Empfang

Neujahrsempfang 4.7 (88)

Beitragsfoto: Neue Schloss

Alle Jahre wieder gibt es sie, die Neujahrsempfänge. Weiterhin in solcher Häufigkeit, dass manche schon etwas länger das Ganze nach hinten im Jahr verschieben oder gar einen neuen Titel dafür finden.

Für Polit-Profis, Berufspolitiker und Freiesser eine gute Gelegenheit, um sich durch die ersten Wochen des Jahres zu futtern. Als Jugendlicher hatte ich mich noch darüber geärgert und später nur noch darüber gewundert. Heute nehme ich es einfach als gottgegeben hin und mache für mich das Beste daraus.

Und so gibt es eigentlich nur noch einen Neujahrsempfang, der bei mir gesetzt ist, nämlich jener der Europaverbände in Baden-Württemberg. Und da ich nicht zu den Mitbürgern gehöre, die sich solche Veranstaltungen nach der Qualität oder Quantität der dargebotenen Speisen und Getränke aussuchen, habe ich meist nichts zu versäumen, wenn ich inzwischen fast allen Einladungen fernbleibe.

Auch muss ich mich nicht mehr weder beruflich noch in eigener Sache auf solchen Empfängen sehen lassen. Mein einziges Interesse besteht darin, dass ich dort auf möglichst viele nette Menschen treffe, mit denen ich mich austauschen und die eine oder andere Angelegenheit so ganz nebenbei regeln kann.

Dies war auch der eigentliche Grund, warum ich vor zwanzig Jahren, als ich Kreisvorsitzender der EUROPA-UNION wurde, einen solchen Neujahrsempfang in Heilbronn etablieren wollte. Mein Vorgänger im Amt und weitere Vorstandsmitglieder rieten mir dringend davon ab, da sie ihre Mitbürger weit besser kannten als ich zu dieser Zeit.

Weil gute Ideen selten alleine daherkommen und der damalige Landesgeschäftsführer ebenfalls mit einer solchen Idee schwanger ging, passte es ganz gut, sich an das Subsidiaritätsprinzip zu erinnern und diese Idee auf Landesebene zu hieven. Inzwischen ist dieser Neujahrsempfang dank meiner besseren Hälfte eine Institution. Ursprünglich noch in der Villa Reitzenstein angesiedelt, wechseln sich nun Landtag und Staatsministerium beim Stellen der Austragungsstätte ab. Es gibt auch dort genügend verantwortliche Mitbürger, die sich über die Wichtigkeit eines solchen Empfanges im Klaren sind und auch der Europäischen Idee an sich positiv gegenüberstehen — was übrigens zur Parteiprogrammatik aller relevanten demokratischen Parteien in Deutschland gehört.

Dieses Jahr konnten wir gleich zehn Teilnehmer aus Heilbronn für diesen Empfang gewinnen, wobei ich mich besonders darüber freute, dass mit Leonhard Reinwald und Semin Bristina auch das mittlere Alter mit vertreten war.

Meine Gesprächsliste konnte ich fast in Gänze abarbeiten, leider war aber die Zeit wieder einmal zu kurz, um mit allen mir gut bekannten Menschen sprechen zu können, was bei gut 200 Gästen auch nicht möglich ist. Dies ist der größte Nachteil von Zentralveranstaltungen, nämlich, dass sie sehr schnell und ganz automatisch die kritische Größe von bis zu 120 Teilnehmern überschreiten.

Da ich von unserer vermeintlichen Jugendorganisation überhaupt nichts mehr Positives erwarte, kann ich auch nicht mehr enttäuscht werden. Auch nehme ich das verbale Gerülpse von deren Vertretern nicht mehr wahr, leider aber beschweren sich weiterhin Mitglieder bei mir darüber.

Inzwischen ist dies aber nicht mehr meine Baustelle, denn hier müsste nun das Mittelalter in unserem Verband dringend tätig werden und für eine neue Jugend sorgen! Auf alle Fälle aber für neue jüngere Mitglieder. Wie diese sich dann dereinst selber organisieren, bleibt weiterhin der Jugend überlassen. Einen Vorteil haben diese Neumitglieder auf alle Fälle, denn schlechter als die aktuell Ewigpubertierenden können sie es nicht machen.

