Supermax

Supermax 4.4 (5)

Beitragsfoto: Supermax Cover | © Supermax

Die 1970er-Jahre waren schon so richtig „geil“ — einzig die Schulpflicht war etwas störend. Zumindest aber waren Unterrichte am Nachmittag noch eine Seltenheit und wenn dann meist mit Kunst, Musik, Religion oder etwas Biologie geblockt.

Und wer sich irgendwie um die anderen Stunden drücken konnte, für den gab es japanische Godzilla-Schinken für eine Mark Eintritt im Kino gleich neben der Peep-Show. Wenn man dort ganz zufällig auf einen Lehrer traf, dann einigte man sich darauf, dass man sich nicht gesehen hat.

Und auch in Sachen Musik gab es immer wieder Neues zu entdecken, wie zum Beispiel Supermax, eine Gruppe um Kurt Hauenstein. Sein Song „Lovemachine“ (1977) wurde meist erst nach Mitternacht so gegen 2 oder 3 Uhr früh in den Diskotheken hoch und runter gedudelt. Man findet dieses Lied auf dem zweiten Supermax-Album „World of Today“.

Und auch die LP „Fly with me“ aus dem Jahr 1979 war für mich echt gute Musik — 1979 halt!

https://youtu.be/JsIrGj46RWM?si=O58sEgQ5zWvYx1MX

Wenn es gerade keinen Godzilla-Film zu sehen gab, konnte man seine „Freistunden“ auch in der Spielhalle in der Nähe verbringen; wer kennt noch „Galaxian“, „Space Invaders“ oder „Asteroids“?

Diese Spielautomaten standen zudem noch in jeder etwas größeren Disco herum. Deshalb benötigte man in meiner Jugend weder Smartphone noch Spielekonsole. Man ging noch unter die Leute, um Spaß zu haben. Für etwas tiefgründigere Unterhaltungen musste man dann aber spazieren gehen.

Das Beitragsfoto zeigt übrigens eine „Wagenburg“, die erst ab fünf Personen so richtig Spaß machte.

Nachtrag

Super Mario Bros. gab es erst fünf bis sieben Jahre später.

Nachtrag 2

Wer glaubt eine Ballvorbereitung sei kompliziert und zeitaufwändig, der sollte sich einmal das folgende Video anschauen. Dort versucht Joseph Herscher einen Film nachzustellen, nämlich jenen wo Wallace morgens aufsteht.

Jetzt mache ich mich aber so langsam auf den Weg, um den Europa-Ball vorzubereiten.


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 4.4 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Noch heute ist für mich das Jahr 1979 musikalisch betrachtet eines der besten. Wohl jeder in meiner Altersgruppe kennt mindestens ein Lied aus diesem Jahr, welches er auch noch heute gerne auf den Plattenteller legt.

Die Nick Straker Band könnte man fast zu den One-Hit-Wonders zählen, wenn ihnen nicht 1981 mit „A little bit of Jazz“ doch noch ein weiterer etwas größerer Erfolg gelungen wäre. Bis heute dürfte aber der Hit aus 1979 namens „A Walk In The Park“ ihr bekanntester Song sein. Er befindet sich übrigens auch auf der Langspielplatte „Future’s Above My Head“ aus 1980.

Und hier noch die Disco Purrfection Version von „A Little Bit Of Jazz“, welche man damals in der Disco um die Ecke hoch und runter spielte; ich hatte jeweils keine 50 Meter entfernt gleich drei Diskotheken um die Ecke, die regelmäßig von mir aufgesucht wurden — je nach aktueller Musikstimmung.

Vielleicht gefällt meinen Lesern das Original noch etwas besser.

Nun aber schnell zurück ins Jahr 1979, meine geneigten Leser vermuten es richtig, ich bringe mich so langsam, aber sicher für den morgigen Europa-Ball in Stimmung. Der nun folgende Song von Chic erschien als Single, als Maxisingle (habe ich sofort gekauft) und auf dem Album „Risqué“.

„Good Times“ wurde immer wieder gecovert, auch von LL Cool J, den Beastie Boys und von De La Soul, Bands, die mich durch die 1980er-Jahre begleiteten.

Und sollte sich der Europa-Ball in Heilbronn etablieren, dann lege ich noch mit einer Disco im WilhelmMaybach-Saal nach.

„Ring My Bell“ ist von Anita Ward. Und wenn das mit der Disco klappt, steht diese im ersten Jahr voll und ganz im Zeichen der 1970er-Jahre.

Nachtrag

Da hat ein Leser aufgepasst! Wir hatten, streiten wir uns jetzt nicht um plus minus 10 Meter, sechs Diskotheken gleich um die Ecke. Da habe ich wohl das eine oder andere verdrängt. Für die beiden Großdiskotheken — oder waren es doch drei — mussten wir allerdings gut 200 bis ca. 1 000 Meter Fußweg zurücklegen. Le Freak war damals mein diesbezüglicher Favorit; ob das etwas mit dem Chic-Song aus 1978 zutun hatte, weiß ich jetzt aber nicht mehr.

„Was liegt schon daran, wie viel du besitzt?
Es gibt noch viel mehr, was du nicht besitzt.“

Seneca, Auszüge aus dem 22. Buch (2023: 1313)

Konzert

Musikvideo zum Wochenende 4.6 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Wer kennt sie noch: Nina Simone? Sie war nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern auch noch eine Ikone der Bürgerrechtsbewegung. „Here Comes the Sun“ ist allerdings ein Beatles-Song, den man auf deren Album „Abbey Road“ (1969) findet. 1971 machte Nina Simone aus dem Lied gleich ein ganzes Album.

Wem diese Rendition nicht so gefallen hat, der wird allerdings dem folgenden Song nun nicht widerstehen können. „I Put a Spell on You“ stammt aus 1956 und wurde erstmals von „Screamin’ Jay“ Hawkins vertont. Nina Simone machte 1965 erneut ein ganzes Album daraus und dürfte seither aus der Musikwelt nicht mehr wegzudenken sein.

Nina Simone darf eigentlich in keiner Plattensammlung fehlen. Und wenn Sie jetzt weiterhin Ihre Zweifel haben, dann lege ich nun noch das folgende Lied drauf. 1959 veröffentlichte Nina Simone auf ihrem Debütalbum „Little Girl Blue“ ihre Version des Songs, ein Jazzstandard, der als Ragtime-Foxtrott von Walter Donaldson (Text: Gus Kahn) für die Verfilmung des Musicals „Whoopee!“ (1930) geschrieben wurde.

Auf alle Fälle aber wünsche ich allen meinen Lesern ein wunderbares und wenn möglich sonniges Wochenende. Auch wenn wir den Regen hier so richtig benötigen, darf gerne der eine oder andere Sonnenstrahl durch die Wolken blitzen und als Hoffnungsschimmer für bessere Zeiten angesehen werden.

Und deshalb hier jetzt noch der Beatles-Song:

„Das Gut des Weisen ist Gemeingut: es ist sowohl Gut derer, mit denen er lebt, als auch sein ganz persönliches.“

Seneca, 11. – 13. Buch, 85. Brief (2023: 721)