Schlaraffenland

Bürgergeld 4.6 (9)

Beitragsfoto: Schlaraffenland | © Shutterstock

Deutschlands große Neiddebatte! Angefeuert u. a. von Sarah Wagenknecht, Boris Palmer, der AfD, der Union, der FDP und sonstigen Populisten aus wirklich allen Parteien finden bei uns die heftigsten Debatten statt. Ganz aktuell sind dabei die bei uns lebenden Ukrainer das Zentrum aller Aufregung!

Kaum einem kommt dabei in den Sinn, dass wir uns auch in Deutschland im Krieg befinden — ob wir es wollen oder nicht — und deshalb die Ukrainer nicht nur von den Deutschrussen als Deutschlands neue Juden angesehen werden. Das Ziel der Russischen Föderation ist dabei ganz offensichtlich: man möchte dem Kriegsgegner möglichst großen Schaden zufügen und damit auch Deutschland destabilisieren wo man nur kann. Deutschlands Totalitaristen und die nie bei uns in Deutschland angekommenen Russen lassen sich dabei sehr gerne vor den russischen Karren spannen. Schlimmer noch, auch die vielen D-Mark-Demokraten der östlichen Bundesländer bekommen wieder Frühlingsgefühle und hetzen aus allen Rohren. Inzwischen solidarisieren sich sogar Migranten aus allen möglichen Ländern dieser Welt und neiden den jüngsten Neuzugängen alles das, was sie selbst mit größter Selbstverständlichkeit vom deutschen Staat erwarten.

Sogar unsere Bauern fangen zu randalieren an, und selbst jene Mitbürger, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, hetzen ohne jegliche Hemmungen gegen die vermeintlichen Nichtsnutze, die wir Deutschen völlig unnötig durchfüttern müssen. Anscheinend gibt es kein Halten mehr, selbst die Euthanasie kommt wieder ins Gespräch.

Und das alles kumuliert gerade in der Debatte über das Bürgergeld, von dem die wenigsten wissen, was es damit überhaupt auf sich hat.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich dabei um eine von vielen Transferzahlungen handelt, die wir Deutschen und auch fast alle anderen, die bei uns leben, von der Geburt an bis ins Grab erhalten — das nennt man bei uns Sozialstaat; was mit mindestens 1,2 Billionen Euro im Jahr den Großteil aller staatlichen Ausgaben ausmacht.

Ich befürchte schon lange, dass wir eigentlich allesamt nur Sozialstaatdemokraten sind und unsere Demokratie endet, sobald der Staat seine Geldgeschenke nicht mehr mit der Gießkanne ausschütten kann! Sehr gerne würde ich mich dabei eines anderen belehren lassen — aber die jüngsten Diskussionen an den unterschiedlichsten Stammtischen und anderen Versammlungen stützen nur meine schlimmsten Befürchtungen!

Deshalb führe ich hier einmal ein paar Hyperlinks auf, die der Debatte um das Bürgergeld etwas mehr Substanz geben könnten. Bei meinen kommenden Gesprächen werde ich dann nur noch auf diesen Blog-Beitrag verweisen und meine Gesprächspartner darum bitten, mit mir über andere Dinge zu sprechen.

CDU-Landrat Joachim Walter vom Kreis Tübingen

Was erhalten die Ukrainer (wirklich)? Der Tagblatt-Anzeiger führt es hier etwas genauer auf.

Bürgergeld-Rechner der Caritas

Hier können Sie einmal selbst rechnen, was Sie bekämen.

Voraussetzungen für Bürgergeld

Die Bundesagentur für Arbeit gibt hier die Voraussetzungen zum Erhalt von Bürgergeld bekannt.

Die Idee hinter dem Bürgergeld

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt warum es überhaupt Bürgergeld gibt.

Meines Erachtens müsste die Debatte nicht darum gehen, wer von uns alles Transferzahlungen fälschlicher Weise und in viel zu großer Höhe erhält, sondern darum, wie wir unseren Sozialstaat wieder auf eine vernünftige und finanzierbare Grundlage für alle bekommen.

Und bis alles wieder in geordneten Bahnen verläuft, könnte man doch damit beginnen und erst einmal die Transferzahlungen bei jenen kürzen, die diese eigentlich gar nicht benötigen.

