Bierkrüge

2.2.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Bierkrüge

Melania

Zumindest für mich völlig überraschend, ist das jüngste Meisterwerk von Brett Ratner („Rush Hour“) ein regelrechter Kassenschlager geworden. Republikaner und Konservative weltweit pilgern in diesen Dokumentarfilm wie ehemals Katholiken in die Kirche.

Zwar kann man davon ausgehen, dass man mit Geld alles kaufen kann, aber hierbei geht es tatsächlich um weit mehr, nämlich um Religion! Nachdem bereits die Liberalen weltweit so gut wie nicht mehr vorhanden sind, verändern sich auch die Konservativen: beide politische Richtungen dürften inzwischen schon längst den Boden der Politik verlassen haben und schweben immer mehr in religionsähnlichen Gefilden.

Gemäß des Hollywood Reporters kommt der Film vor allem bei Konservativen an, insbesondere bei Frauen. „The pic is galvanizing conservatives in the South and South-central part of the country, and specifically older females over the age of 55, who made up 72 percent of the opening-day audience. And a stunning 78 percent of all ticket buyers were 55 and older.“

Eine Wählergruppe, die schon den Mullahs im Iran zum Sieg verholfen hat und auf die auch Donald Trump schon immer zählen konnte — dies hat definitiv nichts mit politischem Sachverstand zu tun, das ist Religion für gewöhnlich geistig schwach aufgestellte Bevölkerungsgruppen.

Nun bin ich einmal sehr gespannt darauf, welcher deutsche Politiker sich demnächst outen wird.

Übrigens erst an vierter Stelle der jüngste Film von Mr. Newberger’s AI Funnies „Epstein Island“.

Vermischtes

Der Brückenbau bei Bad Friedrichshall für den Schwarz-IT-Campus nimmt so langsam Formen an. Mitarbeiter können dann ganz bequem mit der Stadtbahn zum Campus gelangen. Ich weiß zwar weiterhin nicht, was man in einem IT-Campus machen wird, aber gut aussehen tut er auf alle Fälle bereits.

Ähnlich geht es mir bei der Kreissparkasse, denn diese soll sich zu einem regelrechten Kreissparkassenquartier weiterentwickeln. Auf alle Fälle aber muss es sich so richtig lohnen, das Geld anderer Leute zu verwalten. Und so schießen bei uns weiterhin die „Paläste der Scheinarbeit“ und die „Kathedralen der Bürokratie“ wie die Spargel aus dem Boden, zumindest so lange, bis KI und eine digitale Verwaltung allgegenwärtig sind.

Da bei uns immer weniger Bier getrunken wird, muss man sich schon heute Gedanken darüber machen, was man mit der ganzen dafür nötigen Infrastruktur anstellt. Zumindest für die unzähligen Bierkrüge scheint es Ideen zu geben.

Und so ganz nebenbei konnten wir noch eine Runde Siedler von Catan am Wochenende einbauen. Da es eine neue Mitspielerin gab, wählten wir ein weniger kriegerisches Setting.

Autofahrt

Gestern hatte ich eine ganz spontane Einladung in meine Alma Mater. Schon etwas länger wusste ich, dass wir uns in München treffen werden. Da meine eigene Zuckelkiste für den Stadtverkehr optimiert ist, bin ich froh darüber, dass ich mir Langstreckenautos in der Verwandtschaft oder von Freunden leihen kann.

Und so war es wieder einmal eine Freude, in ein Auto zu steigen, das für Strecke optimiert ist. Gefühlt war ich so schnell wie noch nie in München, so früh, dass wir vor den Toren der Stadt eine Kaffeepause einplanen mussten. Eines musste ich dabei aber feststellen, ich kann bekannte Strecken trotz Ausbaus und besserer Autos nicht mehr so schnell fahren wie noch als Mittzwanziger — das Alter fordert definitiv seinen Tribut, die Kurven werden gefühlt immer enger und das über 30 Minuten hinweg Halten der Maximalgeschwindigkeit fängt an, anzustrengen.

Sensationell der Verbrauch des von mir gefahrenen Autos, gut und gerne die Hälfte des von mir vor Jahren einmal gefahrenen Langstreckensprinters. Und die Technologie von den Bremsen angefangen, die die Bremsenergie einfach so wegzubeamen scheinen, einfach eine große Freude. Die Federung, vergleichbar mit einem King Size Bett. Ausstattung und Komfort mehr als genug.

