 28. September 2025 hätte stattfinden sollen. Außer, dass wir nun etwas früher eine neue Regierung haben werden, wenn die Wahlergebnisse die Bildung einer solchen überhaupt ermöglichen, wird sich nicht viel ändern. Es werden weiterhin nur neue Politiker versorgt sowie den abgewählten Politikern neue Perspektiven ermöglicht werden; was dazu führen wird, dass man weiterhin für inhaltliche Regierungsarbeit keine Zeit hat. Auf alle Fälle ist der neue Wahltermin ein Kompromiss zwischen CDU und SPD, denn die CDU wird sich in Sachsen bereits bis zum 3. Februar 2025 outen müssen und die Verjährung für CumEx soll erst Ende Februar greifen.

Nach der Bundeswahlleiterin sei die Wahl wegen Papiermangels gefährdet; erstaunlicher Weise ist es ihr Job nicht! Aber auch die Verwaltungen meckern bereits — wahrscheinlich muss nun die Bundeswehr über die Feiertage die Bundestagswahl zumindest vorbereiten.

Der Moscheeneubau in der Weinsberger Straße ist einen Schritt weitergekommen, manche Gemeinderäte sind dabei über ihren eigenen Schatten gesprungen und verkündeten, dass auch sie ihr eigenes Geschwätz von gestern nicht interessiere. Ob die erzwungene Verkleinerung des Gebäudes sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt. Auf alle Fälle hat eine entsprechende Intervention des Gemeinderats beim Parkhotel unserer Stadt nur geschadet.

Und auch bei der sogenannten Antidiskriminierungsstelle und einer „Döner-Obergrenze“ gab es nur heiße Luft. Da passt es ganz gut, dass man das Nazi-Porträt weiterhin im Rathaus offen zur Schau stellt — soll noch einer sagen, unsere Gemeinderäte wären nicht kompromissbereit!

Erwähnenswert noch das heutige Käffchen mit Detlef Stern und das abendliche Tanzen mit meiner besseren Hälfte. Kaum zurück vom Tanzen fand ich noch die Historie der Programmiersprachen [https://iiics.org/h/20241112203600] in meinem Zettelkasten; die Information, dass die Zettel bald mit vier anstatt vierzehn Zeichen auskommen müssen, wurde mir bereits mit einem entsprechenden Blog-Beitrag schonend übermittelt.

Spannend zudem die Frage eines Studenten warum ich zwei Zettelkästen verwende. Richtig von ihm erkannt, dass mein Blog durchaus als öffentlicher Zettelkasten angesehen werden kann. Da ich dem Studenten selber geraten habe, mit einem einzigen Zettelkasten zu arbeiten, bin ich nun diesbezüglich kein gutes „Vorbild“. Zu meiner „Entschuldigung“ gibt es bereits seit ein paar Jahren die Idee, um meine beiden „Zettelkästen“ zusammenzuführen, auch wurde mein Zettelkasten versuchsweise mit einem „öffentlichen“ Teil versehen. Wie sich das alles weiter entwickeln wird, steht aber noch in den Sternen.

Wasserköpfe

Die Kernstadt hat ein ausgewachsenes Problem. Hausgemacht und seit Jahren bekannt. Jetzt haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung geeinigt: noch mehr Wasserköpfe, noch mehr trinken und noch mehr essen. Ich behaupte schon lange, dass das eigentliche Problem der Gemeinderat und die Stadtspitze sind!

Dazu passt ganz gut, dass wir seit Kurzem wissen, dass der Landkreis inzwischen über 100 Millionen Euro jährlich für seinen eigenen Wasserkopf ausgibt. Es würde mich nicht wundern, wenn wir schon längst über 100 Millionen Euro jährlich für den städtischen Wasserkopf bezahlen müssen — auf alle Fälle aber sind wir mit den jüngsten unnützen Personalverstärkungen auf einem guten Weg dort hin. Bei all diesen Almosen für Parteibuchinhaber und deren Vettern muss eine Kernstadt einfach auf der Strecke bleiben, wahrscheinlich aber nicht nur diese.