Leider aber musste ich auch ein Gespräch mit einer viel zu jungen Bundestagsabgeordneten suchen, die mir in meiner Funktion als Kreisvorsitzender seit Oktober eine Antwort schuldet. Da ich trotz eines kurzen und für mich unerfreulichen Gesprächs keine Antwort mehr erwarte, ziehe ich für mich schon einmal persönlich die Konsequenzen; deren Partei erhält so schnell keine Zweitstimme mehr von mir.

Es sollte unseren Parteien doch zu denken geben, dass Bürger, die deren Volksvertreter nur etwas besser kennenlernen, diese nicht mehr wählen wollen. Die beiden Zombies unter den Parteien, eine in Baden-Württemberg nach jüngsten Umfragen unter 10 % und die andere unter 5 %, hören diesen Schuss offenbar schon lange nicht mehr.

Umso erfreulicher mein kurzes Gespräch mit einer Europaabgeordneten, die tatsächlich nicht nur den Eindruck erweckt, als ob sie sich für uns Bürger interessiert, sondern auch versucht, um in diesem Jahr zweimal nach Heilbronn zu kommen. Also nicht nur ein weiteres Pöstchen zum Wohle der eigenen Timeline besetzt, sondern dieses auch zum Wohle von uns Bürgern auszufüllen gedenkt.


Chatbot

23.1.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Chatbot |  © Alexandra Koch auf Pixabay

Vermischtes

Detlef Stern scheint in Klausur gegangen zu sein, auf alle Fälle aber gab es heute Morgen kein gemeinsames Käffchen. Und so kann ich mich etwas entspannter auf meinen heutigen Umzug nach Stuttgart vorbereiten. Auch wenn es sich dabei nur um einen Tagesaufenthalt handelt, gibt es doch das eine oder andere, was ich mitnehmen muss. Die Zeiten, in denen ich nur mit Reisepass und Geldbeutel auf Reisen ging, die sind längst vorbei!

Erfreulich und erstaunlich zugleich, dass es in meinem Hochschulposteingang auch kurz vor der Klausur noch sehr ruhig ist. Fragen wie, können Sie in Kürze per E-Mail nochmals alles wiederholen, was Sie seit „Guten Tag und herzlich willkommen zu meiner Vorlesung“ gesagt haben, beantworte ich ausdrücklich nicht. Auch solche nicht, die sich nach den Fragen der Klausur erkundigen.

In den meisten dieser Fragen der Studenten erkenne ich aber, dass diese überhaupt nichts von dem verstanden haben, was ich zu erklären versuchte. Und so hoffe ich nun, dass jene, die mich nicht anschreiben, mit dem Gelernten zufrieden sind und eine passable Klausur schreiben werden.

Nachdem ich diesen Blog-Beitrag abgeschlossen habe, geht es wieder um meine Lieblingsbeschäftigung. Und so freue ich mich darauf, spätestens am Abend viele Europäische Föderalisten in Stuttgart treffen zu können. Wer wie ich diesen Weg auf sich nimmt, der zeigt schon damit, dass ihm die dortigen Gespräche und Begegnungen wichtig sind.

Mit meiner Kritik an unserer vermeintlichen Jugendorganisation habe ich mich schon etwas länger zurückgehalten, denn inzwischen sprechen alle Fakten für sich. Aber so langsam ist es an der Zeit, dass wir uns über Alternativen unterhalten, denn so wie es seit ein paar Jahren ist, kann es definitiv nicht mehr weitergehen.

Die EU möchte nun ihre Präsenz in der Arktis verstärken. Mit dem Mund waren unsere Politiker immer sehr schnell! Die USA schaffen bei gesicherten Versorgungswegen halbwegs ein Battalion auf die Beine zu stellen, das rudimentär für arktische Aufgaben geeignet ist.

Woher wir überhaupt nur dies eine Bataillon herbekommen wollen, steht völlig in den Sternen. Und zudem wird es fast unmöglich sein, schon alleine aufgrund der Entfernung, dieses dann selbst zu Friedenszeiten ausreichend zu versorgen.

Da es dabei aber alleine um die feuchten Träume europäischer Monarchen geht, werden wir Europäer bis zum Geht nicht mehr bluten müssen.

