Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 4.3 (6)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay

Es ist schon etwas länger her, dass ich ein Gedicht gepostet habe. Manchen freute es, manch anderer freut sich nun jetzt. Das folgende Gedicht dürfte ganz gut zum heutigen Tag passen und stammt von James V. Cunningham.

Meditation on Statistical Method

Plato, despair!

We prove by norms
How numbers bear
Empiric forms,

How random wrong
Will average right
If time be long
And error slight;

But in our hearts
Hyperbole
Curves and departs
To infinity.

Error is boundless.
Nor hope nor doubt,
Though both be groundless,
Will average out.

James V. Cunningham, The Judge Is fury (1947)

Ok, das mit dem Kaffee heute Morgen war ein Fehlschlag; dazu aber nur ein einziges uraltes chinesisches Sprichwort: A courtyard common to all will be swept by none.

Und wenn ich schon einmal beim Geschichten erzählen bin, gleich hier die Frage, wer den die ersten verbrieften Gewerkschafter waren?

Eindeutig und ohne jeglichen Zweifel, die heiligen drei Könige. Schon in der Bibel steht: Sie legten ihre Arbeit nieder, hüllten sich in Seide und gingen auf Reisen. Diese Weisheit habe ich übrigens von einer österreichischen Langspielplatte aus den 1960er- oder frühen 1970er-Jahren.

Was mich nun gleich zum ersten verbrieften Projektleiter führt, nämlich Sunzi. Die Begründung dafür findet man in manchen Einleitungen zu seinem Buch „Die Kunst des Krieges“, wobei in etwa die folgende Geschichte beschrieben wird.

Ein chinesischer Herrscher hört von der Kunst Sunzis, bestellt ihn ein und gibt ihm die folgende Aufgabe. Wenn er diese löst, wird er Feldherr und Berater, wenn er sie nicht löst, Kopf ab.

Die Aufgabe ist ganz simpel. Er soll noch heute den Harem des Herrschers zu einer funktionierenden militärischen Einheit machen.

Sunzi lässt die Damen antreten, stattet sie mit Uniformen und Waffen aus und erklärt ihnen die Grundprinzipien des Antretens und Marsches. Danach fragt er, ob sie dies auch verstanden hätten. Sie bejahen und er übergibt der Lieblingsfrau des Herrschers das Kommando. Das Ergebnis: ein Hühnerhaufen.

Sunzi stellt fest, dass sie dies nicht können und sucht die Schuld bei sich. Er kommt dabei zum Ergebnis, dass er es den Damen wohl nicht so ganz richtig erklärt habe. Und so erklärt er alles von Neuem. Erneut fragt er, ob sie es verstanden hätten. Die Damen bejahen es wieder und er übergibt das Kommando zum zweiten Mal an die besagte Lieblingsfrau. Das Ergebnis: ein Hühnerhaufen.

Sunzi stellt nun fest, dass es nun nur noch an einer mangelnden Disziplin läge und lässt der Lieblingsfrau den Kopf abschlagen. Der Herrscher interveniert zwar kurz aber vergeblich, da ihn Sunzi darauf aufmerksam macht, dass er die Leitung innehabe und später doch für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich gemacht werde.

Danach lässt er den Herrscher eine neue Lieblingsfrau auswählen und übergibt dieser das Kommando. Das Ergebnis: eine militärische Einheit.

In den letzten zweieinhalb Tausend Jahren hat sich das Projektmanagement zumindest etwas weiterentwickelt, aber die Grundprinzipien bleiben dieselben.


Neues Schloss

10.2.02024 5 (9)

Beitragsfoto: Weißer Saal

Repräsentiert

Viel zu viele Mitbürger verfügen zumindest über ein sehr krudes Demokratieverständnis, wenn sie überhaupt etwas mit Demokratie anzufangen wissen. Und so können wir heute in der Heilbronner Stimme (10.2.2024: 23) lesen, dass sich zudem einige davon „politisch gar nicht repräsentiert fühlen“.

So muss man sich doch einmal fragen, woher diese Mitbürger ihre Gefühle überhaupt beziehen. Als erstes kann man feststellen, dass sich diese Menschen meist nicht in einheimischen Vereinen oder Verbänden engagieren. Ganz im Gegenteil, sie gründen eigene Vereine und Organisationen und separieren bzw. desintegrieren sich ganz bewusst von unserer Gesellschaft, mit der sie offensichtlich überhaupt nichts zu tun haben wollen.

