Bibliothek Hochschule Heilbronn

8.10.02025 4.3 (7)

Beitragsfoto: Bibliothek Hochschule Heilbronn

Geflüster

Die Vorbereitungen zum Bundeskongress sind in vollem Gange. Inzwischen dürften sich auch die anderen Delegierten um das kommende Wochenende Gedanken machen, nicht nur wegen der Anreisemodalitäten.

Mein Vorgeflüster zeigt erste Reaktionen, was mich darin bestärkt, dass ich nicht so ganz falsch lag. Auch die EUROPA-UNION Heilbronn hat sich für eine Kandidatin ausgesprochen und ein weiterer Kreisverband ebenfalls offen seine Unterstützung kundgetan. Es wäre hilfreich, wenn sich auch andere im Vorfeld offen bekennen, denn das im Hintergrund Agieren funktioniert zwar auch, ist aber weniger transparent.

Richtig gefreut habe ich mich darüber, dass ich von der vermeintlichen Gegenseite persönlich angesprochen wurde. Dabei sind wir keine Gegner, nur Gleichgesinnte, die in manchen Dingen einfach anderer Meinung sind. Auch ich habe mich schon einmal an einem anderen Menschen so richtig festgebissen, was aber keinem hilft. Unabhängig davon ist Anton Hofreiter in diesem Fall nicht die richtige Wahl.

Vermischtes

Zur Belohnung eines ereignisreichen Tages gab es gestern noch einen Europastammtisch. Auch wenn weniger als sonst üblich erschienen, eine völlig runde Sache. Zeit genug, um ein paar Interna abzuklären und danach den Tag wunderbar ausklingen zu lassen. Erfreulich, dass ein jüngerer Interessent mit dabei war und hinterher bekundete, dass er wiederkommen möchte. Vor lauter Gemütlichkeit habe ich es verpasst ein Foto zu schießen — das geschieht auch nicht sehr oft.

Das Käffchen mit Detlef Stern, inzwischen eines ohne, gewohnt informativ, spannend und erholsam zugleich. Gekrönt wurde das Ganze gestern nur noch durch Stefan Pfeiffer, der meine spontanen Auslassungen zur Chatkontrolle in den richtigen Hals bekam — ohne solche Leser würde ich meine Blog-Beiträge schon lange im eigenen Zettelkasten versenken.

Auch schon wieder zwei Jahre her, gestern der Überfall von Palästinensern auf friedliche Israelis, von denen mindestens 368, darunter Frauen und Kinder, einfach so abgeschlachtet wurden. Ziel der Palästinenser, die Israelis zu einem Gegenschlag zu provozieren, um damit wieder Hilfsgelder zu ergattern und Unterstützung für ihre Sache zu erlangen. Dass dabei Hunderte von eigenen Landsleuten sterben, kein unglücklicher Kollateralschaden, sondern eiskaltes Kalkül.

Schon jetzt konnten sich die Palästinenserbosse wieder einmal dumm und dämlich verdienen und zudem noch politisches Kapital daraus schlagen — der nächste Überfall auf unschuldige Israelis ist bestimmt schon in Planung. Das gibt dann wieder einen Friedensnobelpreis, dieses Mal wohl zusammen mit Donald Trump.

Mir wird nur noch übel, wenn ich miterleben muss, wohin alleine die vermeintlichen Bundeswehrmilliarden ganz offiziell so alles fließen. Jetzt darf sich auch die Bauindustrie gesund stoßen. Schon etwas länger muss die Bundeswehr wieder einmal unverkäufliche VW und Mercedes spazieren fahren.

Anstatt die bereits vorhandenen Soldaten gut auszubilden, auszustatten, zu versorgen und abzusichern, was im Endeffekt zu ausreichend Freiwilligen führt, lässt man diese weiter im Regen stehen und guckt nur danach, wie man möglichst billig an weitere Opfer kommt. Wie schon erwähnt, unsere für die Verteidigung vorgesehenen Steuergelder müssen in erster Linie Politiker und deren Geldgeber glücklich machen!

Vorlesung

Gestern noch ein Thema in meiner Vorlesung: Software-Projekte, die erst ab 20 Millionen Zeilen einen solchen Status verdienen. Dann auch Thema, warum Projekte scheitern können müssen und der Hinweis, dass wir dies später noch etwas näher betrachten werden.

