Konzert

Musikvideo zum Sonntag 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Da spiele ich ein wenig mit den sogenannten intelligenten Chatbots herum, wie zum Beispiel ChatGPT, Perplexity.ai oder LeChat, und stelle dabei erneut fest, dass man wirklich nicht alles glauben sollte, was man da so schwarz auf weiß präsentiert bekommt. Was schon bei Büchern und Zeitungen bekannt war, dürfte nun auch bei der Künstlichen Intelligenz nicht viel anders sein.

Auf alle Fälle aber ist es manchmal richtig belustigend, was da einem so angeboten wird. Da es aber doch um einiges bequemer ist als einfach nur schnöden Hyperlinks im Internet zu folgen, dürfte sich diese Art von Recherche bei den meisten Menschen durchsetzen.

Und so werden künftig nicht nur die wissenschaftlichen Arbeiten der Studenten, sondern auch die Gespräche mit den meisten Mitmenschen ganz neue Erkenntnisse zu Tage bringen — ob diese dann auch mit der Realität oder gar unserer eigenen Existenz etwas zu tun haben, dürfte dabei weniger wichtig sein; wir machen uns unsere Welt schon lange so wie sie uns gefällt (Pippi Langstrumpf). Die etwas Erwachseneren unter uns nennen das dann „alternative Fakten“ (Kellyanne Conway).

Jedem Menschen seine eigene Realität! Die Frage bleibt, ob das wirklich jemals anders war?

Bis zur Beantwortung dieser Frage höre ich ein wenig Jimi Hendrix, was übrigens ganz gut zum Thema passt. Und sein Gitarrenspiel dürfte noch heute unbestritten gut sein.

Jimi Hendrixs „Purple Haze“ wurde bereits am 17. März 1967, wenige Tage vor der Geburt meiner besseren Hälfte, veröffentlicht. Ich gehe jetzt nicht auf pränatale Fragestellungen ein oder gar darauf, wann der Mensch mit seinem eigenen Erkenntnisgewinn startet oder wieder aufhört –„passende“ Antworten darauf liefern die Chatbots schon heute.

Übrigens, Sokrates war der Überzeugung, dass jeder Mensch schon „alles weiß“ und man dieses Wissen „nur“ durch die richtigen Fragestellungen freilegen könne (Mäeutik). Da Sokrates bekannter Maßen keine Schriften hinterlassen hat, ist man hierbei aber auf Angaben von Platon und Aristophanes angewiesen.

Mit der Zunahme der intelligenten Chatbots wird die Mäeutik wohl ganz neue Höhenflüge erzielen; man führt künftig sozusagen mit der KI sokratische Gespräche.

Damit aber dann tatsächlich irgendein Erkenntnisgewinn herauskommt, müsste man die Chatbot-KI vom Fuß auf den Kopf stellen, nämlich insoweit, dass die Chatbots überhaupt keine Fragen beantworten, sondern ganz im Gegenteil, dem Nutzer beständig neue Fragen stellen und diese dann immer weiter — je nach dessen Antworten — präzisieren.

Aber auch hierbei sollten wir „42“ als Antwort nicht gelten lassen.

„[D]ie Quelle der Angst liegt in der Zukunft, und wer von der Zukunft befreit ist, hat nichts zu befürchten.“

Milan Kundera, Die Langsamkeit (1995: 6) — [er zitiert Seneca]

Altbekannte Frage

25.3.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Altbekannte Frage | © Gerd Altmann from Pixabay

Hyperlinks

Vor Urzeiten hatte ich nicht nur eigene Sammlungen, sondern auch extra Websites, um für meine Leser wie auch für mich die besten Links im Internet bereitzustellen. Bereits 2005 hatte ich dies auch hier auf dem Blog einmal thematisiert und diesen Blog-Beitrag auch eine ganze Weile lang immer wieder aktualisiert; zum Schluss dann nur noch, um das Layout wieder einmal etwas anzupassen.

