lesendes Mädchen

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Beitragsfoto: lesendes Mädchen | © ThePixelman auf Pixabay

Heute Morgen überraschte mich Michael Kalina mit einem Kommentar zu Slavoj Žižek, der in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen hat. Sowohl der Kommentar als auch der Long Read in der Vogue Adria sehr lesenswert.

An einem für meine Verhältnisse sehr ruhigen Morgen konnte ich eine sehr positive Sichtweise auf unsere Weblog-Welt erhaschen. Blogs als Einstieg in die Welt der Bücher und in die tiefergehenden Schriften. Auf alle Fälle aber sind sie Lesenswertes zum auch darüber weiter Nachdenken. Blogs als eine Art der Gesprächsverlängerung und nicht nur der eigenen Gedankenbildung dienend.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, wohin mich die heutige Reise noch führen wird. Sicherlich nicht in die Social Media!

Nachtrag

Zum Nachdenken, dass wir gestern erst in einer kleinen Gruppe den gesamten Abend über Viktor Orbán, seinen Nachfolger Peter Magyar und deren gemeinsame Speichellecker sprachen. Wir kamen dabei zur selben Auffassung wie Slavoj Žižek.

Was mich etwas schockiert ist, dass diese Art von Politik längst auch bei uns beheimatet ist; wobei wir nie klären werden können, ob der Osten oder wir dieses „Interimssystem“ erfunden haben. Auf alle Fälle aber habe ich einen Abend lang diese tiefergehende Diskussion sehr genossen.

„This is one of the directions we are moving in. That there will be a choice only between brutal, mad right-wing populism, and a slightly more civilized version.”

Slavoj Žižek, Vogue Adria (8.5.2026)

Fahrräder

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Beitragsfoto: Fahrräder | © Couleur auf Pixabay 

Vermischtes

Unsere Gesellschaft geht an den vielen Schaumschlägern zugrunde! Gerd M. Hofmann hat heute ein ganz besonderes Suchbild veröffentlicht. 700 Meter Radweg, fünf Promis, ein Fotograf und ein Fahrrad. Wer findet den Fehler?

Seit ich mich vollständig aus den Social Media verabschiedet habe, verläuft mein Leben sehr viel entspannter.

Cem Özdemir ist heute im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. 93 Abgeordnete stimmen mit Ja und 26 mit Nein. Es gab vier Enthaltungen. Einmal so ganz nebenbei, die grün-schwarze Koalition hat dieses Mal eine Mehrheit von 112 Stimmen im Parlament [112 sind 19 Abgeordnete mehr als 93] und regiert bereits seit 2016 zusammen — zehn Jahre in denen man genau das hätte machen können, was man nun angeblich machen möchte.

Erstaunlich, dass man nun offen damit umgeht. Seit den 1970er-Jahren wusste man es aber, nämlich, dass die Sozialpartnerschaft am Ende ist, zumindest war dies schon Thema in meiner damaligen politischen Jugendorganisation und führte mit zum Ende der sozialliberalen Koalition. Manche Erkenntnisse benötigen tatsächlich Zeit, um in den Köpfen zu reifen. Die Erkenntnis wo man die billigste Pizza findet, reift bei uns sehr viel schneller.

Erfreulich, dass die EU-Kommission ein schon etwas älteres Thema hier im Blog aufgreift und internationale Zugreisen erleichtern möchte.

„Mit der Bahn aus Deutschland bis nach Spanien, und der Zug ist zu spät für den Anschluss? Das kann für Reisende teuer werden. Die EU will ihre Rechte stärken – und Zugfahren attraktiver machen.“

Rhein-Neckar-zeitung (13.5.2026)

Scheppach

Mein heutiger Tag begann mit einer sehr erfreulichen E-Mail vom Scheppach-Service Team. Sie schicken mir auf Kulanz ein neues Kompressor-Zubehörset.

Ich erkläre kurz wie ich überhaupt zu einem eigenen Kompressor komme. Als meine Familie und ich Ende 2014 nach Heilbronn zurückkamen, mussten wir feststellen, dass die Tankstellen der Region ein Problem mit ihren Reifenfüllgeräten haben. Eine Weile machte ich dies ohne Klagen mit und lernte dabei freundliche Tankstellenmitarbeiter kennen, die ihre Geräte für mich einschalteten, selbst wenn ich gerade keinen Tank gefüllt hatte.

Über die Jahre hinweg verschlechterte sich die Situation in Heilbronn zusehends und so musste eine Lösung her. Diese fand ich in einem chinesischen Produkt, das zumindest auch ein paar kleinere Reifen aufpusten konnte, aber in der Bedienung etwas schwierig zu handhaben war.

2023 war es dann soweit und ich entschied mich für eine für meine Verhältnisse leicht überdimensionierte Lösung, nämlich einen Kompressor von Scheppach. Meine bessere Hälfte zugegeben etwas erstaunt und meine beiden Söhne mehr als beeindruckt — ich interpretiere deren Kopfschütteln mal so. Nun war auch der meseno-Bus kein Problem mehr und selbst der Bundeswehr hätte ich aushelfen können.