Am Abend fiel mir dann der folgende Beitrag in meiner Timeline auf: „Cariad: VW-Tochter stellt eigene Software-Entwicklung weitgehend ein“ — was mich, weil VW involviert ist, nicht wirklich überrascht. Ich habe diese Firma schon etwas länger abgeschrieben und gestehe den dort Verantwortlichen nur noch zu, dass sie Meister im Verbrennen staatlicher Transferzahlungen sind; gleich nach der Deutschen Bahn.

Interessierte Studenten könnten sich nun das Projekt „Cariad“ (CAR, I Am Digital) einmal etwas näher anschauen, es ist für meine Vorlesungen bestens geeignet — jeder ist zu etwas nütze, wenigsten als schlechtes Beispiel.

Nachtrag

Passend dazu ein gelungener Blog-Beitrag von Armin Hanisch zu LLM. Auch ich versuche Lehrer und Schüler von der Begrenztheit dieser Modelle zu überzeugen. Da sie aber sehr bequem sind, wird uns dies nicht gelingen.


Tümpel

3.9.02025 5 (7)

Beitragsfoto: Tümpel | © Bettina Kümmerle

Bloggerschelte

Liebe Mitblogger, es ist mir völlig wurscht [egal], wie oft und warum Ihr gelesen werdet! Auch interessiere ich mich nicht für Eure Versuche, über die Social Media mehr Gehör zu finden; auch nicht, warum es dann vielleicht doch nicht geklappt hat [Heul].

Noch weniger interessiere ich mich dafür, mit welchen Werkzeugen ihr Eure vermeintlichen Leser mitplotten könnt oder auch nicht. Und schon gar nicht dafür, wie viele Leser Ihr dann vielleicht tatsächlich habt [Schwanzvergleich]!

Ich interessiere mich für Euch, weil Ihr lebensechte Inhalte, Ideen, Überzeugungen, Ideale, Ansichten und damit für mich Interessantes liefert. Und sobald Ihr den Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung verlasst, bin ich als Leser auch schon wieder weg.

Bis dahin aber lausche ich und warte regelrecht darauf, wieder von Euch etwas zu lesen. Manche von Euch sind mir — obwohl ich die meisten nicht kenne — über die Jahre hinweg so richtig ans Herz gewachsen.

Also bloggt bitte weiter und lasst den Scheiß mit dem Influencer-Gehabe. Falls Ihr es einmal tatsächlich zu einem „Internet-Star“ schafft, dann interessiert sich wirklich keiner mehr für Eure Inhalte.

Und sobald Ihr dereinst wie Fefe weg seid, bedauern dies nur sehr wenige — noch weniger als Ihr selber denkt! — by the way weiß jemand etwas über Felix von Leitners Verbleib?

Vermischtes

Die richtig schmutzigen Dinge bleiben unter der Decke, und das war schon immer so. Deshalb werden weder die Epstein-Files noch die Spahn-Files veröffentlicht werden. Man darf den Grünen anrechnen, dass sie es wenigstens versucht haben; dann aber wurden sie bestimmt daran erinnert, dass es u. a. auch Özdemir-Files gibt. Der will demnächst noch etwas werden und so bleibt es wie immer: keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.

Wer nun aber denkt, es könne nicht noch schlimmer kommen, der muss sich nur die völlig durchgeknallten Kriminellen der AfD anschauen: man merke sich, es geht immer noch schlimmer!

Gestern trafen sich zwanzig Europäische Föderalisten zum Europastammtisch und wir hatten wie immer unseren Spaß, weniger aber mit der Gaststätte. Diese kenne ich noch aus meinen DLRG-Zeiten, als mir einmal sechs Weizen abgerechnet wurden, obwohl ich leider keine sechs mehr trinken kann. Als wir es dann zum ersten Mal mit der EUROPA-UNION versuchten, hatte ich noch etwas weniger Glück und eine Taube garnierte mein Steak — dies müsste hier als Blog-Beitrag zu finden sein. Da der Rest aber stimmig war, ließ ich mich auch dieses Mal überstimmen und wir trafen uns erneut in dieser Gaststätte.

Nun weiß ich endlich auch, wie es zu der damaligen Abrechnung der Weizen kam. Man kann in diesem Restaurant die Weizen schneller bestellen, als man sie geliefert bekommt. Heute musste ich eine Stunde auf mein erstes Weizen warten, was halb so schlimm war, da ich zusammen mit Herbert Burkhardt wartete. Er gab später entnervt auf, ich blieb als Vorsitzender bis zum bitteren Ende und konnte noch zwei weitere Weizen ergattern. Meine Leser außerhalb von Baden-Württemberg kennen dieses Getränk bestimmt unter dem Namen Weißbier.

