Sündenfall

30.1.02024 5 (6)

Beitragsfoto: Sündenfall |  © Falco from Pixabay

Korruption

Der aktuelle Korruptionswahrnehmungsindex 2023 titelt wie folgt: „Das Erstarken autoritärer und antidemokratischer Kräfte weltweit führt zu mehr Korruption“. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Ungarn (76) mit minus 13 Punkten der größte Absteiger und das Schlusslicht in der EU ist. Damit hat Ungarn denselben Platz wie der große Bruder, die Volksrepublik China. Gleich gefolgt von Zypern (49), ebenfalls mit minus 13 Punkten. Übrigens, die Türkei (115), deren Vertreter sich bei uns gerne so großartig geben, stürzt sogar um 15 Punkte ab. Putins Russland liegt auf Platz 141, der Iran auf 149. Das Schlusslicht mit Platz 180 ist Somalia.

Spannend dabei ist, dass Italien auf Platz 42 liegt, noch weit vor Polen (47). Die etwas zivilisierteren Länder sammeln sich beginnend ab den 20er Plätzen. So dürfen wir uns zusammen mit Luxemburg über einen neunten Platz freuen. Aber der Spitzenreiter ist Dänemark auf Platz 1!

Weitere Länder, die doch so einiges richtig machen sind: Finnland (2), Neuseeland (3), Norwegen (4), Singapur (5), Schweden zusammen mit der Schweiz (6) und die Niederlande mit Platz 8.

Donald Trump und seine GOP sorgen dafür, dass sich die USA inzwischen auf Platz 24 tummeln, zusammen mit Barbados. Und unsere aktuelle Bundesregierung scheint doch so Einiges richtig und gut zu machen, denn unter Angela Merkel lagen wir noch auf Platz 12.

Holzen

Kaum bin ich wieder auf Instagram, da muss ich erneut feststellen, dass dort weiterhin und ganz kräftig geholzt wird. Was man gerne machen kann, so lange man es verträgt, dass dann auch zurückgeholzt wird. Da ich inzwischen sehr gerne austeile, wenn ich schon selbst einstecken muss, schaue ich mir jetzt das Ganze an und mische dann einfach auch einmal mit.

Eigentlich aber bin ich immer bemüht, mich über Inhalte auseinanderzusetzen, leider scheitert das, wenn die vermeintlichen Gegner kaum über eigene Inhalte verfügen. Für diese Gemeinderatswahl hatte ich es mir fest vorgenommen und wir Freie Wähler haben dazu ein paar Kernpunkte ausgemacht, mit denen wir in die Diskussion mit unseren Konkurrenten und noch wichtiger mit den Wählern gehen wollen.

Zusätzlich habe ich — ein Vorteil, wenn man mehrere Hüte aufhat — unseren demokratischen Konkurrenten ein echtes Friedensangebot unterbreitet, welches das uns Gemeinsame besonders hervorheben soll und dem Bürger damit signalisiert, dass man später dann durchaus um politische Inhalte ringen kann, um für die Bürger das Beste zu erreichen, denn Demokratie lebt einfach von Kompromissen — faule Kompromisse einmal davon ausgenommen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob die Kuschelgruppe Gemeinderat, die ohne jegliche Probleme selbst mit den extremistischsten Räten dinieren kann, das Angebot annehmen wird, und wir uns bis zum 9. Juni 2024 inhaltlich zum Wohle aller Heilbronner auseinandersetzen werden können.

Es wäre jammerschade, wenn sich unsere politische Konkurrenz dazu entscheidet, oben „die Haare schön zu haben“ und unten rum bis zum geht nicht mehr zu grätschen. Wie schon gesagt, holzen ist einfacher, wenn man die Retourkutschen auch ein- und wegstecken kann.

Sündenfall

Noch im Januar werde ich rückfällig und habe heute einen temporären Account bei Instagram eröffnet. Und sofort wurde ich daran erinnert, auch das App auf meinem Mobiltelefon zu installieren und mich bei weiteren Social Media anzumelden. Keine fünf Minuten später brach die gesamte SM-Welt auf mich herein. Und sofort wurde mir bewusst, warum sehr viele Gemeinderäte keine Zeit mehr haben, um sich mit den Vorlagen und Informationen der Stadtverwaltung näher zu beschäftigen, geschweige denn, diese auch zu lesen.

Da aber im Gemeinderat mehrheitlich beschlossen werden soll, dass wir Freien Wähler unser doch so erfolgreiches Wahlwerbekonzept des letzten Wahlkampfes nicht mehr umsetzen können — mir hatte dabei die Vorbereitung und Aufstellung der Bauzäune so richtig Spaß gemacht, da dies nur in Team-Arbeit möglich gewesen ist, und ich dabei den einen oder anderen Mitstreiter etwas näher und besser kennenlernen konnte. Bis heute, als ich die entsprechenden Vorlagen vom Gemeinderat bekam, hatten sich ein paar alte Haudegen des letzten Wahlkampfes mit mir so richtig auf die Bauzäune gefreut.

