Äffchen

21.5.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Kino

Wenn einem der Kopf raucht und man nicht mehr weiß wo einem derselbige steht, hilft es zumindest mir ins Kino zu gehen; früher spulte ich einfach die Kilometer zu Land oder zu Wasser herunter. Ich wurde bequem — gezwungener Maßen.

Morgen kommt Grogu ins Kino, auf den Mandalorian könnte ich dabei gut und gerne verzichten. Natalia Winkelman meint dazu, dass „staring at a metal visor for over two hours a violation of our own sacred oath“ sei.

Da meine beiden Jungs Star Wars vor Star Trek stellen, warum auch immer, und ich selber bereits die meisten Star Wars-Filme gesehen habe, geht es demnächst wieder ins Kino. Ich weiß nur noch nicht, wie ich meine bessere Hälfte dazu bekomme mitzugehen.

Morgen gibt es aber erst einmal den Europaaktionstag in Stuttgart — ganz großes Kino. Auch die EUROPA-UNION ist wieder maßgeblich mit dabei — was so eine Selbstverständlichkeit ist, dass man dies schon gar nicht mehr erwähnt. Für all jene, besonders die, die mich auch heute wieder um ein persönliches Gespräch in Sachen Europa gebeten haben (kleiner Insider), eine sehr gute Gelegenheit, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Ganze fünf Stunden stehe ich vor Ort bereit.

Man könnte auch vorab eines meiner Bücher lesen und mit mir danach etwas detaillierter und vielleicht sogar etwas pointierter ins Gespräch kommen. Warum aber sollte man im echten Leben Dinge tun, die man während des eigenen Studiums schon geflissentlich unterlassen hat.

Im Film spielt Sigourney Weaver mit und dies wohl ganz ohne Helm. Seit „Annie Hall“, „Alien“, „Ghostbusters“, „Galaxy Quest“ oder „Paul“ für mich eine Gewissheit, dass der Film nicht ganz so schlecht sein dürfte.

Vermischtes

Heute konnte ich kurz einen Abstecher ins Hallenbad machen. Und es gab auch nichts zu meckern. Mein Stöbern in verschiedenen Blogs lassen mich etwas ratlos zurück: wenn Blogger nur noch über das Bloggen bloggen. Was mich ein wenig an die meist jungen Damen gestern in Straßburg erinnert, die wohl erstmals vor dem Münster standen und sich dort dann selber ablichteten. Oder gar in Teams sich gegenseitig und dabei auch nur wie sie sich selber ablichten. Ob diese Menschen dabei überhaupt mitbekommen haben, dass sie vor einer ziemlich großen und beeindruckenden Kirche standen?

Aber vielleicht ist dies alles auch nur ein Ausdruck der Ichbezogenheit unserer Welt. Und vielleicht nehmen wir selbst all die Errungenschaften unserer Welt einfach viel zu wichtig — ein Mensch, der selbst noch in der größten Metropole mit sich am zufriedensten ist, dürfte vielleicht doch die richtige Einstellung haben. Warum aber dann das Ganze „Ich bin ich und mir selbst genug“ in den Social Media verbreiten?

Und wenn man dies alles etwas weiterspinnt, warum schreibe ich in ein Blog und nicht in meinen Zettelkasten? Da ich aber selbst meinen Zettelkasten „online“ habe, wird es in meinem Fall sicherlich etwas kompliziert und hängt mit meinen Gewohnheiten zusammen. Schon immer reise ich gerne leicht, möglichst ohne Gepäck. Und wenn ich dann ankomme, egal wo es auch sei, sind mein Blog und mein Zettelkasten bereits da, so wie viele andere Dateien auch. Inzwischen sind sie selbst beim Reisen mit dabei.

Wahrscheinlich wäre für mich ein TabletPC mit 2 Terabyte Speicher heute völlig ausreichend, wenn dieses nicht verloren- oder kaputtgehen könnte. Und so sind meine Server wohl weiterhin die bessere Alternative, zumal ich die meisten davon von einer sehr guten Firma betreiben lasse.

