Sanduhr

Deutsche Zeit 5 (2)

Beitragsfoto: Sanduhr | © Shutterstock

Ohne Wenn und Aber, wir Deutschen haben ein ausgewachsenes Zeitproblem und das schon eine ganze Weile. Auch wenn mir jetzt der eine oder andere Wissenschaftler versichert, dass es die Zeit eigentlich gar nicht gibt, so hat es sich zumindest bei uns Menschen bewährt, dass wir mit der von uns geschaffenen Zeit auch möglichst sinnvoll umgehen. Dazu zähle ich auch die Geschwindigkeit, welche sich zumindest bei manchen Menschen noch daraus ergibt, dass man einen bestimmten zurückgelegten Weg zur dafür aufgewendeten Zeit ins Verhältnis setzt — und auch dies hat sich als probates Mittel erwiesen, um das eigene Leben und die Umwelt zu gestalten.

Und beides, Zeit wie auch Geschwindigkeit, ist bei uns in Deutschland fürchterlich durcheinander geraten. Ich vermute, das hängt ursächlich mit dem Jahr 1945 zusammen, als uns der Rest der Welt plötzlich erklärte, dass 1 000 deutsche Jahre tatsächlich nur 12 Jahre sind. Und bis heute haben wir uns von diesem Schock wohl nicht mehr so richtig erholt; unsere inneren Uhren sind noch heute völlig durcheinander. Und um das Ganze noch weiter zu verkomplizieren, haben wir auch noch unsere eigene Zeitzone mit zwei unterschiedlichen Zeiten versehen: der Sommer- und der Winterzeit. Deshalb bietet es sich übrigens auch an, in schwierigeren Fällen und Situationen mit der Zulu-Zeit zu arbeiten. Und wer schon einmal ein Folge von Star Trek gesehen hat, der kennt zudem auch noch das „Stardate“-System.

Unabhängig von diesen beiden Sachverhalten, sind die meisten von uns inzwischen so durcheinander, dass man in Heilbronn für 200 Meter Turmstraße pflastern gut und gerne 100 Jahre benötigt und wir bei etwas größeren Projekten in Ewigkeiten rechnen, z. B. dem Berliner Flughafen. Um diesen allerdings zum Funktionieren zu bekommen, reicht schon lange eine einzige Ewigkeit alleine nicht mehr aus, wie etwa auch, um in Berlin demokratische Wahlen halbwegs korrekt abzuhalten. Ähnlich ist es bei der Union mit deren christlichen Werten, die wohl erst in einer anderen Ewigkeit gefunden werden.

Selbst die Telekom Deutschland hat sich inzwischen diesem Zeit- und Geschwindigkeitsverständnis angepasst, und so müssen wir uns über bestimmte Dinge schon gar nicht mehr wundern. So bekommen z. B. Kunden mit „unbegrenzten“ der gar „unlimitierten“ Verträgen allmonatlich 500 MB hinzugebucht, was mich tatsächlich jeden Monat aufs Neue erfreut und darauf hoffen lässt, da ich alleine schon aufgrund mangelnder Funkverbindungen, nicht einmal grob betrachtet an die Unendlichkeit herankomme, geschweige denn dann noch die 500 geschenkten MB nutzen kann, nun bald von der Telekom auf zweimal unbegrenzten Datenkonsum heraufgebucht werde — mit einem netten Begleitschreiben versehen, liefe ich inzwischen sogar Gefahr, für diesen Service extra zu zahlen. Was mich allerdings dann doch ein wenig stört, sind die regelmäßigen — ganz besonders dann, wenn sie mich aus dem Tiefschlaf schrecken — Warnmeldungen, die mir mitteilen, dass mein Datenvolumen in Kürze aufgebraucht sei und ich doch ein weiteres, wohl dann „unbegrenzt unlimitiertes, unendlich grenzenloses, absolut unverbrauchbares“ Datenpaket mit hinzubuchen solle.

