Blitz

Totalausfall Bahn 4.6 (5)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Aktuell fahren wir regelmäßig an irgendwelche Bahnhöfe, um dort Verwandte und Freunde abzuholen.

Gerade ist der Jüngste unterwegs nach Frankfurt, um einen Fahrgast der Bahn abzuholen, der blieb aber schon bereits in Köln hängen. Jetzt gucken die beiden wo sie sich auf der Strecke dazwischen am besten treffen können.

Da ging es mir gestern noch ganz gut, es war nur eine einzige Fahrt durch die baden-württembergische Pampa nötig, um an einen Bahnhof zu kommen, wo mein „Kunde“ hängen blieb.

Bei meinem Ältesten ist derzeit das Trampen wieder in, das ist inzwischen schneller als fast jeder ICE.

Wer jetzt aber wieder einmal von der guten alten Zeit schwärmen möchte, den darf ich darauf hinweisen, dass es mir selbst gut drei Jahrzehnte lang nicht so richtig möglich war, um aus Heilbronn heraus mit der Bahn zu pendeln.

Wenn ich nicht bereits in Mannheim oder Würzburg hängen blieb (auf der Rückfahrt eigentlich immer), dann spätestens in Kassel, Köln, Hamburg oder Frankfurt.


Moschee in Abu Dhabi

Moschee – Update 5 (9)

Beitragsfoto: Moschee in Abu Dhabi | © Jörg Peter from Pixabay

Auch wenn das Verhalten offizieller DITIB-Vertreter nicht nur mich weiterhin mehr als enttäuscht, muss man zumindest als Heilbronner Gemeinderat die Kirche weiterhin im Dorfe lassen und seine Entscheidungen nach Recht und Gesetz treffen — ganz besonders dann, wenn man anderen vorwirft, dass diese nicht auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen.

Ich rufe gerne meinen Lesern nochmals den Sachverhalt in Erinnerung. Seit Jahrzehnten haben wir ein massives Integrationsproblem nicht nur bei unseren türkischen Migranten, wobei wir zugeben müssen, dass wir dabei nicht ganz unschuldig sind. Und nicht nur die DITIB-Gemeinden, welche schon immer ein Hort türkischer Großmannssucht sind (Stichwort: Erdogans Kalifat) tragen wesentlich mit dazu bei, dass sich viel zu viele Deutsche türkischer Abstammung bei uns nicht wohl fühlen und damit zusehends eine Parallelgesellschaft bilden. Das ist seit Jahren bekannt und mindestens so lange weht die türkische Flagge vor der Moschee in der Weinsberger Straße — und ja, dort gibt es bereits seit Jahrzehnten eine Moschee!

Bisher haben weder unser Gemeinderat noch die Stadtverwaltung etwas unternommen, um dem schlechten Auftreten der DITIB und ähnlicher Organisationen entgegenzuwirken. Aber auch hierbei gilt, dass dies nicht zu deren Hauptaufgabe zählt — hier wären Landes- und Bundespolitik, wie auch Staatsschutz und Justiz gefragt!

Man muss zudem anerkennen, dass sicherlich der größte Teil der Moscheebesucher nur ganz einfache Gläubige sind, die zu ihrem und unserem Gott beten möchten. Und ich gehe einmal davon aus, dass kaum jemand diesen Gläubigen und sicherlich auch guten Heilbronner Bürgern die Religionsausübung in einer möglichst attraktiven Moschee absprechen möchte — zumal solch ein Neubau das gesamte Viertel mehr als aufwerten würde!

Wohl deshalb wurden anfangs von den meisten Gemeinderäten die Neubaupläne der DITIB-Gemeinde begrüßt. Was ich hierbei schon immer bemängelte ist, dass sich unsere Gemeinderäte allesamt von den tatsächlichen Problemen wegduckten und dies noch heute tun!

Man hätte von Anfang an den Neubau mit ein paar Zugeständnissen der DITIB konstruktiv begleiten können, wie z. B. den Wegfall der türkischen Flagge oder gar den Übertrag des Grundstücks von der Zentralorganisation in Köln auf die DITIB-Gemeinde vor Ort. Dafür hätte man seitens der Stadt die Gemeinde unterstützen können, indem man den Neubau auch mit als Stadtteilzentrum nutzbar machte — das wäre eine vorbildliche Integrationsmaßnahme geworden!

Aber soweit denken unsere Gemeinderäte nicht, ganz im Gegenteil, sie haben solche Vorschläge immer geflissentlich ignoriert und das Neubauprojekt einfach nur „durchgewunken“, zumindest immer so lange, wie sämtliche entsprechenden Entscheidungen nicht in die Wahlkampfphase zum nächsten Gemeinderat fielen; das war bereits vor 2019 so und ist nun ganz aktuell wieder der Fall.