Wenn sie sich dann einmal wahrscheinlich rein zufällig in einen heimischen Verein verirren und man ihnen nicht sofort den roten Teppich ausrollt, muss man sich anhören, dass man zumindest diskriminierend sei, vielleicht sogar ein verdeckter Rassist. Im Falle, dass sie dann dennoch Mitglied bleiben, ist ihr Engagement im Verein sehr begrenzt, weil es doch finanziell überhaupt nichts bringe — das ehrenamtliche Engagement ist diesen Menschen wohl völlig fremd.

Und was die Politik betrifft, ist es zumindest in Heilbronn noch viel schlimmer! Deren politische Vorbilder sind mit Masse Antidemokraten und Despoten, nur Putin, Erdogan und vielleicht noch Orban sind echte Männer — Frauen haben dabei selbstverständlich weiterhin nur eine dienende Funktion.

Ich selbst bin seit vielen Jahren bemüht, auch Heilbronner mit Migrationshintergrund politisch zumindest involviert zu bekommen. In all den Jahren ist es mir gelungen, nur einen solchen Mitbürger zu aktivieren. Einen weiteren konnte ich zwar in unserer Wählervereinigung halten, dieser weigert sich aber vehement auf einer „deutschen“ Liste zu kandidieren, er geht weiterhin und unermüdlich mit einer eigenen Liste an den Start.

Selbst meine Angebote, für einen „guten“ Listenplatz sorgen zu wollen, wurden mehrfach ausgeschlagen und für einen Platz auf der Liste auch selber etwas zu leisten, dabei kategorisch ausgeschlossen.

Neben dem ehrenamtlichen Engagement ist diesen Mitbürgern die gesellschaftliche Teilhabe ein weiteres Fremdwort! Es zählt meist nur, wenn etwas für diese Menschen dabei selber herausspringt. Und wenn diese Mitbürger sich doch einmal sozial engagieren, dann zählt das Elend und die Not in Heilbronn überhaupt nicht, denn dann muss sich für diese Mitbürger das eigene Engagement z. B. in Indien oder in der Türkei auszahlen.

Bereits im letzten Gemeinderatswahlkampf konnte ich es ganz gut miterleben, wie völlig desinteressiert viel zu viele Mitbürger mit Migrationshintergrund überhaupt sind. Zu viele von jenen, die mir persönlich versprochen hatten, wählen zu gehen, sind dann doch nicht wählen gegangen — die entsprechenden Ausreden hanebüchend. Und so ist es ein offenes Geheimnis, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich auch an den Wahlen ungenügend beteiligen. Und ein weiteres Geheimnis, dass sie, wenn sie doch wählen gehen, dann ihre „eigenen“ Kandidaten überhaupt nicht wählen.

Für dieses Verhalten meiner Mitbürger mit Migrationshintergrund habe ich kein Verständnis! Ich weiß aber auch, dass es ebenfalls viel zu viele Mitbürger ohne Migrationshintergrund gibt, die genau so denken und handeln — und wenn sie sich dann engagieren, der Demokratie, die sie selbst nie gelebt haben, verächtlich den Rücken kehren und wirklich alles wählen, was gegen unsere Demokratie Front macht: die Hitliste wird dabei von den Enkeln Hitlers und Stalins angeführt. Was mich erneut zu dem Schluss kommen lässt, dass es tatsächlich kein Migrantenproblem ist, sondern alleine ein Problem fehlender Hirnmasse und mangelnder neuronaler Verknüpfungen.

Deshalb wundert es mich nun auch nicht mehr, dass nicht nur ein kriegsführender Wladimir Putin gleich mehrere Parteien in Deutschland unterhält, einzig und alleine nur, um Deutschland zu vernichten, sondern jetzt auch noch ein Recep Tayyip Erdogan mit einer eigenen Partei an den Start geht; allerdings nicht, um Deutschland zu vernichten, sondern unser Land „nur“ zu einem türkischen Kalifat umzubauen, was einer seiner lokalen Vertreter neulich bei einer Veranstaltung kundgetan hat. Und wie bei der AfD auch, gibt es sogleich weitere Parteivertreter, die diese Aussagen wieder relativieren.

Und so können wir tatsächlich richtig froh darüber sein, dass die allermeisten dieser Deppen weiterhin nicht wählen gehen!