Deshalb müssen wir uns inzwischen auch nicht mehr darüber wundern, dass jüngst unsere Fußballnationalmannschaft in das Jahr vor 1945 zurückgereist ist, oder die deutsche Nation wieder über Armbinden fachsimpelt. Der aktuelle Pabst des deutschen Fußballs, Gianni Infantino hat dazu das passende Jahresmotto herausgegeben, welches wohl vom Deutschen Fußballbund übernommen wurde, zumindest hat dieser nicht widersprochen: „Demokratie schlecht, Diktatur gut!“

Und so pilgern viele Deutsche nun nach Katar, um die vordemokratische Zeit und deren vermeintlichen Vorzüge, wie Ausbeutung, Unterdrückung, Mord und Totschlag, wieder hochleben zu lassen. Wieder einmal, wie bereits beim „Putin-Fest“ 2018 und demnächst dann wohl bei den saudiarabischen Mullahs. Und sollte Nordkorea bis dann ebenfalls für gute Hotels und Restaurants gesorgt haben, wird auch dort unsere Nationalmannschaft auflaufen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass bis dahin auch das Armbindenproblem voll und ganz geklärt ist — können wir Deutschen doch auf eine tausendjährige Erfahrung bauen.

Einen Tipp dazu gab uns gerade die Bundesministerin des Innern und für Heimat, die wohl überall dort zu finden ist, wo es gute Restaurants und Hubschrauberflüge gibt, denn sie lief traditionsbewusst mit Armbinde auf, was selbst einen Infantino verzückte, der sofort erkannte, dass einem Deutschen mit Armbinde höchstens noch das braune Hemd fehlt, um bei solchen Festen völlig stilsicher aufzulaufen.

Und so wäre es jetzt vielleicht einmal wirklich an der Zeit, dass wir uns alle damit abfinden, nämlich damit, dass die Uhren für jeden von uns gleich ticken und wir allesamt inzwischen im 21. Jahrhundert leben, ob wir nun wollen oder nicht.

Das könnte durchaus dazu führen, dass wir die Zeit, nämlich unsere Zeit und die daraus folgenden Termine wieder so richtig ernst nehmen und damit tatsächlich in den Griff bekommen. Ein Vorteil wäre dabei, dass wir außerhalb der Mathematik nicht mehr mit Unendlichkeiten jonglieren müssten und die Ewigkeit endlich wieder etwas Religiöses bekäme.

Wir alle, auch die Ewiggestrigen, wären in der Realität — im Hier und Jetzt — angekommen und wir könnten uns gemeinsam den wirklichen Herausforderungen dieser Welt stellen.

Lassen Sie uns doch mit pünktlichen Besprechungen, Vorlesungen oder gar Zügen beginnen! Sie werden staunen, wie schnell sich die Welt zum Besseren wendet — eine echte Zeitenwende!


Weihnachtsmarkt

23.11.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Weihnachtsmarkt | © Shutterstock

Kaum zu glauben

Die Umstände um die Absage des FunParks werden immer mysteriöser. Und so hat sich mindestens ein Heilbronner Stadtrat dazu durchgerungen, um beim Verantwortlichen, dem Heilbronner OB, Aufklärung einzuklagen.

So wie es sich jetzt darstellt, ist auch der sehr teuer hergerichtete Platz um den Bollwerksturm nicht dazu geeignet, um auch nur halbwegs normalen städtischen Anforderungen zu genügen, so wie bereits der Kiliansplatz, der Marktplatz oder auch die Kaiserstraße zuvor!

So sieht es nun ganz danach aus, dass in unserer Stadt massiv gepfuscht wird, wobei unsere Steuergelder mit vollen Händen buchstäblich aus dem Fenster hinausgeworfen werden — in wessen Taschen auch immer.

Und um dies nicht allzu bekannt werden zu lassen, scheut man sich wohl auch nicht davor, sich durch spontane Absagen von Festen oder Märkten zu blamieren.

Waldschänke

Wie wir es heute in der Heilbronner Stimme (23.11.2022: 24) lesen können, wird die Waldschänke im Köpfertal, welche keine 200 Meter vom Köpfersee entfernt liegt, nun nach etlichen Jahren des Zerfalls abgerissen und deren Gelände renaturiert; der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats hat dies kürzlich so beschlossen. Eine konsequente und folgerichtige Entscheidung, nachdem das erstmals 1896 erwähnte Ausflugslokal bereits seit 2012 ungenutzt einfach nur noch so da stand und dabei immer wieder Objekt für Randalierer und Plünderer war.

