Fahrräder

13.5.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Fahrräder | © Couleur auf Pixabay 

Vermischtes

Unsere Gesellschaft geht an den vielen Schaumschlägern zugrunde! Gerd M. Hofmann hat heute ein ganz besonderes Suchbild veröffentlicht. 700 Meter Radweg, fünf Promis, ein Fotograf und ein Fahrrad. Wer findet den Fehler?

Seit ich mich vollständig aus den Social Media verabschiedet habe, verläuft mein Leben sehr viel entspannter.

Cem Özdemir ist heute im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. 93 Abgeordnete stimmen mit Ja und 26 mit Nein. Es gab vier Enthaltungen. Einmal so ganz nebenbei, die grün-schwarze Koalition hat dieses Mal eine Mehrheit von 112 Stimmen im Parlament [112 sind 19 Abgeordnete mehr als 93] und regiert bereits seit 2016 zusammen — zehn Jahre in denen man genau das hätte machen können, was man nun angeblich machen möchte.

Erstaunlich, dass man nun offen damit umgeht. Seit den 1970er-Jahren wusste man es aber, nämlich, dass die Sozialpartnerschaft am Ende ist, zumindest war dies schon Thema in meiner damaligen politischen Jugendorganisation und führte mit zum Ende der sozialliberalen Koalition. Manche Erkenntnisse benötigen tatsächlich Zeit, um in den Köpfen zu reifen. Die Erkenntnis wo man die billigste Pizza findet, reift bei uns sehr viel schneller.

Erfreulich, dass die EU-Kommission ein schon etwas älteres Thema hier im Blog aufgreift und internationale Zugreisen erleichtern möchte.

„Mit der Bahn aus Deutschland bis nach Spanien, und der Zug ist zu spät für den Anschluss? Das kann für Reisende teuer werden. Die EU will ihre Rechte stärken – und Zugfahren attraktiver machen.“

Rhein-Neckar-zeitung (13.5.2026)

Scheppach

Mein heutiger Tag begann mit einer sehr erfreulichen E-Mail vom Scheppach-Service Team. Sie schicken mir auf Kulanz ein neues Kompressor-Zubehörset.

Ich erkläre kurz wie ich überhaupt zu einem eigenen Kompressor komme. Als meine Familie und ich Ende 2014 nach Heilbronn zurückkamen, mussten wir feststellen, dass die Tankstellen der Region ein Problem mit ihren Reifenfüllgeräten haben. Eine Weile machte ich dies ohne Klagen mit und lernte dabei freundliche Tankstellenmitarbeiter kennen, die ihre Geräte für mich einschalteten, selbst wenn ich gerade keinen Tank gefüllt hatte.

Über die Jahre hinweg verschlechterte sich die Situation in Heilbronn zusehends und so musste eine Lösung her. Diese fand ich in einem chinesischen Produkt, das zumindest auch ein paar kleinere Reifen aufpusten konnte, aber in der Bedienung etwas schwierig zu handhaben war.

2023 war es dann soweit und ich entschied mich für eine für meine Verhältnisse leicht überdimensionierte Lösung, nämlich einen Kompressor von Scheppach. Meine bessere Hälfte zugegeben etwas erstaunt und meine beiden Söhne mehr als beeindruckt — ich interpretiere deren Kopfschütteln mal so. Nun war auch der meseno-Bus kein Problem mehr und selbst der Bundeswehr hätte ich aushelfen können.

Jüngst kam der Jüngste mit einem Auto auf der Durchfahrt vorbei und wollte, weil keine Tankstelle in der Gegend aushelfen konnte, seine Reifendrücke kontrollieren. Der Kompressor, der ganz offensichtlich völlig gelangweilt in der Garage stand, versagte seinen Dienst. Was mir wieder einmal vor Augen führte, dass man Geräte, die man sich anschafft auch regelmäßig verwenden muss, wobei uns diese Erkenntnis nun aber nicht weiterhelfen konnte. Der Jüngste fuhr in der Hoffnung von dannen, außerhalb Heilbronns auf eine Tankstelle zu stoßen, die aushelfen konnte.

Ich nahm mit Scheppach Verbindung auf, um in Erfahrung zu bringen, was die Ursache für das Fehlverhalten des Kompressors sein könnte. Das erfreuliche Ergebnis ist nun neues Zubehör. Sobald mein Kompressor wieder funktioniert, werde ich wohl jeden Besucher fragen, ob seine Reifendrücke auch in Ordnung sind.

Telekom

Wenn es etwas zu loben gibt, dann mache ich das auch. Mir gefällt loben eindeutig besser als zu meckern. Seit ein paar Tagen habe ich dank des Glasfaseranschlusses stabiles Internet. Und auch die Up- und Downloadraten sind für mich völlig ausreichend.