Dazu passt es auch ganz gut, wenn immer mehr gescheiterte Lokalpolitiker in den Führungsetagen unserer städtischen Firmen, Sparkassen und Betriebe auftauchen — ein Parteibuch oder ein entsprechender Vetter sind bei uns als Qualifikation zur Führung von Großbetrieben völlig ausreichend. Da muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn uns bald neben dem Strom, das Gas und auch noch das Geld ausgeht — denn dies alles ist bei uns in besten Händen.

Man sollte diese Damen und Herren einmal in die Wüste schicken, da gäbe es bald keinen Sand mehr — blühende Landschaften sozusagen.

Wasserwaage

Erfreulich heute, dass die Studenten so langsam damit beginnen Probleme zu finden. Wie gesagt, davon gibt es reichlich. Weniger erfreulich, wenn diese in der Bibliothek dann aus technischen oder finanziellen Gründen heraus auf keine wissenschaftlichen Quellen zugreifen können. Ich habe nichts gegen eine Bibliothek, die sich selbst lobt kaum noch Bücher haben zu müssen, wenn sie es weiterhin ermöglicht, dass man von ihr aus auf wissenschaftliche Literatur und Papiere zugreifen kann.

Seit etwa zwei Jahren bin ich nun im neuen Hochschulkomplex beim Europaplatz unterwegs. Von Anbeginn begleiten mich dabei Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke und ich wundere mich doch schon etwas darüber, wie lange die Nacharbeiten bei diesem neuen Campus andauern. Den Studenten erkläre ich gerne, dass man Qualität hineinplant und nicht hineinprüft. Wahrscheinlich aber hat man den Bildungscampus „agil“ zusammengeschustert und dabei kommt es doch bekanntlich darauf an, dass sich alle Beteiligten außer den tatsächlichen Nutzern wohlfühlen.

So konnte ich zugucken, wie ein Professor seine Zimmertür auf- und wieder zustemmen musste — dabei gab es doch in jüngster Zeit bei uns kein Erdbeben. Freundlicher Weise drucken inzwischen hilfreiche Hochschulangestellte meine Klausuren, denn ich möchte meine Gesundheit nicht noch weiter ruinieren; deren Gesundheit ist den Hochschulbetreibern ganz offensichtlich egal (passt ganz gut zum gestrigen Thema „Personalmanagement“) und die entsprechenden Behörden drücken in Heilbronn bekanntlich gerne ein Auge zu, wenn es den Interessen einzelner Herren dient (Stichwort: „Stakeholdermanagement“).

Beim Betrachten eines aktuell neu entstehenden Gebäudes am Campus würde ich, zumindest was das letzte Geschoss angeht, gerne einmal die Wasserwaage anlegen — aus reiner Neugierde heraus. Könnte ja sein, dass das gesamte Gelände vom Bahnhof über den Europaplatz bis hin zum Industrieplatz ungünstige Bodenverhältnisse aufweist, was auch das Absacken der Blitzbrücke erklären und noch mit den letzten Kriegszeiten zusammenhängen könnte. Und auch hierbei habe ich einen Ratschlag an die Studenten: ein gutes Fundament ist Gold wert.

„Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen.“

dietrich Bonhoeffer, Von der Dummheit (2022: 15)

Grünanlage

1.11.02023 5 (5)

Beitragsfoto: Grünanlage mit Trinkertreff um die Ecke

Collections

Fast habe ich es nicht mitbekommen, aber nur fast. Sebastian Schaffer hat am 13. Oktober 2023 seine erste Platte „Collections“ veröffentlicht. Auch wenn ich aktuell eher Langspielplatten kaufe, habe ich jetzt doch zugegriffen und mir die Platte über Apple Music gegönnt. Ich vermute einmal, dass es die Platte auch auf den anderen Musik-Streaming-Diensten zu kaufen gibt.