Jetzt können wir uns Heilbronner darauf freuen, in den kommenden Jahren dort den Stadtwald wachsen zu sehen — ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Rettung unserer Natur.

Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen an jene Zeiten, als es in der Waldschänke sehr munter und fröhlich zuging, noch bevor die Streitereien um Wasser und Strom selbst in der Heilbronner Stimme thematisiert wurden und den Untergang dieser Kneipe mit Biergarten endgültig einleiteten.

Den Ursprung hatte dieses Wirtshaus, als 1896 ein Wirt bei den Schießbahnen des Militärs die Erlaubnis erhielt, um einen Ausschank für die Soldaten zu betreiben. Bis Mitte der 1970-Jahre wurde die ehemalige Soldatenkantine dann von Karl Häberle als Versperstüble betrieben.

Nach einem Pächterwechsel und Umbau, wobei die neben der Kantine liegende Baracke, eine ehemalige Waffenkammer und der Pferdestall zur neuen Waldschänke ausgebaut wurde, fand die Waldschänke bis zum Schluss bei sehr vielen Heilbronnern großen Zuspruch.

Tipp zur Besichtigung

Gleich in der Nähe findet man seit 2010 ein Denkmal für 24 Mitglieder der „Réseau Alliance“, welche in den frühen Morgenstunden des 21. August 1944 bei den damaligen Schießbahnen in der Nähe der Waldschänke hingerichtet wurden.

Ebenfalls seit dieser Zeit findet man dort einen etwa zwei Kilometer langen Skulpturenweg, der bei der Waldschänke beginnt, in Richtung Köpferanlagen auf dem Köpferweg entlang verläuft und auf dem Frühlingsweg wieder zurückführt. Zu sehen sind inzwischen zwölf Skulpturen, die aus Stammstücken gefällter Bäume geschnitzt wurden.

Biber im Oktober 2017

Wie konnte ich nur? Thomas Heiligenmann hat mich völlig zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass auch der Ehrenfriedhof gleich um die Ecke liegt; dieser ist nicht nur am 4. Dezember einen Besuch wert!

Weihnachtsmarkt

Gestern wurde der Käthchen-Weihnachtsmarkt tatsächlich eröffnet und ich konnte bereits um 14.00 Uhr die ersten Mitbürger beim Wurstessen beobachten. Man muss sich dennoch einmal fragen dürfen, warum das mit dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn nicht wirklich so richtig klappt. Seit Jahrzehnten fahren wir Heilbronner und dies auch sehr gerne nach Nürnberg oder Straßburg, nur um die dortigen Weihnachtsmärkte aufzusuchen. Und auch der Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen wird immer wieder gerne besucht. Darüber hinaus hat wohl jeder Heilbronner noch seine ganz eigenen Weihnachtsmarktgeheimtipps — ich bin gerne auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt gegangen, da ich diesen Besuch dort gut mit weiteren Terminen verknüpfen konnte; und auf den Wildschweinwurststand habe ich mich auch stets gefreut.

Und so wurde der Heilbronner Weihnachtsmarktbesuch für viele von uns eher eine Pflichtübung, die man so als Heilbronner halt zu erledigen hat. Und noch heute hat dieser Weihnachtsmarkt eher den Charme eines Ostberliner Jahreswechsel-Events mit Brandweinbuden und Parteitagsreden, wenn man einmal von dem gelegentlich vor den Ständen verstreuten Sägemehl absieht.

Sehr gefreut hatte ich mich deshalb, als man — bereits auch schon wieder vor ein paar Jahren — auf die Idee kam und unseren Weihnachtsmarkt unter das Motto „Käthchen von Heilbronn“ stellte, denn das ließ darauf hoffen, dass man zumindest einmal versuchte, diesem Weihnachtsmarkt ein wenig mehr Stimmung — egal welcher Art — einzuhauchen. Dann kam die Pandemie und die Stadtverwaltung hat bewiesen, dass sie auch kein Krisenmanagement kann und schon gar nicht in schweren Zeiten den Bürgern ein wenig Hoffnung zu machen — die Tragik um die letzten Weihnachtsmärkte war schon ein wenig kafkaesk.