Und schon wären wir wieder am Anfang, denn die Ärzte und Apotheker streiken, die Bauern randalieren und die Multimillionäre wie auch die Großkonzerne verstärken ihre Finanzspritzen für die Nationalsozialisten — frei nach Heinrich Heine: denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!


Münzen und Euro

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Beitragsfoto: Münzen und Euro | © Pixabay

Sommerzonen

Jetzt ist es amtlich (Heilbronner Stadtzeitung, 4.10.2023: 1), die Sommerzonen in der Turmstraße und in der Lothorstraße waren ein voller Erfolg. Seit Jahren schon sollen gemäß gültigen Beschlüsse des Gemeinderats die Turmstraße zur Fußgängerzone und die Lothorstraße zumindest verkehrsberuhigt werden.

Leider aber versucht dies unsere Stadtspitze mit allen Mitteln zu verhindern. Und diese wird dabei weiterhin von der Fleiner Straßen-Lobby unterstützt, die immer noch daran glaubt, dass die Fleiner Straße das Maß aller Dinge in Heilbronn sein muss.

Dabei wäre es ein Gewinn für uns alle, wenn man die Turmstraße endlich zur Fußgängerzone, gerne auch zu einer sehr grünen macht. Und wie bereits geschrieben, eines unserer ältesten Heilbronner Fachgeschäfte hätte das zu seinem hundertjährigen Jubiläum mehr als verdient!

Dafür interessiert sich unsere Stadtverwaltung leider aber weiterhin nicht.

Sozialstaat

Wir können uns unseren Sozialstaat nur dann leisten, wenn der große Teil von uns in Beschäftigung oder Arbeit ist, welche zudem mindestens so viel „Mehrwert“ erwirtschaftet, dass man unseren Staat, seine Infrastruktur und die Transferzahlungen an die weniger erfolgreichen Mitbürger finanzieren kann.

Deshalb wurde auch von Anfang an bei uns die Idee geboren, dass wir ein Staat der Bildungsbürger und Leistungsträger sind, in welchem die Masse der Löhne und Verdienste für ein gutes Auskommen wie ausreichendes Steuereinkommen sorgen, um das ganze Sozialsystem finanzieren zu können.

Deswegen wurde auch damit begonnen, Dienstleistungen und Arbeitsplätze, welche keinen „Mehrwert“ erzeugen oder nicht wenigstens gesellschaftsrelevant sind, ins Ausland zu verlagern. Faktum ist es, dass zumindest die Niedriglohnarbeitsplätze — ich befürchte sogar noch weit mehr — unserem Sozialstaat nicht nutzen, sondern diesen eher belasten. Ein Beweis dafür ist u. a. die sogenannte Leistungsrente, die an jene bezahlt werden muss, die nie in der Lage oder willens waren, um für unsere Gesellschaft einen Mehrwert zu erzeugen.

Unser bereits zuvor schwer angegriffene und kaputte Sozialsystem wird nun noch dadurch belastet, dass weitere Menschen in unsere Gesellschaft zuwandern, die selbst nie ein Gewinn für unseren Sozialstaat sein können, auch wenn sie hier tagtäglich und aufopfernd arbeiten. Der Grund ist derselbe wie oben bereits erwähnt, sie arbeiten meistens in Berufen, die für unser Sozialsystem keinen Mehrwert an sich darstellen.

Die Lösung ist für Einheimische wie Neubürger dabei dieselbe!

Entweder wir reduzieren den Sozialstaat auf das Machbare und von den hier lebenden und arbeitenden Menschen auch bezahlbare oder wir fangen an, endlich die Grundlagen für unseren Sozialstaat zu legen.