Was mir eindeutig zeigte, dass der Zenit der Verbrennerautos längst überschritten ist, man kann solche Autos nicht mehr verbessern! — sie sind voll und ganz ausgereift. Wer nun als Partei Wahlkampf damit macht, dass es nun gelte, die Verbrennermotoren weiter zu optimieren anstatt auf eine bessere und inzwischen auch bewährte Technologie zu setzen, der ist völlig unseriös auf bloßem Stimmenfang.

Wenn es tatsächlich gelänge, das von mir gestern gefahrene Auto noch besser zu machen, müsste man mit einem Tanklaster hinterher eilen, der beständig den Sprit abpumpt.

Heute Morgen dann die übliche Fahrt mit dem meseno-Bus. Dieses Mal aber als Schneefahrt einschließlich ausreichend großer Schneeflocken, um in eine winterliche Stimmung zu verfallen. Zum Schluss war der Bus auch noch gut gefüllt, was möchte man mehr.

Allerdings lässt es sich nun nicht mehr verdrängen, er ist in ein Alter gekommen, wo man dringend über einen Ersatz nachdenken muss. Gerade aus der Werkstatt war er teilweise nur auf drei von vier Zylindern unterwegs — warum auch immer.


Soldaten

Nachdenklich 4.5 (11)

Beitragsfoto: Soldaten | © Pixabay

Ein Artikel von Peter Carstens und Rahel Golub in der FAZ (29.12.2025) mit dem Titel „Nein heißt Ja, und Ja heißt anal“ lässt mich betroffen zurück.

Dass junge Männer meist sehr gerne Fotos von jungen Damen sehen und diese dann gerne auch nackig, dürfte man auch heute noch als normal ansehen können. Dass dabei auch unschöne wie pubertäre Sprüche fallen, ebenfalls. Im Gegensatz zu heute fand dies damals™ in geschlossenen Männerwelten statt. Und die allermeisten damaligen jungen Männer konnten diese Situationen von der ganz normalen Welt unterscheiden; ich selber kenne keinen einzigen, der damit jemals seine eigene Freundin konfrontierte.

Dass junge Männer zumindest in unseren Breiten gerne unter sich über den Durst trinken, war auch damals™ schon so, allerdings mit einem fundamentalen Unterschied zu heute, nämlich, dass wer dabei die Kontrolle über sich verlor oder gar am kommenden Morgen nicht zur Verfügung stand, nicht mehr mit dazugehörte.

Dass junge Männer besonders in Gruppen gerne in bestimmte Kneipen und Etablissements einrücken, dürfte mit der Grund dafür sein, dass es diese überhaupt gibt. Auch, dass es junge und junggebliebene Damen gibt, die sich auch heute noch gerne zu solchen Männerfesten einladen lassen, dürfte normal sein.

Dass es solche Dinge auch in reinen Frauenwelten gibt, dürfte ebenfalls bekannt sein.

Aber zumindest in der reinen Männerwelt der Bundeswehr wurde schon damals™ dem ganzen Treiben eindeutige Grenzen gesetzt. Was mich deshalb sehr irritierte, wenn ich beruflich bedingt auf Frauenwelten stieß, die zumindest bis 2010 überhaupt noch keine Grenzen kannten — selbst keine strafrechtlichen.

Was mich dann aber doch erstaunt, ist, dass es noch heute in der Bundeswehr Probleme zwischen Männern und Frauen gibt.

Ich ging davon aus, dass sich meine Kameraden längst damit abgefunden haben, dass weibliche Soldaten weniger leisten müssen und schneller befördert werden als ihre männlichen Gegenstücke. Auch hatte ich gehofft, dass weibliche Soldaten inzwischen denselben Schwierigkeiten, Herausforderungen und Gefahren wie die Männer ausgesetzt werden würden.

Ich selbst musste den Einzug von Frauen in die Streitkräfte miterleben und stellte fest, dass dabei skandinavische Frauen eindeutig weniger Probleme als ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen hatten. Dies könnte ein Zeichen für eine generelle Rückständigkeit in unserer Gesellschaft sein.

