Blogger

15.2.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Vermischtes

Gestern gab es einen kleinen Spaziergang beim Wartberg zusammen mit Mitgliedern der EUROPA-UNION und an Europa Interessierten. Und zur Abrundung noch ein Abendessen in sehr angenehmer Runde.

Heute wird es dann ein wenig anstrengender. Meine bessere Hälfte und ich gönnen uns die Meistersinger von Nürnberg und das in der Staatsoper Stuttgart. Die Uraufführung fand 1868 in München statt. Und so sind wir beide ab 16.00 Uhr gespannt darauf, warum das, was war, vielleicht auch das ist, was wird.

Aktuell sinniere ich allerdings noch mit Detlef Stern darüber, was Studenten so alles machen, um nicht selbst studieren zu müssen. Der Grund dafür dürfte einfach sein, denn heute lässt man auch Menschen studieren, die vorab in der Schule nachgewiesen haben, dass sie nicht lernen können und noch schlimmer, dies auch nicht lernen wollen.

Bloggerei

Ich lese gerne andere Blogs und bin auch immer wieder versucht, an Webringen und sonstigem Gedöns teilzunehmen. Dann aber erlebe ich dort immer wieder eine sich selbst erhaltende „Bloggergemeinschaft“, die sich vornehmlich um die eigene Reichweite bemüht. Was für viele Blogger sicherlich nicht störend ist, ganz im Gegenteil, mich hingegen aber eher abschreckt. Mich erinnert dies gerne an das heutige Linkedin, wo man sich gerne selber lobt und loben lässt.

Und sobald ich in meinem Blog signalisiere, dass ich keine Klickgemeinschaften oder gar mit KI aufgepeppte Inhalte mag, echauffieren sich erneut ein paar Blogger darüber und machen mich so zum Bestandteil ihres eigenen Spiels. Deshalb habe ich wieder einmal einen Webring verlassen.

Wahrscheinlich sind die jeweiligen Blogrolls der Weblogs doch das geeignetere Mittel, um Blogs miteinander zu verknüpfen.

Belle Fille

Gestern musste es wieder einmal ein Film sein. Méliane Marcaggi führte Regie in einem leicht zugänglichen Film um eine Ehefrau. Ein One-Night-Stand mit einem Korsen und dies noch auf Korsika führt zu den üblich zu erwartenden Verwicklungen. Auch das Ende des Films ist absehbar.

Alexandra Lamy (Louise Blancard) spielen als Ehefrau und Miou-Miou (Andréa Lucciani) als vermeintliche Schwiegermutter ihre Rollen ganz gut. Der Rest der Besetzung ebenfalls nicht schlecht.

Alles in allem ein vergnüglicher Film aus 2020, der nett mit den allseits bekannten Klischees spielt.

Und da ich schon einmal dabei war, gab ich mir dann doch noch einen weiteren Film. „Incident at Victoria Falls“ (1992) mit Christopher Lee. Dieser Schauspieler hat in seiner Karriere unzählige Filme gedreht, manche Meisterwerke sind dabei. Dieser Film gehört nun sicherlich nicht mit dazu.

Bill Corcoran führte Regie und es machte diesen gefühlt gut dreistündigen Film auch nicht besser, indem man mit Patrick Macnee einen weiteren Altschauspieler an Lees Seite stellte.

Auf alle Fälle hätte man diesen Film auch auf 90 Minuten reduzieren können. Mein Fazit: es lohnt sich nur diesen Film anzuschauen, wenn man eine schlaflose Nacht überbrücken muss. Ich nahm es als Sitzfleischtraining für die heutige Aufführung — alles muss vorbereitet werden, auch der Besuch einer Opernaufführung.


Fediverse Reactions
Zukunft

13.2.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Zukunft | © mykedaigadget from Pixabay

Landesregierung

Bevor es demnächst eine neue Regierung in Stuttgart geben wird, schauen wir einmal kurz auf die bisherige. Dank Bündnis 90/Die Grünen und der CDU die größte Regierung Baden-Württembergs aller Zeiten. Wir wissen heute zwar noch nicht, wie die kommende Regierung aussehen wird, allerdings wissen wir ganz genau, dass diese noch größer als die letzte werden wird. Man sollte schon jetzt einen ganz neuen Tisch bestellen!