Alleine eine NATO-Brigade u. a. mit Dänen, Norwegern, Kanadiern und US-Soldaten wäre hierbei sinnvoll, aber auch extrem teuer! Denn sonst gäbe es diese bereits seit Jahrzehnten.

Yoyod

Auch wenn Yoyod eine sehr erfreuliche Alternative zu sämtlichen Social Media ist, bleibt das Problem, dass auch diese Software mehr Zeit frisst als es einem Menschen gut tut.

Der große Charme der Social Media ist es wohl, dass diese sehr schnell und einfach zu betreiben sind, ganz anders als eigene Weblogs, und noch schneller für Feedback sorgen. Martin Thielecke reißt dies in seinem heutigen Blog-Beitrag „Sind wir (zu) alt?“ ebenfalls an.

„Ach, und was mir gerade noch einfällt: Ohne Like-Button weiß man als „Creator“ ja schließlich auch gar nicht, ob man gerade etwas gut gemacht hat. Dieser Impuls im Gehirn wurde der Bevölkerung jetzt so hart antrainiert, dass die breite Masse (kein Fat-Shaming) ohne diese Indizien nicht mehr freiwillig Inhalte produziert und veröffentlicht.

Erst in „unserem Alter“, und damit kling ich jetzt endgültig wie unsere (Groß-)Eltern, weiß man es sogar zu schätzen, nicht zu wissen, wieviele und vor allem welche Menschen da draußen, interessiert sind. Oder eben auch nicht.“

Martin Thielecke, 23.01.26 01:33

Bei mir im Blog — das Blog (kleiner Insider) — sind es weiterhin die Sternchen, die hier die Like-Funktion einnehmen. Aber auch ich komme nun in das Alter, wo ich auf solches Feedback gut und gerne verzichten kann. Nun bin ich einmal gespannt darauf, wann die Sternchen hier im Blog verschwinden werden; wobei mir die Sterne seit Jahrzehnten ans Herz gewachsen sind, lange bevor es Social Media überhaupt gab.

Und dann geschieht es doch, andere Blogger teilen meine Blog-Beiträge wieder über die Social Media. Damit ist wohl Yoyod mein neues Tor zur digitalen Welt.

Grönland

Warum die Weltgemeinschaft gerade diese Sau durchs Dorf treibt, ist mir weiterhin nicht so ganz verständlich. Gut 60 000 Grönländer wollen definitiv nichts mit der EU zutun haben und hängen einzig und alleine nur noch an Dänemark, weil sie von dort finanziert werden — ergo von der EU.

Abgesehen von schwer zu fördernden Rohstoffen und einer künftigen Seeroute hat Grönland nur eine Bedeutung für die Verteidigung von Nordamerika und Europa.

Die USA scheinen nun zu befürchten, dass die politisch autonomen Grönländer der Russischen Föderation und ggf. sogar China Stationierungsrechte zubilligen — gegen Cash versteht sich. Was für Probleme das bringt, können wir ganz gut an Spitzbergen sehen.

Und so — ich wiederhole mich gerne — ist es eine Win-win-Situation für alle, wenn man in Verhandlungen den USA Grönland abtritt. Nur die USA können dafür sorgen, dass weder Chinesen oder Russen Zugriff auf diese Insel erhalten. Wir Europäer werden von 60 000 Grönländern entlastet, die tatsächlich nur Geld kosten und keinen Mehrwert für uns Europäer bieten. Und die Grönländer erhalten die Chance, sich durch Arbeit eine eigene Existenz aufzubauen. Und die das nicht können, werden wohl weiterhin dem dänischen (europäischen) Sozialsystem zur Last fallen — dafür werden die europäischen Verhandler sicherlich sorgen.