Jüngst kam der Jüngste mit einem Auto auf der Durchfahrt vorbei und wollte, weil keine Tankstelle in der Gegend aushelfen konnte, seine Reifendrücke kontrollieren. Der Kompressor, der ganz offensichtlich völlig gelangweilt in der Garage stand, versagte seinen Dienst. Was mir wieder einmal vor Augen führte, dass man Geräte, die man sich anschafft auch regelmäßig verwenden muss, wobei uns diese Erkenntnis nun aber nicht weiterhelfen konnte. Der Jüngste fuhr in der Hoffnung von dannen, außerhalb Heilbronns auf eine Tankstelle zu stoßen, die aushelfen konnte.

Ich nahm mit Scheppach Verbindung auf, um in Erfahrung zu bringen, was die Ursache für das Fehlverhalten des Kompressors sein könnte. Das erfreuliche Ergebnis ist nun neues Zubehör. Sobald mein Kompressor wieder funktioniert, werde ich wohl jeden Besucher fragen, ob seine Reifendrücke auch in Ordnung sind.

Telekom

Wenn es etwas zu loben gibt, dann mache ich das auch. Mir gefällt loben eindeutig besser als zu meckern. Seit ein paar Tagen habe ich dank des Glasfaseranschlusses stabiles Internet. Und auch die Up- und Downloadraten sind für mich völlig ausreichend.

Inzwischen habe ich auch meine Kommunikationsinfrastruktur entsprechend umbauen können. Auch hierbei gilt, weniger ist mehr. Ende gut alles gut. Meine Leser wissen es, dass mir noch eine kleine Herausforderung übrig blieb, nämlich meine Leihgeräte, die zum einen nun überflüssig sind und zum anderen nicht in meine Infrastruktur passten.

Heute Morgen war ich nun zum zweiten Mal im Telekom-Shop meiner Wahl und gab dort die letzten Leihgeräte ab. Erfreulich dabei, der erste Telekom-Mitarbeiter reihte die Kunden, um Ordnung in den Laden zu bekommen. Kurz darauf kümmerte sich eine weitere Mitarbeiterin um mein Anliegen und löste dies schneller als ich es vermutet hatte.

Da ich vor Kurzem die Ausbuchungsbestätigung meiner ersten Lieferung erhielt, gehe ich nunmehr davon aus, dass ich in Kürze auch eine zweite Ausbuchungsbestätigung erhalte. Ich habe nun dem Shop eine eigene Rezension geschrieben und dabei festgestellt, dass dessen bisherige Bewertungen mit Masse meinen eigenen Eindruck bestätigen.

Gelegentlich erhalte ich noch per E-Mail freundliche Hinweise der Telekom, dass ich doch ein paar PayTV-Sender freischalten könnte, da dies im Paket mit dabei wäre — solche Werbung lasse ich mir gefallen, da die wesentlichen Dinge nun ganz gut funktionieren.


Fediverse Reactions
Europaflagge auf dem Reichstag

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Beitragsfoto: Europaflagge

Vermischtes

Das heute Europatag ist, das dürften alle meine Leser inzwischen wissen. Im Falle, dass doch noch Fragen bestehen, verlinke ich gerne auf einen alten Blog-Beitrag.

Gleich heute Morgen treffe ich mich mit Detlef Stern zu einem Nicht-Käffchen. Danach versuche ich herauszufinden, wie viel an Student in den Studenten meiner Vorlesungen steckt. Könnte sein, dass ich vielleicht doch noch positiv überrascht werde. Auf alle Fälle nahm kein Student mein Angebot für ein außeruniversitäres Engagement an — wäre wohl zu schön gewesen.

Sehr erfreulich, dass das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen jüngst in Betrieb ging. Laut Flughafen blieb das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen. Sachen gibt es, die gibt es nicht! Chapeau!

Manche Dinge ändern sich wohl nie. Wieder einmal verkaufen ein paar „Fürsten“ unsere Soldaten. Das Brisante dabei ist, dass wir inzwischen in einer Demokratie leben. Ansonsten bleibt alles beim Alten, denn den „Fürsten“ wird es sicherlich nicht schaden — die haben sich sogar an COVID-19 gesund gestoßen.

Telekom

Gestern hatte ich seit sehr vielen Jahren ein besseres Gespräch mit einem Telekommitarbeiter. Er rief mich an, weil die Telekom festgestellt hatte, dass ich derletzt von viel zu vielen Mitarbeitern belästigt wurde und der letzte in der Reihe mir dann eine Vertragsverlängerung aufgeschwätzt hat, was er so nicht hätte machen dürfen, weil es für mich wohl günstiger geworden wäre.

Ich habe dem Telekommitarbeiter erklärt, dass ich dieser unnötigen Vertragsverlängerung nur zugestimmt hätte, weil ich ansonsten weiterhin belästigt worden wäre und ich demnächst mit einem Glasfaseranschluss auch einen ganz neuen Vertrag bekäme. Was den letzten Anrufern der Telekom aber völlig egal war. Und so konnte es mir auch egal sein.