An der Spitze unserer Landesregierung steht Winfried Kretschmann. Dieser residiert mit seinem persönlichen Gefolge in der Villa Reitzenstein. Ihn unterstützen weitere elf Minister mit ihren eigenen Stäben und Verwaltungen, was insgesamt dazu führt, dass am Kabinettstisch 28 Politiker sitzen.

Jörg Krauss passt als Staatsminister und Chef der Staatskanzlei darauf auf, dass der Ministerpräsident immer seinen Tee richtig temperiert zur Verfügung hat. Florian Haßler ist Staatssekretär für politische Koordinierung, Europa und Internationales im Staatsministerium und mir schon alleine aufgrund seiner Tätigkeit bekannt und in guter Erinnerung.

Innenminister Thomas Strobl, der auch noch stv. Ministerpräsident sein darf, was immer das auch sein mag. Durch unzählige hausinterne Skandale konnte er seinen Bekanntheitsgrad in den vergangenen Jahren erhalten. Zum Schluss fragt eh niemand, warum man den Politiker oder diese Politikerin überhaupt kennt.

Dr. Danyal Bayaz ist der Finanzminister, von dem die wenigstens schon einmal etwas gehört haben dürften. Theresa Schopper ist Kultusministerin, nur für den Fall, wenn sich jemand fragen sollte, warum unser Bildungssystem so schwer gebeutelt ist. Für Petra Olschowski wurde das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geschaffen, denn wir wissen alle, dass unsere Intelligenzija ganz alleine ohne jegliche Gängeleien nichts auf die Reihe bekommen würde.

Thekla Walker ist Umweltministerin, schon alleine deren Notwendigkeit bezeugt, dass heutige Regierungen nichts mehr auf die Reihe bekommen, und gibt zudem darüber Auskunft, dass man lieber an den Auswirkungen herumspielt als einmal an den Ursachen zu arbeiten.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut darf sich um den Tourismus kümmern und wenn noch Zeit übrig ist, um die Wirtschaft. Wer Arbeit sucht, dafür ist sie auch zuständig. Manne Lucha darf den Betreuungsonkel geben und sich um Soziales, Gesundheit und Integration kümmern. Marion Gentges ist zuständig für Justiz und Migration, was wohl bezeugen soll, dass bei uns nur Ausländer kriminell sind.

Winfried Hermann ist zumindest mir bekannt, da er sich gerne für seine Aufgaben als nicht zuständig erklärt. Er ist Minister für Verkehr, nur für welchen dürften sich auch andere fragen. Peter Hauk ist auch ein Minister, nämlich für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Nicole Razavi sollte sich als Ministerin eigentlich um die Landesentwicklung und Wohnen kümmern — sie dürfte sich inzwischen wohl eingerichtet haben.

Rudi Hoogvliet ist Staatssekretär für Medienpolitik und koordiniert wohl die Termine der Landesregierungsmitglieder bei den Friseuren, Visagisten und Talk Show-Auftritten. Barbara Bosch musste man auch irgendwie noch unterbringen; sie darf als Staatssekretärin Zivilgesellschaft und Bürger bespaßen — ihr Bekanntheitsgrad dürfte dabei gute Auskunft über ihren Erfolg geben. Sandra Boser staatssekretärt so im Bereich Kultus, Jugend und Sport herum. Volker Schebesta hilft ihr gemäß Regierungsvertrag mit dabei, was zeigen könnte, wie wichtig das für die Regierung ist oder auch nur, dass man dies einer Frau so ganz alleine einfach noch nicht zutraut.

Thomas Blenke ist Staatssekretär für Digitalisierung und Kommunen. Staatssekretärin Gisela Splett ist die „schwäbische Hausfrau“ im Finanzministerium; seit Angela Merkel ist solch eine Position in der Union einfach gesetzt und die Grünen haben, was die Finanzen angeht, eh keine Ahnung, zumindest wenn man CDU-Mitglieder befragt.

Arne Braun, Dr. Andre Baumann, Dr. Patrick Rapp, Dr. Ute Leidig, Siegfried Lorek, Elke Zimmer, Sabine Kurtz und Andrea Lindlohr sind auch noch da, ebenfalls Staatssekretäre und dürften sich bestimmt in ihren jeweiligen Parteien ihre Meriten verdient haben.

