Kakteen

23.8.02021 5 (2)

Zebrastreifen

Heute habe ich mal etwas Erfreuliches bei meinem Stadtspaziergang entdeckt. Es gibt jetzt den einen oder anderen neuen Zebrastreifen in der Lammgasse; zwar nicht der große, wie von mir geforderte, Wurf, aber immerhin ein Anfang.

Und da auch die Neckarhalde heute sehr gut schwimmbar war, darf ich getrost von einem sehr gelungenen Wochenstart sprechen.

Entschuldigungen

Jetzt kommen die ersten Experten um die Ecke, die, wenigstens halbwegs qualifiziert, versuchen zu erklären, warum man über 20 Jahre lang das Falsche gemacht hat. Besser wäre gewesen, man hätte vor dem Beginn einer solchen Intervention seine Hausaufgaben gemacht.

P. Michael McKinley, ein ehemaliger US-Botschafter in Afghanistan, macht uns alle, ganz diplomatisch, für das Debakel verantwortlich. Sein Beitrag in Foreign Affairs trägt den Titel: „We All Lost Afghanistan“.

Ich grenze das Ganze ein wenig weiter ein und lasse die Verantwortung bei ihm und seinesgleichen sowie bei den sogenannten Experten — Militärs fallen nicht darunter, denn die könnten Ahnung von der Materie haben. Leider sind Politiker und Experten gerade jene Berufsgruppen, die jegliche Verantwortung scheuen, so wie der Teufel das Weihwasser.

Regenwetter

So ein Wetter eignet sich geradezu, um ein wenig an meinem Weblog herumzubasteln. So habe ich unter anderem für mein Microblog eine Art Inhaltsverzeichnis eingeführt, um die Nutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen. Auch gibt es jetzt, vorerst einmal zu Testzwecken, eine „Buchecke“, die auf meine Bücher aufmerksam machen soll, aber wohl eher dazu dient, mich selber zu bespassen.

Website des Tages

Encyclopedia Britannica

Gut, dass es neben Wikipedia noch weitere Enzyklopädien gibt.

Geburtstag des Tages

Jonathan M. Wainwright


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

16.8.02021 5 (4)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Olgazentrum

Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass wir als Kinder und Jugendliche überall spielen durften. Kein Garagentor war vor unseren Bällen sicher, und wenn wir es wieder einmal übertrieben, wichen wir auf den nächstgelegenen Bolzplatz oder eine Wiese aus.

Wenn heute etwas in Heilbronn fehlt, dann sind es Plätze zum Bolzen oder Sporthallen, wo sich Kinder und Jugendliche einmal so richtig austoben können — also Dampf ablassen. Entgegen der landläufigen Meinung sitzen Kinder und Jugendliche nicht von alleine und immer freiwillig vor den Konsolen und Bildschirmen. Sie haben oftmals keine anderen Alternativen.

Da kommt es der Stadt Heilbronn wieder einmal gelegen, dass neue Subventionen abzugreifen sind, dieses Mal für Kunst & X. Dafür wird dann ganz einfach die Sporthalle und der Bolzplatz des Olgazentrums geopfert. Vereine, Kinder und Jugendliche dürfen sich dafür ganz eigenständig und selbstverantwortlich um neue Spielmöglichkeiten kümmern, die es jetzt in Heilbronn noch weniger gibt.

Hauptsache, die Stadtverwaltung bekommt neue Dienstposten finanziert — egal für was.

Badespaß

Ich konnte gestern eines der 100 Tickets fürs Schwimmen in der Neckarhalde ergattern. Als ich dann dort ankam, freute sich die nette Dame am Eingang, dass schon 900 Gäste drin seien. So spazierte ich am Sportbecken vorbei, das mit stehenden und sich gut unterhaltenden Personen gefüllt war, und ging zum Ausgang weiter.

So hatte ich wenigstens für einen Spaziergang durch die Stadt ein wenig mehr Zeit.