Gespräche

Auch wenn es dieses Wochenende kein Käffchen mit Detlef Stern gibt, wird es dennoch ausreichend gute Gespräche geben. Und der Anfang wurde gestern mit dem Neujahrsempfang der Europaverbände gemacht. Sehr erfreulich dabei, dass ein paar jüngere Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, um sich nicht nur vorzustellen, sondern auch für interessante Themen gut waren. Und so ganz nebenbei konnte ich noch den einen oder anderen neu für den Europa-Ball gewinnen. Vor lauter guter Gespräche kam ich gar nicht dazu, um das obligatorische Foto von den Heilbronner Teilnehmern zu schießen, welches dann als eigener Beitrag auf der EUROPA-UNION Website zu finden gewesen wäre. Vielleicht führt dies nun dazu, dass künftig ein paar jüngere Föderalisten auf die Idee kommen und selbst die Initiative ergreifen.

Entspannung

Völlig entspannt saß ich gestern im Weißen Saal des Neuen Schlosses und wartete darauf, dass die ersten Gäste eintreffen. Da es mir die Bestuhlung nicht erlaubte, die Füße baumeln zu lassen, machte ich dies einfach mit meiner Seele.

Und so schweiften meine Gedanken einfach so vor sich hin. Jüngst erhielten meine Eltern eine Rechnung von der HNVG in Höhe von 39 Cent. Ein Blick auf die Rechnung ergab, dass es keiner ihrer eigenen Verträge war. Deshalb nahmen sie Verbindung mit der HNVG auf, um den Sachverhalt zu klären. Alleine schon aus datenschutzrechtlichen Gründen erfuhren sie dabei nicht, wem dieser Vertrag und die Rechnung eigentlich gehört, aber die HNVG bestand darauf, dass meine Eltern die Rechnung begleichen. Letztendlich haben sie dann die 39 Cent an die HNVG überwiesen. Das wirklich Schlimme dabei ist, dass es wohl keinen einzigen Mitarbeiter bzw. Verantwortlichen bei der HNVG mehr gibt, dem es auffallen könnte, dass da etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Und wer nun glaubt, das könne man in Deutschland nicht mehr überbieten, der guckt nur mal kurz in die Tagesschau. Alleine ein windiger Ausländer namens René Benko erhielt mindestens 680 Millionen Euro deutsche Staatshilfen ohne ausreichende Absicherung, was nun bedeutet, dass wir Steuerzahler die Rechnung zahlen müssen. Und auch ein Donald Trump konnte und kann sich wohl auch künftig darauf verlassen, dass er über den Umweg Deutsche Bank von uns mitfinanziert wird, denn dessen faule Kredite werden von der Bank als Abschreibungen („Peanuts“) an uns Steuerzahler weitergegeben. Unser Land ist längst zu einem Paradies für Steuer-, Subventionsbetrüger und Geldwäscher geworden.

Und so würde es mich nicht wundern, wenn sich jüngst Wladimir Putin wieder einmal eine neue Luxusjacht gegönnt und die deutsche Energiewirtschaft die Kosten dafür einfach auf ihre Kunden umgelegt hat, denn das könnte die 39 Cent erklären.


NSU

8.5.02023 5 (1)

Beitragsfoto: NSU | © Claudia auf Pixabay 

Europatag

Über unsere Europatage habe ich schon mehrfach auch hier im Blog geschrieben. Derzeit können wir in Baden-Württemberg die Inflation außerdem miterleben, denn inzwischen feiern völlig unbedarfte Regierungs- und Verwaltungsangehörige bereits Europawochen.

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte man einen Europatag in Europa zu etablieren und fand dafür einen Termin Ende März. Wenig erfolgreich einigte man sich ein paar Jahre später auf den 5. Mai, weil der Gründungstag des Europarats gegenüber der „Proklamation der EU“ durch Robert Schuman am 9. Mai das größere Europa vertrat.

Wieder ein paar Jahre später riefen ein paar völlig unbedarfte Politiker den 9. Mai als Europatag aus und wir hatten nun in Europa gleich zwei Europatage. Wir Europäische Föderalisten versuchten nun den Spagat und begannen mit einer Europawoche beide Tage zu vereinen, was uns auch ein paar Jahre ganz gut gelang.