Und da ich meine Gedankengänge hier offen darlege, muss man sie auch nicht klauen; ein möglicher Hacker könnte nur hacken, was nicht zu hacken ist — das bringt sicherlich wenig Spaß und bezahlt wird man auch nicht dafür.

Und sollte ich tatsächlich einmal einen ganz neuen Gedanken verfolgen oder gar eine brillante Idee mein Eigen nennen, dann halte ich es mit Howard H. Aiken, der einem seiner Studenten erklärt haben soll „Don’t worry about people stealing your idea. If it’s original you will have to ram it down their throats.”

Heute Abend möchte ich dann doch noch das Tanzbein schwingen.

Zum gestern erschienenen WordPress 7.0 sage ich jetzt einmal nichts, ich schaffe es nicht einmal die entsprechenden Blog-Beiträge in meiner Timeline zu lesen. Schon deren bloße Anzahl lässt vermuten, dass die WordPress Foundation oder war es doch Automattic das CMS neu erfunden hat — anders kann ich mir das nicht erklären, oder vielleicht ist damit sogar unsere nationale digitale Souveränität gefährdet.

Souveränität

Mit der Souveränität ist es heute wohl so wie damals mit dem Europa Otto von Bismarcks (9.11.1876). Gerade jene, die selber nichts auf die Reihe bekommen, schreien danach, meinen heute allerdings dabei den Erhalt von Transferzahlungen.

Wir konnten die letzten Jahrzehnte ganz gut beobachten wie unsere auf Transferzahlungen basierende Industrie eine Entwicklung nach der anderen verschnarchte. Und sobald sie tatsächlich einmal technologisch ganz vorne mitspielen, verhökern sie ihre Vorteile an den Meistbietenden. Selbst jene, die ihnen ausschließlich durch staatliche Subventionen sprichwörtlich in die Hände fielen.

Ganz gut konnte man das bei der Informationstechnologie mitverfolgen, wo man Jahrzehntelang auf Telefax und Kupferkabel setzte. Die sogenannte Deutschland AG war von Anfang an nur zum koordinierten Ausplündern unseres Landes da. Was nur noch vom Privatisieren unserer eigenen Infrastruktur übertroffen wurde.

Die Schäden gehen in die Billionen Euro und wir Steuerzahler werden auch diese zahlen müssen, wobei die Schäden wohl erst in einigen Jahrzehnten behoben sein werden, wenn überhaupt jemals.

Inzwischen haben meist US-amerikanische oder chinesische Unternehmen den Weltmarkt unter sich aufgeteilt, wobei wir als Verbraucher selbst ganz gut mit leben können und wollen. Deutsche oder auch europäische Unternehmen wollten oder konnten uns Verbrauchern einfach keine akzeptablen Alternativen anbieten.

Und nun da unsere Wirtschaftsbosse so langsam aber sicher erkennen, dass man mit zeitgemäßer Informationstechnologie Billionen Euro verdienen kann, schreien diese wieder nach dem Staat. Besser ausgedrückt, sie lassen schreien, denn deren Lobbyisten brüllen nun allesamt nach einer digitalen Souveränität Deutschlands — besser noch Europas (noch mehr Transferzahlungen für unsere systemrelevanten Personen!).

Und wie damals auch, geht es nicht um Europa und schon gar nicht um irgendeine Souveränität. Einzig und alleine das Ausplündern unseres Landes muss weitergehen!

Wer tatsächlich ein souveränes Europa möchte, der muss eine funktionierende und tragfähige soziale Marktwirtschaft her- und sicherstellen, Innovationen und neue Ideen nicht weiter ausbremsen und vor allem endlich dem obszönen Raubrittertum unserer systemrelevanten Personen Einhalt gebieten.

