Business person standing against the blackboard

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Beitragsfoto: Tafel mit Mann | © Shutterstock

Hirne

Den Kampf um die Hirne gibt es schon immer. In Zeiten, als die Bildung noch für die meisten Menschen und ganz besonders für den aufstrebenden Mittelstand wichtig und von Bedeutung war, konnten die Bedarfsträger in der Politik, beim Militär, der Wissenschaft oder auch der Wirtschaft so richtig aus dem Vollen schöpfen.

Bereits seit ein paar Jahrzehnten sieht es schon etwas dürftiger aus. Zwar können wir immer noch Hirne aus allen Teilen der Welt für uns gewinnen und die eigenen Defizite ausgleichen, müssen aber im Gegenzug immer öfters die eigenen Hirne an weit attraktiver Weltregionen abgeben. Dafür gibt es schon länger den Fachbegriff Brain Drain.

Alternativ hätte man auch das eigene Bildungssystem ausbauen und fördern können. Hierbei wurden leider eher nur politische Agenden und Wunschvorstellungen umgesetzt, als sich am Bedarf einer Notwendigkeit von Hirnen zu orientieren — wohl wissend, dass man sich das Kaufen kann, was man nicht selber in der Lage oder willens ist zu produzieren.

Wieder einmal viel zu spät erkennt die Politik so ganz langsam, dass der Brain Drain nicht mehr ausreichend und schon gar nicht in unsere Richtung fließt sowie unsere eigene Bildungspolitik nicht ausreichend liefern kann.

Anstatt nun einmal verantwortliche Politik zu machen, greift man wieder zu völlig unbedachten Schnellschüssen. So stampft man allerorten Universitäten und Hochschulen aus dem Boden, ohne überhaupt über die notwendigen Fachkräfte oder gar Studenten zu verfügen. Und damit ist noch nicht Schluss! Nein, weil man über kaum bis keine qualifizierten eigenen Ressourcen verfügt, schanghait man alles, was nicht rechtzeitig weglaufen kann, alleine nur um die vakanten und neu entstehenden Plätze zu füllen.

Und auch damit ist noch nicht Schluss mit lustig. Alles, was nun auf solchen Plätzen sitzt, ob Professor oder Student, der bekommt seine Weihen per Hand auflegen geschenkt. Und damit sind wir wieder allesamt nicht nur Bildungsweltmeister, sondern auch noch Wissenschaftseldorado.

Wenn wir so weitermachen, dann werden bald in den Ferien sämtliche Haustiere an unsere Universitäten und Hochschulen geschickt und zu Akademikern erklärt.

Seilbahn

Heute fand ich einen Blog-Beitrag von Gerd M. Hofmann in meiner Timeline, in dem er ein paar Leserbriefe aus der Heilbronner Stimme zeigt. Auch wenn die Leserbrieffunktion der Heilbronner Hauspostille nur dazu dient, damit ein paar noch hoffende Bürger ein klein wenig Dampf ablassen können, ohne dass auch nur ein einziger Gemeinderat oder gar die Stadtverwaltung reagieren müsste, zeigt es, dass es doch noch genügend mitdenkende Heilbronner gibt, was man von unserer erlauchten Hasenmahlgesellschaft nicht sagen kann.

So ganz nebenbei hat man noch das Radhaus und die Zerstörung der Neckarhalde goutiert. Dinge, die unsere Gemeinderäte halt so machen, wenn sie sich nicht auf Reisen oder beim Hasenmahl befinden — völlig unnötig Steuergelder aus dem Fenster schmeißen. Übrigens, wir bezahlen auch die Steuergelder, die von der EU, dem Bund oder dem Land kommen.

Auf alle Fälle ist es nicht zu akzeptieren, dass die Seilbahn bloß am Hauptbahnhof vorbeischwebt! Denn selbst wenn aus dem IPAI-Gelände nur Deutschlands größtes 24/7-Wein-, Winter- und Sommerdorf wird, müssen die angeblich unzähligen Touristen erst einmal nach Heilbronn kommen. Und eine Seilbahn, nur damit die beiden Parkhäuser der Dieter Schwarz Stiftung halbwegs ausgelastet sind, dürfte selbst für Heilbronner Verhältnisse leicht überdimensioniert sein.

Selbstverständlich ist eine Seilbahn für unsere Stadt ein Gewinn, vorausgesetzt aber, sie ist optimal in den ÖPNV eingebunden und damit auch halbwegs ausgelastet. Aber auch hier sehe ich eine ganz spezielle Heilbronner Lösung: aus den ehemaligen Audi-Beschäftigten werden Berufsseilbahnfahrer, die werktags und in Sonderschichten auch am Wochenende hin und herfahren und im Anschluss ihr Feierabendbier im IPAI-Gelände oder an der Neckarmeile trinken.

