Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Freitagabend gab es ein sehr gelungenes Abendessen zusammen mit Karin und Andreas im Charivari. Dabei erfuhr ich auch, dass sich Andreas vorgenommen hatte, Heilbronn anhand meines Weblogs zu erkunden. Auf diese Idee kam bestimmt noch niemand.

Dies passte aber ganz gut, denn meine bessere Hälfte und ich waren am Samstag u. a. auf den Spuren meines Studiums in München unterwegs. Schwerpunkt dabei aber das Bestaunen unserer Enkeltochter. Die Fahrt nach München etwas abenteuerlich, die Rückfahrt fast so schnell wie in den 1980er-Jahren. Beides Mal durchfuhren wir dabei den Mittleren Ring, welcher sich zwar in den letzten Jahrzehnten baulich aber keineswegs verkehrstechnisch verändert hat. Am Mittag zusätzlich das Gedränge am Sechzgerstadion und am Abend der Stau an der rot leuchtenden Allianz Arena.

Das Ganze wurde von einem sehr guten Essen in einem Restaurant in Perlach gekrönt. Am Abend trafen wir uns erneut mit Karin und Andreas in einer Kneipe, um uns über unsere Erlebnisse des Tages auszutauschen. Jetzt weiß ich, dass sich mein Blog ganz gut als alternativer Stadtführer eignet und zudem dürfte die Frage geklärt sein, woher die Turmstraße bei Monopoly ihren Namen hat.

Auf alle Fälle aber wird Andreas seine Weblog-Erkundungstour demnächst weiter fortsetzen und ich überlege mir bereits, welche Örtlichkeiten wir dann gemeinsam aufsuchen werden. Während ich noch ein wenig Werbung für Heilbronn machen konnte, kam die Frage auf, warum es schon etwas länger von mir keine Musikempfehlung gab.

Und so kamen wir darüber überein, dass ich meinen Tag in München musikalisch aufarbeite. Während ich in den 1980er-Jahren noch Bayern 3, wahrscheinlich nur wegen Thomas Gottschalk, hörte, dudelte heute das Hitradio Ö3 aus dem Lautsprecher, nach Nachfrage alleine wegen Sheyda Kharrazi. Was mich dabei etwas nachdenklich stimmte war, dass es dieselben Musikstücke wie vor gut 40 Jahren waren.

Für das heutige Musikvideo musste es dann aber doch etwas anderes sein, ebenfalls aus dieser Zeit und mit einem Bezug zu München.

Die Spider Murphy Gang gründete sich 1977 in München und wurde 1981 mit dem obigen Song „Skandal im Sperrbezirk“ allgemein bekannt; so einen Sperrbezirk gibt es seit kurzem nun auch in Heilbronn. Das Lied befindet sich auf dem Album „Dolce Vita“ aus demselben Jahr.

Zu verdanken haben wir dieses Lied Peter Gauweiler, einem damals bekannten CSU-Moralisten, der ansonsten nur noch durch seine Nebeneinkünfte von sich reden machte.

Bekannt dürfte noch der Song „Schickeria“ sein, der sich auf derselben LP befindet.

So, das war’s für heute.


Blumen

Opafreuden 5 (4)

Beitragsfoto: Blumenstrauss | © Bettina Kümmerle

Der 13. September ist heuer ein Samstag und für mich auch noch Opatag. Hätte ich vor 33 Jahren nicht einmal daran gedacht, jemals Vater zu werden, so ist das Opasein wohl eine natürliche Folgeentwicklung.

Und so bin ich nun Opa eines Mädchens aus München. Die Mutter ist ebenfalls Münchnerin. Eine Stadt, die ich aus meinen eigenen Studentenzeiten gut in Erinnerung behielt.

Was nun aber ganz gut veranschaulicht, wie wir Menschen selbst in für uns wahrnehmbaren Zeiträumen migrieren. Eine meiner Großmütter kam aus Königsberg und meine Enkelin beginnt ihr Leben in München. Und kein Mensch weiß, wohin es sie dereinst einmal verschlagen wird.

Da der glückliche Vater Soldat ist, wird sie bereits in sehr jungen Jahren zumindest Deutschland ganz gut kennenlernen.


Blitz

Satire? 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Auf Bluesky fragte jemand kürzlich was Satire dürfe? Eine rein rhetorische Frage und die Antwort kam stante pede.

Die AfD schickt nicht nur verurteilte Verbrecher in den Bundestag, sondern entsendet die dann sogar noch in gerade jene Kommission, die ihre Verbrechen aufarbeiten soll.

Bei der AfD ist dies allerdings nur folgerichtig, denn deren Mitglieder lehnen die Demokratie rundweg ab und so werden nach der Machtübernahme die dann ausgedienten AfD-Abgeordneten sofort als KZ-Wärter weiterbeschäftigt. Und dazu sind bekanntlich Verbrecher am besten geeignet.

Also sind solche Dinge bei der AfD normal und absolut folgerichtig. Auch, dass deren prominente Köpfe aktuell nur so etwas wie der damalige Ernst Röhm sind, die man ebenfalls nach der Machtübernahme sehr schnell wieder beseitigt.

Die AfD hat aus der Geschichte gelernt und hält sich was die echten Führer angeht noch sehr bedeckt, wäre sogar möglich, dass sich der künftige Führer noch in einer anderen Partei abduckt. Die neue deutsche Führungsmacht kommt erst dann aus ihren Löchern oder Chefetagen, wenn die Machtübernahme in trockenen Tüchern ist. Den Fehler eines Hitlerputsches damals in München möchte man nicht nochmals begehen.

Leider haben wir Demokraten im Gegenzug aus der Geschichte wenig bis überhaupt nichts gelernt. Ganz im Gegenteil, denn unsere eigenen Volksvertreter, nicht nur aus der Union (CDU & CSU), dienen sich bereits bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Nationalsozialisten als Morgengabe an. Und da man den echten Führer noch nicht kennt, hält man einfach jedem seinen Hintern hin.

Selbst die vermeintliche Linke hat aus der Geschichte gelernt und prüft permanent ab, wie man sich am besten der neuen Führung andienen kann. Inzwischen wissen deren Vertreter ganz genau, dass es so etwas wie links oder rechts in der Politik nicht gibt, sondern nur zwischen Demokraten und Totalitaristen unterschieden wird — und so ist es denen auch ganz egal, ob sie unter einem Adolf Hitler oder einem Erich Honecker ihre Unwesen treiben.

In meiner Heimatstadt bleibt es weiterhin ein klein wenig spannender, denn da hat sich die SPD noch nicht so recht entschieden, wohin sie gehört. Man huldigt zwar bei jeder sich bietenden Gelegenheit einem Wladimir Putin ohne aber die altbewährten eigenen Nazi-Genossen und SS-Männer fallen zu lassen und wirbt dann doch wieder einmal für unsere Demokratie.

Hier bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob es sich um interne Machtkämpfe handelt oder die lokale SPD-Führungsriege an Demenz leidet und das Ganze somit auch nur folgerichtig tagesabhängig ist.