Collections besteht aus insgesamt neun Liedern, von denen ich bereits das eine oder andere hier auf dem Weblog vorgestellt hatte, sozusagen als Single-Auskopplungen. Was ich jetzt aber feststellen kann ist, dass die Lieder nun noch viel besser klingen als die Youtube-Videos zuvor.

Und um meine Leser noch ein wenig neugieriger zu machen, hier gleich einmal die Titel aufgeführt: Silence, About Ya, Poets, Moon, Touch Me, Together, Stories, When You’re Here und Answers. Ich verrate jetzt nicht, welches Lied mein ganz persönlicher Favorit ist.

Rundschreiben

Schon wieder ist ein Monat vorbei und manch einer hat mich bereits gefragt, wo denn die Rundschreiben blieben. Das Rundschreiben für die Freien Wähler ist vielleicht im Trubel der letzten Tage untergegangen und so werde ich wohl demnächst ein weiteres nachschieben — bei uns gibt es immer wieder etwas zu berichten.

Das EUROPA-UNION Rundschreiben ist tatsächlich noch nicht versandt. Dieses werde ich noch im Laufe des heutigen Tages fertigstellen und versenden. Das wäre wahrscheinlich schon erledigt gewesen, dann aber kam ein Kommentar zu meinem Social Media-Plugin herein und ich fing an, wieder ein wenig am Blog zu basteln. Jetzt hoffe ich einmal darauf, dass das Ergebnis von möglichst vielen Lesern als Kompromiss anerkannt wird.

Spaziergang

Heute konnten wir bei bestem Wetter ein wenig durch Heilbronn schlendern, dieses Mal direkt an den Neckar, dort entlang bis in den Neckarbogen und über den Europaplatz sowie die Allee wieder zurück.

Dabei konnten wir ganz gut die Auswirkungen des Engagements von Dieter Schwarz beobachten. Er hat tatsächlich ein Jahrhundertprojekt angestoßen und möchte unsere Heimatstadt wieder zu einer wirklich attraktiven Stadt und dies nicht nur für Sozialhilfeempfänger machen.

Es bewegt sich und dies in bereits sehr kurzer Zeit — nach Heilbronner Maßstäben — sehr viel. Leider aber muss man dabei sogleich erkennen, dass jede städtische Entwicklung immer zusammen mit der örtlichen Bevölkerung erfolgt oder auch nicht. Wenn man ein neues Heilbronn schaffen möchte, dann baut man dies entweder an anderer Stelle ganz neu auf und sucht sich danach die passende Bevölkerung (Beispiele: Brasilia oder die neue ägyptische Hauptstadt) oder aber man baut die Stadt an sich um, was wohl einer Operation am offenen Herzen gleicht (Beispiel: Stuttgart). Letzteres hat das Problem, dass es viel langsamer und in mehreren Menschenleben geht wobei sich sämtliche Maßnahmen an der bestehenden Bevölkerung orientieren müssen — man kann uns Heilbronner nicht alle auf einmal ersetzen.

„The people are the city.“

WILLIAM SHAKESPEARE, CORIOLANUS (1608)

So hat Heilbronn immer noch das Problem, dass es zum einen weniger intellektuelle und oft dazu auch noch leistungsunwillige Menschen (Sozialstaatprodukte) anzieht und zum anderen Leistungsträger mangels adäquater Beschäftigungsmöglichkeiten oder städtischer Attraktivität aus Heilbronn abwandern. Diese Problematik wurde bereits vor Jahren erkannt, deswegen nun auch das vermehrte Engagement in richtige Schulen, kleinere Attraktionen (wie die Experimenta) und halbwegs attraktive Neubaugebiete.