Heilbronn könnte damit punkten, dass man in der Stadt Stehbecken von max. 130 cm Tiefe auf- und vielleicht noch eine Dusche dazustellt. Daneben einen Bierausschank, und die Schwimmbäder wären wieder beschwimmbarer.

Widerlinge

Echte Widerlinge sind jene, die sich selber vor jeder Pflicht und allen freiwilligen Diensten drücken, niemals wirklich Verantwortung übernehmen, aber immer sehr gerne andere ins Verderben schicken.

Dabei schrecken sie schon lange nicht mehr einmal davor zurück, die eigenen Soldaten ohne die dafür notwendigen Informationen, Waffen, Ausrüstung, Gerät oder Munition sowie ohne Strategie, Sinn und Zweck, in Einsätze zu schicken.

So kann die Bundeswehr schon froh sein, wenn sie für völlig überforderte Verwaltungsangestellte die Arbeit machen oder dem THW unter die Armee greifen darf.

Website des Tages

buntkicktgut

Es ist zwar schade, dass heutzutage jede Aktivität fremdorganisiert und überwacht werden muss, aber immer noch besser als überhaupt kein Angebot zur Verfügung zu stellen.

buntkicktgut ist ein Projekt der interkulturellen Verständigung und in seiner bestehenden Form und Dimension ein europaweit einzigartiges Beispiel des organisierten Straßenfußballs. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung zu geben und Möglichkeiten von sozialem und kulturellem Lernen zu eröffnen.

Geburtstag des Tages

Charles Bukowski


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

7.7.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Schwimmen

Heute ein paar Runden völlig ungestört in der Neckarhalde geschwommen, danach ein entspannter Spaziergang durch die Stadt und dabei auch geguckt, wie weit sie bereits mit dem Umbau der Turmstraße sind. Jetzt noch ein bisschen Schreibarbeit und dann zum Spielabend — was möchte man mehr?

Turmstraße

Wieder einmal versprechen Lokalpolitiker, sehr pressewirksam, die Turmstraße aufzuwerten. Da ich diese Versprechen seit Jahrzehnten immer wieder mit anhören muss und weiß, dass die, die dies immer wieder versprechen, auch jene sind, die eine Modernisierung der Turmstraße seit Jahren mit verhindern, vermute ich, dass sie heute nur wieder einmal ihr Wahrnehmungsdefizit bei uns Heilbronnern ausgleichen wollten — die etwas jüngeren Mitbürger mögen ihren Versprechungen und Zusagen noch Glauben schenken.

Plumpsklo

Wie man heute in der Heilbronner Stimme lesen konnte, wurde der Neckar nun ganz offiziell als Heilbronner Plumpsklo eingeweiht. Wir können dabei froh sein, dass die Feuerwehr so schnell zur Stelle war und sich um die noch nicht so geübten Notdurftverrichter kümmern konnte.

Besser wäre allerdings, wenn man anstatt immer mehr „Trinkerhallen“ in und um Heilbronn herum aufzustellen, dafür sorgen würde, dass es auch öffentliche Toiletten sowie ausreichend Toiletten in den Kneipen und Gaststätten selbst gibt, denn alles was oben reingeht, muss unten wieder raus.

Alternativ könnte man wieder den Beruf des Abtrittanbieters in Heilbronn einführen — ggf. auch als städtische Dienstleistung anbieten — und mit neuster Technik kombinieren. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass fahrradbetriebene Dixi-Toiletten (gerne auch mit Elektromotor) durch die Heilbronner Fußgängerzonen und am Neckar entlang rauschen, auf Handzeichen anhalten und ihre Dienstleistung anbieten.

Ich gehe jede Wette ein, dass unsere Stadt damit keine weitere sehr kostenintensive und nur bedingt wirksame Bewerbung mehr nötig hätte und vielleicht sogar, alles in allem, damit noch Gewinn einfahren könnte.