Europa-Ball 2025

6.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Europa-Ball

Meilensteine

Aktuell stehen ein paar Meilensteine an. Nach meinem Geschmack sicherlich ein paar zu viel, aber man ist nicht immer Herr des Verfahrens. Was mich allerdings sehr erfreut ist, dass unsere Kreisvorstandssitzungen inzwischen regelrechte Profiveranstaltungen sind. Gestern Abend schaffte es Oliver Durst bereits das Protokoll zu liefern und dies noch bevor ich den Versammlungsort verlassen hatte — Chapeau!

Ich arbeite inzwischen auch mit kleinen Incentives, zum Beispiel gibt es nun fast immer eine Folgeveranstaltung, die auf 60 Minuten nach Beginn der Vorstandssitzung terminiert ist. Da auch die meisten Mitglieder um die Bedeutung und Notwendigkeit von Terminen wissen, hat dies zur Folge, dass die Kreisvorstandssitzung nach 45 Minuten beendet sein muss, um nicht beide Veranstaltungen miteinander zu verweben.

Auf alle Fälle machen solche Veranstaltungen richtig Spaß. Was ich von manchen anstehenden Meilensteinen nicht gerade behaupten kann. In wenigen Minuten möchte die Telekom bei mir die Glasfaserdose (GF-TA) setzen lassen. Seit gestern bin ich auch im Besitz zweier Leihgeräte der Telekom, nämlich einem glasfaserfähigem Router mit Glasfaser-Modem (ONT). Was ich eigentlich wollte war einen glasfaserfähigen Router mit integriertem Modem! Warum zwei Geräte, wenn auch eines geht?

Ich will aber nicht meckern, die Telekom hätte mir auch ein Telefax liefern können. Nun muss ich gucken, wie ich die beiden Leihgeräte wieder loswerde und mir am besten selber einen entsprechenden Router zulege — was man heutzutage nicht selber macht, macht einem inzwischen mehr Arbeit als notwendig.

Der nächste Meilenstein der Telekom ist ebenfalls gesetzt, denn bis zum November 2026 möchte die Telekom die Glasfaserleitung in Betrieb nehmen. Was mir ausreichend Zeit gibt, um selber nach einem Router zu gucken. Inzwischen verstehe ich auch, warum wir Jahrzehnte benötigen, um Deutschland flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen.

Parteiadel

Erbärmlich was gerade im Vereinigten Königreich geschieht. Und dabei dachte ich, dass Krisen dazu genutzt werden können, um mit alten Zöpfen aufzuräumen. Und so begrüßte ich auch die Entscheidung der Labourregierung — nach all den Jahrzehnten — tatsächlich eines ihrer Wahlversprechen zu halten und den Erbadel aus dem Parlament zu entfernen.

Wie wir es nun erfahren müssen, ist auch dies nur die halbe Wahrheit und ein noch größerer Wahlbetrug an den Wählern als zuvor! Denn nun ernennen die Parteien ihre Parteispender und weitere „systemrelevante“ Menschen einfach zu Parteiadelige auf Lebenszeit. Damit wird der Sitz im britischen Oberhaus nicht mehr geerbt, sondern einfach nur gekauft.

Was die britische Demokratie wieder zu etwas ganz Besonderen macht. Denn während sich die Reichen in anderen Ländern ihre Abgeordneten noch kaufen müssen, können sie sich im Vereinigten Königreich den Posten gleich selbst zuschanzen — auf Lebenszeit.

Vermischtes

Heute habe ich noch kurzentschlossen meinen Hypothesis-Account gelöscht. Vom 3. September 2022 bis zum 30. März 2025 hatte ich darüber insgesamt 225 Anmerkungen auf Internet-Seiten hinterlassen. Nun ist auch dieser Service für mich Geschichte.

Gestern kam Josip Juratovic überraschend zum Europastammtisch. Nun ist sichergestellt, dass auch die SPD (Gründung: 1890, 1875, 1869 und nun bereits schon 1863) beim Europa-Ball vertreten sein wird. Es wäre unschön gewesen, wenn die zweitältesten deutsche Partei — auch das Zentrum (1870) soll bei uns noch herumvegetieren — nicht mit in der Harmonie dabei gewesen wäre, zumal wir dort u. a. 40 Jahre Europatag begehen werden.

Was macht man als Minister im Sommerloch? Man bringt möglichst pressewirksam einen Buckelwal um. Der deutschen Journaille gefällt es und hinterher will es wieder keiner gewusst haben, geschweige denn gewesen sein. Mir tut der Wal leid, der für deutsche Proleten totgequält wurde und dabei völlig sinnlos leiden musste. Würde mich auch nicht mehr wundern, wenn unsere Experten nun eine Walreligion gründen und die Bundesregierung eine neue Walsteuer schafft.

