World citizenship website

World citizenship 5 (2)

Beitragsfoto: Screenshot der Website

Diese Website-Domain hatte ich mir Anfang der Nullerjahre zugelegt, um eine Art „Facebook“ aufzubauen, aber dies mit einer bestimmten politischen Aussage verbunden.

Vielleicht war das dann auch der Grund, warum diese Website nie sehr populär wurde, obwohl sie anfangs gut 1 000 Zugriffe am Tag hatte.

Über all die Jahre hinweg, habe ich diese Domain dann immer wieder mit anderen Inhalten und auch Zielen versehen. Jetzt nutze ich sie nur noch — und dies aus rein nostalgischen Gründen — für mich ganz persönlich.

Ich sammle dort nun meine eigenen Hyperlinks, damit ich einen schnelleren Zugriff auf diese habe. Sozusagen mein erster wirklicher Backup.

Diese Website läuft jetzt unter World Citizenship’s Web Directory und kann von jedermann genutzt werden.

Außerdem ergänzt sie meinen Blog-Beitrag über Hyperlinks vom März 2005 sehr gut.

Nachtrag vom 21. Dezember 2021

Jetzt ist diese Domain endgültig Geschichte und wird auf dieses Weblog weitergeleitet.

„Halt dein Rößlein nur im Zügel,
Kommst ja doch nicht allzuweit.
Hinter jedem neuen Hügel
Dehnt sich die Unendlichkeit.
Nenne niemand dumm und säumig,
Der das Nächste recht bedenkt.
Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt.”

Wilhelm Busch, Beschränkt

Fußballspieler

Einwurf 5 (1)

Beitragsfoto: Fußballspieler | © Pixabay

Omas, die zuhause einsam und vergessen ableben, Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, Kinder, die in Afrika verhungern, oder Afghanen, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden, und vieles andere auch, dienen unserer Luxusgesellschaft bestenfalls als Aufreger, um ein wenig Abwechslung in den ansonsten langweiligen Alltag zu bekommen.

Kaum hat man sich so richtig über etwas Schlimmes aufgeregt, kommt auch schon der Nachbar oder ein Medium mit einer anderen Aufregung um die Ecke. Bestenfalls — weil „es sich so gehört“, oder weil der Nachbar guckt — zückt man vielleicht noch den Geldbeutel und spendet für das ein oder andere, besser noch, man wird endlich den eigenen Müll aus dem Keller oder der Garage los.

Einzig und alleine das eigene Wohlbefinden zählt und daran wird alles andere gemessen. Wir alle sind es gewohnt, einfach wirklich alles ohne große Probleme, eigenes Bemühen oder gar eigene Leistung serviert zu bekommen — denn das steht uns zu! Warum auch immer. Und sollte für uns etwas wirklich unerfüllbar scheinen, kommt die nächste Wahl um die Ecke und man bekommt auch das — zumindest versprochen.

Hilfsorganisationen — egal welcher Art — sind schon sehr lange zu reinen Aufregungsbegleitern mutiert, die uns mehr mit ihren Schreckensmeldungen „bespassen“ als sie jemals Gutes für andere leisten werden. Warum sollten sie auch?

Denn ohne regelmäßige Aufreger müssten wir wohl alle über unsere eigene Existenz und ihre Vergänglichkeit nachdenken, schlimmer noch, darüber, was wir alles mit unserer Umwelt angestellt bzw. an menschlichem Handeln unterlassen haben.

Aber bevor es dazu kommt, regen wir uns lieber wieder über andere auf, besonders über jene, die mehr als wir selbst haben, und auch gerne über jene, die haben möchten, was uns schon immer zusteht — alleine uns!

So sind wir Menschen halt und werden wohl auch immer so bleiben. Glücklich sind jene, die gerade an Orten und in Zeiten leben, wo einem der Rotz die Backe hochläuft.

Schade nur, dass es immer weniger Menschen gibt, die dieses Glück zu schätzen wissen. Gut dabei ist wohl nur, dass das Glück an sich sehr wechselhaft ist!

„I don’t watch the ball. I watch them. Like I said — You make your own luck. Perception is reality. And it doesn’t matter a tuppeny toss where the ball actually lands … Just as long as they see what I want them to see.“

John, in Hellblazer (Issue 232, Wheels of Chance, Systems of Control, Part 1 of 2 by Andy Diggle)

Maskerade

29.7.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Ehrenamt

Was hat es noch mit einem Ehrenamt zu tun, wenn man dafür bezahlt wird oder gar damit seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann? Auch muss man sich fragen, warum eine Verwaltung unbedingt das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger regeln, kontrollieren und mit deren eigenem Geld finanzieren möchte?