Wie bereits zu Bismarcks Zeiten geht es den Fürstchen einzig und alleine nur um sich selber! Und vielleicht sind Menschen wie Trump und Musk deshalb so beliebt, weil sie es frank und frei zugeben und damit weit ehrlicher sind als jene Personen, die uns nun eine Souveränität nach der anderen verkaufen wollen.

„Ich habe das Wort ‚Europa‘ immer im Munde derjenigen Politiker gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im eigenen Namen nicht zu fordern wagten.“

Otto von Bismarck (Varziner Diktat vom 9. November 1876)

Blitz

Almosen 5 (1)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Aktuell machen sogenannte soziale Parteien wieder für sich Werbung, indem sie Almosen, Sozialleistungen, Subventionen, Bürgergeld und andere Transferzahlungen versprechen.

Wer aufmerksam liest, stellt dabei fest, dass sie dabei nie die Armen und Hilflosen adressieren, sondern einzig und alleine ihr vermeintlich eigenes Klientel.

Ich kenne eigentlich keine Armen oder Hilflosen, die sogleich Transferzahlungen möchten. Die meisten, selbst jene, die tatsächlich nicht arbeiten können, hätten gerne eine für sie passende, wenn nicht gar eine Wunscharbeit, mit der sie in der Lage sind, ihr eigenes Leben finanzieren zu können.

Und erst dann, wenn sie durch diese oder gleich mehrere Arbeiten nicht über die Runden kommen, eine Unterstützung von ihrem Staat. Das hat in den meisten Fällen etwas mit Selbstwertgefühl zu tun und der Tatsache, dass sich die allermeisten Menschen nach Jahrhunderte langer Indoktrination einzig und alleine über ihre Arbeit definieren.

Die vermeintlich sozialen Parteien und Hilfsorganisationen hingegen definieren sich über ein möglichst schönes Leben, was an sich nicht falsch ist, aber dieses dann noch von möglichst anderen finanziert und propagieren für sich und ihr Klientel eine Transferzahlung nach der anderen, die ihnen selbst das Leben an sich vereinfachen soll — Bürgergeld als nettes Add-on für Künstler, etwas so wie für den gut situierten Mittelstand die Kilometerpauschale oder die Mütterrente.

Besser wäre es, wir schaffen mit all dem Geld Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, sodass jeder, der gerne möchte, sich auch selber versorgen kann –> Selbstwertgefühl!

Und jene wenigen Menschen, die dies dann doch nicht können, aus Gründen auch immer, für die müssen dann Almosen (Kirchen & Oligarchen) oder Transferzahlungen (Staat) aufgebracht werden, als ultima ratio sozusagen –> Soziale Marktwirtschaft.


Schachfiguren

2.5.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Elmer L. Geissler auf Pixabay

Vermischtes

Ganz ohne Frage, Deutschland ist das Eldorado für alle systemrelevanten Personen, ob juristisch oder natürlich. In Deutschland findet die Umverteilung ebenfalls ganz unbestritten von anständig zu unanständig statt. Zwar werden diese staatlichen Ausgaben durch Schuldenberge (= negative Investitionen in die (Nicht)Zukunft unserer Enkel) mitfinanziert, was aber lange nicht ausreicht, um all jenen, welche den Mund nicht voll genug bekommen, das Leben möglichst angenehm zu gestalten.

Und so dürfte mit dieser Regierung erstmals die 5 Billionen Euro Verschuldung erreicht werden. Die große Masse der Transferzahlungen wird aber weiterhin durch Steuern und Abgaben sichergestellt — und damit ist Deutschland auch das Eldorado für Steuern und Abgaben und wie bereits gesagt, zum Leidwesen aller Anständigen unter uns.

Dass wir mit den staatlichen Transferzahlungen „die Faulen und Unfähigen in unserer Gesellschaft am Leben erhalten“ ist dabei eine von den tatsächlichen Profiteuren der Umverteilung gerne propagierte Teilwahrheit. Wohl aber nur, um die anständigen Bevölkerungsteile vom eigentlichen Raubbau an unserer Gesellschaft abzulenken.