Manche Stammtischler tranken es kastriert oder in einer mir bisher unbekannten Mixform, was die Service-Kräfte noch etwas mehr verwirrte. Am Ende des Stammtisches suchte ich die Aussprache und bin nun beruhigt, denn es ist keine Bösartigkeit der Gaststätte, sondern nur Unfähigkeit. Und ich habe tatsächlich inzwischen etwas gelernt, denn wenn man zu blöd für seinen Job ist, dann ist das völlig in Ordnung.

Übrigens, der dort angebotene Zwiebelrostbraten kostete 35 Euro. Als junger Mann hätte ich sicherlich gefragt, ob die Bedienung mit dabei ist — ich weiß, das wäre heute politisch unkorrekt.

Aber auch so ist mein Fazit nach mehreren Besuchen sehr eindeutig: gute Location, sehr viele nette Angestellte, noch mehr dämliche Kunden und der Wirt wird sich bestimmt dumm und dämlich verdienen.

Das obige Bild ist erneut ein „Suchbild“; ich habe es meinen ortskundigen Lesern inzwischen etwas schwieriger gemacht. Detlef Stern behauptet, er hätte dort einmal Schildkröten erblickt. Heute konnte ich eine solche tatsächlich bestätigen — aber nicht, dass sie noch am Leben war.

Kleine Geschichte

Ein altergrauter Stabsoffizier wurde zu einer Besprechung ins Ministerium gerufen. Dazu reiste er bereits am Vortag an und suchte sich in einer naheliegenden Kaserne eine Unterkunft. Da er nicht schlafen konnte, wandelte er durch die noch ältere Kaserne und betrat zum Schluss die OHG.

Erwartungsgemäß war nur noch eine Ordonnanz da und so setzte er sich an einen Tisch in der Ecke und trank sein DAB. Als er dort viele Kerben im Tisch vorfand, rief er die Ordonnanz herbei und wollte wissen, was es mit diesem Vandalismus auf sich hätte.

Erst druckste der Soldat ein wenig, dann wies er den Offizier darauf hin, dass dieser am Leutnantstisch säße und wenn diese zu viel gebechert hätten, sie ihre Hosen herunterließen und einen Vergleich anstellten. Die Kerben zeigten den jeweiligen Gewinner, und der musste dann seine Biere nicht bezahlen.

Der Offizier sinnierte noch ein wenig, guckte sich die Kerben etwas genauer an und ließ seine Hose herunter. Triumphierend ritzte er eine neue Kerbe in den Tisch. Dann rief er die Ordonnanz herbei und zeigte ihm ganz stolz die neue Kerbe.

Dieser guckte sich Kerbe und Tisch an und sagte dann lapidar: „Herr Oberst, die Herren Leutnante messen von der anderen Seite aus.“

Zugabe

Größenvergleiche werden gerne auch bei Staaten vorgenommen. Und da unsere Karten eher ein falsches Bild der tatsächlichen Größe von Ländern vermitteln, gibt es nun eine Website, bei der man mit den einzelnen Staaten etwas spielen kann und so eine realistischere Einschätzung erhält.

The True Size of …


Schwimmer

24.8.02025 5 (8)

Beitragsfoto: Schwimmer | © Pixabay

Soziales Pflichtjahr

Marcel Fratzscher, ein x-beliebiger Drückeberger, der sich ganz offensichtlich eine gute Karriere durch seine Nähe zur Politik geschaffen hat, lässt es nun mal so richtig krachen!

Unsere Rentner, ich darf mich auch dazu zählen, und dies, obwohl ich weiterhin arbeite, sollen nun verpflichtend ein soziales Jahr ablegen.

Mein Vorschlag zur Güte: wer nicht gedient hat und auch keinen Ersatzdienst leistete, der muss nun doch einmal als Rentner ran.

Wobei das überhaupt nicht funktionieren kann, denn wer sich sein gesamtes Leben lang darum drückte, etwas für unser Land zu leisten, der drückt sich auch als Rentner darum herum. Das Einzige, was diese Drückeberger können, ist, Dumme und Gutmütige zu verheizen.

Und die Bundeswehr dürfte inzwischen überhaupt kein Nachwuchsproblem mehr haben, denn alle Mitglieder der Jungen Union und der Jusos melden sich inzwischen zum Militärdienst.

Ach, ich vergaß es ganz, die lassen sich später vom Bundesminister der Verteidigung sofort zum Stabsoffizier ernennen und meckern dann nur herum, dass sie noch keinen einzigen Soldaten in den Tod schicken durften. Denn bei uns gilt weiterhin: Pflichten und Steuern sind nur für die anderen verbindlich!

