Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

4.9.02021 5 (1)

Hegemonie

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet, um Kriege zukünftig zu verhindern. Dass das nicht funktionierte und die VN nie so richtig ihre ureigene Aufgabe erfüllen konnte, war von den meisten Mitgliedsstaaten auch so gewollt — das „Kriegsverbot“ war nur bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg für diese eine tatsächliche Option.

Nachdem auch der Kalte Krieg zu Ende war, blieben nur die USA, die als „Hegemon“ sozusagen das gewollte Scheitern der VN ausgleichen konnten und sich manchmal absichtlich und manchmal auch gezwungener Maßen in militärische Konflikte verwickeln lassen haben. Jetzt sieht es so aus, dass die USA dies nicht mehr mögen, wohl aber eher nicht mehr können. Und auch „Europa“ möchte sich immer weniger an solchen Konflikten beteiligen, oder aber jetzt als „Superstaat“ (!) erneut für sich selbst eine Hegemonie beanspruchen — gerade wird darüber in der EU und auch in Deutschland heftig diskutiert.

Inzwischen zeichnet es sich aber ab, dass China die Vormachtstellung von den USA übernehmen wird — egal wie sich die deutsche Politik entscheiden mag. Damit wird es China anheimfallen, sich absichtlich oder auch nur gezwungener Maßen in militärische Konflikte einzumischen, die aufgrund des Papiertigers Vereinte Nationen immer wieder überall auf der Welt entstehen.

Egal wie man zu den USA und ihren militärischen Interventionen stehen mag, eine chinesische Version wird der Welt sicherlich weit mehr schaden, und auf jeden Fall die Demokratie weltweit zu einem Auslaufmodell machen.

Deshalb sollten wir uns an die Idee und die ursprünglichen Ziele der Vereinten Nationen erinnern und dieser die notwendige Entscheidungsbefugnis und Ressourcen geben, die sie dafür auch benötigt. Denn erst wenn das Gewaltmonopol bei den VN liegt, wird es eine Welt ohne Kriege geben können — egal was wir Europäer meinen oder wollen.

Freie Wähler

Heute kann man die aktuellen Forderungen der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler in der Heilbronner Stimme lesen. Dabei gefällt mir ganz besonders, dass nicht nur ich den Wegfall des Bolzplatzes am Olgazentrum bedauere und dies als großen Fehler erachte.

Auch, dass man das Sicherheitsgefühl vieler Heilbronner und ihrer Gäste in der Heilbronner Innenstadt weiter verbessern möchte, halte ich für eine gute Initiative; dies noch mit einer Sauberkeitsinitiative versehen, kaum zu übertreffen.

Die Anregung, das Lichterfest zu reaktivieren, weitere gesellige Veranstaltungen zu schaffen und unsere bestehenden Städtepartnerschaften zu intensivieren, dürfte im Gemeinderat sogar mehrheitsfähig sein.

Aber wieder neue zusätzliche Positionen in der städtischen Verwaltung zu schaffen, halte ich für absolut fehl am Platz. Im Gegenteil, unsere Verwaltung bedarf einer dringenden Revision mit dem Ziel, sie effizienter und vor allem schlanker zu machen. Und ein Verwaltungsmitarbeiter, der den Bürgern noch mehr über die Schulter schauen soll, hat uns gerade noch gefehlt!

Federal Committee

Die Europaebene der Europäischen Föderalsten versucht sich neu zu finden. Derweil finden sich andere europäische Föderalisten ebenfalls immer mehr zusammen. Wie will man Europa einigen, wenn man sich nicht einmal mehr selber einigen kann?

Leider blenden die Verantwortlichen diese Entwicklung völlig aus, ganz nach dem altbewährten Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

Website des Tages

Vereinte Nationen

As World War II was about to end in 1945, nations were in ruins, and the world wanted peace. Representatives of 50 countries gathered at the United Nations Conference on International Organization in San Francisco, California from 25 April to 26 June 1945. For the next two months, they proceeded to draft and then sign the UN Charter, which created a new international organization, the United Nations, which, it was hoped, would prevent another world war like the one they had just lived through.

Geburtstag des Tages

Anton Bruckner


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16.8.02021 5 (4)

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Olgazentrum

Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass wir als Kinder und Jugendliche überall spielen durften. Kein Garagentor war vor unseren Bällen sicher, und wenn wir es wieder einmal übertrieben, wichen wir auf den nächstgelegenen Bolzplatz oder eine Wiese aus.

Wenn heute etwas in Heilbronn fehlt, dann sind es Plätze zum Bolzen oder Sporthallen, wo sich Kinder und Jugendliche einmal so richtig austoben können — also Dampf ablassen. Entgegen der landläufigen Meinung sitzen Kinder und Jugendliche nicht von alleine und immer freiwillig vor den Konsolen und Bildschirmen. Sie haben oftmals keine anderen Alternativen.

Da kommt es der Stadt Heilbronn wieder einmal gelegen, dass neue Subventionen abzugreifen sind, dieses Mal für Kunst & X. Dafür wird dann ganz einfach die Sporthalle und der Bolzplatz des Olgazentrums geopfert. Vereine, Kinder und Jugendliche dürfen sich dafür ganz eigenständig und selbstverantwortlich um neue Spielmöglichkeiten kümmern, die es jetzt in Heilbronn noch weniger gibt.

Hauptsache, die Stadtverwaltung bekommt neue Dienstposten finanziert — egal für was.

Badespaß

Ich konnte gestern eines der 100 Tickets fürs Schwimmen in der Neckarhalde ergattern. Als ich dann dort ankam, freute sich die nette Dame am Eingang, dass schon 900 Gäste drin seien. So spazierte ich am Sportbecken vorbei, das mit stehenden und sich gut unterhaltenden Personen gefüllt war, und ging zum Ausgang weiter.

So hatte ich wenigstens für einen Spaziergang durch die Stadt ein wenig mehr Zeit.

Heilbronn könnte damit punkten, dass man in der Stadt Stehbecken von max. 130 cm Tiefe auf- und vielleicht noch eine Dusche dazustellt. Daneben einen Bierausschank, und die Schwimmbäder wären wieder beschwimmbarer.

Widerlinge

Echte Widerlinge sind jene, die sich selber vor jeder Pflicht und allen freiwilligen Diensten drücken, niemals wirklich Verantwortung übernehmen, aber immer sehr gerne andere ins Verderben schicken.

Dabei schrecken sie schon lange nicht mehr einmal davor zurück, die eigenen Soldaten ohne die dafür notwendigen Informationen, Waffen, Ausrüstung, Gerät oder Munition sowie ohne Strategie, Sinn und Zweck, in Einsätze zu schicken.

So kann die Bundeswehr schon froh sein, wenn sie für völlig überforderte Verwaltungsangestellte die Arbeit machen oder dem THW unter die Armee greifen darf.

Website des Tages

buntkicktgut

Es ist zwar schade, dass heutzutage jede Aktivität fremdorganisiert und überwacht werden muss, aber immer noch besser als überhaupt kein Angebot zur Verfügung zu stellen.

buntkicktgut ist ein Projekt der interkulturellen Verständigung und in seiner bestehenden Form und Dimension ein europaweit einzigartiges Beispiel des organisierten Straßenfußballs. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung zu geben und Möglichkeiten von sozialem und kulturellem Lernen zu eröffnen.

Geburtstag des Tages

Charles Bukowski