Und dabei handelt es sich bei diesen Entscheidungen des Gemeinderats „nur“ um Baurecht und nicht um die Frage, ob die DITIB an sich eine terroristische bis staatsfeindliche Organisation ist oder nicht!

Und so geschieht es nun erneut, dass man der DITIB aus rein populistischen und schlichten Wahlkampfgründen den Neubau weiter vermiesen möchte — wieder einmal nur als ein Wahlgeschenk an das eigene Klientel.

Dies löst zwar nicht das tatsächlich vorhandene und dringende Problem, nein, es verschärft es sogar, aber die an diesem Zirkus beteiligten Gemeinderäte bekommen ein paar Stimmen auf dem Wahlzettel mehr.

Deshalb muss ich heute die Gemeinderäte der SPD und der Grünen sowie den Freie Wähler-Stadtrat Herbert Burkhardt loben, die diesen Populismus aktuell nicht mitmachen!

Enttäuscht bin ich dabei aber nicht nur von den DITIB-Vertretern, sondern auch von den CDU und FDP-Gemeinderäten, die mit diesem plötzlichen Meinungswechsel keinen Deut besser sind — besonders weil ich davon überzeugt bin, dass zumindest deren Fraktionsvorsitzende solche populistischen Spielchen nicht nötig hätten.

Belustigt bin ich von den AfD und Pro-Vertretern, die nun sehr pressewirksam (auf Stimme-Niveau) von unseren türkischen Mitbürgern verlangen, dass diese ein „klares schriftliches Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ ablegen. Diese Forderung kommt gerade von jenen Gemeinderäten, die schon sehr lange den Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen haben, wenn sie überhaupt jemals Demokraten waren. Im Gegensatz zur DITIB wird die AfD schon länger ganz offiziell als verfassungsfeindlich eingestuft, sonst müsste sie nämlich der Verfassungsschutz nicht ständig beobachten.

Und so hat der gesamte Zirkus vielleicht doch noch etwas Gutes, wenn sich demnächst die DITIB-, AfD- und Pro-Vertreter gemeinsam auf dem Marktplatz durch Ralf-Uwe Heer auf unser Grundgesetz einschwören lassen.

Und wer jetzt immer noch daran glaubt, dass man mit Baurecht Demokraten schafft, dem empfehle ich die untenstehende Antwort von Herbert Burkhardt an die Heilbronner Stimme, welche die ebenfalls angefügten Fragen von Thomas Zimmermann beantwortet.

„Sehr geehrter Herr Zimmermann, 
die Freien Wähler nehmen zu ihren Fragen wie folgt Stellung:

1. Der Bauantrag der Ditib-Moschee befindet sich derzeit in Abstimmung bei der Verwaltung und wird in nächster Zeit dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Insofern kommt der Neubau der Moschee ohnehin auf die Tagesordnung des GR. Ein Vorziehen der Entscheidung, aus ‚politischen Gründen‘ ist nicht zielführend.

2. Herr Altuntas hat sich für die Ditib gegenüber der Öffentlichkeit in seinem Schreiben geäußert. Herr OB Mergel hat sich für die Verwaltung eindeutig positioniert. Dem ist nichts hinzuzufügen. 

3. Bei der Entscheidung des Gemeinderats zum Bau der Ditb-Moschee haben ausschließlich baurechtliche Gründe eine Rolle gespielt. Die Frage der Größe, Verkehrsanbindung etc. wurden bewertet, nicht die Ditib und ihre dahinter stehende türkische Religionsbehörde. Eine politische Bewertung würde zur Rechtswidrigkeit des GR Beschluss führen. 

Wir Freien Wähler Gemeinderäte werden uns auch in Zukunft an Recht und Gesetz halten. Dies hat nichts mit Blauäugigkeit zu tun und wird auch in Zukunft unser Abstimmungsverhalten im Gemeinderat bestimmen. 

Für eine politische Bewertung von Ditib ist das Innenministerium von Bund und Land zuständig.

Mit freundlichen Grüßen 
Herbert Burkhardt
Sprecher der Freien Wähler (FW) im Gemeinderat“

27.11.2023, 15:15 Uhr

„Sehr geehrter Herr Burkhardt, 
Nach den Demonstrationen in Heilbronn und den dort getätigten Äußerungen gegen den Staat Israel und zur Unterstützung der Hamas: 

Denkt die FWV darüber nach, das Thema Moschee in der Weinsberger Straße noch einmal auf die Tagesordnung im Rat zu setzen und das Thema zu überdenken?

Der Bauantrag ist ja noch nicht gestellt.  

Wird die FWV von der Stadt verlangen noch einmal auf Ditib und ihre Heilbronner Vertreter zuzugehen und ein klares Bekenntnis zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung einfordern?

Waren Stadt und Gemeinderat angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Vergangenheit nicht zu blauäugig im Umgang mit der Ditib und wird es künftig ein Umdenken geben? 