Vermischtes

Heute gedenken die Ukrainer ihrem Unabhängigkeitstag; noch scheint es ausreichend Ukrainer zu geben, die sich für eine weitere Unabhängigkeit ihres Landes einsetzen. Leider aber feiern die meisten Ukrainer lieber als sich tatsächlich für ihr Land zu engagieren, denn wenn es anders wäre, gäbe es schon längst keine Russen in der Ukraine mehr.

Richtig ekelig, wie sich bei uns die Fahnenflüchtigen und Drückeberger für eine Wehrpflicht für Männer starkmachen. Eigentlich aber nur folgerichtig, dass diese Pfeifen und Schlümpfe nur Männer zu den Waffen rufen wollen, denn so sind sie weiterhin selbst außen vor.

Schon etwas komisch, wenn man bei mir anfragt, ob die EUROPA-UNION nicht einmal einen Europastammtisch im eigenen Lokal organisieren könne, und wenn ich dann Franz Schirm losschicke, man an diesem Tag seine Gaststätte nicht öffnen kann. Gut, dass Franz flexibel reagiert und so ist nun auch der kommende Europastammtisch in trockenen Tüchern.

Sinn und Zweck unserer Europastammtische ist es inzwischen, die lokalen Gaststätten etwas besser kennenzulernen und dabei auch selber bekannter zu werden. Und so sind wir Neuem gegenüber immer aufgeschlossen, allerdings aber auf Dienstage fixiert. Als ich mir vor gut 20 Jahren Gedanken für einen Europastammtisch machte, gab es montags den DLRG-Stammtisch, mittwochs trafen sich viele Parteien, donnerstags war Party-Time und die Freitage gehörten bereits den anderen Vereinen.

Und so kam es zu den Dienstagen; auch wenn immer wieder andere Tage von den Stammtischlern ins Gespräch gebracht werden, bin ich davon überzeugt, dass eine gewisse Kontinuität keinem schadet — und 20 Jahre wollen erst einmal übertroffen werden!

Ich kenne eine Menge guter Restaurants, welche leider dienstags geschlossen sind und frage nicht an, ob wir einmal außer der Reihe vorbeischauen dürfen, aber wenn man uns die Gelegenheit gibt, dann gucken wir, ob wir es möglich machen können.

Badekultur

Am Sonntagabend das Tanzen ausfallen lassen und schnell noch ein paar Runden in der Neckarhalde gezogen. Gleich ein Lob an die dortigen Schwimmmeister und weiteren Angestellten. Das Bad war in einem einwandfreien Zustand. Hilfreich wohl, dass es gegen Abend nicht mehr so frequentiert war und die Müllkulturen heute schwerpunktmäßig woanders unterwegs waren.

Und so konnten meine bessere Hälfte und ich ganz ungestört ein paar Bahnen ziehen; wenn jetzt noch mein Körper mitmachen würde, wäre es das Paradies auf Erden. So fand ich mich schneller wieder unter der Dusche als gedacht und konnte meine Mitmenschen etwas beobachten.

Gut, manche von uns übernahmen die Badekultur bereits vor gut 2 000 Jahren von den Römern und sowohl die persönliche Sauberkeit wie auch das Waschen des eigenen Körpers wurde anschließend von Generation zu Generation weitergereicht. Manch andere haben dies nicht von ihren Eltern gelernt, auch in der Schule nicht aufgepasst und zudem nicht gedient. Was man gut daran sehen kann, dass diese bekleidet unter der Dusche stehen und sich zum Schluss auch noch auf der Toilette wieder die Pomade in die Haare schmieren oder gleich den Lidstrich nachziehen.

Das Ganze wird nur noch von den Müllkulturen übertroffen, die gerne Toilette und Dusche verwechseln und sich ansonsten wie Schweine in der Dusche bewegen — das warme Wasser scheint sie dabei noch so richtig anzuregen. Was mich heute wieder daran erinnerte, wie wir 2015 Afghanen und Syrern das Schwimmen beibringen wollten und bereits beim Waschen glorreich gescheitert sind: den Sinn und Zweck von Duschen zu vermitteln, ist schwieriger als gedacht.

Was aber einen Araber oder Anatolier dazu motiviert, um zusammen mit seiner pubertierenden Tochter in eine Männerdusche zu gehen, ist zumindest mir unverständlich. Für den Teenager sprach, dass sie sich sichtlich unter nackten Männern unwohl fühlte. Ohne Frage, der Vater duschte angezogen und Seife für beide etwas völlig Unbekanntes.