Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

7.9.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Nukleare Teilhabe

Im freien Europa besitzen nur Frankreich und das Vereinigte Königreich Atomwaffen. Man kann davon ausgehen, dass die des Vereinigten Königreichs dank der Unterstützung der USA auch funktionieren und zu einer glaubhaften Abschreckung beitragen können.

Deutschland übernimmt im Rahmen der NATO mit der Nuklearen Teilhabe ebenfalls Verantwortung und trägt damit einen kleinen Teil zur Abschreckung gegenüber Russland und China bei. Die Nukleare Teilhabe ist ein wesentlicher Kern der Verteidigungsstrategie der NATO; diese garantiert uns bereits seit 1949 Frieden und Freiheit.

Der heute von den Grünen geforderte Ausstieg aus der Nuklearen Teilhabe ist der erste Schritt Deutschlands aus der NATO. Damit machen sich die Grünen die SED/PDS/Linken-Ideologie zu eigen und gefährden die Sicherheit unseres Landes und von uns Bürgern.

Was Politiker nicht so alles machen, um an die Macht zu kommen.

Abschottung

Nicht nur wir Europäer machen aus unseren Ländern kleine Festungen, inzwischen sind auch die USA zu einer einzigen Sperrzone geworden. Die Begründungen für Grenzkontrollen oder Grenzschließungen werden dabei immer vielfältiger.

Inzwischen reichen zur Einreise in die USA ein Visum und das bekannte ESTA-Formular nicht mehr aus, und auch die Vorlage eines negativen PCR-Tests oder Antigentests ist wenig hilfreich.

Jetzt hängt alles von einem National Interest Exceptions (NIE) Formular ab, welches man kaum bis gar nicht bekommt. Aus gewöhnlich gut informierter Quelle habe ich erfahren, dass die USA derzeit 99 % der Anträge ablehnen, so dass inzwischen Hunderttausende von EU-Bürgern darauf warten, wieder in die USA reisen zu dürfen.

Und wer glaubt, dass dabei Menschenwürde oder Menschenrechte noch irgend etwas zählen, der irrt sich gewaltig; diese zählen auch bei uns nur noch dann etwas, wenn sich jemand bereichern kann. Und was mit Gesellschaften geschieht, wenn dort Rechte zur Ware werden, sieht man derzeit überall.

Surferwelle

Thomas Aurich stellt heute in der Heilbronner Stimme ein paar Ideen für Heilbronn vor. Das mit der Surferwelle könnte durchaus etwas werden, meines Erachtens aber eher hinter dem Wasserkraftwerk, wo bereits einmal die Kanus unterwegs waren, und bitte ohne weitere Gastronomie.

Auch mit der Idee, das Wollhausareal so neu zu bebauen, dass es u. a. als Attraktion dienen kann, kann ich mich gut anfreunden. Und mehr Grün in der Stadt kann ebenfalls nie schaden.

Das mit der Open-Air-Bühne ist allerdings nicht nur viel zu teuer, sondern auch kaum umsetz- oder gar bespielbar. Schon alleine aus Sicherheitsgründen — ich erinnere mich noch gut daran, wie wir als Rettungsschwimmer bei den Neckarfesten Alkoholisierte aus dem Fluss gezogen haben.

Website des Tages

Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Geburtstag des Tages

Buddy Holly


Karte von Afghanistan

Afghanistan – ein anderer Blickwinkel 5 (1)

Foto: Kartenausschnitt

Das Land Afghanistan besteht etwa aus 40 Millionen Menschen, die auf gut 650 000 Quadratkilometern leben. Zum Vergleich, wir leben in Deutschland auf ca. 350 000 Quadratkilometern. Das bedeutet aber überhaupt nichts, vor allem dann, wenn man sich in Afghanistan militärisch bewegen möchte!

Dann sehen die Dinge einfach anders aus und man muss zudem der Realität ins Auge sehen. Als sich die US-Regierung vor gut 20 Jahren dazu entschloss, innerhalb der Grenzen Afghanistans Kriminelle und Terroristen zu jagen, wurde dies ursprünglich auch als Kleinkrieg mit Geheimdiensten und Kleinkriegskräften getätigt — und für alle überraschend, auch sehr erfolgreich!

Dass dies eine Trendwende in der US-Politik provozierte, hätte man voraussehen müssen. Ohne näher darauf einzugehen, kam es zu einer US-internen Auseinandersetzung, um Billionenhaushalte und das Renommee der einzelnen Truppengattungen. Der Erfolg der „Spezialkräfte“ hätte gerade zu dieser Zeit eine gewaltige Umschichtung innerhalb der US-Streitkräfte und in Folge davon auch in der Industrie gebracht. So musste der Kleinkriegsschauplatz Afghanistan, wirtschaftspolitisch betrachtet, zu einem Kriegsschauplatz werden, und der sogenannte „Mission Creep“ nahm ungehemmt seinen Lauf.