Inzwischen dürften Hyperlink-Sammlungen wohl das Toteste sein, was es im Internet überhaupt so gibt. Manche nutzen ihre Browser, um sich an die verschiedensten Verknüpfungen zu erinnern, andere ihre Zettelkästen. Ich nutze wohl beides und dazu auch noch mein Blog, was sich zumindest für mich als nicht sehr praktisch darstellt. Kaum geht es um eine ganz bestimmte Website, bleibt mir nur die Antwort, mein Gegenüber zum Selber-Googeln aufzufordern oder aber in meinen Zettelkasten zu gucken und dann eine E-Mail mit dem entsprechenden Link zu verschicken — wohl beides nicht das Gelbe vom Ei.

Deswegen versuche ich nun einen neuen Ansatz und sammle demnächst Links im Forum, was sich für meine eigene Blogroll als ganz praktisch erwiesen hat. Auf alle Fälle erspart es mir dann das Versenden von so mancher E-Mail. Ich sage dann nur noch: guck ins Forum!

Entdeckungen

Die letzten Tage waren voll von Entdeckungen, und dabei fand ich kaum Gelegenheit, um überhaupt in ein Buch zu gucken. Viele dieser Entdeckungen erstaunten mich dabei sehr, z. B. wie jemand ganz ohne eigene Erfahrung überhaupt Erfahrung weitergeben möchte. Dies dürfte wohl nur jenen gelingen, deren Engagement nur noch von der Höhe des eigenen Intelligenzquotienten übertroffen wird. Spannend auch die Initiative, Bildung ohne eigene Bildung weiterzugeben — wobei dies tatsächlich, mit der dazu notwendigen Didaktik hinterlegt, erfolgreich sein könnte. Was wieder einmal zur jahrtausendealten Frage passt, inwieweit unser Bildungs- und Schulsystem noch mit der heutigen Welt in Übereinklang zu bringen ist.

Passend dazu eine „Edublogparade“ aus der Lehrer-Bubble. Ich war kurz versucht, darauf zu antworten, doch dann wurde ich mir sogleich wieder bewusst, dass es überhaupt nichts bringt, wenn man sich nur mit sich selbst und seiner eigenen „Blase“ beschäftigt. Nicht nur manchmal wäre es viel besser, wenn man zumindest einmal versucht, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Was mich nun wieder einmal fragen lässt, ob man besser Generalisten oder doch lieber Spezialisten fördern und, wenn man darauf erneut keine Antwort findet, in welchem Verhältnis beides am besten zueinander stehen sollte.

Und so ganz nebenbei konnte ich meine Vorlesungsvorbereitung für morgen abschließen. Bin schon jetzt einmal gespannt darauf, wie viele Studenten morgen anwesend sein werden und wer sich außer mir auf die Vorlesung vorbereitet hat. Auf alle Fälle gibt es wieder etwas zu entdecken, und dies ganz im Sinne Sokrates‘.

Montag

Ein ganz normaler Montag hat seine Fahrt aufgenommen. Warum oder wann Montage keine schlechteren Tage als alle anderen sind, dürfte ich bereits auf dem Blog geschrieben haben. Und so konnte ich heute erfreut in meiner Timeline lesen: „Thank God it’s Monday!“ — eine positive Abwandlung eines Kinofilms von 1978. Hinweis am Rande: bereits seit 1965 gibt es eine diesbezügliche Restaurantkette, deren TGIF Restaurants ich gerne aufsuchte. Das aktuelle und zu erwartende Restaurantsterben in unserer Stadt macht es wenig wahrscheinlich, dass wir in Bälde bei uns mit einem TGIF-Restaurant rechnen werden können.

Aber zurück zum heutigen Montag, der wie gewohnt mit einer meseno-Busfahrt begann. Auch wenn es fast wieder eine Leerfahrt war, konnten wir dennoch den Sozialladen ein wenig füllen. Übrigens, meseno feiert am Freitag, 19. April 2024 mit einem Benefitskonzert „Unter der Pyramide“ sein fünfzigjähriges Bestehen. Die Open Doors sind dabei für die Musik zuständig und dies zeigt mir wieder einmal, wie klein die Welt eigentlich ist, denn einer der Sänger ist Raphael Burkhardt, mit dem ich immer wieder gerne den Freie Wähler-Bierausschank betreue.

Wer sich dieses Musikerlebnis nicht entgehen lassen möchte und dabei dann sogar noch — die Einnahmen gehen an meseno und tragen u. a. dazu bei, dass der meseno-Sozialladen mit Waren gefüllt werden kann — Gutes tut, der ersteht für diesen Freitag im April noch am heutigen Montag Karten.