All diese Frauen und Männer bilden die aktuelle Landesregierung und passen kaum noch an den Tisch. Unter Leitung des Ministerpräsidenten kommen sie in der Regel wöchentlich zu einer Kabinettssitzung zusammen. Nur für den Fall, dass sich jemand fragen sollte, warum auch diese Regierung nichts gebacken bekommt. Arbeit findet bekanntlich nur bei bis maximal zwölf Personen in einer Besprechung statt, manche behaupten sogar, dass bereits bei sieben Personen die absolute Obergrenze erreicht sei.

Funfact am Rande, alleine für das oben verlinkte Gruppenfoto dürften mindestens 5 000 Euro an Friseur- und Visagistenkosten angefallen sein.

Vermischtes

Kaum sind die Klausurergebnisse veröffentlicht, schon kommen die Anfragen zur Klausureinsicht. Meist ist dies dann meine erste Begegnung mit den betroffenen Studenten. So lange manche Studenten die Klausur bestehen, ohne sich jemals das Thema etwas näher angeschaut oder eine diesbezügliche Vorlesung besucht zu haben, wird sich daran sicherlich nichts ändern. Als Student darf man nur nicht dem Irrglauben verfallen, dass man etwas gelernt hat, wenn man nur so ganz knapp am Scheitern vorbeigerauscht ist. Manchen gelingt mit dieser Methode sicherlich auch ein Abschluss, was erklären könnte, dass solche Abschlüsse inzwischen in Firmen, die tatsächlich noch Geld verdienen müssen, nichts mehr wert sind.

Leider aber leben wir in einer Transfergesellschaft, wo viel zu viele Firmen nur noch Menschen einstellen, um an die staatlichen Transferzahlungen zu gelangen. Das ist fast wie in der DDR: alle sind in Arbeit und keiner bekommt noch etwas gebacken. Und es dürfte auch keinen wirklich wundern, dass Menschen sich lieber Scheinarbeitsplätze suchen, als tatsächlich noch zu malochen und echte Verantwortung zu übernehmen.

Noch vor Kurzem mussten Leistungssportler Politikerbesuche in Duschen und auf Toiletten über sich ergehen lassen, dank inzwischen funktionierender Telefonverbindungen können sie unsere Politiker nun ganz einfach wegdrücken. Wenn dies aber zum Regelfall werden sollte, müssen wir damit rechnen, dass das Wegdrücken bald nicht mehr geht oder schlimmer noch die dafür anfallenden Strafzahlungen sogleich mit auf die Telefonrechnung kommen.

Marco Rubio ist heute in München angekommen. Wir dürfen alle gespannt darauf sein, was für Beleidigungen und Drohungen das Trump-Regime dieses Mal wieder mit dabei hat. Wir Europäer haben dabei erneut das Problem, wie geht man mit einer gewählten Bande von Kriminellen um? Ganz offensichtlich haben alle Europäer aus der Hitler-Diktatur nichts gelernt.

Opernball

Wie erwartet war auch der diesjährige 68. Wiener Opernball ein voller Erfolg. Mehr als 5 000 Gäste aus aller Welt erlebten bis in die frühem Morgenstunden eine rauschende Ballnacht voller Musik, Tanz und Tradition. Für jene, die wie ich dem ganzen Treiben am Bildschirm folgten, war allerdings kurz nach Mitternacht bereits wieder Ende Gelände.

Seit 1877 ist der Opernball fixer Bestandteil des Wiener Veranstaltungskalenders und damit eines der kulturellen Highlights Europas. Wahrscheinlich sogar das Aushängeschild europäischer Kultur weltweit. Für mich immer wieder völlig unverständlich und faszinierend zugleich, wie viele unterschiedliche wunderbare Roben es an einem einzigen Ort geben kann. Und ganz unserer Kultur geschuldet dabei auch die eine oder andere völlige Geschmacklosigkeit — was selbstverständlich immer in den Augen des Betrachters liegt.