Ohne Frage auch, dass bei uns wirklich jeder Steuern und Abgaben zahlt, selbst der letzte Bettler an der Ecke! Aber keine Regel ohne Ausnahme! Selbstverständlich zahlen die systemrelevanten Personen in unserem Land so wenig Steuern und Abgaben, dass sie durch den Erhalt der Transferzahlungen sogar noch Gewinn erwirtschaften, der sie damit immer noch systemrelevanter macht (= sozial-christliche Umverteilung).

Um diesen Teufelskreis ein wenig abzumildern, werden unsere staatlichen Institutionen immer einfallsreicher, selbst die Sonne, das Wasser und die Luft werden heute besteuert oder mit Abgaben versehen. Selbst eine waschechte Dummensteuer gibt es bei uns, man nennt diese ganz unschuldig: Toto-Lotto.

Andere Baustelle. Heute gab es wieder einmal ein etwas längeres Käffchen mit Detlef Stern, wobei wir auch über den Begriff „lang“ sprachen. Über die Philosophie ging es zur Informatik und dann auch zu den Studenten; aber sehr schnell wieder zurück zur Philosophie.

Wieder andere Baustelle. Der Europa-Ball steht! Und er wird erneut ein Erfolg werden. Entgegen meiner Erwartung gibt es aber noch freie Plätze für Kurzentschlossene und auch die eine oder andere Partei könnte sich noch etwas besser selber präsentieren — wir Europäischen Föderalisten machen Angebote; wer möchte, der kann sie nutzen, wer nicht, der wird nicht gezwungen.

Wir werden auf alle Fälle unseren Spaß haben! Manch andere sitzen derweil lieber in der Ecke und schmollen vor sich hin — aber auch für diese Mitmenschen habe ich nun ein entsprechendes Angebot.

Die Sonne scheint und so werde ich wohl heute noch den Häcksler im Garten aktivieren, bevor es zu Freunden zum Abendessen geht.

Spielecke

Da mithilfe einiger kompetenter Administratoren und Software-Entwickler meine Backend-Probleme (im Blog) fürs Erste behoben werden konnten, hatte ich noch ein wenig nächtliche Zeit über und startete eine Spielecke.

Wieder einmal so eine fixe Idee, die ich auch sehr schnell wieder rückgängig machen kann. In der Zeit dazwischen findet der eine oder andere Leser vielleicht entspannte Minuten oder gar ein paar neue Ideen, um schlaflose Nächte außer mit Schäfchenzählen verbringen zu können.

Monsieur Claude

Wie bereits im August 2022 vermutet, war der dritte Teil „Qu’est-ce qu’on a tous fait au Bon Dieu ?“ (2022) besser als der zweite „Monsieur Claude 2“ (2019), allerdings dann doch nicht besser als das Original „Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu ?“ aus 2014.

Gestern sah ich alle drei Teile hintereinander und konnte sie so besser miteinander vergleichen. Zum Schluss sind es dann wieder wir Deutsche, über die sich Claude Verneuil, wunderbar gespielt von Christian Clavier, am liebsten beschwert — bei seiner Auswahl auch nicht weiter erstaunlich.

Im zweiten Teil revanchiert sich ein afghanischer Asylant ein klein wenig, indem er dem Pfarrer attestiert, dass alle Franzosen krank seien.

Wenn man die drei Filme hintereinander schaut, kann man leicht bemerken, dass Claude Verneuils Tochter Odile Benichou Verneuil im dritten Teil nicht mehr von Julia Piaton, sondern sondern von Alice David gespielt wird.

Mein persönlicher Favorit aller drei Teile ist aber Pascal N’Zonzi als André Koffi, der einen afrikanischen Patriarchen genau so gibt, wie ich sie selber einmal kennenlernen durfte.

„Was aber ist in einem glücklichen Leben das Herausragende?
Dass es erfüllt ist.“

Seneca, 11. – 13. Buch, 85. Brief (2023: 713)