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Marathon

Diesen Sonntag findet der inzwischen 50. New York Marathon statt. Und jedes Mal, wenn meine Kameraden aus New York zurückkamen und von ihrem wunderbaren Erlebnis berichteten, nahm ich mir vor, das nächste Jahr ebenfalls mitzulaufen.

Gut 30 Jahre später ist es mir immer noch nicht gelungen und jetzt, da ich wirklich keine vernünftige Ausrede mehr hätte, kann ich nicht mehr laufen — damit eigentlich die einzig echte.

Was lerne ich daraus? Man sollte Dinge nicht immer wieder vor sich herschieben, denn irgendwann ist es für alles zu spät. Meine immer noch gerne und gut laufenden Kameraden werden mir bestimmt vorschlagen, auf ein alternatives Transportmittel zurückzugreifen und mir bestimmt auch anbieten, mich dann auch die gesamte Strecke über zu begleiten.

Da ich wohl selbst dieses Angebot ausschlagen würde, muss ich es vielleicht doch akzeptieren, dass mir andere Dinge wichtiger sind als freiwillig 42,125 Kilometer durch eine Stadt zu joggen.

So bin ich gerade in New York sehr gerne zu Fuß und auch längere Strecken unterwegs, aber nicht wirklich unbedingt im Sportanzug und dazu noch in einem Pulk tausender Läufer.

So langt es mir in Erinnerungen meiner Kameraden zu schwelgen und den entsprechenden Beitrag in der New York Times zu lesen, und dies in der Gewissheit, dass ich sehr gerne und sehr oft meine Runde in Wäldern gezogen habe — meist alleine und in Gedanken verloren.

Fachkräftemangel

„Einmal mit Profis arbeiten.“ Diese Aussage dürfte in Deutschland künftig immer öfters zu hören sein. „Schon im vergangenen Jahr gingen viele Unternehmen davon aus, dass ihnen 2021 Fachkräfte fehlen werden.“ So eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Studie fährt fort: „Tatsächlich hat sich die Lage noch weiter verschärft, das zeigt unsere aktuelle Analyse. Fachkräftezuwanderung trägt dazu bei, das Problem zu mildern. Allerdings spielt sie für Unternehmen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.“

Damit ist eigentlich schon alles gesagt, außer vielleicht, dass es immer besser ist, selbst bei ausgewiesenen Fachkräften, die Ergebnisse nachzuprüfen, denn auch dort stellen sich immer häufiger grobe Fehler ein. Dies wird dann allerdings gerne mit einer permanenten Überlastung begründet und lässt sich damit wieder auf den Fachkräftemangel zurückführen.

Auch weniger erstaunlich ist, zumal wir uns mitten in einer Pandemie befinden, dass der Gesundheitssektor besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist. Und auch hier muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt legitim ist, sich die entsprechenden Fachkräfte von außerhalb zu holen und damit dort vor Ort einen Fachkräftemangel zu erzeugen?

Und dass eine interne Umschichtung von Fachkräften nicht die Leitungslösung ist, können wir derzeit im Vereinten Königreich erleben, wo Busfahrer jetzt verstärkt Lastkraftwagen fahren und damit der öffentliche Nahverkehr leidet. Wobei sich zudem die Frage stellt, ob es überhaupt noch möglich ist, die überzähligen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Berufe zu bekommen, die gesellschaftlich notwendig sind und zudem dringend von allen gebraucht werden.

Dies kann man nur mittel- bis langfristig lösen, indem man anfängt, den öffentlichen Dienst wieder auf das Notwendige zu reduzieren und zudem und ganz besonders die sehr bequemen „Orchideen-Abteilungen“ abschafft, die sich meist nur auf das bloße Sesselsitzen und in völlig überflüssigen Besprechungen herumhängen beschränken.

Denn der Fachkräftemangel ist in erster Linie eine generelle Fehlentwicklung der Arbeit bei uns und eine direkte Folge von falschen Versprechungen und zumindest antiquierten Ideologien.

Und selbst in den Betrieben und damit im privaten Sektor findet man sehr schnell viele Häuptlinge aber immer weniger Indianer. Und da eine Gesellschaft nicht nur aus Häuptlingen bestehen kann, es sei denn diese sind alle bereit, die Arbeit der Indianer mitzumachen, muss dringend ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden.

Erst dann gibt es zukünftig keinen Fachkräftemangel mehr!

Bäume

Eine sehr erfreuliche Aktion fand gestern statt. Jugendliche pflanzten unter Aufsicht vom Forstamt 2 000 Bäume am Schweinsberg. Noch besser ist, dass auch Eichen darunter waren und man dabei weniger auf Exoten setzte.

Den Schülern und Auszubildenden, die sich an dieser Aktion beteiligten, sei gedankt. Hoffentlich hat es vielen Spaß gemacht, so dass wir auf eine baldige Wiederholung hoffen können. Im Heilbronner Stadtwald gibt es immer wieder ausreichend Platz, um neue Bäume zu pflanzen.

Am besten wäre es aber, wenn unsere Förster den Bäumen erlauben würden, in Ehren alt zu werden und diese nicht allesamt bei erstbester Gelegenheit zu monetarisieren.


