Maskerade

26.11.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Minister & Staatssekretäre

Vor Urzeiten haben Regierungschefs noch für die notwendigen Aufgaben qualifizierte Minister und später, als die Minister immer inkompetenter wurden, zusätzlich noch, diese fachlich ersetzende, Staatssekretäre benannt.

Heute, wo der Wähler bei der Auswahl seiner Regierungschefs fast nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, erstaunt es auch nicht mehr, dass Qualifikation (Eignung, Leistung und Befähigung) bei der Vergabe von Regierungsfunktionen überhaupt gar keine Rolle mehr spielt.

Wir können dies erneut bei der Vergabe der aktuellen Bundesämter mitverfolgen und, wer glaubt, dass bei der Besetzung der selbst aktuell unbeliebtesten Positionen, wie etwa Gesundheits- oder Verteidigungsminister, fachliche Gründe oder zumindest eigene Erfahrungswerte — ich denke da ganz unbedarft an Dr. Karl Lauterbach — zum Tragen kommen könnten, der hat sich wohl erneut getäuscht. Aber noch sind die Ernennungsurkunden nicht gedruckt, und vielleicht nutzen die neuen Koalitionäre tatsächlich die Chance, einmal wirklich etwas ändern zu wollen.

So wie es aber bei den Grünen gestern und heute aussieht, ändert sich auch hierbei nichts: das Gerangel um die Futtertröge kennt keine Gnade — Fachkompetenz setzt sich auch dort nicht durch, eher die Kunst, ungestraft an billige Anzüge oder an Freikarten zum Fußball zu kommen; eine Stärke, die bei einer anderen „Parteifamilie“ zum politischen Inhalt wurde.

100 000 +

Sehr viele dieser an COVID-19 oder mit COVID-19 verstorbenen Bundesbürger könnten heute noch leben, wenn unsere Volksvertreter ihre Hausaufgaben bereits vorab gemacht hätten — das nennt man Krisenvorsorge und Planung — und auch sofort mit Beginn der Pandemie verantwortungsvoll und, einer lebensbedrohlichen Situation, angemessen agiert hätten.

So bleiben uns diese Gesundheitsminister und doch so einige Abgeordnete nur deshalb in Erinnerung, weil sie einzig an ihren jeweiligen Karrieren gearbeitet, oder schlimmer noch, sich an der Not von uns allen selbst bereichert haben.

Und es steht zu befürchten, dass wir alle nichts daraus lernen, und kaum wird diese Pandemie in ein oder zwei Jahren Geschichte sein, das selbe „Programm“ erneut mit der nächsten Krise abgespult werden wird — „das haben wir schon immer so gemacht!“


Website des Tages

Charles M. Schulz Museum

The mission of the Charles M. Schulz Museum and Research Center is to preserve, display, and interpret the art of Charles M. Schulz.


Geburtstag des Tages

Charles M. Schulz

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

23.6.02021 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Hektik

Schon erstaunlich, zu wieviel Hektik unsere Regierung, nach 16 verbummelten Jahren, in den letzten Wochen dieser Legislatur noch fähig ist. Ein Minister nach dem anderen verkündet Dinge, die er später selbst nicht mehr zu verantworten hat. Und die meisten Parteien haben es endlich geschafft, noch ein eigenes Wahlprogramm herauszugeben — wobei auch die meisten Wähler wissen, dass diese Versprechen heutzutage das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden. Gut dabei ist aber, dass doch noch einige Kandidaten und ihre Parteien zumindest den Anschein erwecken, dass sie sich überhaupt für die Wählermeinung, deren Wünsche und Bedürfnisse interessieren.

Fußball

Wenn uns heute Abend noch die deutsche Fußballmannschaft verzaubert und dabei sogar gegen die ungarische gewinnt, dann kann man es, so glaube ich zumindest, durchaus verschmerzen, dass die eigenen Füße nicht im Vierwaldstättersee baumeln. Dafür gibt es aber im September 2021 die 5. Hertensteiner Gespräche, und wenn alles klappt, das entsprechende E-Book noch zum Jahresende.

Vorlesen

Motiviert vom Vorlesen an der Grundschule, freue ich mich jetzt schon darauf, bei der Lesung am Europaplatz, welche von der EUROPA-UNION Heilbronn veranstaltet wird, im Juli den Anfang machen zu dürfen. Ich werde, dem Leseort angemessen, aus meinem Buch „Europa ist für alle da!“ vorlesen und freue mich schon jetzt auf die daraus resultierenden Fragen und Gespräche.