Mädchen mit Europaflagge

Bundeskongress 4.3 (24)

Beitragsfoto: Mädchen mit Europaflagge | © Shutterstock

Ganz kurz einmal eine kleine Zeitreise. Schon zu Beginn des allerersten Bundeskongresses trafen die noch heute bestehenden Interessenlagen und Ideologien wild aufeinander. Kommunalisten, Funktionalisten und Konstitutionalisten hatten jeder für sich andere föderale Vorstellungen. Die Föderalisten und die Zentralisten sowieso. Die Sozialisten stritten mit den Nationalisten und die Liberalen mit den Konservativen. Hinzu kamen noch die unterschiedlichsten Landsmannschaften. Aber auch der Konflikt zwischen den jüngst vom Nazitum Bekehrten und jenen Föderalisten, denen die Gnade der späteren Geburt erteilt war — letzteres kristallisierte sich vor Ort als Konflikt mit der eigenen Jugend heraus!

Wohl aufgrund der Tatsache, dass Homosexualität offiziell noch verboten war und das weibliche Geschlecht beim Kongress längst noch nicht eine kritische Masse erreichte, gab es aber noch keine diesbezüglichen Auseinandersetzungen. Und da die Paneuropäer von Anfang an bis noch vor Kurzem Hausverbot hatten, damals auch noch keine interreligiösen Konflikte. Bis zum ersten ordentlichen Kongress hatte man sich zudem auf eine Überparteilichkeit geeinigt.

Das uns einigende Band des ersten Bundeskongresses war und ist es bis heute, dass alle Beteiligten darin übereinstimmen, dass man ein einiges Europa möchte! Die Krux von Anfang an, dass man nicht weiß, was man unter Europa verstehen möchte und auch nicht wie weit die Einigkeit letztendlich gehen soll.

Aber nun zurück zum Anlass dieses Blog-Beitrages, nämlich dem Konflikt zwischen der Verbandsjugend und den Erwachsenen. Wie geschrieben, es war noch kein Konflikt um Futtertröge, Privilegien oder Pfründe, weil der Verband selbst noch viel zu jung war, um eingetretene Pfade zu besitzen. Außerdem wurde er ausreichend von externen Kräften finanziert, die die Demokratie in Deutschland etablieren wollten.

[Auch heute wird unser Verband noch extern alimentiert, allerdings nun vom eigenen Staat, was zu einem kleinen aber feinen Unterschied führt: anfangs ging es um Treue zur Demokratie, heute um Staatstreue.]

Trotzdem rieben sich damals junge Menschen an den älteren Menschen, wobei ich hierbei als Ursache nur erkennen kann, dass die jüngeren den Gesinnungswechsel von sehr vielen älteren Mitgliedern nicht nachvollziehen konnten oder wollten. Gerne nehme ich weitere Ideen, warum es bereits auf dem allerersten Bundeskongress zu einem Konflikt zischen alt und jung gekommen ist, mit auf.

Interessant aber, dass man für diesen Konflikt und dies im Gegensatz zu allen anderen vorhandenen Konflikten sofort eine Lösung präsentierte. Bereits während des Kongresses wurde ein Jugendbeauftragter etabliert und da wohl nicht ausreichend, dieses Problem einfach aus dem Verband ausgegliedert — man gründete einen eigenen Jugendverband.

Wie wir wissen besteht dieses Problem noch bis heute und die älteren von uns konnten es inzwischen von beiden Seiten aus betrachten. Vielleicht einmal Zeit, um sich dieses Problem etwas näher anzuschauen.

Als Jugendlicher bestand ich selbst noch darauf, dass wir Jugendliche Jugendliche sind und keine alten Frauen und Männer in ihren Endzwanzigern oder gar Dreißigern!

Und ganz genau darin liegt der Hund noch heute begraben!

Die Teenager in unserem Verband benötigen eine Spielwiese, wo sie sich noch unter dem Welpenschutz stehend an allem und jedem reiben und üben können. Wie Lars Becker richtig schreibt: „Eine Jugendorganisation, die allzu angepasst ist, die erfüllt ihre Funktion nicht.“

Was ist die Funktion einer eigenen Jugendorganisation?

Jeder Kreisverband benötigt in seinen eigenen Reihen junge Mitglieder (Jugendliche!), die sich dort auch austoben können und dabei vielleicht sogar eigene Ideen und Vorstellungen entwickeln. Damit reiben sie sich an den anderen Mitgliedern, was nie schadet!

Dadurch wachsen die Teenager in den Verband hinein und übernehmen langsam aber sicher die anstehende Arbeit und die damit einhergehenden Ämter im Verband.

