Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Heute konnten wir sämtliche Dias professionell entsorgen lassen; das Nettogewicht betrug dabei 73 Kilogramm. Die Hüllen und Gehäuse haben wir extra entsorgt — schon alleine aus Kostengründen. Aber meine Platten und Musik-CD sind weiterhin nicht zu diskutieren, zumindest vorerst. Meine Musikkassetten und ein paar Bänder, die gab es auch einmal, sind längst verschwunden.

So ganz nebenbei hatte ich sehr viele und wichtige Gespräche, unter vielen anderen mit Thomas Michl und Detlef Stern, die zwar weder unsere Welt noch unsere Demokratie retteten, aber mich zu Matrix 4 (2021) verführten; wenn eine Trilogie schon einen vierten Teil hat, dann muss ich einfach zugreifen.

Tipp an Andreas: unbedingt die Trilogie (1999/2003) gucken und dann erst den vierten Teil. Gleich zu Anfang des vierten Teils wird man auf Jefferson Airplane aufmerksam gemacht.

Und schon sind wir bei dieser auch schon etwas älteren Musikgruppe, welche sich 1965 in San Franzisko gründete. Ohne jetzt zu gucken, dürfte zumindest ein Lied der Gruppe bereits hier im Blog zu finden sein.

„White Rabbit“ findet man auch auf dem Album „Surrealistic Pillow“ (1967). Und ich finde, das Lied passt ganz gut zum Film.

„White Rabbit“ bezieht sich übrigens auf Lewis Carrolls Buch „Alice’s Adventures in Wonderland“ (1865) und wahrscheinlich auch dessen Fortsetzung „Through the Looking-Glass, and What Alice Found There“ (1871). Eine weitere gibt es meines Wissens nicht, von einem vierten Teil ganz zu schweigen. Lewis Carroll war nicht so geschäftstüchtig wie es heutige Autoren wohl sind.

Aber auf alle Fälle passt „Somebody to Love“ auch ganz gut zur Message des vierten Teils. Dieser Song befindet sich auf „Surrealistic Pillow“ (1967).

Interessanter Weise brachte Grace Slick, die Sängerin, diesen Song gleich mit als sie zu Jefferson Airplane stieß. Im vierten Teil der Film-Trilogie fliegt Carrie-Anne Moss gleich mit Keanu Reeves durch die Gegend und verprügelt auch noch ältere Herren — was man so heute wohl unter Liebe versteht.

Zum Schluss dann noch „Comin’ Back to Me“ — tut Keanu Reeves doch auch die gesamte Zeit. Dieses Lied befindet sich ebenfalls auf „Surrealistic Pillow“.

1973 löste sich diese Gruppe schon wieder auf; manche Leser kennen vielleicht noch die Fortsetzung Jefferson Starship. Ein Leser informierte mich sogleich, dass die Gruppe ab 1985 nur noch als Starship firmierte. Meine Erfahrung sagt mir, dass Fortsetzungen meist völlig unnötig sind und alleine nur die niederen Triebe der großen Masse von uns Menschen bedienen. Der erste Teil von Matrix (1999) hätte mir schon völlig ausgereicht — die weiteren Teile sind eher Erklärungen für all jene, die den Witz bzw. Plot nicht so ganz richtig verstanden haben, und selbstverständlich all jene, die nur etwas gucken, wenn es auch eine Serie ist. Neil Patrick Harris bringt es im vierten Teil eigentlich ganz gut auf den Punkt.

Um aber doch noch auf die heutigen Gespräche zurück zu kommen, noch der folgende Song vom „Volunteers“ Album aus 1969.

Der Song „Wooden Ships“ passt irgendwie auch wieder ganz gut zu der vierteiligen Trilogie –> „Up against the wall, motherfucker!“

Übrigens, den Film und die Lieder habe ich genossen während ich diesen Beitrag schrieb. Und dazu habe ich mir eine extra große Pizza von Bellas Ristorante gegönnt, die mit einem Montepulciano d’Apruzzo (2024) ganz gut harmonierte.

„Very free and easy
Sail away where the mornin’ sun goes high
Sail away where the wind blows sweet and young birds fly.“


Jefferson Airplane (1969)

Logo UN

80 Jahre UN Charter 5 (6)

Beitragsfoto: Logo der Vereinten Nationen | © Joowwww, Public domain, via Wikimedia Commons

Bekanntlich ist der 24. Oktober der Tag der Vereinten Nationen und damit zeitgleich einer der wesentlichen „Europatage“. Über diese habe ich bereits des öfteren, auch hier im Blog, geschrieben. Wer nun mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich meine Bücher.

Heute können wir allerdings ein weiteres Highlight unserer Menschengeschichte feiern, nämlich achtzig Jahre Charta der Vereinten Nationen! Die Charta wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco zum Abschluss der United Nations Conference on International Organization verabschiedet und trat, wenn wundert es, am 24. Oktober 1945 in Kraft.

Bereits 2015 zum Siebzigsten Jubiläum habe ich die Charta als kleine Broschüre auf der Website der Vereinten Nationen gekauft. Die Broschüre lag dann auch überraschend schnell in meinem Briefkasten. Die Charta wurde damals von 51 Nationen, welche alle Kontinente repräsentierten, unterschrieben. Heute gibt es bereits 193 Mitgliedsstaaten und zwei beobachtende „Staaten“, den Vatikan (seit 1964) und Palästina (seit 1974). Und seit 2011 hat die Europäischen Union einen eigenen Status bei der UN, welcher fast dem der Mitgliedsstaaten entspricht — was sich übrigens mit der Absicht der UN Charter deckt.