Für relativ kurze Antworten bis kommenden Dienstag 10 Uhr bedanke ich mich.

Viele Grüße
Thomas Zimmermann
Redakteur Stadtredaktion“

24.11.2023, 15:29 Uhr

Was ich von der Heilbronner Stimme gerne wissen möchte, ist, ob DITIB-Vertreter an der besagten Demonstration in Heilbronn teilnahmen und sich dort gegen den Staat Israel geäussert haben? Oder gar zur Unterstützung der Hamas aufriefen?


Kontrollraum eines Senders

5.11.02022 5 (3)

Beitragsfoto: Kontrollraum eines Senders | © Shutterstock

Ein Gedicht

Fritz Singer ist bereits seit Jahren mit einem Gedicht gleich auf der Startseite dieses Weblogs zu finden. Vielen Mitbürgern ist er wenig bekannt, obwohl seine Gedichte stets aus dem vollen Leben heraus geschrieben sind und damit bei den Lesern nicht nur Verständnis finden, sondern auch zum Schmunzeln führen. Inzwischen sind seine Gedichte allesamt weit über 100 Jahre alt aber dennoch sehr aktuell.

Klage

Schlaffe Lider, welke Wangen,
Graue, dünngesäte Haare
Bilden schon seit Adams Zeiten
Das Gefolg’ der reifern Jahre.

Alle diese Herbsteszeichen
Will ich ohne Murren tragen;
Nur das Eine trifft mich härter
Als ein Dutzend Altersplagen:

Dass der Frauen, die mir hold sind,
Immer weniger auf Erden,
Während jetzt die Ehemänner
Immer liebenswürd’ger werden.

Fritz Singer, aus Die zehnte Muse (1904: 108)

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Eigentlich schon immer ein Thema dieses Weblogs. Zum letzten Mal habe ich im August darüber geschrieben. Und auch wenn ich den Zustand des ÖRR, wie so viele andere unserer Institutionen auch, z. B. Parteien, Kirchen, Verwaltungen, für völlig abgewirtschaftet erachte, halte ich diese Institutionen dennoch für unsere Demokratie überlebensnotwendig.

Ich wiederhole mich bestimmt, wenn ich behaupte, dass an diesem untragbaren Zustand hauptsächlich die Berufspolitik Schuld ist, die es in dieser Qualität und vor allem Quantität in Demokratien eigentlich gar nicht geben dürfte! Und so wird auch der ÖRR von Berufspolitikern an die Wand gefahren, die bestenfalls nur dumm und faul sind.

Gerne aber lasse ich auch andere Meinungen zu Wort kommen und freue mich deshalb sehr, dass sich Jan Böhmermann gestern diesem Thema ebenfalls angenommen hat.

Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale von 4.11.2022

Gespräche

Gute Gespräche sind einfach durch nichts zu ersetzen, und so konnte ich gestern doch so Einiges für meine künftigen Projekte erfahren. Zum Beispiel konnte ich mit Detlef Stern über die jüngsten Entwicklungen im Projektmanagement sprechen, bevor wir uns weiter über mein derzeitiges Lieblingsprojekt eines digitalen Zettelkastens austauschten. Und wie so oft, wenn ich mich mit Detlef Stern zu einem Kaffee treffe, gibt es hinterher für mich erst so richtig etwas zu tun, denn gute Gespräche verdienen es, dass man sie auch nachbereitet.

Gerade als ich diesbezüglich neue Zettel erstellen wollte, bekam ich weiteren Besuch, wobei zwei langjährige Freunde ihren Aufenthalt in Heilbronn u. a. dazu nutzten, um mich zu überraschen. Die daraus resultierenden Gespräche dienten in erster Linie dazu, um uns wieder übereinander auf dem Laufenden zu halten. Zusätzlich bekam ich noch sehr nützliches Feedback zu meinem Weblog; sehr verständlich dabei, dass sich nicht alle Leser — vor allem dann, wenn sie nicht selbst aus Heilbronn kommen — für Heilbronner Interna interessieren.

Man möge es mir verzeihen, aber die Zeiten, wo ich hätte z. B. über Paris, Brüssel, Montpellier, Straßburg, Stettin, Berlin, Chemnitz, Köln, Hamburg, Hannover, Stuttgart, München, Ulm oder gar Mostar, Sarajevo oder Kampala schreiben können, die sind definitiv vorbei. Aber auch Heilbronn bietet ausreichend Themen, um darüber weiterhin berichten zu können. Und wer weiß, vielleicht ist auch das eine oder andere Thema dabei, das für die Bewohner anderer Städte interessant sein könnte; öffentliche Toiletten sind es sicherlich nicht, denn „die hat man einfach und spricht nicht weiter darüber“. Als Heilbronner wäre ich froh, wenn das auch bei uns so wäre.