Vermischtes

Wenn wir unsere Seilbahngondeln nach attraktiven Automarken benennen, noch ein paar SUV- oder wohnmobilähnliche mit dazu hängen, dann entlasten wir die Heilbronner Straßen und besonders die Allee bestimmt ganz gewaltig; vor allem wenn man bewirbt, dass es in den Gondeln keine Alkoholkontrollen gibt.

Merkt wohl keiner, aber dennoch für mich bemerkenswert, dass ich mein Blog wieder einmal etwas entschlackt habe. Und weil ich es dabei etwas übertrieben hatte, halfen mir wieder einmal die Administratoren von aThemes. Eigentlich nicht deren Bier, aber 2017, mit dem Umstieg auf WordPress, habe ich mir auch eine gekaufte Aufhübschung gegönnt — wenn schon, denn schon. Was zur Folge hatte, dass ich damit kaum bis gar nichts mehr selber machen muss.

Die Entscheidung auf WordPress umzusteigen, war sicherlich eine Entscheidung in Richtung Bequemlichkeit, und mit der Bequemlichkeit kommt so langsam aber sicher auch das Unverständnis mit einher.

Wobei ich mein Blog hauptsächlich dazu nutze, um beim Schreiben über Gott und die Welt zu denken. Beim am Blog-Basteln müsste ich mir andere Gedanken machen. Gedanken, die mir inzwischen nicht mehr ganz so wichtig sind.

Wie wir es heute beim Käffchen mit Detlef Stern u. a. thematisierten, gibt es mit der KI nun eine weitere Steigerung des Ganzen. Man lässt auch sein Blog von einer KI beschreiben. Viel zu viele Blogger sind bereits diesen Weg gegangen — leider!

Zwar gibt es noch das WWW, aber immer weniger ein „Human Web“. Inzwischen sind wir bereits soweit, dass wissenschaftliche Arbeiten ausschließlich von LLM geschrieben und danach gelesen werden, völlig ohne Zutun eines Wissenschaftlers. Diese erhalten maximal noch ihre Wissenschaftspunkte je Veröffentlichung. Wäre spannend zu wissen, wo bei uns eigentlich noch Wissenschaft stattfindet.

Erfreulich heute, dass ich einem Nichthertensteiner meine Motivation für die Hertensteiner Gespräche etwas verdeutlichen durfte. Wobei ich mich fragte, warum so wenige Jüngere inzwischen mit dabei sind? Selberdenken ist heute einfach nicht mehr State of the Art und schon gar nicht mehr sexy. Gut, das mit der Sexiness hat sich bei uns schon länger erledigt!


SABA-TV

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Beitragsfoto: SABA-Fernseher

Vermischtes

Der HNV hat offensichtlich das App für sich entdeckt. Es mag außerhalb eines reinen Abgreifens von Steuergeldern Gründe geben, warum man ein App anbietet. Auf die Schnelle fallen mir die Kundenbindung, die Abzockerei oder gar eine Blockwart-Mentalität ein. Auf alle Fälle aber sollten Service-Apps nicht ganze Menschengruppe schnell und einfach ausgrenzen können, zumal wenn deren Firmen und Unternehmen eine öffentliche Dienstleistung wie den Nahverkehr anbieten.

Vor Kurzem habe ich darüber berichtet wie es Großstädte und dies weltweit handhaben, nämlich man kann sehr einfach mit seiner Kreditkarte bezahlen, nur indem man diese im Bus an einen Automaten hält. Dass dies die unkomplizierteste und bürgerfreundlichste Art und Weise ist, dürfte wirklich jedem verständlich sein — außer den Verantwortlichen des HNV.

In modernen und bürgerfreundlichen Ländern wäre es sogar ganz ohne Problem möglich, dass man einfach bei öffentlichen Dienstleistungen den Personalausweis an einen Automaten hält.

Ein Blogger, den ich nicht kenne, da er anonym bloggt, erwähnte heute, dass jede Meinung irrelevant sei. Ich reiße seine Aussage aus dem Zusammenhang und stelle fest, dass sämtliche Meinungen nur dann eine Relevanz erhalten, wenn diese kommuniziert und diskutiert werden. Und nicht einmal dann, erst im Konflikt (hic!) zueinander können diese eine Relevanz erhalten. „Meinen“ Studenten versuchte ich immer wieder zu erklären, dass das Leben einzig und alleine Kommunikation sei. Und das ist nur die halbe Wahrheit! Wir leben nur durch und in Konflikten. Ein Status Quo, eine Utopie oder gar das Paradies sind allesamt nur tot.