Anlässlich des heutigen Tages bietet es sich regelrecht an, dass man wieder einmal in die oben verlinkte Charta reinschaut. Besser noch das kleine Büchlein zur Hand nimmt und darin ein wenig schmökert.

Übrigens, die Weltföderalisten begleiten die Vereinten Nationen noch heute und auch wir Europäische Föderalisten sind weiterhin von der Notwendigkeit und der großen Bedeutung der Vereinten Nationen für unsere eine Welt überzeugt.

„Denn wer sich seiner Herkunft erinnert, weiß, wohin er gehen wird.“

Seneca, 20. Buch, 120. Brief (2023: 1249)

Dammgrundschule

12.2.02024 4.9 (7)

Beitragsfoto: Dammgrundschule

Frage

Die mich derzeit alles bewegende Frage ist, ob 2024 nicht noch das 1984 wird, welches wir damals gerade noch einmal so umschiffen konnten? Und selbst die New York Times lässt diese Fragestellung inzwischen immer wieder einmal anklingen.

Und in der Heilbronner Stimme finden sich immer mehr Leserbriefe, die es einem nur noch schlecht werden lassen können. Unisono verlautbaren Deutschlands Deppen und Totalitaristen, dass es bei uns keine freie Meinungsäusserung mehr gäbe, wir eigentlich bereits von einer linken Sippe regiert würden und sich die vermeintliche Bevölkerungsmehrheit „ihre“ Demokratie wieder zurückholen müsse.

Diesem totalitaristischen Endkampfgetöse schließen sich die rechts- wie linkspopulistischen Kreise selbst in unseren demokratischen Parteien nahtlos an. Sogar Spitzenpolitiker halten sich dabei wieder alle Wege offen, Antisemitismus und Wissenschaftsfeindlichkeit sind erneut hoffähig — selbst die evangelische Kirche marschiert wieder einmal im Gleichschritt mit: wenn es schon mit dem realen Sozialismus bei uns nichts wurde, dann kann man wenigstens den Juden wieder einmal die Schuld für wirklich alles in die Schuhe schieben (Heilbronner Stimme, 12.2.2024: 26 – „Zugleich vertrat sie aber die Ansicht, dass Israel die Hamas so stark gemacht habe, um keinen Frieden machen zu müssen. ‚Hätte Israel Frieden gewollt, wäre die Hamas niemals entstanden‘, erklärte die 75-Jährige.“)

Wie es schon George Orwell wusste, die neue Welt wird durch die Negierung von Fakten, der permanenten Wiederholung von Lügen und eine beschleunigte Veränderung der Sprache (Neusprech) geschaffen. Ok, ab und zu wirft man dann noch die eine oder andere Atombombe auf die eigene Bevölkerung, einfach nur, um die allgemeine Moral zu steigern.

Klasse vier

Als Lesepate für Grundschulklassen bin ich immer wieder überrascht, wer so alles eine Empfehlung für eines unserer Gymnasien erhält. Meine Erfahrung zeigt, dass aufgrund des Ideologiedrucks, der auf unseren Lehrern lastet, diese bei ihren Empfehlungen bereits schon mehr als sehr großzügig verfahren — mit den uns längst bekannten Folgen. Hinzu kommt noch, dass viel zu viele Eltern diese Entscheidungen ignorieren, egal in welche Richtung diese auch gefallen sind.

Die Leidtragenden sind aber nicht nur die betroffenen Schüler, wie es uns nun so schön in den Medien vorgegaukelt wird, sondern noch mehr die davon betroffenen Lehrer, die jeweilige Schule an sich und unsere Gesellschaft insgesamt, die damit völlig aus dem Ruder gerät. Ich behaupte dabei schon länger, dass diese schulischen Weichspüler, bei den 1968ern angefangen, die das Leistungsprinzip schon seit Jahrzehnten aushebeln, die tatsächlichen Totengräber unserer Demokratie sind.

Inzwischen gehe ich sogar davon aus, dass diese ganz bewusst unsere Demokratie zerstören wollen und dies nach dem altenbekannten Motto: „Macht kaputt, was euch kaputt macht.“

Super Bowl

Ein sonntägliches Gespräch erinnerte mich an den diesjährigen Super Bowl und führte auch dazu, dass ich tatsächlich einmal Taylor Swift gegoogelt habe. Den 58. Super Bowl verfolgte ich dann via SMS, die ich bis kurz vor 5 Uhr morgens erhielt, als die Kansas City Chiefs endlich in der Verlängerung gegen den diesjährigen Favoriten San Francisco 49ers gewannen. Ich war hin und her gerissen, da ich Fans beider Clubs kenne; selber war ich in den 1980er bis Mitte der 1990er-Jahre ein Fan der Los Angeles Raiders, wobei die Kansas City Chiefs die Favoriten meiner beiden Cousins waren.

Die Krönung des Sonntags war dann aber für mich nicht der Super Bowl, sondern ein weiteres Gespräch, welches bis in den späten Abend hinein verlief.