Leider aber hat Heilbronn zudem das Problem, dass die Heilbronner Entscheidungsträger der Stadt und des Gemeinderats vielleicht sogar willig wären, um das Schwarzsche Engagement konstruktiv zu begleiten und in die richtigen Bahnen (wie in einer Demokratie so üblich) zu lenken, aber es ihnen leider einfach an der notwendigen Kompetenz fehlt. Und so werden die neuen durchaus lobenswerten und sicherlich auch gut gemeinten privaten Projekte seitens der Stadt nicht richtig untermauert oder ergänzt.

Und so kann Dieter Schwarz weiterhin versuchen — was er hoffentlich auch noch möglichst lange machen wird — Akzente zu setzen und den einen oder anderen Mangel auszugleichen, aber das wird so und mangels kompetenter städtischer Begleitung dennoch weitere Jahrzehnte dauern bis es sich nur halbwegs positiv auswirken kann, wobei immer die Gefahr besteht, dass sämtliche seiner Maßnahmen mittel- bis langfristig einfach nur verpuffen.

So hat z. B. die Experimenta einst sehr stark begonnen und passt sich nun immer stärker den bestehenden Verhältnissen an. Dieses Schicksal wird auch die Münchner Universitätsauslagerung erleiden müssen, denn es fehlt ausreichend Substanz (Geld alleine reicht da nicht!), um eine waschechte Universität in Heilbronn betreiben zu können. Und auch die IPAI-Idee hat in Heilbronn nur dann Zukunft, wenn man es schafft, den dort Beschäftigten zumindest in den ersten Jahrzehnte gute Pendelmöglichkeiten in die umliegenden Großstädte wie Mannheim, Karlsruhe oder Stuttgart zu bieten.

Deswegen muss man zuerst die Infrastruktur auf den heutigen Stand bringen und es den Menschen ermöglichen, dass sie möglichst schnell nach Heilbronn hinein aber auch wieder hinaus gelangen. Die Anbindung an die größeren Städte muss innerhalb 30 Minuten machbar, der Flughafen in 45 Minuten erreichbar sein. Dann kann man Heilbronn zur idealen Pendlerlage und sogar einer mit Charme (z. B. Weindorf, Weinberg- und Neckarwege) ausbauen.

Danach muss man unbedingt sämtliche Grundbildungsstätten (Kindergärten, Grund- und Hauptschulen) so ausbauen, dass man wieder einen europäischen Mindeststandard an Bildung in Heilbronn sicherstellen kann. Halbwegs gebildete Menschen halten ihre Stadt von alleine sauber und können zudem auch öffentliche Toiletten so nutzen, dass die Stadtverwaltung zumindest die noch vorhandenen wieder öffnen kann.

Wenn man das erreicht hat, dann kann man sich verstärkt weiteren Projekten wie Kinderspielplätzen und Sportstätten widmen, was alles in allem jungen leistungsbereiten und -fähigen Familien den Zuzug nach Heilbronn erleichtert.

Ich behaupte, dass wenn die städtische Infrastruktur wieder stimmig ist, sich dann auch erneut attraktive Kneipen, Läden, Geschäfte und weitere Attraktionen in Heilbronn ansiedeln. Damit können auch die höheren Bildungs- und Kultureinrichtungen auf ausreichend Substanz zurückgreifen und selbst der Leistungssport wird wieder in Heilbronn Fuß fassen. Und auch attraktive Neubauten entstehen dann wie ganz von alleine.

Ich behaupte darüber hinaus, dass man anstatt Hilfsorganisationen und -projekten besser unsere öffentlichen Schulen und Bibliotheken fördern und ausbauen sollte!

Die Lösung für viele unsere Probleme wäre nämlich: weniger Sozialhilfe und Transferzahlungen (besonders keine mehr für die wohlhabenderen Bevölkerungsteile) und dafür mehr Chancen für alle!

Denn wir können weiterhin das Pferd zur Tränke tragen aber nicht zum Trinken zwingen. Und so können wir auch weitere Müllbehälter aufstellen — das ist ähnlich erfolgreich; bei einem Pferd hätte ich aber doch noch Hoffnung.