Gestern erst ein nettes Gespräch mit Detlef Stern und danach gleich in die Vorlesung. Von 100 Studenten, die bei mir Klausur schreiben möchten, waren die üblichen 30 bis 40 Studenten anwesend. Eine Studentin wusste, was heute auf dem Programm stand und zwei Studenten hatten für mich völlig überraschend ihre Hausaufgaben gemacht. Die entsprechende Präsentation ganz passabel. Danach gab es noch weitere zwei Freiwillige, die ihre Ergebnisse vortrugen.

Insgesamt sind es meist zwischen 5 % und 10 % der Studenten, die sich für das Thema ein klein wenig begeistern können, zumindest aber versuchen, es zu verstehen. Nicht ganz zufällig sind es auch meist zwischen 5 % und 10 % der Studenten, die gute Klausuren schreiben. Bis zu weiteren 70 % der Studenten kann man mit ein wenig guter Absicht attestieren, dass sie ausreichend Kenntnisse erworben haben, um im Zuge des weiteren Studiums das Thema verstehen zu lernen. Bei gut 20 % der Studenten ist allerdings Hopfen und Malz verloren.

Was mich insgesamt fragen lässt, was viel zu viele Studenten motiviert, um überhaupt mit einem Studium zu beginnen. Ich frage tatsächlich nach, bekomme leider keine zufriedenstellenden Antworten. Der Wirtschaft wird es egal sein, Hauptsache noch ein Zertifikatsinhaber mehr, denn man muss Bürogebäude füllen. Weil mit vollen Bürogebäuden wird man als Firma systemrelevant und lebt in Folge davon von staatlichen Transferzahlungen.

Wenn wir unsere Kleinbetriebe und den Mittelstand nicht hätten, dann könnten wir bei uns schon sehr lange das Licht ausmachen.


Landtag

4.5.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Landtag

Spielen

Über den jüngsten Blog-Beitrag von Detlef Stern bin ich auf einen etwas älteren Blog-Beitrag „Die Kunst des Surfens“ von ihm gestoßen. Bestimmt hatte ich diesen bereits schon eimal gelesen, konnte mich aber nicht mehr an David Cain und sein Spiel erinnern.

Und da ich gerade zum Leidwesen meiner besseren Hälfte beim Prokrastinieren — es gibt aber Gründe dafür! — bin, nehme ich dieses Spielchen hier ebenfalls einmal mit auf.

  • Benutze kein Smartphone.
  • Starte auf einer normalen Webseite, die auch ausgehende Hyperlinks enthält. (Wie wäre es mit dieser Seite?)
  • Vermeide alle „sozialen Medien“, auch Reddit, YouTube, natürlich alles vom Meta- und vom Abc-Konzern, X sowieso, Bluesky, Fediverse, irgendwelche „Apps“ …
  • Klicke dich mittels Hyperlinks zu einer anderen Webseite. Lese. Wiederhole.
  • Wenn du in einem „sozialen Medium“ landest, hast du verloren. Dann bist du gefangen in den Händen des Corporate Web.

Ok, nach acht Hyperlinks bin ich auf einer Bloomberg-Seite gelandet, die zwar als bekannter Blog beworben wurde, inzwischen allerdings zum Corporate Web zählen dürfte. Was zeigt, wie fließend das Internet eigentlich ist.

Damit aber habe ich das heutige Spiel beendet und werfe nun die Zahl „Acht“ in den Raum. Was mich auch schon wieder an das Kleine-Welt-Phänomen oder die Six Degrees of Separation denken lässt.

Wer mir eine kleine Freude bereiten möchte, der spielt mit und gibt mir seine erreichte Zahl bekannt; vielleicht sogar die Website, bei der er dann ausgestiegen ist — meine ist wie geschrieben, jene von Matt Levine.

Wer über die Zahl 20 kommt, der dürfte längst den Status „Voll-Nerd“ erreicht haben.

Vermischtes

Gestern Abend konnte ich noch kurz das Tanzbein schwingen und mich so ganz nebenbei mit Leonhard Reinwald auf die vorläufige Tagesordnung der morgigen Kreisvorstandssitzung einigen. Was mich nun daran erinnert, dass ich heute Abend, eher Nacht noch die morgige Vorlesung vorzubereiten habe — erwische mich gerade beim Prokrastinieren — könnte mal in den alten Unterlagen meines Psychologiestudiums gucken, dort finde ich bestimmt einen Grund dafür.