Thema des Abends auch der Vergleich dieses Balls, von denen Wien gleich mehrere ähnlich erfolgreiche hat, mit dem Opernball in Dresden. Den Semperopernball gibt es auch schon seit 2006 (1925) und er dürfte etwas halb so groß wie der Wiener Opernball sein. Warum man beide Bälle miteinander vergleichen muss, liegt wohl an der sächsischen Mentalität. Auf alle Fälle aber kam auch Michael Kretschmer nach Wien, und ich hoffe, um von den Besten zu lernen und nicht, um mit Sebastian Kurz neue Ränke zu schmieden.

Auf alle Fälle aber finde ich es bewundernswert wie die Wiener und ihr österreichisches Drumherum, wobei sich hierbei die mittelständigen Unternehmer von ihrer besten Seite zeigen, für dieses kulturelle Highlight einsetzen. Sie scheinen dabei keine Kosten zu scheuen und versuchen für den Opernball Prominenz aus der ganzen Welt nach Wien zu locken.

Dieses Mal war Sharon Stone mit dabei und ganz offensichtlich von den Wienern und ihrem Charme völlig überwältigt — mit echten Bällen und Veranstaltungen kann Hollywood einfach nicht mithalten! Immer wieder findet man dort auch Gestalten wie Harald Glööckler, der mich dieses Mal durch seinen Wortwitz beeindruckte: „Küssen und Tanzen kostet extra!“


Konferenzraum

11.2.02026 4.6 (7)

Beitragsfoto: Konferenzraum | © Pixabay

Sicherheitskonferenz

Zur diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz reisen gut 50 US-Repräsentanten an, darunter Marco Rubio als Delegationsleiter und Gavin Newsom als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Manche Journalisten schrieben bereits im Vorfeld vor den Gefahren einer Abkehr der USA aus der internationalen Ordnung — für dieses Erkenntnis braucht man weder ein Studium noch Presseerfahrung.

Eines der Hauptthemen des Treffens soll die Fähigkeit Europas sein, sich stärker durch eigene Kompetenzen zu behaupten und mit einer einheitlichen Stimme zu sprechen — ein Wunschdenken fürwahr!

Journalisten der Zeit meinen sogar, dass „Europa so langsam aufwachen würde“. Dabei wäre es einmal sehr spannend, wenn unsere europäischen Politiker und die anderen vermeintlichen Experten wie auch Journalisten einmal ihre US-Kollegen fragen würden, was es bedarf, um tatsächlich europäische Streitkräfte aufstellen zu können. Ich wette, diese werden unisono zugeben, dass dazu ein Bundesstaat notwendig ist.

Da dies aber weiterhin nicht im Interesse unserer eigenen EU-Prominenz ist, wird Europa auch nach dieser Münchner Sicherheitskonferenz weiter vor sich hindämmern. Was manche EU-Politiker dazu verführt, sich weiterhin Wladimir Putin anzudienern und die US-Amerikaner so langsam aber sicher aus der Weltgemeinschaft drängt — auch das hatten wir schon einmal, die Ergebnisse kennen wir alle nur allzu gut! Zumindest haben wir inzwischen eine einheitliche Nofallrufnummer in Europa.

Vermischtes

Der Running Gag des heutigen Tages ist der übliche Hinweis auf die Notrufnummer 112. Ich habe nunmehr darauf verzichtet, dafür einen eigenen Beitrag auf der EUROPA-UNION Website zu schreiben. Seit 1973 gibt es diese Rufnummer in Deutschland und seit 1991 in der heutigen Europäischen Union. Inzwischen sollte diese Rufnummer bei uns kein Neuland mehr sein.

Vor Kurzem habe ich die Bank gewechselt, was mir nach 50 Jahren nicht sehr leicht viel. Die Umstände zwangen mich dazu, denn die dortigen Banker waren inzwischen fachlich weniger versiert als deren Kunden und dazu menschlich voll und ganz daneben. Jedes Mal, wenn ich diese Bank betrat, kam bei mir das Gefühl auf, in ein Etablissement geraten zu sein.

Meine neue Bank, die ich auch schon eine ganz Weile kenne, gibt mir nun wieder das Bankkundengefühl zurück. Und wenn deren Mitarbeiter im nun inzwischen vierten Anlauf es schaffen, mir auch eine vollumfänglich funktionierende Kreditkarte zur Verfügung zu stellen, dann ist meine Welt diesbezüglich wieder völlig in Ordnung.