Und so lange viele unserer Mitbürger nicht halbwegs intelligent und stubenrein sind, so lange helfen nur drakonische Strafen — das Einzige, was diese Art von Mensch versteht!

Nachtrag 2.11.2023

Heute können wir in der Heilbronner Stimme (2. November 2023, 14:55 Uhr) von Joachim Friedl erfahren, dass inzwischen — nach all den Jahren (!) — die Stadtverwaltung vom Problem Kenntnis genommen hat. Ob die zuständigen Mitarbeiter das Problem auch verstanden haben, darf durchaus bezweifelt werden.

Auf alle Fälle aber weigern sich die Verantwortlichen weiterhin tätig zu werden. Sie gucken lieber diesen Dreckschweinen per Videokamera bei ihren Sauereien zu, anstatt gegen die Müllterroristen vorzugehen.

Dabei machen sich auch untätige Stadtverwaltungen strafbar!


Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

21.12.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche

Freie Wähler

Heute muss ich einmal Joachim Friedl von der Heilbronner Stimme loben. Er hat in seinem Zeitungsbericht (21.12.2022: 27) den gestrigen Gerichtsprozess ganz gut zusammengefasst. Und alle, die selber anwesend waren, wissen, dass dies keine einfache Sache ist; es zeigt dabei ganz deutlich, dass Friedl ein professioneller Journalist ist.

Für uns Freie Wähler ist damit leider aber das Problem noch nicht aus der Welt, denn bis auf Weiteres gibt es „andere“ Heilbronner, die sich ebenfalls als Freie Wähler bezeichnen. Zumindest hoffe ich nun, dass wir bei der Heilbronner Stimme wieder als Freie Wähler bezeichnet werden — auch wenn dies bei einem laufenden Gerichtsverfahren sicherlich eine journalistische Herausforderung darstellt. Aber gerade deswegen gibt es doch auch professionelle Journalisten!

Zustimmung

Seit gestern erhalte ich zustimmende und auch ermunternde E-Mail, die hoffentlich nicht nur deshalb versandt werden, weil es doch so kurz vor Weihnachten ist. Auch trudeln immer noch die üblichen Weihnachtskarten ins Haus, dies wohl, weil meine bessere Hälfte selbst weiterhin zu den unermüdlichen Kartenschreibern gehört.

Ich hatte dieses Problem für mich bereits in den Nullerjahren gelöst, indem ich bei einer Firma einen lebenslangen digitalen Kartenvertrag abgeschlossen hatte und damit begann, wirklich zu jeder Gelegenheit wunderhübsche digitale Karten zu verschicken — dieses Kartenverschicken hat mir wohl dabei selber am meisten Freude bereitet, denn ich bekam weiterhin meist ganz normale Karten zurückgeschickt.

Mein „lebenslanger“ Vertrag war nach zwei oder drei Jahren der Freude plötzlich hinfällig, da mein Vertragspartner buchstäblich über Nacht verschwunden ist. Auf jeden Fall habe ich dabei fürs Leben gelernt und schließe heute nur noch sehr selten „lebenslange“ Verträge ab, was zugegebener Maßen für mich mit zunehmenden Lebensalter auch immer unattraktiver wird.

Nichtsdestotrotz erfreue ich mich selbstverständlich weiterhin über alle Glückwünsche, Zusprüche und sonstige ermunternde E-Mail. Der Rest wandert bei mir automatisch und bereits traditionell in die Ablage P oder bleibt gleich an meinem PAL-Filter hängen.

Ganz anders geht offensichtlich Elon Musk mit „seinen Kunden“ um. Wohl deshalb ist er auch so erfolgreich.

Tiefpunkt

Mit der aktuellen Berichterstattung der Tagesschau über Heilbronn dürften wir wohl unseren Tiefpunkt erreicht haben. Und dagegen helfen auch die Dieter Schwarz Millionen nicht, denn wer außer uns Einheimischen findet eine Stadt heutzutage noch attraktiv, wo sich sämtliche Antidemokraten die Klinke in die Hand geben?