Heute Morgen gab es eine ziemlich unspektakuläre Fahrt mit dem meseno-Bus. Ich habe dabei auf das übliche Tanken verzichtet und freue mich nun ein klein wenig darauf, dass der nächste Nutzer seine ganz eigene Erfahrung an der Tanksäule machen wird. Wahrscheinlich aber schaffen es die Nutzer in dieser Woche wieder einmal, dass ich dann kommenden Montag zwingend zur Tanke muss. Mich tröstet dann die Tatsache, dass die anderen Fahrer dafür sehr sparsam unterwegs gewesen sein müssen.

Rasen muss man sich einfach leisten können. Was mich allerdings dabei erstaunt, sind die vielen arbeitslosen Heilbronner, die weiterhin sehr beständig mit ihren PS-Boliden völlig sinnlos durch die Stadt surfen und sich wie gestern Abend ein Autorennen nach dem anderen liefern. Man könnte meinen, dass die Spritpreise immer noch nicht hoch genug sind oder aber, dass die staatliche Sozialhilfe viel zu hoch ist!

Wahrscheinlicher ist es aber, dass wir einfach nur den falschen Menschen Subventionen und Sozialhilfen gewähren. Jenen Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, die sollte man zwingend so lange auf der Schulbank sitzen lassen, bis sie dort vollends vergammeln oder von ganz alleine Arbeit finden und annehmen.

Was bedeutet, dass unsere Schulpflicht erst mit Eintritt des Rentenalters endet. Man müsste dazu anstatt Arbeitsämtern in jeder Stadt „Volksschulen“ einrichten — eine Umwandlung wäre sehr praktisch. Und dort sitzen diese Menschen selbstverständlich staatlich subventioniert so lange, bis sie sich für eine höhere Bildung qualifizieren oder selber einen Arbeitsplatz finden. Und wer diesen wieder verliert, der geht zurück zu Tante Liese auf die Schulbank und lernt erneut Rechnen, Lesen und Schreiben — wieder einmal.

Erfreulich, die heutige Information vom Betriebsamt, dass ich am Donnerstag die Flaggen für den Europa-Ball abholen darf; das Betriebsamt gehörte schon immer zu meinen Lieblingsämtern.

Landtag

Die Koalitionsverhandlungen befinden sich in den letzten Zügen, beide Parteien halten ihre entsprechenden Landesversammlungen am Wochenende ab — was man halt so am Europatag macht. Vielleicht ist es aber auch der gemeinsame Startschuss zu einer nachhaltigen und verantwortlichen Europapolitik in Baden-Württemberg.

Bis Samstag dürfte dann auch geklärt sein, wer welches Pöstchen in der Landesregierung erhält und ob die Aussage von Manuel Hagel, dass es zumindest weniger Staatssekretäre als beim letzten Mal geben wird, der Wahrheit entspricht.

Mit Beginn des Monats hat offiziell die 18. Wahlperiode des Landtags begonnen. Fristgerecht wurden auch sämtliche Stühle im Plenarsaal verschraubt. Schon jetzt kann man sämtliche Landtagsabgeordnete im Internet bestaunen, besonders gefällt mir dabei, dass als erstes Gudula Achterberg aus Heilbronn zu finden ist. Selbstverständlich freut es mich auch, dass weitere Heilbronner im Landtag sitzen, nämlich Isabell Huber, Michael Preusch und Thomas Strobl, alle ebenfalls Mitglied bei der EUROPA-UNION.

Insgesamt sitzen nun 157 Abgeordnete in Stuttgart, zwar drei mehr als beim letzten Mal, aber immerhin nicht der Landtag XXL, den ich zuvor befürchtet hatte — wobei rein technisch betrachtet 120 bis 150 Abgeordnete das sinnvolle Maximum eines jeden Parlaments sind. Unsere nun 157 Abgeordneten müssen alleine nur unter sich schon 12 246 Kommunikationskanäle offen halten; was erklären könnte, dass sie alleine deswegen kein offenes Ohr mehr für ihre Wähler haben können.


Bier

29.4.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Kutteln

Zu Zeiten als es in der Harmonie noch echte Gastronomie gab, kehrten wir regelmäßig dort ein, besonders dann, wenn der Wirt Kutteln servierte — in Weiß- und nicht in Rotwein. Man kolportierte, dass er diese, wenn die Gäste nicht genügend davon essen, sie höchst persönlich verspeisen würde, die Kutteln, nicht die Gäste.