Geburtstag des Tages

Art Garfunkel

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock
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Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Entscheidungen

Unser gut besuchtes Europagrillen konnten die anwesenden Vorstandsmitglieder nicht nur zum Austausch mit den Mitgliedern nutzen, sondern auch, um für die Zukunft des Vereines neue Pflöcke einzuschlagen. Es wurde darüber viel diskutiert und so verlängerte sich das Grillen bis in die Nacht hinein.

Fußgänger

Als Fußgänger habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, dass ich den Porsches in der Fußgängerzone weichen muss oder sanft von einem Wohnmobil zur Seite geschoben werde, damit dieses einen guten Platz vor der Eisdiele erhält.

Und inzwischen bin ich auch Radfahrer gewöhnt, die von überall herkommen können und damit rechnen, dass Fußgänger beizeiten zur Seite springen. Da ich das Klingeln nicht hören kann, bin ich immer wieder froh darüber, wenn mich meine bessere Hälfte zur Seite zieht.

Bei den neu hinzugekommenen Verkehrsteilnehmern muss man hingegen als schwächster Verkehrsteilnehmer sehr vorsichtig sein, um nicht überrollt zu werden. Da ist es durchaus von Vorteil, wenn die Elektroboliden (als Fahrräder mit Elektromotor verniedlicht) oder E-Scooter mit Kindern um die Ecke kommen, da dadurch, bei einem möglichen Zusammenstoß, das Gesamtgewicht nicht automatisch zu fatalen Verletzungen führt.

Tageszeitungen

Heute morgen beim Frühstück das Thema, nämlich warum gestern die New York Times exaktere Informationen über das Hochwasser bei uns hatte als die meisten Tageszeitungen vor Ort.

Die New York Times ist eine der Tageszeitungen, denen man durchaus täglich mehr als 5 Minuten Aufmerksamkeit schenken kann. Der dafür notwendige Qualitätsjournalismus hat aber auch seinen Preis, und man muss sich schon fragen, wie sich heute überhaupt Tageszeitungen noch finanzieren können ohne, dass sie gleich zu gut kaschierten Werbeblättern werden.

Bei manchen Zeitungen bekommt man zudem den Eindruck, dass nur die ersten Seiten journalistische Inhalte aufweisen. Diese kommen meist von externen Providern und vielleicht werden sie noch etwas angepasst, um ein Lokalkolorit zu erhalten. Vor Ort bekannte Redakteure würzen das Ganze mit ihren Kommentaren, bevor der Rest in die Werbe- und Anzeigenabteilung geht.

Einige Zeitungen haben es dabei sogar geschafft, dass Myriaden von freiwilligen Helfern den jeweiligen Lokalteil füllen und dabei die Neugierde oder das eigene Ego der Leserschaft befriedigen.

Kaiserstraße | © Shutterstock
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Foto: Kaiserstraße | © Shutterstock

Spaziergang

Zur Entspannung nach der Europawoche, habe ich mir mal einen Spaziergang durch den Baumlehrpfad Friedrichsau gegönnt. Die Beschilderung und Beschriftung ist auch für andere Städte durchaus nachahmenswert, denn dann erkennt man einmal, mit was für Schätzen die eigene Stadt aufwarten kann.

Listenplätze

Seit Kurzem sind doch so einige Politiker ganz erstaunt, dass sie nicht mehr gewählt werden, oder gar darüber, dass nicht einmal ihre eigene Partei ihnen ein erneutes Mandat zutraut. Es wird wohl auch dafür Gründe geben.

Verbandsarbeit

Verbandsarbeit kann auch richtig nerven, ganz besonders wenn die üblichen „Pöstchensammler“ einmal aufwachen und ihren eigenen Senf dazugeben — dies geschieht interessanter Weise immer gerade vor Wahlen. Es ist schon erstaunlich, was für weltbewegende Ideen diese dann ins Spiel bringen, wie zum Beispiel: „schreiben wir einmal EUROPA-UNION ganz anders“, oder „finden wir für den Europatag einen anderen Namen“, oder gar „haben wir schon alle unsere Beschlüsse, Anschreiben und sonstige Werke richtig gegendert?“

Und wenn das noch nicht reicht, dann kommen die selbsternannten Berater ins Spiel, die ohne jemals einen Orts- oder Kreisverband geführt zu haben, die gesamte Verbandsarbeit umkrempeln wollen und die Mitglieder mit Workshops, Sit-ins und anderen gut gemeinten Aktionen auf Trapp halten; dabei könnte dieser Aktionismus, in einfache Kreisverbandsarbeit kanalisiert, tatsächlich dem Verband nützen — leider ist die Arbeit auf der lokalen Ebene gerade für diese Mitstreiter sehr verpönt, es muss unbedingt zumindest die Bundesebene sein.

Dabei lebt und stirbt ein föderaler Verband auf der lokalen Ebene, und wenn man nicht aufpasst, dann sitzen bald in Berlin und Brüssel nur noch die Vertreter von Zombie-Verbänden.

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