Inzwischen habe ich auch meine Kommunikationsinfrastruktur entsprechend umbauen können. Auch hierbei gilt, weniger ist mehr. Ende gut alles gut. Meine Leser wissen es, dass mir noch eine kleine Herausforderung übrig blieb, nämlich meine Leihgeräte, die zum einen nun überflüssig sind und zum anderen nicht in meine Infrastruktur passten.

Heute Morgen war ich nun zum zweiten Mal im Telekom-Shop meiner Wahl und gab dort die letzten Leihgeräte ab. Erfreulich dabei, der erste Telekom-Mitarbeiter reihte die Kunden, um Ordnung in den Laden zu bekommen. Kurz darauf kümmerte sich eine weitere Mitarbeiterin um mein Anliegen und löste dies schneller als ich es vermutet hatte.

Da ich vor Kurzem die Ausbuchungsbestätigung meiner ersten Lieferung erhielt, gehe ich nunmehr davon aus, dass ich in Kürze auch eine zweite Ausbuchungsbestätigung erhalte. Ich habe nun dem Shop eine eigene Rezension geschrieben und dabei festgestellt, dass dessen bisherige Bewertungen mit Masse meinen eigenen Eindruck bestätigen.

Gelegentlich erhalte ich noch per E-Mail freundliche Hinweise der Telekom, dass ich doch ein paar PayTV-Sender freischalten könnte, da dies im Paket mit dabei wäre — solche Werbung lasse ich mir gefallen, da die wesentlichen Dinge nun ganz gut funktionieren.


Fediverse Reactions
Blogger

Landesregierung 5 (8)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Im Februar diesen Jahres hatte ich mir bereits einmal die alte Landesregierung angeschaut. Im Vorfeld zur Bildung unserer neuen Landesregierung wurde pressewirksam signalisiert, dass man diese kleiner machen wolle als bisher. Und so schauen wir uns das auch gleich mal mit an.

Der neue Ministerpräsident ist Cem Özdemir MdL und wird dies gem. Koalitionsvertrag bis zum Schluss auch bleiben, ergo kein Männertausch und auch keine Doppelspitze. Lustig dabei, dass dies die CDU unbedingt wollte.

Der amtierende Chef der Staatskanzlei und Staatsminister Jörg Krauss dürfte auch künftig das Staatsministerium leiten. Im zur Seite gestellt wird Florian Hassler MdL als Staatssekretär für die politische Koordinierung und Internationales sowie Rudi Hoogvliet als Staatssekretär für Land und Bund.

Manuel Hagel wird der neue Innenminister und damit Nachfolger von Thomas Strobl, der dafür mit dem Amt des Landtagspräsidenten entschädigt wird.

Gewaltig die neue Staatssekretärsdichte im Innenministerium, wohl weil Manuel Hagel mit dem Zweitamt des stellvertretenden Ministerpräsidenten voll und ganz ausgelastet sein wird.

Europa wandert nun vom Staatsministerium zum Inneren und bekommt Cornelia von Loga MdL als Staatssekretärin für Europa. Ronja Kemmer MdB wird Chefin für Digitalisierung und dürfte wohl dafür ihr Mandat in Berlin aufgeben. Elmar Steinbacher wird Amtschef (der echte Innenminister), Staatssekretär und Koordinator für die B-Seite (wer das nicht kennt, einfach einmal googeln). Reiner Moser wird Staatssekretär für die Polizei.

Das Wirtschaftsministerium geht an Nicole Hoffmeister-Kraut MdL. Sie bekommt Thomas Dörflinger MdL als Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus. Baden-Württemberg verlegt seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt nun hin zum Tourismus — spart auf alle Fälle Kohlenstoffdioxid ein.

Das Landwirtschaftsministerium (wir bleiben weiterhin ein Agrarland) geht an Marion Gentges MdL. Sarah Schweitzer MdL wird die Staatssekretärin für Landwirtschaft, Heimat und Ernährung — das mit der Heimat hat man von der CSU geerbt, warum auch immer.

Moritz Oppelt erhält das Justizministerium und mit Siegfried Lorek MdL einen Justizstaatssekretär mit Kabinettsrang — hört sich auf alle Fälle gut an und entschädigt vielleicht auch ein klein wenig.

Danyal Bayaz behält weiterhin das Finanzministerium, was bei klammen Staatsfinanzen wohl kaum umstritten gewesen sein dürfte — einer muss den Job einfach machen. Andrea Lindlohr ist seine Staatssekretärin.

Das Wissenschaftsministerium geht an Petra Olschowski MdL. Nese Erikli wird Staatssekretärin.

Das Soziale mit Arbeit und Jugend geht an Oliver Hildenbrand MdL. Petra Krebs wird Staatssekretärin.