Und so ist es nicht verwunderlich, wenn im Heilbronner Gemeinderat links und rechts völlig ungestraft gegen unsere Demokratie pöbeln dürfen und der einzige Stadtrat, welcher es in den vergangenen Jahren gewagt hat, gegen einen Nazi-Stadtrat Klage zu erheben, inzwischen freiwillig aus diesem Gremium ausgeschieden ist, oder wenn unsere Stadtspitze mit dem Gemeinderat mitten im Ukraine-Krieg in die Russische Föderation reist, um die ewige Freundschaft mit Wladimir Putin zu feiern, dass nun die Tagesschau darüber berichtet, wie in Heilbronn „auch nach der Razzia im “Reichsbürger”-Milieu … Akteure der Szene weiter Zuspruch [erhalten]. Zu einem Vortrag in Heilbronn kamen nach Report-Mainz-Recherchen Querdenker, bekennende Fremdenfeinde und ein verurteilter Brandstifter.

Heilbronn hat nun seinen Ruf weg, nämlich als Stadt, wo man ungestraft verlautbaren kann, dass neben Putin auch manche deutsche Fürsten russische Adelswurzeln haben und deswegen als die natürlichen Führer unserer beiden „Brudervölker“ angesehen werden müssen. Die antidemokratische Community in Heilbronn jubelt und freut sich schon jetzt auf das Russengas und darüber, dass man nun endlich die letzten „bösen Amerikaner“ aus der Stadt vertreiben darf. Inzwischen kann man in Heilbronn weiterhin in entsprechenden „Spezialgeschäften“ einkaufen, wo man wohl noch unter dem Tisch mit Reichsmark bezahlt.

Bis zum „Endsieg“ spazieren die Heilbronner Montagsmarschierer weiterhin durch die Fußgängerzone und ergänzen dabei das florierende Bettler- und Pennermilieu ganz prächtig, während junge Arbeitslose die Allee und den Europaplatz als Renn- oder Poser-Strecken nutzen. Das Ganze wird dann noch mit, in der Stadt allgegenwärtigem, Müll garniert und durch fehlende Toiletten gekrönt.

Und so ist es wirklich nicht verwunderlich, dass die letzten verbliebenen Einzelhändler über mangelnde Kundenfrequenz klagen, selbst Handelsketten ihre Filialen schließen und Kundenmagneten, wie der Kaufhof, über einen Rückzug aus Heilbronn spekulieren.

Dabei könnte Heilbronn eine sehr attraktive Handels- und Einkaufsstadt sein! Dazu gehört, dass man sich grundsätzlich als weltoffen und tolerant und zudem dafür sorgt, dass sich die Stadt stets in einem sauberen und einladenden Zustand präsentiert.

Und das wäre gar nicht so schwer, denn das städtische Personal, weit über 3 000 Beschäftigte, und einen gut gefüllten städtischen Haushalt haben wir. Zudem haben wir das Glück, sehr eifrige, willige und potente Heilbronner Bürger zu haben, die nur darauf warten, noch mehr in Heilbronn investieren zu dürfen.

Dazu muss die Stadtspitze und vor allem unser Gemeinderat aber einmal Tacheles reden und sich in einer konzertierten Aktion für unsere Stadt, die Demokratie, Transparenz und Offenheit stark machen!

Wir Bürger wollen in Heilbronn bunte wie auch Europaflaggen, fröhliche und zuversichtliche Menschen, die durch saubere und sichere Straßen flanieren und sich in Geschäften, Cafés und Lokalen vergnügen, die Heilbronn wieder zu der attraktiven Stadt machen, die wir doch eigentlich auch sind.

Vom Gemeinderat und der Stadtverwaltung erwarte ich, dass sie dazu endlich die Rahmenbedingungen schaffen! Und wenn ein Kaufhof mitten in der Stadt ein erfolgreiches und florierendes Geschäft ist, dann in Heilbronn, wo denn sonst?