Aber auch dies haben wir Heilbronner klaglos überstanden und so wurde spätestens Anfang dieses Jahres die Idee geboren, den Heilbronner Weihnachtsmarkt weiter aufzurüsten und damit in eine ganz neue Liga aufzusteigen, nämlich mit Rummelanteil und Bimmelbahn. Planerisch wie auch organisatorisch keine allzu große Herausforderung — nicht einmal für Heilbronner Verhältnisse — und so freuten sich viele von uns bereits auf eine Änderung. Manche unkten dabei, dass alles besser sei, was anders wird — ergo sind auch die entsprechenden Erwartungen von uns Heilbronner nicht besonders hoch. Eigentlich eine Win-Win Situation, wie sie im Buche steht!

Wenn man jetzt noch mit berücksichtigt, dass wir Heilbronner gleich zwei namhafte und sehr gut öffentlich subventionierte Vereine — zum einen den bereits 1892 gegründeten Verkehrsverein Heilbronn e. V. und zum anderen die Stadtinitiative Heilbronn e. V. — haben, die sich beide gerade zu dafür anbieten, um solch ein städtisches Ereignis wie einen Weihnachtsmarkt zu unterstützen, wenn nicht gar in eine Liga zumindest mit Bad Wimpfen und Co. zu hieven, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Auf alle Fälle aber hat die Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen gemacht und dafür gesorgt, dass nun wirklich nichts mehr schief gehen kann, nämlich indem sie extra eine eigene Heilbronn Marketing GmbH gegründet hat, welche mit gut 60 Mitarbeitern geradezu dafür prädestiniert ist, um einen Weihnachtsmarkt sicherzustellen.

Also wenn Heilbronn keine Voraussetzungen für einen Weihnachtsmarkt hat, welche Stadt kann dann überhaupt noch einen Weihnachtsmarkt veranstalten? Selbst in Berlin hat man es geschafft, dass in fast jedem Viertel inzwischen ein ganz passabler Weihnachtsmarkt zu finden ist.

Also was kann denn überhaupt noch schiefgehen?

Und so habe ich gestern doch mit etwas Bestürzung den Artikel von Thomas Zimmermann in der Heilbronner Stimme gelesen (22.11.2022: 23), der den Titel „Aus für FunPark überschattet Weihnachtsmarkt“ trägt. Meine entsprechenden Anfragen bei meines Erachtens fachkundigen Heilbronner Gemeinderäten blieben wohlweislich bis heute unbeantwortet.

Ich ziehe für mich daraus das Fazit, dass auch dieses Jahr sowohl für den Heilbronner Gemeinderat als auch für die Stadtverwaltung Weihnachten wieder einmal völlig überraschend kommt. Und so können wir Heilbronner wieder einmal froh darüber sein, dass es anderen Städten besser gelingt, jeweils einen eigenen und attraktiven Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen.


Fußballweltmeisterschaft

John Olivers Berichte sind immer wieder das Anschauen wert.
Maskerade

17.1.02022 5 (4)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Spannender Wochenstart

Ganz zurecht hat die australische Regierung einen Tennisspieler des Landes verwiesen. Etwas genauer sollten sich die Australier allerdings erklären lassen, wie er überhaupt erst das Land betreten konnte. Und die ersten Reaktionen aus Serbien, dem Heimatland dieses Tennisspielers, zeigen ganz gut, warum Serbien besser noch nicht Teil der Europäischen Union wird.

Mindestens ein SPD-Bonze meint, dass man nicht nur die Städtepartnerschaften mit Russland fördern muss, sondern der Russischen Föderation sogar weitere Avancen machen müsste: „Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich mir sehr gut überlegen, ob man Russland nicht endlich ein Angebot macht, Mitglied der Europäischen Union zu werden, um eine ganz große Kraft für Frieden und Freiheit zu gewinnen“ (Till Backhaus in der Ostsee-Zeitung) — Bei einem solchen kruden Demokratieverständnis sollte es niemanden mehr wundern, dass dieser Partei, und dies trotz Kanzlerbonus, die Mitglieder weiter in Scharen davonlaufen.

So wie es aber aussieht, glaubt inzwischen der „lupenreine“ Demokrat Wladimir Putin, dass er nicht nur die Ukraine heim ins Reich holen kann, sondern ihm die anderen ehemaligen Vasallen des Sowjet-Reiches ebenfalls gerne willkommen heißen werden. Und auch manche unserer Bundestagsabgeordneten, von der Linken bis hin zur AfD pilgern bereits regelmäßig in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten — bestimmt nicht nur, um sich für Beraterdienstleistungen entlohnen zu lassen.