Das gestrige Vorlesen in einer 2. Klasse an der Dammgrundschule hat richtig Spaß gemacht, mehr aber noch, dass ich nach der, durch COVID-19 verursachten, Vorlesepause, doch so gute Lesefortschritte bei den Schülern feststellen konnte. Da hat die Klassenlehrerin, trotz der bekannten Schwierigkeiten, sehr gute Arbeit geleistet. Und die Schule hat jetzt auch digitale Tafeln; zu meinem Bedauern kam ich noch nicht dazu, diese näher zu betrachten.

Man konnte aber auch ganz gut sehen, wie sich die Schüler — ich hatte sie noch aus ihrer Container-Zeit in Erinnerung — verändern, wenn man ihnen ein, der Bildung und Erziehung angemessenes, Lernumfeld bietet. Schade nur, dass dies von den städtischen Verantwortlichen einfach immer noch nicht erkannt wird.

E-Book

Wie gerne würde ich jetzt am Vierwaldstättersee sitzen und die Füße ins Wasser baumeln lassen. Da dies zurzeit wohl kaum realisierbar ist, habe ich die mir zur Verfügung stehende Zeit genutzt und den dritten Band der Hertensteiner Gespräche als E-Book herausgegeben. Mein Dank geht dabei an Detlef Stern, der dies möglich gemacht hat.

Website des Tages

A Map of the Online World in Incredible Detail

Ich habe ganz genau nachgeschaut, mein Weblog ist noch nicht dabei. Wenn man aber bedenkt, dass es inzwischen unzählige Websites gibt, so freue ich mich jeden Tag darüber, dass mein Weblog immer ein paar Leser hat.


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

20.6.02021 4.5 (2)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Solidaritätslüge

Wenn uns die Pandemie eines gelehrt hat, dann jenes, dass es zumindest bei uns in Europa keine Solidarität gibt. Solidarität ist eine Lüge wie die Mär über die Gerechtigkeit, bei der man jedoch davon ausgehen kann, dass es diese tatsächlich nach dem Tode gibt.

So kennt die propagierte Solidarität, bis auf die Verkünder und deren Handlanger, nur Verlierer, zum einen all jene, die sie tatsächlich immer wieder einmal nötig hätten und nie erhalten und zum anderen all jene, die für diese versprochene Solidarität Tag ein und Tag aus buckeln oder gar jeden Cent mehrfach umdrehen müssen, damit sie ihre Steuerschuld noch bezahlen können, um im Namen dieser Solidarität einen überdimensionierten Umverteilungsapparat am Leben zu erhalten.

Dass nicht nur ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin, zeigt sich ganz gut darin, dass jene Organisationen und Parteien, die seit Jahrzehnten diese Solidaritätslüge aufrechterhalten, langsam aber sicher aus unserer Mitte verschwinden und zu einer Randerscheinung werden.

Fußball

Auch wenn ich mich über den gestrigen Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Fußball sehr gefreut habe, verstehe ich es noch immer nicht, warum unsere Politik diese Spiele überhaupt zugelassen hat. Dass die UEFA das möchte, ist überhaupt keine Frage, denn dieser Club ist in meinen Augen nichts mehr anderes als eine weitere korrupte und reformbedürftige Vereinigung alter Männer.

Schlimmer noch ist das Bild, das Europa in die Welt sendet: völlig übersättigte und geimpfte Europäer schmeißen eine Party nach der anderen, während rings um Europa herum Menschen an COVID-19 und mangelnden Ressourcen zugrunde gehen.

Aber vielleicht regelt sich das nach den aktuellen Exzessen in Budapest und Co. von ganz alleine, so dass auch in Europa wieder mehr Menschen, völlig unnötiger Weise, mit neu verteilten „Mutanten“ in überfüllten Krankenhäusern ein mehr oder weniger spektakuläres Ende finden.

Website des Tages

monthly – Mark Rober teaches

Die beiden Youtube-Videos, in denen Mark Rober für Eichhörnchen Wellness-Parcours baut, muss man einfach gesehen haben. Aber auch sonst ist der ehemalige NASA-Ingenieur bemüht, vor allem jüngeren Menschen — nicht nur Eichhörnchen (!) — die Wunder der Technik vorzustellen und dabei deren Interesse und Verständnis für Technologie zu wecken.