Fehler Nummer eins

Keiner der Beteiligten (außer den Militärs — und deren Meinung zählt bekanntlich nicht) hat sich jemals Gedanken darüber gemacht, wie groß der Kriegsschauplatz Afghanistan überhaupt ist. Ohne das Ganze selbst näher untersucht zu haben, gehören zumindest Pakistan, Teile des Irans und Teile ehemaliger Sowjetrepubliken mit dazu.

Ohne den Kriegsschauplatz einzugrenzen und dabei auch alle — direkt oder indirekt — Beteiligten (z.B. auch China) zu involvieren, konnte von Anfang an niemals ein Erfolg — welcher Art auch immer — erzielt werden.

Das Ganze wurde bereits vorab in Korea und später in Vietnam durchexerziert, wobei zumindest der militärische Teil der NATO daraus seine Konsequenzen gezogen hatte. Dass dies erneut nicht mit berücksichtigt wurde, muss man dem Primat der Politik zuschreiben.

Fehler Nummer zwei

Der Kriegsschauplatz wurde ohne Widerspruch oder Gegenwehr für die „Lords of War“ — Waffenhänder und Hilfsorganisationen — freigegeben und fügte dem Konflikt damit eine weitere Dimension hinzu, die bis heute kaum mitbetrachtet wird, deren Auswirkungen auf den Konflikt allerdings gravierend sind.

In dieser Größe dürfte dieser Fehler noch nie aufgetreten sein und muss für zukünftige Konflikte sehr genau analysiert werden.

Fehler Nummer drei

Es gab von Anfang an Einzelinteressen — man kann das gestrige Statement von Joe Biden als Beweis nehmen — aber niemals eine abgestimmte politische und schon gar keine militärpolitische Strategie. So war von Anfang an nicht klar und nicht dokumentiert, was man im afghanischen Kriegsschauplatz zusammen erreichen wollte.

Um gleich meine idealistischen Leser zu enttäuschen: Brunnen zu bohren und Mädchenschulen zu eröffnen gehören nicht mit dazu. Dies könnte nur der Fall sein, wenn sie als Unterpunkte in einem operativen Gesamtkonzept, als für den militärischen Gesamterfolg notwendig, mit aufgeführt werden würden.

So kam es in Afghanistan zu einem bombastischen Mission Creep, wo jeder der wollte, sich eigene Ziele setzen konnte, die meist überhaupt nichts mit der Kriegssituation oder der Lage, geschweige denn mit den Interessen der afghanischen Bevölkerung, zu tun hatten.

Das Tragische dabei ist, dass die Zielerreichung, dieser meist völlig überflüssigen und zudem oftmals fatalen Ideen und Hirngespinsten, alleine den Streitkräften vor Ort aufgebürdet wurde und sie dafür für den Einsatz notwendige Ressourcen und Zeit zweckentfremden mussten.

Kurz und gut: ohne eine Strategie kann diese auch nicht für einen Kriegsschauplatz operationalisiert und damit auch nicht für die taktischen Ebenen umgesetzt werden. Damit war von Anfang an klar, dass alle dort eingesetzten Soldaten „nur verheizt“ wurden und verantwortliche militärische Führer — da kein Auftrag, politisches Geblubber zählt im „Ernstfall“ nicht, vorhanden — alles daran setzten, dass möglichst alle eigenen Soldaten wieder gesund nach Hause kamen.

Fehler Nummer vier

Da es keine Strategie gab noch gibt — nehmen wir das gestrige Statement von Joe Biden wieder als Beweis — , weiß man eigentlich nicht, wann man „gewonnen“ oder „verloren“ hat, auch nicht, wie man dann am besten wieder nach Hause kommt. Und schon gar nicht, was aus den Bevölkerungen wird, die man über Jahre hinweg belästigt, belogen oder gar bekämpft hat.

Die irrsinnige Vorstellung, diese jetzt für ihr Ungemach nach Europa oder den USA umsiedeln zu wollen, ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass man nach gut 20 Jahren immer noch nicht weiß, was man überhaupt macht, geschweige denn will!

Fehler Nummer fünf

Wir, vor allem unsere Politiker, sind immer noch fest davon überzeugt, dass wir alles richtig gemacht haben und richtig machen. Am deutschen Wesen wird die Welt weiterhin genesen.