Als Vorsitzender eines Heilbronner Vereines habe ich schon etwas länger bereits eine offizielle Anfrage an die Fraktionsverantwortlichen im Heilbronner Gemeinderat gestellt. Eigentlich bin ich es gewohnt, dass man von denen nur dann Antworten erhält, wenn man sich Dieter Schwarz nennt oder diesen Damen und Herren stets nach dem Mund redet, einschließlich öffentlicher Äußerungen, dass es keine hübscheren und intelligenteren Menschen als unsere erlauchte Hasenmahlgesellschaft gäbe.

Da es dabei überhaupt nicht um mich geht, sondern einzig und alleine um städtische Angelegenheiten, nehme ich es nicht persönlich. Ich würde es nicht einmal persönlich nehmen, wenn es mich als Mensch beträfe.

Dafür gibt es nun wohl einen Eröffnungstermin für die Heilbronner Seilbahn. Jede Wette, das wird unser Stuttgart 21. Wir schaffen es seit gut 60 Jahren nicht einmal die Turmstraße zu sanieren. Die wird erst dann saniert, wenn der Schwarz-Stiftung die umliegenden Gebäude gehören — und dann genehmigt der Gemeinderat über Nacht goldene Gehwege.

Nachtrag

Nur mal so, den Blog-Beitrag „Die Erwähnung der Statussymbole“ von Martin Thielecke habe ich mit meinem iPhone 26 gelesen.

Persönlich

„Das nehm’ ich persönlich!“ — wohl jeder kennt diese Drohung. Ja, es ist eine Drohung, eine aus einer verlogenen Welt, denn man kann sich nicht einmal mehr dabei sicher sein, ob es tatsächlich persönlich genommen wird oder doch bloß eine plumpe Drohung ist.

„Nur die Dummen sind ehrlich“ ist ein altbekanntes Bonmot. Manchmal löst auch der Alkohol die Zunge, was den Alkohol besonders in verlogenen Welten gesellschaftlich so wichtig macht. Kaum ein Klüngel kommt ohne Trinkgelage aus, nur um sicherzustellen, dass man zumindest manchmal ehrlich miteinander ist und zudem eine gute Entschuldigung dafür hat, wenn man dann doch etwas zu ehrlich war.

Ich mochte es schon immer, wenn man ehrlich und sehr direkt zu mir war. Das mag daran liegen, dass es mir schon immer an Empfindsamkeit mangelte oder auch nur daran, dass ich in den 1960er- und 1970er-Jahren in einer sehr offenen und konfliktreichen Umgebung groß geworden bin. Nicht umsonst war ich sofort ein Anhänger von Ralf Dahrendorfs Konfliktheorie.

Und noch heute fühle ich mich in einer Umgebung am wohlsten, wenn man ehrlich zueinander ist. Ich glaube sogar, dass dies die höchste Form der Wertschätzung ist — vorausgesetzt man ist weder debil noch betrunken.

Also, was nimmt man einem Menschen persönlich, dass dieser einem das sagt, was man einfach nicht hören möchte. Oder aber, dass er die „Wahrheit“ nicht angemessen und in homöopathischen Dosen herüberbringt oder herüberbringen kann.

Wohl deswegen lieben wir sämtliche Kunstschwätzer, wobei diese Kunst schon so weit entwickelt wurde, dass sie schon sehr lange keine „Wahrheiten“ mehr verkauft. Und genau das sollten wir persönlich nehmen!

Now-Page

Gut zwei Jahre lang hatte auch ich eine eigene Now-Page. Die Idee dazu stammte von Derek Sivers. Wer sich das einmal etwas genauer anschauen möchte, der findet sehr viele Now-Pages auf https://nownownow.com.

Zum Schluss fühlte ich mich fast verpflichtet, meine eigene Now-Page aktuell zu halten. Mancher Leser wird nun einwenden, dass mir dies sicherlich nicht schwergefallen ist. Und obwohl ich täglich schreibe und dabei auch ins Internet, wurde dieses Gefühl, eine ganz bestimmte Web-Page aktuell halten zu müssen, für mich immer bedrückender.

So bedrückend, dass ich dies sogar zum Thema des letzten Eintrags dort gemacht hatte. Und so fragte ich mich, was ist der eigentliche Mehrwert für mich, wenn ich diese Page weiter aufrechterhalte? Da ich in erster Linie für mich selbst schreibe, ein kurzer Moment der Selbstreflexion. Da aber dies auf mein gesamtes Blog zutreffen sollte, benötige ich kein Pars pro toto.