  • Arbeit muss so bezahlt werden, dass nicht nur ein gewöhnlicher Mensch davon leben kann, sondern er auch noch so viel Steuern erwirtschaftet, um andere mittragen zu können.
  • Arbeitsplätze, die automatisiert oder durch Roboter bzw. Computer erledigt werden können, dürfen nicht mehr von Menschen besetzt werden.
  • Menschen, die hier bei uns keiner qualifizierten Arbeit nachgehen können, müssen so lange geschult und ausgebildet werden, bis sie eine produktive Arbeit haben oder ein Alter erreichen, wo sie keiner Arbeit mehr nachgehen können. Stichwort: lebenslanges Lernen — aber ohne eine einzige Ausnahme!
  • Menschen, die neu zu uns kommen wollen, müssen in der Lage sein, um in unserem Arbeitsmarkt auf Dauer zu bestehen. Ausnahme: Asylanten, welche aber auch wieder gehen müssen, wenn der Fluchtgrund entfällt und sie unserem Arbeitsmarkt nicht genügen.

Umverteilung

Die Umverteilung unseres sogenannten Sozialstaats geht munter weiter und kaum einer kann noch nachvollziehen, woher das ganze Geld kommen soll und wohin — genauer gesagt, in welche Taschen — es letztendlich fliest.

Umverteilung ist grundsätzlich richtig und für den Erhalt einer Gesellschaft notwendig, aber sie muss geregelt und zudem von erfolgreich zu weniger erfolgreich gerichtet erfolgen und darf dabei weder ausufern noch sich von erfolgreich hin zu noch erfolgreicher umkehren!

Was wir heute wissen, ist, dass die Gesamtverschuldung immer größer wird und zudem die reichsten der Reichen immer mächtiger und wohlhabender werden. Auch wissen wir, dass die meisten Transferzahlungen an die weniger erfolgreichen Mitbürger und andere Bewohner wirkungslos verpuffen, da diese nicht verantwortungsvoll mit Geld umgehen können oder wollen.

Letztendlich wird die gesamte Zeche von der sogenannten Mittelschicht bezahlt, die damit immer ärmer wird und ebenfalls aber unfreiwillig und unverschuldet in die Knechtschaft rutscht.

Am Ende haben wir wieder, wie bereits in anderen Gesellschaften zuvor und auch heute ein paar Oligarchen, Monarchen oder Diktatoren, die dann ganz offen undemokratisch über den großen Rest der Welt herrschen — dies immer so lange, bis es nichts mehr zu beherrschen gibt.

Und wenn einmal die Mittelschicht aufzumucken beginnt, dann bekommen die einflussreicheren unter ihnen ein paar Geldgeschenke für Autos, Haus oder Heizung und die Welt ist wieder einmal für alle in Ordnung.

Inzwischen ist das Ganze völlig aus dem Ruder gelaufen und jene, die ihr gesamtes Leben gearbeitet und gespart haben, müssen nun richtig aufpassen, dass man ihnen demnächst nicht auch noch das letzte Hemd raubt und dies, bevor sie überhaupt die Chance hatten, sich wenigstens einmal in ihrem Leben selbst auf die faule Haut zu legen und die Erfolge ihrer eigenen Arbeit zu genießen.


Subventionen

Arbeit & Soziales 4.6 (5)

Beitragsfoto: Rettungsschirm, Subventionen, Transferzahlungen | © Shutterstock

Dass unser etabliertes Sozialsystem nicht mehr und dies schon sehr lange rund läuft, dürfte inzwischen auch der letzte Bürger mitbekommen haben.

Das erste Grundproblem ist dabei, dass wir mehrheitlich immer noch unsere eigene Existenz über die Arbeit definieren. Der letzte, der gegen dieses System so richtig aufbegehrt hat, dürfte Friedrich Nietzsche gewesen sein, der ganz prägnant feststellte, dass jeder, der nicht zwei Drittel des Tages für sich selber habe, ein Sklave sei. Bis heute definieren wir uns alle über die Arbeit — die Schlaueren von uns täuschen diese aber nur noch vor — und das vermeintliche Nichtstun ist bis heute Teufelswerk.

Selbst Milliardäre, ob ererbt oder gar selbst gewonnen, können sich nicht nur mit einem einfachen Müßiggang begnügen, sie müssen der Welt weiterhin vorgaukeln, dass sie mindestens 20 Stunden am Tage hart und noch härter arbeiten — einzig zu ihrem eigenen Leidwesen tun dies manche sogar; Arbeit bestimmt deren Leben, welches ohne Arbeit nicht wäre.