Ich selbst habe noch heute großen Respekt vor jenen norwegischen Soldatinnen, die zusammen mit ihren männlichen Kameraden in einen Nachtclub einzogen und dann dafür sorgten, dass diese nicht von den örtlichen Buben verprügelt wurden. Oder vor jenen dänischen Soldatinnen, die uns junge Männer nicht nur erröten ließen, sondern uns eindeutig zeigten, was gleiches Recht für alle bedeutet.

Wie ich es leider durch den besagten Artikel erfahren musste, wird das ganze Dilemma aufgrund fehlender oder mangelhafter Mindestanforderungen für unsere heutigen Soldaten, ob weiblich, männlich oder auch etwas anderes, nunmehr extrem verschärft!

Schon damals™ war es völlig falsch die eigenen Reihen durch ungeeignete Menschen aufzufüllen! Und noch heute bin ich fest davon überzeugt, dass noch mehr ungeeignete Menschen das Ganze nicht beheben werden können! Nur wer die Qualität erhöht, bekommt am Ende auch Quantität. — zumindest ist dies bei allen Streitkräften so.

Was überhaupt nicht geht und mich zutiefst betroffen macht, sind die weiteren Punkte im Artikel.

Man kann zwar in verträglichen Dosen auf Alkohol als legale und harmlosere Droge zurückgreifen, aber das Koksen überlassen Soldaten besser der Münchner, Kölner oder Berliner Schickeria!

Man erzieht seine Kameraden, man schädigt sie aber nicht! Und selbst die schwächsten Kameraden werden mitgezogen — jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied!

Man steht als Soldat der Bundeswehr voll und ganz hinter unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, selbst und erst recht dann, wenn diese bereits von unseren Politikern mit Füßen getreten wird!

Es war noch nie in der Bundeswehr Tradition dem Nationalsozialismus zu huldigen! Das war und ist ein Verbrechen an allen unseren Kameraden, ganz besonders an unseren Kameraden mit jüdischem Glauben!

Hier hatte ich so sehr gehofft, dass sich das Nazi-Problem in der Bundeswehr längst biologisch gelöst hat. Wer aber dem Abschaum der Gesellschaft Zutritt zur Bundeswehr gewährt, der darf sich nicht wundern, wenn auch künftig die Presse über solche Vorfälle berichtet — zumindest so lange wie wir noch eine freie Presse in Deutschland haben werden.


Konzert

Musikvideo zum Wochenstart 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Zurück nach 1974, vielen noch wegen den olympischen Spielen in München und dem entsprechenden Dackel bekannt.

Den meisten weniger bekannt die Sängerin Ann Peebles. Ihr Song „I can’t stand the Rain“ wurde im folgenden Jahrzehnt durch Tina Turner mit ihrem Album „Private Dancer“ (1985) erst so richtig zum Welthit — ich vermute einmal eher wegen der Beine.

Im voreilenden Gehorsam hat heute die Münchner Sicherheitskonferenz kundgetan, dass die AfD für die Münchner systemrelevant sei. Diese Konferenz verkommt immer mehr zu einem reinen Treffen widerlicher Gestalten. Dabei haben die Bayern doch weiterhin ihre Bayreuther Festspiele, wobei dort längst die Musikliebhaber und entsprechenden Fachleute zu bewundernde Raritäten sind — aber wenigstens gibt es dort noch ein paar echte Experten.

„I can’t stand the Rain“ wurde bereits 1973 veröffentlicht. Die Autoren sind Ann Peebles, Don Bryant und Bernard Miller. Don Bryant warf Ann Peebles zuvor vor, einen seiner Songs gestohlen zu haben, was sie wohl dadurch konterte, indem sie sogleich auch noch sein Herz mit dazu nahm.

Don Bryant verstarb vor kurzem; einen lesenswerten Nachruf schrieb Alex Traub in der New York Times.

Bereits 1977 machte die Gruppe Eruption im damaligen Musikladen mit einer Discoversion von „I can’t stand the Rain“ auf sich aufmerksam. Vielleicht lege ich einmal mit einem eigenen Beitrag über diese Gruppe nach (Stichwort: „One Way Ticket“).

Zum Schluss dann noch Tina Turners Hit.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, welche Version meinen Lesern am besten gefällt. Auf alle Fälle aber erübrigt sich für mich die Münchner Sicherheitskonferenz künftig als ernstzunehmendes Podium.