Das Kultusministerium geht an Andreas Jung MdB, der dafür sein Amt in Berlin aufgibt. Andreas Deuschle MdL wird Kultusstaatssekretär.

Nicole Razavi MdL erhält das Verkehrsministerium mit Raimund Haser MdL als Verkehrsstaatssekretär.

Das Bauministerium (minus Infrastruktur) geht an Theresa Schopper. Die kommt ohne Staatssekretär aus, vielleicht ganz pragmatisch weil es im Ministerium nichts mehr zu bauen gibt.

Das Umweltministerium geht an Thekla Walker MdL. Dessen Staatssekretär wird Andre Baumann. Beim Zustand unserer Umwelt wäre sicherlich auch ein zweiter Staatssekretär vertretbar gewesen — die Schwerpunktsetzung liegt allerdings weiterhin beim Ministerpräsidenten.

Neu für mich die Funktion der ehrenamtlichen Staatsräte. Darüber möchte Cem Özdemir später entscheiden. Wer nun allerdings glaubt, dass diese uns Steuerzahler nichts kosten würden, der glaubt auch an den Osterhasen.

Und so zählen wir nun mal durch: ich komme mit dem Staatsministerium auf einen Ministerpräsidenten elf Minister und einem Staatsminister. 13 ist doch eine schöne Zahl.

Und nun zu den Staatssekretären: ich zähle hier 15, was nach Adam Riese auch heute noch 28 ergibt. Damit ändert sich die Anzahl der Kabinettstischsitzer entgegen der ursprünglichen Wahlversprechen nicht! Und im Falle, dass der neue Ministerpräsident Cem Özdemir demnächst noch mit den ehrenamtlichen Staatsräten zuschlägt, benötigt die Villa Reitzenstein einen ganz neuen Tisch.

Deutsche Staatsräson dürfte es somit sein, dass man bereits vor Amtsantritt alle Wahlversprechen einkassiert und uns Bürgern damit sogleich eindeutige Signale setzt.

Fun Fact am Rande: Staatssekretäre wurden ursprünglich angeschafft, um den Ministern je einen beamteten Fachmann zur Verfügung zu stellen. Später wurde das jeweils mit einem politischen Staatssekretär ergänzt, der wie der Minister auch keine Ahnung von der Materie hatte.

Nochmals später kam die Unart mit hinzu, dass man aus Versorgungsgründen für Politiker die politischen Staatssekretäre gerne zu beamteten Staatssekretären machte und damit sämtliche Expertise aus den Ministerien entfernte.

Dann billigte man ganz besonderen Ministern sogar drei Staatssekretäre zu und begründete dies als alternativlos. Mit vier Staatssekretären aber dürfte der Größenwahn nun auch bei uns angekommen sein.


Fediverse Reactions
Landtag

4.5.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Landtag

Spielen

Über den jüngsten Blog-Beitrag von Detlef Stern bin ich auf einen etwas älteren Blog-Beitrag „Die Kunst des Surfens“ von ihm gestoßen. Bestimmt hatte ich diesen bereits schon eimal gelesen, konnte mich aber nicht mehr an David Cain und sein Spiel erinnern.

Und da ich gerade zum Leidwesen meiner besseren Hälfte beim Prokrastinieren — es gibt aber Gründe dafür! — bin, nehme ich dieses Spielchen hier ebenfalls einmal mit auf.

  • Benutze kein Smartphone.
  • Starte auf einer normalen Webseite, die auch ausgehende Hyperlinks enthält. (Wie wäre es mit dieser Seite?)
  • Vermeide alle „sozialen Medien“, auch Reddit, YouTube, natürlich alles vom Meta- und vom Abc-Konzern, X sowieso, Bluesky, Fediverse, irgendwelche „Apps“ …
  • Klicke dich mittels Hyperlinks zu einer anderen Webseite. Lese. Wiederhole.
  • Wenn du in einem „sozialen Medium“ landest, hast du verloren. Dann bist du gefangen in den Händen des Corporate Web.

Ok, nach acht Hyperlinks bin ich auf einer Bloomberg-Seite gelandet, die zwar als bekannter Blog beworben wurde, inzwischen allerdings zum Corporate Web zählen dürfte. Was zeigt, wie fließend das Internet eigentlich ist.

Damit aber habe ich das heutige Spiel beendet und werfe nun die Zahl „Acht“ in den Raum. Was mich auch schon wieder an das Kleine-Welt-Phänomen oder die Six Degrees of Separation denken lässt.

Wer mir eine kleine Freude bereiten möchte, der spielt mit und gibt mir seine erreichte Zahl bekannt; vielleicht sogar die Website, bei der er dann ausgestiegen ist — meine ist wie geschrieben, jene von Matt Levine.

