Flaggen der NATO und der EU

6.3.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Flaggen der NATO und der EU | © Shutterstock

Gemeinschaft

Nur zusammen sind wir stark! Das fängt bereits im Kindergarten an und hört auch bei Verteidigungsbündnissen nicht auf. Wie im Kindergarten gibt es auch in Bündnissen, wie z. B. der EU geborene Vollpfosten, die man schleunigst und dann immer wieder in die Ecke stellen muss. Schon etwas länger ist es der kriminelle Victor Orban, der, weil unsere Staats- und Regierungschefs keine Cojones haben, immer wieder unsere Gemeinschaft auseinanderbringt.

Jede Gemeinschaft lebt davon, dass man gemeinsam und auf derselben Augenhöhe miteinander agiert und kommuniziert. Und wie gesagt, dabei die Vollpfosten sofort in die Ecke stellt, denn da gehören Pfosten auch hin.

Für mich heute sehr erfreulich, dass die kleine Gemeinschaft der Europäischen Föderalisten weiterhin ganz gut funktioniert. Und als Kreisvorsitzender musste ich auch nur ab und zu ein paar wenige Vollpfosten in die Ecke stellen, manche davon haben sogar daraus gelernt. Heute hat mich unsere Gemeinschaft sehr gut gestützt, überraschend viele vor Ort und andere zumindest schriftlich. Jeder hat das getan, was er aktuell tun konnte — und das ist ebenfalls das Geheimnis und Erfolgsmodell von Gemeinschaften.

Und so bleibt zu hoffen, dass auch die NATO weiterhin ein Erfolgsmodell bleibt und dabei möglichst viele Akteure in der NATO noch Cojones haben. Wer dabei allerdings den größten Vollpfosten aller Zeiten in die Ecke stellt, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich aber müssen es erneut die USA wieder selbst richten und wieder einmal allen zeigen, dass die USA das bessere Europa sind!

Sollte es in den USA noch tatsächlich systemrelevante Familien geben, wäre es wirklich an der Zeit, dass diese die GOP schleunigst sanieren, dabei ihre weniger brillanten Mitbürger mitnehmen und gemeinsam als USA erneut die Welt retten! Nicht nur die Welt, auch die USA hätten es dringend nötig.

Billionen (ARD: „Mega-Schulden“)

Seit Jahrzehnten sind wir darin Weltmeister, Verteidigungshaushalte für alles Mögliche umzuwidmen. Angefangen von einer versteckten Wirtschaftsförderung über illegale Sozialhilfen bis hin zu einer immer maßloseren Klientelpolitik — alleine dafür opfern wir jährlich über 1 % unseres Bruttoinlandsprodukts. Und weil Klientelpolitik mit das Teuerste ist, was man sich nur erlauben kann, mussten wir auch noch die Infrastruktur und die Bildung gleich mit abwirtschaften. Auf Regierungsdeutsch heißt dies inzwischen „auf Verschleiß fahren“.

Ebenfalls seit Jahrzehnten versuchen unsere französischen Nachbarn an unserem Erfolgsmodell zu partizipieren und ließen sich von uns u. a. Airbus und weitere militärische Fehlschläge finanzieren. Bisher hatten sie nur kein Glück darin, dass wir ihnen auch noch ihre „Atomwaffen“ finanzieren.

Aber jetzt, wo wir nicht mehr über 50 Milliarden Euro im Jahr, sondern gleich von Hunderten Milliarden Euro im Jahr reden, wird auch dies ermöglicht werden — nicht, dass wir dann einen eigenen Nuklearschirm hätten, sondern es werden sich nur weitere wichtige (Regierungsdeutsch: systemrelevante) Familien dumm und dämlich verdienen dürfen.

Und auch die Briten — welche ganz offiziell nach dem Brexit ebenfalls pleite sind — entdecken jetzt das Potenzial deutscher Schuldenberge. Weitere Länder werden sicherlich folgen. Und so ist es nur folgerichtig, dass wir Europa zu allererst zu einer Schuldenunion machen und damit die kommenden weiteren Billionendefizite auf möglichst alle Europäer verteilen — eine Begleichung der Schulden wird für keinen mehr möglich sein und so ist es zumindest eine emotionale Angelegenheit, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Und vielleicht schafft es dann die Schuldenunion, um Europa vor der russischen Aggression zu schützen. Könnte ja sein, dass uns die Russen dann gar nicht mehr so attraktiv finden, wenn sie dann ganz Europa wie damals die DDR auch nur durchzufüttern hätten.

Beerdigung

Die heutige Beerdigung verlief sehr harmonisch, fast die gesamte Familie konnte mit dabei sein. Und auch sehr viele Freunde und Bekannte waren gekommen. Selbst das Wetter spielte mit. Neben einer hervorragenden Predigt von Pfarrerin Ester Sauer waren es für mich die drei Musikstücke, welche von Christina und Sebastian Schaffer dargeboten wurden, die mir in sehr guter Erinnerung bleiben werden.

Der Besuch einer Beerdigung führt bei mir immer wieder dazu, dass ich mich an vergangene Beerdigungen erinnere, darunter auch ganz spezielle. Kurz war ich versucht, aus dem Nähkästchen zu plaudern, dann habe ich mich aber wieder gefangen und lasse es lieber. Nur so viel, es gibt auch Friedhöfe, da fahren die Reisebusse im Minutentakt vor den Aussegnungshallen vor und jede Trauergemeinde muss dabei aufpassen, dass sie sich auch auf der richtigen Beerdigung wiederfindet.