Zu allem Übel gerät auch noch Joe Biden in immer schwierigere Fahrwasser, und Kamala Harris ist ihm ganz offensichtlich keine große Hilfe. So macht sich Donald Trump wieder Hoffnungen.

Und in Italien hat sich Silvio Berlusconi inzwischen ganz offensichtlich von seiner letzten Bunga-Bunga-Party erholt und steht nun als Präsident zur Verfügung. So betrachtet, sind wir Deutschen mit unserem Präsidenten noch ganz gut aufgestellt — Qualifikation hin oder her.

Die Chinesen schieben inzwischen wegen COVID-19 Panik — nicht etwa wegen der möglichen Opfer, sondern alleine wegen der Winterspiele. So werden sie wohl auch die Invasion Taiwans etwas nach hinten verschoben haben.

Solche Probleme haben die Herrscher in Katar nicht, sie werden die Fußballweltmeisterschaft auch dann abhalten können, wenn unsere Welt zum Ende des Jahres voll und ganz in Trümmern liegt. Dafür wird der Deutsche Fußballbund schon sorgen — ob ungeimpft, geimpft oder was auch immer.

Durch die Decke

Nicht nur die Testzentren schießen bei uns wie die Pilze aus dem Boden, sondern auch die Ansteckungen gehen wieder durch die Decke — am Sonntag lag die Inzidenz im Stadtkreis Heilbronn bei 643,7 (!). Eigentlich wundert es keinen mehr, denn die Gründe dazu wurden nicht nur auf diesem Weblog bereits des öfteren genannt.

Und so freut es mich dann doch, dass heute auch die Heilbronner Stimme (17.01.2022: 27) unter der Überschrift „Was in Teststellen alles schiefläuft“ schreibt: „Anwendungshinweise der Tests werden häufig nicht eingehalten.“ oder „Stichprobe in der Stadt zeigt zahlreiche Mängel.“

Dieser unsägliche Heilbronner Zustand ist hauptsächlich hausgemacht, da von Anfang an eine absolute Führungsschwäche gepaart mit völliger Ignoranz das Handeln unserer Verwaltung bestimmen. Leider ist unser Gemeinderat dabei auch keine große Hilfe und setzt weiterhin die falschen Schwerpunkte.

So werden wir Heilbronner doch noch einiges länger als vorausgesagt mit COVID-19 leben müssen. Was übrigens auch die gesamtgesellschaftlichen Kosten — von den zu früh beendeten Menschenleben ganz zu schweigen — völlig unnötig erhöht. Um diese Problematik halbwegs in den Griff zu bekommen, sollten die Verantwortlichen auch einmal in Haftung und Regress genommen werden — und dann auch nicht nur die, die sich durch falsche Tests an unseren Steuergeldern bereichern!

Europa-Ball

Dass die EUROPA-UNION Heilbronn nach ein paar Jahrzehnten Abstinenz wieder einen eigenen Ball veranstalten möchte, war schon im letzten Jahr beschlossene Sache. Dieses Wochenende wurde in einer Besprechung darüber hinaus vereinbart, dass der Europa-Ball am Samstag, 23. Juli 2022 auch ein eigenes Rahmenprogramm erhält.

Diese Rahmenprogramm beginnt am Freitag mit einem europäischen Besenabend, bietet am Samstag eine Stadtrundfahrt mit gemeinsamen Mittagessen und schließt am Sonntag mit einem europäischen Brunch ab.

Das Rahmenprogramm soll auch Ballgäste ansprechen, die extra wegen des Europa-Balls nach Heilbronn reisen. Und, um allen Ballgästen ein möglichst sicheres Gefühl zu geben, müssen alle Ballteilnehmer, ob in der Organisation tätig oder einfacher Besucher, einen tagesaktuellen COVID-19 Test vorweisen. Die Tanzschule Brenner, Mitveranstalter des Europa-Balls, bietet am Ballnachmittag eine zusätzliche Testmöglichkeit an — dies ist besonders für auswärtige Gäste eine gute Gelegenheit, um einen solchen Test zu erhalten.

Geburtstag des Tages

Benjamin Franklin