Wir werden das Ganze auch niemals analysieren oder gar aufarbeiten. Alle maßgeblich Beteiligten sind Helden und die Opfer einfach nur „überflüssige“ Menschen, die selber an ihrem Schicksal Schuld sind.

Und sollte jemals ein Verantwortlicher in Verantwortung genommen werden — was bei all den Toten und Verstümmelten sowie auch den Unsummen verschwendeter Steuergelder wünschenswert wäre –, dann ist schon jetzt klar, dass die Schuldigen aus dem Ausland kommen — das steht so im Grundgesetz und darf nicht angezweifelt werden!

(Bin mal gespannt darauf, wer jetzt nachschaut.)

„Die größte Leistung besteht darin, den Feind ohne Kampf zu besiegen.“

Sunzi, Die Kunst des Krieges

Kakteen

1.7.02021 5 (1)

Privatisierung

Man kann zwar manche Verwaltungsaufgaben und dazugehörige Dienstleistungen privatisieren, vor allem dann, wenn die Verwaltungen dies selbst nicht mehr hinreichend sicherstellen können und auch eine dringend notwendige Optimierung der Verwaltung unerwünscht ist. Infrastruktur zu privatisieren, war aber noch nie eine gute Idee und führt spätestens langfristig zu schwerwiegenden gesamtgesellschaftlichen Schäden. Leider sind auch Politiker nur Menschen und lassen sich, insbesondere mit entsprechend Anreizen, dazu verführen, auch diese Erkenntnis einfach zu ignorieren.

Deswegen können wir heute darüber lesen, dass der Regionalverkehr in und um Heilbronn seine Aufgaben weiterhin nicht erfüllt. Das dafür extra engagierte private Bahnunternehmen Abellio muss — vermutlich auf unsere Kosten — schon kurz nach dem Start saniert werden, und wir werden weiterhin auf eine zeitgemäße Bahninfrastruktur und einen modernen Wagenpark verzichten müssen.

Namensänderungen

Eigentlich bin ich kein Freund von unnötigen Namens- oder Begriffsänderungen, welche meist nur den Anschein von Aktivität erwecken sollen. Die gestrige Umbenennung des Uhlandplatzes in Max-Beermann-Platz befürworte ich aber aufgrund unserer eigenen Geschichte ohne Wenn und Aber. So wie ich auch die damalige Umbenennung des Kaiser-Wilhelm-Platzes in Friedensplatz immer noch sehr begrüße.

Aber selbst heute halte ich die Umbenennung des Bahnhofvorplatzes immer noch für sehr unglücklich, hier hätte man viel besser auf den heute noch vorhandenen Kaiser-Friedrich-Platz zurückgreifen können.

Noch besser wäre es aber, wenn man in Heilbronn ganz darauf verzichtet, Plätze und Straßen nach Politikern oder anderen Personen zu benennen, denn dies ist ein Relikt aus vordemokratischen Zeiten. Und selbst hier waren wir vor ein paar Hundert Jahren schon viel weiter, moderner und der heutigen Zeit weit voraus; Mannheim kann als Beispiel dienen.

Einsätze

Jeder Einsatz von Streitkräften benötigt eine Strategie, welche zwingend von der Politik (Stichwort: Primat der Politik) zu liefern ist. Sobald dann eine abgestimmte, akzeptierte und vor allem auch genehmigte politische Strategie vorliegt, muss diese in eine militärische Strategie transferiert und bei uns in Deutschland erneut auch vom Bundestag verabschiedet werden. Danach kann man diese militärische Strategie operationalisieren, was ggf. u. a. auch zu militärischen Einsätzen führen kann.

Da bei uns nicht einmal ein tragfähiges Konzept für die Bundeswehr, geschweige denn eine Strategie, welche den Einsatz von Soldaten überhaupt begründen könnte, vorhanden ist, muss man sich nicht wundern, dass unsere Soldaten immer wieder zum Opfer der eigenen Politik werden.

20 Jahre lang war die Bundeswehr in Afghanistan, hatte nie ein, nur im Ansatz, tragfähiges Konzept, geschweige denn eine den Einsatz begründende Strategie, dabei aber u. a. 59 gefallene Soldaten zu beklagen, und das alles — ganz folgerichtig — ohne nur eine einzige positive und anhaltende Veränderung in diesem Einsatzland zu erzielen. Dass das Ganze auch noch Milliarden Euro an Steuergeldern gekostet hat, muss man schon gar nicht mehr erwähnen.

Website des Tages

Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO)

Trotz aller Widrigkeiten erfüllt die NATO bis heute als einzige militär-politische Organisation ihre Aufgabe. Hoffen wir, dass uns diese Organisation noch möglichst lange erhalten bleibt.