Selbstverständlich freut es mich, wenn Leser zusätzlich auf mein Blog stoßen, da sie von anderer Stelle hier herbeigelockt wurden, denn das macht das Internet aus. Aber ob es die Blog-Welt tatsächlich ausmacht, dass man diese von Meta-Blogs aus kennenlernt, bezweifle zumindest ich sehr stark.

Mancher Leser hat vielleicht auch in seiner Jugend kleine völlig unbedeutende Dinge gesammelt, bei mir waren es u. v. a. klitzekleine Asterix & Obelix-Sammelfiguren aus Plastik, die man zeigen und tauschen konnte. Oder auch einfache Kronkorken, die wir zum Spielen verwendeten — ganze Schlachten wurden auf sämtlichen verfügbaren Gullideckeln geschlagen.

All diese begehrenswerten Gegenstände wären nur halb so viel wert gewesen, wenn man sich diese bei Aldi und Co. gleich im Großpack hätte kaufen können.

Und so ist es für mich noch heute und auch bei den Blogs, die ich lese. Diese möchte ich mir ersammeln, manche auch ertauschen, aber keinesfalls mir über Meta-Seiten zu duzenden einverleiben.

Derek Sivers Idee ist sicherlich sehr lobenswert und gibt auch doch so einigen Bloggern gute Ideen, aber meine Blog-Welt ist es dann doch nicht. Wahrscheinlich weil ich aus einer Zeit stamme, wo man für Dinge noch etwas tun musste und diese nicht nur einfach so abgreifen konnte.

Selbstverständlich habe ich Derek über meine Entscheidung informiert und ihn gebeten, es nicht persönlich zu nehmen.

Das mit dem Persönlichnehmen ist heute wohl der allerletzte Scheiß! Erst gestern hatten wir dies beim Frühstück zum Thema.


Stuttgarter Landtag

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Beitragsfoto: Stuttgarter Landtag

Vermischtes

Wenn wir schon einmal dabei sind, aus dem Wollhausumbau ist ebenfalls nichts geworden. Dafür können wir Bürger aber nichts — das hat der OB von ganz alleine verbockt.

Zerstreuung finde ich derweil beim Baden und Tanzen sowie beim Stöbern in den vielen Büchern, die ich schon lange gelesen haben wollte. Wie ich erfuhr, streiten sich die Gemeinderäte gerade darüber, welcher unbedeutende Stadtteil das neue Hallenbad bekommen soll — jeder präferiert dabei den eigenen. Und so schlachten wir unsere eigene Kernstadt weiter aus, nur um uns später über deren Trümmer zu beschweren. Diesen Fehler begannen die US-Amerikaner bereits vor Jahrzehnten und sind bekanntlich voll und ganz damit gescheitert. Deshalb revitalisieren diese ihre Downtowns, wo sie nur können.

Derweil stellen die US-Amerikaner fest, dass sie sich in einer waschechten Verfassungskrise befinden — welch eine Überraschung auch! Und dabei bereitet Donald Trump mit seinem neuen Adlatus Elon Musk längst die Übernahme der gesamten Welt vor, zumindest jene Teile, die sich nicht bereits andere Totalitaristen unter den Nagel gerissen haben. In bilateralen Gesprächen jeweils mit Wladimir Putin, Kim Jong-un und Xi Jinping werden aktuell die jeweiligen Pufferzonen festgelegt. Spätestens als Donald Trump den Gazastreifen als Top-Lage für sich entdeckte, sollte nun aber wirklich jeder an dessen Qualitäten als Immobilienmogul zweifeln.

Auch wenn ich wusste, dass die James Bond Filme auf einer wahren Geschichte basieren, war ich bisher davon überzeugt, dass die jeweiligen Regisseure maßlos übertrieben haben — so kann man sich irren!

Erfreulich, dass auch andere Blogger so langsam aber sicher erkennen, dass das mit den Social Media zumindest für uns Blogger eine Sackgasse ist. „Richtig nett“, dass manch ein Blogger nun glaubt, dass Social Media-Junkies jetzt auf Blogs umsteigen werden.

Spannend bleibt es, wie unsere Politiker das von Ihnen selbst verursachte Billionen Euro Haushaltsloch — wir sollten die Beschönigung endlich einmal bleiben lassen! — stopfen wollen? Die ersten Ideen geben sie bereits bekannt: z. B. Erhöhung der Mütterrente wie auch aller anderen Renten, Steuerbefreiung für Besserverdiener, Subventionen für Großkonzerne und und und.