Gestern gab es einen aufgepeppten Europastammtisch, was zugegebener Maßen nicht schlecht war. Dort konnten wir den Teilnehmern u. a. mitteilen, dass die Hertensteiner Gespräche nun auch Einzug ins Haus der Geschichte halten werden. Was dazu führt, dass es nun mindestens zwei Ereignisse gibt, an denen ich mit beteiligt war und bin, die dort Einzug hielten. Auch wenn es sich dort nur um die jüngere Zeitgeschichte handelt, gibt es mir doch etwas zu denken .

Die große Masse unserer Mitbürger ist voll und ganz damit zufrieden, dass sie einen funktionierenden Tiktok-Account haben und WhatsApp bedienen können. Manche davon können sogar ein Word-Dokument öffnen und haben schon einmal etwas von PDF gehört. Meine Versuche, immer wieder etwas passendere Technologie in unterschiedlichen Vereinen einzuführen, darf ich nach gut 30 Jahren des Versuchens wohl als gescheitert ansehen.

Und so wundert es mich schon ein wenig, dass manche nun erneut versuchen, Microsoft-Produkte nicht nur in unserer Gesellschaft, sondern auch in Behörden und Firmen zu ersetzen — was ebenfalls in den letzten Jahrzehnten immer wieder scheiterte. Dabei kann man weiterhin von Microsoft lernen, denn sobald diese nur ihre Logos etwas mehr als sonst üblich verändern, bricht die gesamte Firmen- und Behördenwelt für Wochen zusammen.

Und so dürfen wir alle sehr gespannt darauf sein, was geschieht, wenn die ersten Behörden mit der Umstellung beginnen — könnte sein, dass man von diesen dann nichts mehr hört und sieht; eine ganz neue Form der Entbürokratisierung.

Weblogs

Immer mehr Blogger greifen auf KI zurück, manche ganz offen, manche mit Ausreden wie „einzig nur um …“ und andere klamm heimlich. Aber egal warum auch immer, es ist weder authentisch noch wird es der ursprünglichen Idee eines Blogs gerecht. Außer vielleicht, man versuchte schon immer seine eigene Profilneurose zu pflegen oder möglichst schnell und bequem an Geld zu kommen.

Dabei dürfte die Erfahrung gezeigt haben, dass kaum einer der unzähligen Blogger mit einem Blog sein Leben fristen können wird und wenn doch, was für ein Leben ist dies dann?

Selbst wenn man KI nur dazu nutzt, um seine eigenen sprachlichen Unzulänglichkeiten zu verschleiern, ist dies reiner Selbstbetrug und zugleich Betrug an der eigenen Leserschaft.

Ein Blog sollte sich doch schon aufgrund seiner Machart von Zeitungsartikeln und anderen Produkten gelernter Journalisten, praktizierender Autoren oder gar Wissenschaftlern unterscheiden. Und im Falle, dass diese selbst das Medium Blog für sich entdeckt haben, dann darf man gerne dort auch erkennen, dass der Blogger ein Profi ist.

Ich lese gerne und viele sehr unterschiedliche Blogs, wobei die meisten Blogger es bisher selten geschafft haben, um täglich etwas zu produzieren — und ganz plötzlich werden wir Leser regelrecht nur so von Blog-Beiträgen überschwemmt. Selbstverständlich kann dies alles nur Zufall sein — aber in dem Umfang?

Ich habe für mich schon festgestellt, dass ich manchen Bloggern nur noch halbherzig meine Aufmerksamkeit schenke, wobei ich früher™ deren Beiträge jedes Mal regelrecht verschlungen habe.

Dabei nun der KI die Schuld zuzuschieben dürfte verfehlt sein, es sind die Blogger, die hinter der KI stehen, die man dafür als verantwortlich ansehen muss. So lange sich deren Reichweite erhöht, dürfte es diesen aber völlig wurscht sein.

Das Schöne an unserer Welt ist es, alles regelt sich irgendwann wie ganz von alleine und so werden künftig wohl zum Verdruss unserer Umwelt und des Klimas KI-Blogger für KI-Leser schreiben und das Internet mit KI-Leben füllen. Das echte Leben findet auch weiterhin in den kleinen Nischen dazwischen statt.