Auf alle Fälle lernte ich bei ihm Kutteln lieben und bis heute sind es die „hellen“, die mir am besten munden. Jüngst fand ich heraus, dass man auch in Norditalien Kutteln isst. Wobei die Frage nicht geklärt sein dürfte, wer von wem letztendlich abgeguckt hat.

Gerade als ich diesen Blog-Beitrag mit etwas über Umwelt und der bundesdeutschen Gaslobby abrunden wollte, spülte mir die Timeline den Beitrag von Vincent Klink über Kutteln auf den Schirm meines Rechners. Das mit dem Apfelmost, wie sicherlich vieles andere auch, kannte ich auf alle Fälle noch nicht. Bis gerade hatte ich bloß Hunger, nun habe ich Appetit.

Was mich zu diesem Beitrag inspirierte, mich zudem daran erinnert, dass ich noch einen Tisch im Krokodil reservieren wollte und nun auch überlegen lässt, ob ich meinen kommenden Besuch in Stuttgart nicht auch einmal mit einem Essen in der Wielandshöhe kombiniere.

Denn wenn ich eines gelernt habe, dann hinterlassen gute Köche ihre ganz eigenen Spuren. Längst weiß ich nicht mehr, wie der sehr nette Koch in der Harmonie hieß, aber an seine Kutteln erinnere ich mich noch heute!

Vermischtes

Gestern Abend guckte ich mir den Film „The Monk and the Gun“ nochmals an. Zuvor war ich kurz noch auf einer Geburtstagsfeier.

Meine gut vier Stunden an der Hochschule wenig ereignisreich. Erstmals versuchte ich Studenten einer Hochschule für außeruniversitäre Aktivitäten zu gewinnen; ich erinnere mich, dass dies bereits zuvor schon Thomas Aurich versuchte. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob ein oder gar mehrere Studenten tatsächlich dieses Angebot annehmen werden.

Erfreulich meine jüngste Entdeckung einer ganzen Kolonie von Ameisenlöwen — ich konnte sehr viel Neues dabei lernen. Mein Jüngster war davon fasziniert wie lange eine Ameise gegen eine solche Larve standhalten kann — leider wenig erfolgreich.

Noch erfreulicher, dass ich heute einen Kabelkanal vom Keller ins Wohnzimmer erhalte, sehr sauber von meinem Lieblingselektriker verlegt. Für Anfang Mai hat sich nun auch die Telekom angekündigt, um die Glasfasersteckdose zu montieren und danach den neuen Anschluss scharf zu schalten. Weniger erfreulich, der gestrige Anruf eines Telekommitarbeiters, der meinen alten Vertrag für zwei weitere Jahre verlängern wollte, weil ich vor November keinen Glasfaseranschluss bekäme.

Grenzkontrollen

Inzwischen hat nun auch die eigene Justiz, genauer gesagt das Verwaltungsgericht Koblenz die seit bald zwei Jahren praktizierten Grenzkontrollen in einem Urteil vom 27. April 2026 für rechtswidrig erklärt. Für die Genießer unter uns, hier nun das Urteil in Gänze.

Damit ist es nun offiziell, dass unsere Bundesregierung rechtswidrig handelt und in Folge davon unsere Polizeien zu Straftaten auffordert. Leider zählt bei uns in der Politik blanker Populismus weit mehr als ordentliche Arbeit, denn dafür müsste man selber einmal etwas tun.

Spätestens seit Inkrafttreten von Schengen (26. März 1995) müssten der hinterletzte Politiker und der allerletzte Polizist wissen, dass solche Grenzkontrollen keiner richterlichen Überprüfung standhalten. Zumindest die Polizisten mit einem höheren Bildungsabschluss müssten zudem wissen, dass solche Kontrollen völlig nutzlos sind und nur die eigenen Kräfte sinnlos binden.

Offensichtlich stehen Politik und Polizei, was die eigene Inkompetenz anbetrifft, in einem sehr harten Wettbewerb, wobei unsere Bundespolitikerinnen aktuell diesen Wettbewerb anführen — wegen diesen Intelligenzbolzen gibt es bei uns bald betreutes Telefonieren.

Bis heute ist es faszinierend mit anzusehen, wie z. B. an der Europabrücke in Kehl jeden Tag mehrere Dutzend Male gemeinsam von Legislative und Exekutive das geltende Recht gebrochen wird, indem unsere Polizisten dort anlasslose und verdachtsunabhängige Grenzkontrollen durchführen. Jedes Mal eine gute Gelegenheit, um den Schülern während unserer Straßburgfahrten die deutsche Politik vor Augen zu führen.