Und auch jene, die zu einer halbwegs sinnvollen Arbeit überhaupt nicht in der Lage sind — die Gründe hierfür dürften vielfältig sein — müssen in unserer Gesellschaft zur Arbeit gezwungen werden. Und jene, die zwar arbeiten könnten, dies aber nicht wollen, „arbeiten“ sich dumm und dämlich, nur um nicht arbeiten zu müssen.

Ein Arbeitsplatz wird inzwischen gar von sehr vielen Menschen zum Grundrecht erhoben, noch mehr sprechen sich für eine Arbeitspflicht aus.

Das mir völlig Unverständliche dabei ist, dass der Mensch eigentlich nicht zum Arbeiten geboren wurde, sondern sich u. a. deswegen so gut entwickelt hat, weil er ständig nach Möglichkeiten suchte, um zumindest weniger arbeiten zu müssen. Und schon in den Urzeiten suchten Menschen Kunst und Kultur, um sich, wenn sie ihr notwendiges Tageswerk verrichtet hatten, miteinander zu beschäftigen — nicht zu arbeiten!

Unsere Vettern in der Tierwelt nutzen solche Momente immer noch zu ausgedehnten Schlafeinheiten oder sitzen einfach nur zur Entspannung in heißen Quellen.

Das zweite Grundproblem ist, dass es weiterhin ein Minimum an Arbeit gibt, das erledigt werden muss, um allen Menschen ein angenehmes Leben zu bescheren. Die Herausforderung dabei ist, wer arbeitet und wer nicht. Das erste Grundproblem ist, wie wir es immer häufiger feststellen müssen, nicht die Lösung für das zweite Grundproblem. Eine Sklavenhaltergesellschaft, ob in der Antike oder gar eine noch heute zu beobachtende, ist ebenfalls nicht der richtige Weg.

Der richtige Weg wird weiterhin sehr kompliziert und komplex sein, aber dabei hilft uns wie ehedem der technologische Fortschritt immer weiter. Automatisierung und Roboterisierung sind hier zwei vielversprechende Stichworte. Die Herausforderung dabei ist, dass auch die gesellschaftliche Entwicklung mit der technologischen mithalten muss. Auf jeden Fall aber müssen wir unsere Vorstellung von Arbeit zwingend neu definieren!

Das dritte Grundproblem ist nicht, dass alle Angehörigen unserer Gesellschaft leben können müssen, denn dies ist eine Selbstverständlichkeit und auch ein allgemeingültiges Menschenrecht, sondern dass jede Gesellschaft diese Selbstverständlichkeit auch ermöglichen, sprich finanzieren muss.

Die Herausforderung dabei ist, dass man in Europa und ganz besonders in Deutschland die Mindestansprüche für eine menschliche Existenz im Gegensatz zum Rest der Welt exorbitant nach oben geschraubt hat. So weit, dass keine 5 % Europäer gut 50 % der weltweit verfügbaren Sozialleistungen verbrauchen — übrigens ein Ungleichgewicht, das nicht ohne weitere Folgen bleiben kann, wie z. B. Migrationsbewegungen innerhalb und nach Europa hinein oder eine weitere Destabilisierung des ehemals halbwegs funktionierenden Welthandels.

Um diese Diskrepanz zwischen Steuern und Ausgaben überhaupt noch finanzieren zu können, müssen notwendige, aber unrentable Arbeitsplätze entweder automatisiert oder in Niedriglohnländer ausgelagert werden. Wie wir es gerade feststellen müssen, gelingt Letzteres nur bei einer arbeitsteiligen und funktionsfähigen Weltwirtschaft.

Die restlichen in Europa verbleibenden Arbeitsplätze müssen entweder hochprofitabel, denn diese finanzieren fast vollumfänglich das gesamte Sozialsystem oder aber für das Funktionieren unserer europäischen Gesellschaft zwingend notwendig sein. Bei letzteren müsste es dann zwingend sein, dass diese Arbeitsplätze höchst effizient gestaltet und besetzt werden.