Egal ob Montag oder Freitag, es kommt immer auf das eigene Mindset an! Unsere Mentalität bestimmt nicht nur unsere Tage, sondern unsere gesamte Welt.

[Meine „fünf Cent“ zu einem etwas längeren und sehr tiefgründigen Gespräch von gestern Abend.]


Internetpräsenz

Linkgeiz 4.4 (11)

Beitragsfoto: Internetpräsenz | © Gerd Altmann auf Pixabay

Vor Kurzem las ich bei Henning Uhle das Wort „Linkgeiz“ (in einem Blog-Beitrag vom 1.10.2015) und dies gab mir dann doch ein wenig zu denken, denn noch länger gibt es den Begriff „Linkschleuder“ (Beispiel-Beitrag vom 1.2.2014 [nicht merh vorhanden]), der u. a. dazu führte, dass sehr viele Blogger ihre eigenen Blogrolls entfernten, um ja nicht bei Google in Ungnade zu fallen.

Und wenn man der fast schon religiösen Search Engine Optimization (SEO)-Bewegung folgt, dann ist der Umgang mit eigenen Hyperlinks gar eine ganz besondere Wissenschaft. Auf jeden Fall aber führte SEO dazu, dass fast jeder Website-Betreiber nun darauf achtet, wie und mit was er seine eigenen Websites verknüpft. Hinzu kam noch, dass staatlicherseits darauf hingewiesen wurde, dass nicht jede Verlinkung auch rechtmäßig sei. Seit dieser Zeit finden sich auf den meisten Websites „Rechtsbelehrungen“, die mehr oder weniger darüber informieren, dass der Website-Betreiber für den Inhalt der verlinkten Seiten weder etwas könne, noch dafür Verantwortung übernimmt.

Schon alleine damit wurde das Internet reguliert und hat sicherlich auch an Charme verloren. Und bis heute weiß kaum ein Website-Betreiber noch so richtig, wie er am besten mit Hyperlinks auf fremde Seiten umgehen soll — auf jeden Fall aber hat dies den „SEO-Wissenschaftlern“ zu einem lukrativen Markt verholfen.

Auf alle Fälle aber hilft es weiterhin Links auf die eigenen Pages zu setzen, um es vor allem den unzähligen Robots zu erleichtern, sich auf der Website zurechtzufinden. Ob auch die Leser diese internen Verlinkungen nutzen, konnte ich bis heute nicht erfahren. Um das Ganze etwas komplizierter zu machen, gibt es auch noch „follow und nofollow“-Links. Dies sei hier nur kurz erwähnt, ich gehe nicht weiter darauf ein.

Die für das Internet so wichtigen wie interessanten gegenseitigen Verlinkungen haben sicherlich insgesamt abgenommen und auch ich habe die meisten meiner Hyperlink-Sammlungen wieder vom Netz genommen — dies allerdings nur, weil ich diese einfach nicht mehr aktuell halten konnte und die daraus resultierenden „toten“ Linksammlungen sind einfach nutzlos. Mir fällt es bei mehr als 1 200 eigenen Blog-Beiträgen auf diesem Blog schon ziemlich schwer, um die hier gesetzten Links aktuell zu halten — wobei ich inzwischen sogar auf die Hilfe eines entsprechenden Plugins baue.

Und dies führt nun zu meinem ganz eigenen Grund, warum ich mit Links auf andere Websites geize, denn kaum sind diese Links gesetzt, gibt es die verlinkte Website oder zumindest die dort verlinkte Page nicht mehr, und meine Leser — aber ganz besonders die Robots — erhalten eine „Error 404 – Seite nicht gefunden“-Meldung, die keinem so richtig weiterhilft.

Mein Fazit ist, Hyperlinks sind Segen und Fluch des Internets zugleich. Und so ist es auch keine Wissenschaft, wie man mit Hyperlinks umzugehen hat, aber jeder Link-Setzer sollte sich seiner eigenen Verantwortung bewusst sein, wenn er einen Hyperlink auf eine andere Website setzt — nicht wegen der dort verlinkten Inhalte, sondern alleine schon wegen der „Sackgasse“, die er damit produzieren kann.