Lustig bei unserem Gespräch, dass der besagte Telekommitarbeiter richtig schwungvoll wurde, als ich der Telekom das mit dem Datenschutz ein wenig absprach. Er verteidigte seine Telekom regelrecht — getroffene Hunde bellen bekanntlich. Ich möchte der Telekom nicht generell unterstellen, dass sie es nicht so richtig genau mit dem Datenschutz ihrer Kunden nimmt, auch nicht, dass sie immer noch ihre Kundendaten verkauft und weitergibt. Bei der Größe des Konzerns und dessen unzähligen Wasserköpfen kann die Telekom es aber sicherlich nicht ausschließen, dass einzelne Mitarbeiter oder vielleicht sogar ganze Unterabteilungen weiterhin das schnelle Geld machen wollen.

Alle zwei Jahre werde ich regelrecht von Telekommitarbeitern oder beauftragten Unterfirmen drangsaliert, nur um wieder zu verlängern. Und jedesmal wird diese Verlängerung etwas teurer — entgegen allen vorherigen Zusicherungen. Und entgegen der Aussage des Mitarbeiters hat es mir nie etwas genutzt, dass ich telefonisch, im Telekom-Shop vor Ort und auch schriftlich per E-Mail oder Brief einer telefonischen Verbindungsaufnahme widersprochen habe. Nach einem Update der Telekom-Software oder spätestens nach ein paar Monaten ist das entsprechende Häckchen auf meinem Telekom-Account wieder gesetzt oder entfernt, wohl je nach aktueller Softwareversion, und ich werde wieder belästigt.

Deswegen nutzte ich auch noch nie meine Telekom-E-Mail. Ich habe dennoch eine, denn die wird mir einfach so zugeteilt. Und wenn ich einmal in meinen Telekom-Account schaue, dann ist dieses E-Mail-Konto (Adresse kennt nur die Telekom, zumindest sollte es so sein –> Datenschutz) mit Werbung zugemüllt. Was die Telekom aber nicht weiter stört und sie mir auch noch Werbe-SMS sendet.

Ich will aber nicht nur meckern, denn ich bin nicht umsonst langjähriger Telekomkunde! Meine Server und weitere Dienste habe ich allerdings seit fast 25 Jahren bei professionelleren Firmen eingekauft. Inzwischen habe ich aber alle meine Mobiltelefonverträge bei der Telekom, denn das Netz funktioniert einfach. Meine Telefone kaufe ich aber weiterhin selber. Auch meinen Internetanschluss habe ich von der Telekom, was in Kombination mit den Telefonverträgen Geld sparen soll. Dass die Telekom noch Magenta TV anbietet, nehme ich aus Bequemlichkeit mit und ab und zu verwende ich auch noch die Telekom-Cloud für den Datentransfer. Extrem nervig, dass man mir immer wieder alles erdenklich Unnötige, angefangen von Netflix bis hin zu den wirklich allerletzten PayTV-Buden, andrehen will — und wenn ich die dann doch einmal los bin, werden sie mir bei der nächst besten Gelegenheit, weil nun im Paket, wieder zugebucht.

Für meinen Miet-Router suche ich allerdings schon etwas länger Ersatz, vielleicht gelingt mir dies nach Erhalt des Glasfaseranschlusses.

Ausputz

Zwar für einen Frühjahrsputz etwas zu spät, aber immer noch besser als gar nicht. Ich habe gestern noch meinen digitalen Fußabdruck weiter verkleinert und wahrscheinlich damit die Welt auch ein kleines bisschen besser gemacht. Als erstes habe ich meinen Daft-Account gelöscht. Im Anschluss daran Detlef Stern gebeten, auch meinen Yoyod-Account zu löschen.

Das war es nun mit den Social Media! Und im Gegensatz zu der Linken, den Grünen oder der SPD mache ich nicht nur bloße oder gar halbseidene Ankündigungen, sondern lösche meine Accounts gleich ganz. Das habe ich bereits seit Anfang der Social Media immer wieder so gehalten. Wenn Parteien nicht einmal bei ihren Social Media-Accounts Nägel mit Köpfen machen können, dann muss man sich nicht wundern, wenn sie auch sonst nicht viel gebacken bekommen.

Ich fühle mich schon sehr viel entspannter und beginne den Spruch „Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß“ erst jetzt so richtig zu begreifen.

Und noch bevor ich meinen Beitrag beenden konnte, hatte Detlef Stern meinen „Mastodon“-Account bereits gelöscht. Hätte die Telekom in ihrer Chefetage nur eine Handvoll solch kompetenter und engagierter Mitarbeiter, dann wäre sie längst weltweit die Nummer Eins.

Was bedeutet dieser Ausputz nun für mein Weblog? Auf alle Fälle weniger Reichweite, was aber für einen Blog überhaupt kein Kriterium sein sollte. Ich weiß, das sehen die Blogger-Experten selbstverständlich völlig anders. Aber das Schöne und Gute am Bloggen ist, jeder so wie er es möchte!