Wer über die Zahl 20 kommt, der dürfte längst den Status „Voll-Nerd“ erreicht haben.

Vermischtes

Gestern Abend konnte ich noch kurz das Tanzbein schwingen und mich so ganz nebenbei mit Leonhard Reinwald auf die vorläufige Tagesordnung der morgigen Kreisvorstandssitzung einigen. Was mich nun daran erinnert, dass ich heute Abend, eher Nacht noch die morgige Vorlesung vorzubereiten habe — erwische mich gerade beim Prokrastinieren — könnte mal in den alten Unterlagen meines Psychologiestudiums gucken, dort finde ich bestimmt einen Grund dafür.

Heute Morgen gab es eine ziemlich unspektakuläre Fahrt mit dem meseno-Bus. Ich habe dabei auf das übliche Tanken verzichtet und freue mich nun ein klein wenig darauf, dass der nächste Nutzer seine ganz eigene Erfahrung an der Tanksäule machen wird. Wahrscheinlich aber schaffen es die Nutzer in dieser Woche wieder einmal, dass ich dann kommenden Montag zwingend zur Tanke muss. Mich tröstet dann die Tatsache, dass die anderen Fahrer dafür sehr sparsam unterwegs gewesen sein müssen.

Rasen muss man sich einfach leisten können. Was mich allerdings dabei erstaunt, sind die vielen arbeitslosen Heilbronner, die weiterhin sehr beständig mit ihren PS-Boliden völlig sinnlos durch die Stadt surfen und sich wie gestern Abend ein Autorennen nach dem anderen liefern. Man könnte meinen, dass die Spritpreise immer noch nicht hoch genug sind oder aber, dass die staatliche Sozialhilfe viel zu hoch ist!

Wahrscheinlicher ist es aber, dass wir einfach nur den falschen Menschen Subventionen und Sozialhilfen gewähren. Jenen Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, die sollte man zwingend so lange auf der Schulbank sitzen lassen, bis sie dort vollends vergammeln oder von ganz alleine Arbeit finden und annehmen.

Was bedeutet, dass unsere Schulpflicht erst mit Eintritt des Rentenalters endet. Man müsste dazu anstatt Arbeitsämtern in jeder Stadt „Volksschulen“ einrichten — eine Umwandlung wäre sehr praktisch. Und dort sitzen diese Menschen selbstverständlich staatlich subventioniert so lange, bis sie sich für eine höhere Bildung qualifizieren oder selber einen Arbeitsplatz finden. Und wer diesen wieder verliert, der geht zurück zu Tante Liese auf die Schulbank und lernt erneut Rechnen, Lesen und Schreiben — wieder einmal.

Erfreulich, die heutige Information vom Betriebsamt, dass ich am Donnerstag die Flaggen für den Europa-Ball abholen darf; das Betriebsamt gehörte schon immer zu meinen Lieblingsämtern.

Landtag

Die Koalitionsverhandlungen befinden sich in den letzten Zügen, beide Parteien halten ihre entsprechenden Landesversammlungen am Wochenende ab — was man halt so am Europatag macht. Vielleicht ist es aber auch der gemeinsame Startschuss zu einer nachhaltigen und verantwortlichen Europapolitik in Baden-Württemberg.

Bis Samstag dürfte dann auch geklärt sein, wer welches Pöstchen in der Landesregierung erhält und ob die Aussage von Manuel Hagel, dass es zumindest weniger Staatssekretäre als beim letzten Mal geben wird, der Wahrheit entspricht.

Mit Beginn des Monats hat offiziell die 18. Wahlperiode des Landtags begonnen. Fristgerecht wurden auch sämtliche Stühle im Plenarsaal verschraubt. Schon jetzt kann man sämtliche Landtagsabgeordnete im Internet bestaunen, besonders gefällt mir dabei, dass als erstes Gudula Achterberg aus Heilbronn zu finden ist. Selbstverständlich freut es mich auch, dass weitere Heilbronner im Landtag sitzen, nämlich Isabell Huber, Michael Preusch und Thomas Strobl, alle ebenfalls Mitglied bei der EUROPA-UNION.

Insgesamt sitzen nun 157 Abgeordnete in Stuttgart, zwar drei mehr als beim letzten Mal, aber immerhin nicht der Landtag XXL, den ich zuvor befürchtet hatte — wobei rein technisch betrachtet 120 bis 150 Abgeordnete das sinnvolle Maximum eines jeden Parlaments sind. Unsere nun 157 Abgeordneten müssen alleine nur unter sich schon 12 246 Kommunikationskanäle offen halten; was erklären könnte, dass sie alleine deswegen kein offenes Ohr mehr für ihre Wähler haben können.