Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

17.7.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Entscheidungen

Unser gut besuchtes Europagrillen konnten die anwesenden Vorstandsmitglieder nicht nur zum Austausch mit den Mitgliedern nutzen, sondern auch, um für die Zukunft des Vereines neue Pflöcke einzuschlagen. Es wurde darüber viel diskutiert und so verlängerte sich das Grillen bis in die Nacht hinein.

Fußgänger

Als Fußgänger habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, dass ich den Porsches in der Fußgängerzone weichen muss oder sanft von einem Wohnmobil zur Seite geschoben werde, damit dieses einen guten Platz vor der Eisdiele erhält.

Und inzwischen bin ich auch Radfahrer gewöhnt, die von überall herkommen können und damit rechnen, dass Fußgänger beizeiten zur Seite springen. Da ich das Klingeln nicht hören kann, bin ich immer wieder froh darüber, wenn mich meine bessere Hälfte zur Seite zieht.

Bei den neu hinzugekommenen Verkehrsteilnehmern muss man hingegen als schwächster Verkehrsteilnehmer sehr vorsichtig sein, um nicht überrollt zu werden. Da ist es durchaus von Vorteil, wenn die Elektroboliden (als Fahrräder mit Elektromotor verniedlicht) oder E-Scooter mit Kindern um die Ecke kommen, da dadurch, bei einem möglichen Zusammenstoß, das Gesamtgewicht nicht automatisch zu fatalen Verletzungen führt.

Tageszeitungen

Heute morgen beim Frühstück das Thema, nämlich warum gestern die New York Times exaktere Informationen über das Hochwasser bei uns hatte als die meisten Tageszeitungen vor Ort.

Die New York Times ist eine der Tageszeitungen, denen man durchaus täglich mehr als 5 Minuten Aufmerksamkeit schenken kann. Der dafür notwendige Qualitätsjournalismus hat aber auch seinen Preis, und man muss sich schon fragen, wie sich heute überhaupt Tageszeitungen noch finanzieren können ohne, dass sie gleich zu gut kaschierten Werbeblättern werden.

Bei manchen Zeitungen bekommt man zudem den Eindruck, dass nur die ersten Seiten journalistische Inhalte aufweisen. Diese kommen meist von externen Providern und vielleicht werden sie noch etwas angepasst, um ein Lokalkolorit zu erhalten. Vor Ort bekannte Redakteure würzen das Ganze mit ihren Kommentaren, bevor der Rest in die Werbe- und Anzeigenabteilung geht.

Einige Zeitungen haben es dabei sogar geschafft, dass Myriaden von freiwilligen Helfern den jeweiligen Lokalteil füllen und dabei die Neugierde oder das eigene Ego der Leserschaft befriedigen.


Kaiserstraße | © Shutterstock

10.5.02021 5 (1)

Foto: Kaiserstraße | © Shutterstock

Spaziergang

Zur Entspannung nach der Europawoche habe ich mir mal einen Spaziergang durch den Baumlehrpfad Friedrichsau gegönnt. Die Beschilderung und Beschriftung ist auch für andere Städte durchaus nachahmenswert, denn dann erkennt man einmal, mit welchen Schätzen die eigene Stadt aufwarten kann.

Listenplätze

Seit Kurzem sind doch so einige Politiker ganz erstaunt, dass sie nicht mehr gewählt werden, oder gar darüber, dass nicht einmal ihre eigene Partei ihnen ein erneutes Mandat zutraut. Es wird wohl auch dafür Gründe geben.

Verbandsarbeit

Verbandsarbeit kann auch richtig nerven, ganz besonders wenn die üblichen „Pöstchensammler“ einmal aufwachen und ihren eigenen Senf dazugeben — dies geschieht interessanter Weise immer gerade vor Wahlen. Es ist schon erstaunlich, was für weltbewegende Ideen diese dann ins Spiel bringen, wie zum Beispiel: „schreiben wir einmal EUROPA-UNION ganz anders“ oder „finden wir für den Europatag einen anderen Namen“ oder gar „haben wir schon alle unsere Beschlüsse, Anschreiben und sonstige Werke richtig gegendert?“

Und wenn das noch nicht reicht, dann kommen die selbst ernannten Berater ins Spiel, die ohne jemals einen Orts- oder Kreisverband geführt zu haben, die gesamte Verbandsarbeit umkrempeln wollen und die Mitglieder mit Workshops, Sit-ins und anderen gut gemeinten Aktionen auf Trab halten; dabei könnte dieser Aktionismus in einfache Kreisverbandsarbeit kanalisiert, tatsächlich dem Verband nützen — leider ist die Arbeit auf der lokalen Ebene gerade für diese Mitstreiter sehr verpönt, es muss unbedingt zumindest die Bundesebene sein.

Dabei lebt und stirbt ein föderaler Verband auf der lokalen Ebene, und wenn man nicht aufpasst, dann sitzen bald in Berlin und Brüssel nur noch die Vertreter von Zombie-Verbänden.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

23.4.02021 5 (2)

Spaziergang

Bei bestem Wetter einen wunderbaren Spaziergang durch die Innenstadt und am Neckar entlang absolviert. Dabei fielen mir besonders die jüngst durch die Stadtverwaltung angelegten Steinwüsten ins Auge; zwei Beispielbilder sind hier auf Twitter [mit meinem Weggang im digitalen Nirvana verschwunden] zu finden. Man könnte fast glauben, dass der dafür Zuständige vor kurzem eine Kiesgrube geerbt hat.

Umweltschutz & Stadtfontäne

Sehr interessant war dann aber die Unterhaltung mit einem guten Bekannten, den wir zufällig in der Nähe unserer Stadtfontäne trafen. Wie immer war er bestens informiert und konnte uns die wahren Hintergründe für deren Inaktivität erläutern. Ich nutze das gleich, um meinen entsprechenden Blogbeitrag zu ergänzen.

Nachtrag

Am 4. Mai 2021 ist es dann auch anderen Bürgern aufgefallen, und die Stimme berichtet. Gemäß des Hofberichterstatters handelt es sich dabei nicht um Steine, Schotter oder Kies, sondern um „Bio-Dünger“, der nur kiesähnliche Strukturen aufweist und gut für Natur, Mensch, Umwelt und den städtischen Haushalt ist.

Das Wunder von Heilbronn geschieht dann, sobald ein naturbewusster Mitbürger den „Bio-Dünger“ mit bester Absicht mitnimmt, um seinen eigenen Garten aufzubessern. Dann ist es nämlich — oh Wunder — wieder Kies oder Schotter.

Ach ja, die Stadtfontäne plätschert wieder — es wird auch noch kein Wein in der Nähe ausgeschenkt.