Man kann es vielleicht noch verstehen, wenn die Verwaltung dadurch neue Dienstposten und Aufgaben erhält, die man auch nicht mehr mit verwaltungsspezifisch qualifiziertem Personal besetzen muss, und sich somit immer weiter selbst vergrößert. Und dies wohl mit dem Ziel aller Verwaltungen, unabhängig von der eigenen Gemeinde oder dem Land, ein Eigenleben führen zu können. — Das geht aber auch nur solange gut, wie es noch Bürger gibt, die ausreichend Steuern zahlen können.

Schlimmer wäre es, wenn es sich dabei um das altbekannte sozialistische Leitbild handelt, das den Bürger vollständig entmündigen möchte, um diesen im Anschluss zu einem besseren Menschen zu erziehen. — Wie wir alles wissen, funktioniert das nicht, lässt Bäume aus Dachrinnen wachsen und macht Bananen zum Luxusgut.

Sommertheater

Die Krokodile in unseren Seen sind längst verhungert oder an einem Hitzschlag zugrunde gegangen, so trifft es sich ganz gut, dass man sich jetzt zu Beginn der Urlaubszeit vollumfänglich um das „Gendern“ kümmern kann. Eine gute Gelegenheit, um am Bürger vorbei, en passent sozusagen, eine Unnötigkeit durchzusetzen, die unsere Sprache noch unsprechbarer und noch unlesbarer machen wird.

Dabei müsste es doch jedem klar sein, dass seit den letzten Rechtschreibreformen und ersten Sprachverboten selbst Germanisten kaum noch in der Lage sind, ein Deutsch zu Papier zu bringen, das noch halbwegs für eine produktive Kommunikation ausreicht — außer vielleicht für Trash-Shows und Polit-Talks, für die genau so eine Sprache notwendig ist, um u. a. von fehlenden Inhalten abzulenken.

Da darf es auch keinem mehr wundern, dass gerade jene, die auf Sprache angewiesen sind, immer mehr auf English als verbindliche Sprache ausweichen — das erspart einem zudem völlig unnötige Gefechte mit Lektoren, Proof readern oder gar selbsternannten Sprachexperten, und rettet Autoren zudem vor Schreibverboten.

Verwaltungsfee

Ich habe heute Morgen erstmals das Wort „Verwaltungsfee“ gelesen und schon erinnert man sich wieder. Auch mir sind schon einmal zwei solche begegnet. Vor ein paar Jahren war ich mit meiner bessern Hälfte und zwei kleinen Kindern an einem Samstag (!) auf dem Weg in den Urlaub. Bahn und Bus hatten wir bereits hinter uns und standen nun am Gate in Tegel, wieder einmal viel zu früh.

Als dann endlich das Boarding begann, sagte uns die nette Flugbegleiterin, dass seit Neuem auch Kleinkinder eigene Pässe benötigen — da hatten wir Auslandsdeutschen mit Wohnsitz in Stettin wohl etwas nicht mitbekommen.

Kurz und gut, die Maschine flog ohne uns in den Urlaub. Was nun? Nette Polizisten vor Ort — mussten wohl öfters solche Situationen erleben — verwiesen uns auf eine Behörde in der Innenstadt.

Mit Kind und Kegel in den nächsten Stadtbus und mit ein wenig Hilfe von Einheimischen fanden wir auch die besagte Behörde. Nach einer kleinen Odyssee in den Gängen eines imposanten Behördengebäudes fanden wir die entsprechende Abteilung. Wir betraten das Dienstzimmer, fanden dort genau zwei Verwaltungsfeen vor und hatten kurz darauf zwei Kinderpässe in der Hand.

Wieder zurück zum Flughafen, leider gab es aber an diesem Tage kein Flugzeug in unsere gewünschte Richtung mehr. Also wieder mit Sack und Pack in den Bus, dann in die Bahn und zurück nach Polen.

Zwei Tage später konnten wir dann endlich in den verdienten Urlaub fliegen, dank zweier Verwaltungsfeen, die schneller und erfolgreicher handelten als alle sonst an der Sache beteiligten.

Website des Tages

Newport Beach

Was waren das noch für gute Zeiten, in denen man frei reisen konnte!

Geburtstag des Tages

Dag Hammarskjöld