Jetzt heißt es umplanen, und so werden wir für uns neue Werbemöglichkeiten finden müssen — eine davon ist dieser temporäre Insta-Account [und er war dann auch wieder einmal sehr schnell weg].


Stadtwald

16.1.02024 4.6 (5)

Beitragsfoto: Stadtwald

Unverständnis

Wie kann man nur, wie z. B. die Menschen in Iowa, einen Kriminellen und Totalitaristen zum Spitzenkandidaten einer der ältesten demokratischen Parteien überhaupt wählen? Nachweislich ist Donald Trump alles das, was man als ehrbarer Bürger einfach nicht ist. Hinzu kommt noch seine kriminelle Veranlagung, die ihn insgesamt zu einem würdigen Hitler-Nachfolger macht — dessen Buch wohl das einzige ist, das er jemals selbst gelesen hat. Auf alle Fälle kennt er es und dessen Autoren und gibt vor, es nie gelesen zu haben, was nach trumpscher Denkweise eine Bestätigung für dessen Lektüre ist.

Ein Grund für die Wahl Trumps könnte sein, dass der GOP-Parteiapparat über die Jahre hinweg völlig verwahrlost ist und selbst nur noch aus Kriminellen besteht, die einzig und alleine ihr eigenes Land ausplündern wollen, zumindest so lange, wie es dort noch etwas zu holen gibt.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass sich die braune Masse, die es wie in Deutschland seit spätestens den 1920er-Jahren gibt, die GOP als Sammelbecken für all ihre Unterabteilungen und Splittergruppen auserkoren hat. Wenn dem so wäre, dann muss auch bei uns die eine oder andere Volkspartei mächtig aufpassen, dass sie nicht z. B. von einer WerteUnion gekapert wird.

Auf alle Fälle aber steht fest, dass wer heute noch einen Donald Trump für gut befindet oder gar wählt, einfach kein guter Mensch sein kann. Und Frauen, die Trump wählen, dürften gar zu einer ganz anderen Spezies gehören — einem Homo burka.

Schnee

Heute hat es tatsächlich etwas geschneit. Und als ich mich gerade über ein paar Fahrer amüsieren wollte, die kaum einen Hügel hinaufkamen, lag ich schon selber auf der Straße. Zurück zu Hause, nutzte ich gleich die Gelegenheit, um mir bei einem Experten etwas Rat zu holen. Nicht, dass ich demnächst noch im Stadtgarten oder gar im Alten Friedhof in Schwierigkeiten gerate — es könnte ja weiter schneien.

Luke Nicholas ist immer eine gute Adresse, wenn man sich Ratschläge für etwas schlechteres Wetter holen möchte. Und wer weiß, vielleicht schneit es bei uns einmal gleich zwei Tage hintereinander.

Erfreulich

Als ich mich mal wieder etwas mehr den Vereinsroutinen widmete, konnte ich feststellen, dass sich inzwischen doch so einiges bei unseren Verwaltungen zum Positiven wendet. So betreiben inzwischen die Bundesländer ein gemeinsames Registerportal und bezeugen damit, dass man auch föderal gut zusammenarbeiten kann, wenn man dies nur möchte.

Die Freien Wähler Heilbronn sind dort auf alle Fälle richtig eingetragen und bei der EUROPA-UNION Heilbronn konnte ich feststellen, dass ich dringend nachsteuern muss. Und schon hat sich das Registerportal für mich gelohnt!

Weniger erfreulich ist, als ich mich vor Kurzem digital mit meinem neuen Reisepass ausweisen wollte und mir die Gegenstelle mehrfach versicherte, dass mein Reisepass defekt sei. Dieses Problem werde ich wohl nur dadurch beheben können, dass ich beim Heilbronner Rathaus um einen Termin bitte, dort dann persönlich erscheine und hoffentlich auf einen Mitarbeiter stoße, der dafür Verständnis hat, dass ich meine teuren Ausweise auch tatsächlich nutzen können möchte. Noch besser wäre es allerdings, wenn dieser dann auch eine Lösung für mein Problem anbieten kann.


Lesezeichen

US-Diktatur 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Claudius Seidl | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Untergang der amerikanischen Republik — Demokratie in Gefahr (zuletzt aufgerufen am 29.12.2023, 10.53 Uhr)

Angesichts von Donald Trumps Wahlkampfparolen warnen gemäßigte Republikaner schon vor einer künftigen Diktatur. Will Trump in den Vereinigten Staaten tatsächlich eine solche errichten? Und kann das gelingen?


Sehr lesenswerter Beitrag. Und hoffentlich retten uns die amerikanischen Wähler Ende des kommenden Jahres wieder einmal vor dem Untergang.

Derweil reist eine europäische Politiker-Delegation nach der anderen in die USA, um von Donald Trump das Siegen zu lernen — auch das deutsche Who’s Who der Politik ist mit dabei.

[https://iiics.org/h/20231229095700]