Das größte Hindernis dieses dritten Grundproblems ist das erste Grundproblem an sich, nämlich weil wir für das System unnötig viel zu viele Scheinarbeitsplätze schaffen und unterhalten. Darunter fällt der gesamte sogenannte zweite und dritte Arbeitsmarkt, der egal wie man es nimmt, letztendlich immer für unsere Gesellschaft ein Problem ist. Selbst dann, wenn man diesen damit begründet, dass es jedem Menschen zusteht, sich auch durch Arbeit selbst zu verwirklichen oder man darauf hinweist, dass diese Menschen später einmal in den ersten Arbeitsmarkt zurückkehren könnten. Ich behaupte einmal dann aber nur in jenen Teil, den wir nicht benötigen oder uns kaum noch leisten können.

Kann man den zweiten und dritten Arbeitsmarkt noch als reines Luxusproblem abtun, das man sich weiterhin leisten können möchte, muss man dennoch und verstärkt auf den größeren Teil von Scheinarbeit hinweisen, nämlich von u. a. gut 50 % der Verwaltungsmitarbeiter, gut 80 % der Mitarbeiter in Banken, Versicherungen oder bei Steuerberatern. Selbst wenn diese Scheinarbeit das System mittragen sollte, so zerstört es dieses doch, indem sie die Besetzung von tatsächlich notwendigen Arbeitsplätzen verhindert. Sprechen wir dabei nicht von den so gerne streikenden Lokführern, deren Nichtvorhandensein unsere Gesellschaft insgesamt weiterbringen und den öffentlichen Nah- und Fernverkehr funktionsfähiger machen würde. Wir alle kennen weitere solche Arbeitsplätze, die zwar Menschen in Arbeit bringen, insgesamt aber unserem derzeitigen Sozialsystem nur schaden.

Und so bringt es auch nichts, dass wir möglichst viele Menschen und schon gar nicht neue Zuwanderer in Niedriglöhne bringen. Den auch der tüchtigste Billighaarschneider oder Döner-Verkäufer wird insgesamt betrachtet kein Gewinn für unser aktuelles Sozialsystem werden. Wenn wir diese Menschen, ob hier geboren oder neu hinzugezogen, bei uns beschäftigen wollen, dann entweder in hochprofitablen Jobs oder aber in für die Gesellschaft zwingend notwendige Arbeit, wie z. B. der Pflege.

Ich sehe für diese drei oben genannten Grundprobleme nur einen einzigen gangbaren Ausweg, nämlich indem man Bildung zur bürgerlichen Grundpflicht erhebt und fehlende Bildungsbemühungen wirksam und nachhaltig sanktioniert. Insgesamt müssen wir unsere Gesellschaft leistungsfähiger bekommen und zudem Scheinarbeit nur noch in ganz wenigen Ausnahmen akzeptieren und tolerieren.

Arbeit muss so teuer werden, dass man sich diese auch leisten können muss und auch möchte. Wer sich Arbeit nicht leisten kann oder möchte, der wird weiterhin und nun ganz offiziell vom Sozialsystem mitgetragen und findet entweder für sich eine gesellschaftlich relevante Aufgabe oder sucht sein Glück bei Drogen, in einer virtuellen Welt oder schaut einfach den ganzen Tag lang fern und Youtube-Videos — oder setzt sich wie unsere Vettern in Whirlpools.

Wenn es uns gelingt, unsere Wirtschaft und Gesellschaft möglichst effizient und profitabel zu halten, dann werden wir unser bestehendes Sozialsystem noch eine ganze Weile halten können.

Letztendlich aber wird unser Sozialsystem kollabieren, denn die vorab beschriebene Ungleichheit in der Welt wird sich ausgleichen müssen und dies auch tun — ob wir es wollen oder nicht!

Die einzige Chance wäre es, wenn es uns gelänge, den Rest der Welt peu à peu so weiterzuentwickeln, dass dieser sich unserem eigenen Niveau annähert — aber auch hierbei wäre die Annäherung eine gegenseitige!

Leider aber werden wir als Gesellschaft anders reagieren und weiterhin versuchen, Scheinwelten aufrecht zu halten und dies so lange wie irgend möglich.

Nachtrag 19.8.2023

Hier ein weiterer Gedankenanstoß von Twitter. Die „qualifizierte“ Arbeitskraft trägt nur noch den Müll hinaus.