Bald werden weitere unbedarfte Politiker Europamonate oder gar Europajahre ausrufen, leider aber hat es auch nach 80 Jahren nicht dazu gereicht, dass es einen europaweiten Feiertag gibt. Und bevor es diesen in Europa längst überfälligen Feiertag geben wird, werden unsere Politiker einen Diktatorengedenktag ausrufen und alle Deutschen rufen begeistert „Heil Kaiser!“

Mopeds

Eigentlich ein Beförderungsmittel, welches man üblicherweise zuhauf in italienischen Städten findet — Neapelbesuche ohne die unzähligen Mopeds oder Motorroller kann ich mir kaum vorstellen.

Das Geknatter und die Umweltbelastung der Zweitakt-Verbrennungsmotoren dürften allerdings inzwischen völlig aus der Zeit gefallen sein, selbst wenn es sich dabei um eine der populären Vespas mit Viertaktmotor handelt. Und dies ganz besonders in Städten wie Heilbronn, die verstärkt auf andere motorisierte Fortbewegungsarten bauen.

Wenn man sich jetzt noch in Erinnerung ruft, dass die Stadtverwaltung alleine aus Umweltschutzgründen die eine oder andere Million Euro jährlich in ihre Mitarbeiter investiert, dann könnte man sich doch auch einmal überlegen, ob es nicht viel zielführender wäre, wenn man mit diesen Geldern erstmals sämtliche Mopeds und die schlimmsten Motorroller aus unseren Straßen entfernt.

Für eine Million Euro im Jahr könnte man wohl sämtlichen Heilbronner Mopedbesitzern sehr lukrative Angebote machen und damit einen großen Umweltschutzbeitrag leisten sowie die Stadt um einiges leiser machen.

Warum bloß kommen unsere städtischen Mitarbeiter nicht auf solche Ideen?

Datenverarbeitung

Informationstechnologie (IT) war gestern, heute muss es mindestens Artificial Intelligence sein und unter IPAI macht es kein Heilbronner mehr. Und schon warnen Menschen wie Elon Musk vor dieser großen Gefahr. Menschen, die heute auch nicht viel weiter sind wie Wernher von Braun in den 1940er-Jahren.

Und Musks neuste Innovation wurde bereits schon von Jules Verne in den buntesten Farben beschrieben; dieser hatte wohl nur nicht die illustren Geldgeber, die ihm Milliarden Dollar zur Verfügung stellten, um seine Ideen in die Realität umsetzen zu können.

Aber wieder zurück zur elektronischen Datenverarbeitung (EDV) und deren Gefahren, vor denen nun Elon Musk und weitere wichtige Menschen so heftig warnen. Interessanterweise konnte man sämtliche dieser Warnungen bereits in Romanen der 1950er-Jahre in allen Facetten lesen. Viel weiter scheinen wir mit der künstlichen Intelligenz nun nicht wirklich gekommen sein.

Was mich wiederum an einen alten Witz aus meiner Schulzeit erinnert. In den 1970er-Jahren gab es schreibtischgroße Schulrechner, die so lustige Namen wie Wang trugen. IT-Lehrer gab es damals noch nicht, und so haben Physiklehrer im Ehrenamt den Schülern die Datenverarbeitung näher gebracht.

Und so ein Physiklehrer kam montags in seine Klasse und berichtete ganz stolz, dass er am Wochenende für den Rechner ein neues Programm geschrieben hätte und dieser nun über künstliche Intelligenz verfüge.

Die „Programmierklasse“ traf sich nach Schulschluss vor dem Rechner und schrieb so manche Frage an den Rechner. Zuerst das kleine Einmaleins und dann Potenzen und Wurzelrechnung. Dann unkte der Schlaumeier der Klasse, dass dies sein nagelneuer Texas Instruments Taschenrechner (TI Programmer) auch könne und der Physiklehrer war etwas konsterniert. „Frag den Rechner doch mal etwas aus dem richtigen Leben“, forderte der den Schüler auf. Und dieser schrieb: „Wo ist denn mein Vater?“

Nach einer kurzen Pause antwortete der Wang: „Dein Vater sitzt gerade am Neckar und angelt.“

„Falsch!“ triumphierte der Schüler. „Mein Vater ist sei Jahren tot.“

„Nicht richtig“, antwortete Wang, „der Mann Deiner Mutter ist tot, Dein Vater sitzt am Neckar und …“