Auf alle Fälle wird es spätestens im kommenden Jahr ein sehr böses Erwachen geben. Ich hoffe dabei wenigstens noch halbwegs in einer Demokratie! Ich befürchte aber, dass unsere Berufspolitiker zusammen mit ihrem Klientel oder umgekehrt, uns ganz bewusst in diese Misere manövriert haben, um uns dann ganz plausibel erklären zu können, dass Wirtschaft und Gesellschaft nur noch durch eine Diktatur zu retten sind. Und da dies eine sehr langfristige Planung voraussetzt, gehe ich davon aus, dass das besagte Klientel mit den Berufspolitikern gewackelt hat und nicht umgekehrt. Ein notwendiges Verfahren, das nach dem unrühmlichen Ende des Dritten Reichs zwingend angebracht war, da wir Deutschen dann doch noch so unsere Bedenken bekommen hatten.

Aber jetzt, wo es erneut um unsere eigene Existenz geht, sind wir wieder sehr schnell dabei, um den Juden, zumindest aber sämtlichen halbwegs semitisch aussehenden Menschen die Schuld zu geben.

„Die Zahlen des SWR BW Trends sind brisant: 49 Prozent der Befragten in Baden-Württemberg können sich eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen. Dabei gibt es jedoch Unterschiede:

  • 31 Prozent befürworten eine Zusammenarbeit je nach Einzelfall.
  • 18 Prozent sprechen sich sogar für eine generelle Kooperation der anderen Parteien mit der AfD aus.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch: 47 Prozent der Baden-Württemberger lehnen jegliche Zusammenarbeit mit der Partei entschieden ab.“

Inside-BW, Umfrage-Kracher! (12.02.2025)

Übrigens, die Erhöhung der Mütterrente betrifft auch nur die Besserverdiener unter den Müttern. Und diese bekommen dann auch nur ca. 15 Euro mehr — dafür kann man dann doch schon ein paar fremde Kinder über die Klinge springen lassen.

Apropos, sobald Stuttgart 21 — zumindest der Bahnhof — fertiggestellt ist, bekommt Stuttgart die nächste größte Baustelle Deutschlands. Nein, nicht die neue Oper, sondern einen Monsterlandtag für bis zu 500 Abgeordnete; was auch nachhaltig ist, denn es könnte auch einen kommenden Volkskongress beherbergen.

XXL-Landtag

Das Volksbegehren ist gescheitert, die erforderlichen 770 000 Stimmen konnten nicht erreicht werden. Damit wird der Landtag bald von ursprünglich 120 Abgeordnete auf über 200 Abgeordnete anwachsen. Die Kosten dafür werden im Milliardenbereich liegen, Geld, das wir z. B. für bessere und funktionsfähige Schulen dringender nötig hätten.

Doch das Volk hat wieder einmal gesprochen und wir sorgen weiterhin lieber für unsere Volksvertreter und deren Familien als für unsere eigenen Kinder: Hasenmahl statt Mensaessen! Wer das versteht, der kann auch durch Null teilen.

Dabei ging es unserem Land richtig gut, als wir noch ein Feierabendparlament hatten!

Korruption

Der Korruptionswahrnehmungsindex 2024 ist am 11. Februar 2025 erschienen. Er ist der weltweit bekannteste Korruptionsindikator und wird vom Internationalen Sekretariat von Transparency International erstellt. Der Index listet Länder nach dem Grad der in Politik und Verwaltung wahrgenommenen Korruption auf.

Dänemark liegt mit 90 Punkten an der Spitze von insgesamt 180 betrachteten Ländern, gefolgt von Finnland (88), Singapur (84) und Neuseeland (83). Luxemburg, die Schweiz und Norwegen haben jeweils 81. Punkte. Schweden erreicht immerhin noch 80 Punkte. Wir haben uns um drei Punkte verschlechtert und liegen nun mit 75 Punkten zusammen mit Kanada auf dem 15. Platz und damit wieder auf dem Stand der letzten CDU / SPD-Regierung. Großbritannien erreicht noch 71 Punkte, Belgien immerhin 69 Punkte. Vielleicht ein kleiner Trost, denn Österreich und Frankreich haben jeweils nur 67 Punkte. Die USA findet man zusammen mit den Bahamas auf einem Platz, beide erreichen jeweils 65 Punkte.

Auf der Website von Transparency International Deutschland findet man eine Einschätzung, warum wir nur auf einem 15. Platz liegen.

„Aber selbst wenn alles von den Alten entdeckt ist, wird dies immer neu sein, der Gebrauch und die Kenntnis dessen, was von anderen entdeckt ist, sowie die Anordnung.“

Seneca, 7. BUch, 64. Brief (2023: 421)