Aber wie gesagt, wir reden von Jugendlichen im Alter von 14 bis maximal 21 Jahren! Spätzünder können nicht darauf bestehen, dass sie noch als Jugendliche angesehen werden und schon gar nicht darauf, dass sie einen extra Verband bekommen.

Faktum ist es leider, dass wir dies den Spätzündern bis zum 35. Lebensjahr dennoch ermöglichen. Danach nennen wir diese Mitglieder dann Seiteneinsteiger. Und dies ist m. E. schon immer das große Problem in unserem Jugendverband, wo die Spätzünder inzwischen dafür sorgen, dass die Jugend nicht mehr ausreichend in den Verband kommt.

Zurück aber zu den Jugendlichen in unserem Verband. Idealtypisch wachsen sie auf Kreisebene in die Verbandstrukturen hinein. Wer das tut, der ist in seinen Zwanzigern bereits Kreisvorstandsmitglied!

Warum dann aber ein Jugendverband und nicht nur Jugendgruppen in den Kreisverbänden?

Den Jugendlichen in unseren Kreisverbänden vor allem dann, wenn es zu wenige in den einzelnen Kreisverbänden gibt, hilft eine eigene Plattform, um sich zusätzlich untereinander über die Regionen hinweg auszutauschen: das ist dann die Jugendorganisation!

Und wenn diese sich dann auch noch am Mutterverband reibt, umso besser!

Und da diese Jugendorganisation dazu auch Strukturen entwickeln kann und tut, gibt es bereits schon etwas erfahrenere Jugendliche, die dies dann übernehmen. Das Leben zeigt, dass diese sich dann auch bereits in den Zwanzigern befinden können, wobei dies nur der Organisation geschuldet sein darf und ab den späten Zwanzigern eindeutig als grenzwertig betrachtet werden muss!

Da wir diese Grenzwerte schon sehr lange und dies massenhaft überschreiten — und dies im vollen Gegensatz zur gesellschaftlichen Entwicklung: Wahlrecht ab 16! — etablieren wir mit dem Jugendverband einen Nebenverband zur EUROPA-UNION, eine zweite Bundesliga sozusagen.

Und ich halte hier meine Behauptung aufrecht: einzig und alleine nur, um mehr Menschen ein Pöstchen zu sichern, denn inzwischen geht es in unserem Verband auch um Futtertröge, Privilegien und Pfründe.

Und damit geht es nicht mehr um unsere eigene Verbandsjugend, unsere hoffentlich bald wieder öfters in den Kreisverbänden vorhandenen Jugendlichen (Teenager!), sondern um „die große Politik!“

Aber welcher politisch und an Europa interessierte Teenager will sich von alten Frauen und Männern die Welt erklären lassen? Diesen reicht es voll und ganz, wenn sie ab und zu von einem Kreisvorsitzenden „belehrt“ werden. Und im Gegensatz zu den meisten Damen und Herren unserer „Jugendorganisation“ wissen wir Kreisvorsitzenden, dass wir alt sind!

Deswegen unser Interesse an engagierten jüngeren Mitgliedern, die als JEF-Vorsitzende noch die Jugend erreichen können! Und deswegen benötigen wir auch keine Verjüngung der EUROPA-UNION an sich, sondern eine Verjüngung unserer Jugendorganisation!

Eine Jugendorganisation, die sich um die Jugend kümmert und nicht permanent und vergeblich versucht, alten Menschen wie mir die Welt zu erklären!

Vielleicht war die Idee des ersten Bundeskongresses gar nicht so falsch, einen Jugendbeauftragten zu ernennen, der sich explizit um die Jugend kümmert. Ich werde dies einmal im „eigenen“ Kreisvorstand thematisieren, vielleicht erreichen wir durch einen engagierten jungen Menschen auch wieder die Jugendlichen vor Ort?

Was aber das offensichtlich bestehende „Generationenproblem“ innerhalb des Verbandes nicht löst! Wie wir es inzwischen aber wissen, löst man es durch eine Auslagerung des Problems auch nicht.

Übrigens

Die Zielgruppe unserer Jugendorganisation sind die Vierzehn- bis Sechszehnjährigen! Nicht Endzwanziger, deren letzter Ausweg „die große Politik“ ist!