In Heilbronn geht es auch hierbei viel beschaulicher zu und das war in diesem Falle eine Wohltat. Eins vielleicht dann doch noch: mein Vater war jahrzehntelang aktives Parteimitglied, aber zu seiner Beerdigung kamen zumindest für mich überraschend dann offizielle Vertreter einer ganz anderen Partei — Sachen gibts …

„Du denke immerhin stets an den Tod, dann brauchst Du ihn niemals zu fürchten.“

Seneca, 4. Buch, 30. Brief (2023: 215)

Lesezeichen

UK-Realitätscheck 4.9 (7)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Polly Toynbee | IPG-Pressedienst

Realitätscheck (zuletzt aufgerufen am 24.1.2025, 11.58 Uhr)

„Eine Mehrheit in Großbritannien wünscht sich die Rückkehr in die EU. Kann das Land die tiefen Narben des Brexits überwinden?

Es gibt auch noch gute Nachrichten: Seit zwei Jahren zeigt jede einzelne Umfrage im Vereinigten Königreich, dass die Mehrheit der Bevölkerung in die EU zurückkehren möchte.

Angesichts solcher Umstände [„Spinner, Verrückte und verkappte Rassisten“] wäre es riskant, darauf zu vertrauen, dass die öffentliche Meinung stabil bleibt. 

Die Wirtschaft der Eurozone schwankt, ebenso wie die Großbritanniens. Elon Musks gigantisches Vermögen stellt eine Bedrohung für europäische Demokratien dar und stärkt die aufziehenden Sturmwolken der extremen Rechten. Sollte Putin in der Ukraine auch nur ansatzweise einen Sieg erringen, geriete Europa in ernste Gefahr – und die Zukunft der NATO wäre ungewiss.“


Dank eines Hinweises von Hans Müller bin ich auf diesen Beitrag gestoßen:

Lieber Herr Kümmerle, anbei der Link zu einem Artikel im IPG-Pressedienst, der Sie vielleicht interessieren wird. Ich bin gerade bei der letzten Durchsicht des Teils 5 der “Amerikanischen Tragödie” und will Ihnen den Text im Laufe des Wochenendes zusenden. Trump haut wie erwartet, bereits mächtig auf die Pauke. Wir haben vier ereignisreiche Jahre vor uns.

Lesenswerter Beitrag mit einem hoffnungsfrohen Anfang, der dann zum Schluss mit einem apokalyptischen Ende aufmacht.


Mädchen mit Europaflagge

Nullnummer 5 (8)

Beitragsfoto: Mädchen mit Europaflagge | © Shutterstock

Heute durfte ich mal wieder große Politik miterleben. Solche Staatsmenschen wünscht man sich doch gleich am besten noch für die eigenen Gesprächskreise!

„Our Union and our democracy are constant work in progress. And there is more that we can do. We need an ambitious reform agenda to ensure the functioning of a larger Union and to increase democratic legitimacy.While reforms were necessary before, with enlargement they become indispensable. We must use this as a catalyst for change in terms of our capacity to act, our policies and our budget. We will of course focus on what we can already do, of which there is a lot. But we should be more ambitious. I believe we need Treaty change where it can improve our Union. And I want to work on that with this House. And this will be part of a closer partnership between the Commission and the Parliament.“

Ursula von der Leyen, Straßburg, 18. July 2024

Wenn man sich diese obige Aussage etwas genauer auf der Zunge zergehen lässt, dann deckt diese einen Strip-Poker auf der einen und einen Bundesstaat auf der anderen Seite und dies ganz ohne größere Probleme ab — jedem so, wie es ihm gefällt! (William Shakespeare).

Dabei wäre ernsthafte Politik doch so einfach. Man könnte mit der Beschreibung des eigentlichen Problems beginnen, zum Beispiel, dass die Nationalstaaten zumindest in Europa seit über 80 Jahren den permanenten Nachweis erbringen, dass sie alleine in dieser Welt nicht mehr handlungsfähig sind, geschweige denn ihren Bevölkerungen Sicherheit, Freiheit oder gar ein gewisses Maß an eigenem Wohlstand garantieren können.

Danach könnte man eine dafür passende Lösung des Problems als das Ziel sämtlicher, zumindest der politischen Bemühungen vorstellen. In diesem Falle der europäische Bundesstaat, welcher möglichst eng mit seinen Nachbarn, z. B. den anderen Mitgliedern der NATO, zusammenarbeitet und diese allesamt fest in den Vereinten Nationen eingebunden.

Und jetzt mit diesem Hintergrund, könnte man Vorschläge anbieten oder gar zur Entscheidung vorlegen, die eine Zielerreichung kurz-, mittel- oder auch nur langfristig und dies gleich mit den damit einhergehenden Kosten versprechen oder gar erreichbar erscheinen lassen.

Könnte man, macht man aber nicht! Es wird so lange herumgeschwafelt bis kein einziger Mensch wer weiß, um was es eigentlich ging.

Danach ruft man eine Diktatur aus, zumindest aber eine Monarchie und lässt sich gleich am besten selbst krönen.