Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

25.1.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

Baulückenkataster

Bei der Rückfahrt entdeckte ich dann, dass Heilbronn nun auch ein eigenes Baulückenkataster hat. Dieses Baulückenkataster soll dem im Baugesetzbuch verankerten Grundsatz, mit Grund und Boden sparsam und schonend umzugehen und insbesondere Maßnahmen zur Innenentwicklung, zur Wiedernutzbarmachung und Nachverdichtung von Flächen zu nutzen, dienen.

Das ist doch schon mal eine erfreuliche Nachricht, und wenn man dies mit einem nachhaltigen Infrastrukturkonzept verbinden kann, sicherlich auch ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Das Baulückenkataster kann jetzt jeder im Geodatenportal der Stadt Heilbronn einsehen. Und wenn nicht die Heilbronner, ob betroffen oder auch nicht massiv schriftlich widersprechen werden, dann könnte dieses Kataster sicherlich eine sehr gute Informationsquelle werden.

Manche von uns erinnern sich vielleicht noch an den Zirkus, den wir in Heilbronn veranstaltet haben, als Google sein Street View auch bei uns erstmals anbieten wollte.

Titisee

Heute konnte ich sehr gut das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Erst konnte ich meine Kuckucksuhr bei der Firma Hönes abgeben und erfuhr dabei, dass die Uhr in sechs bis acht Wochen wieder wie neu sei. Das ist doch eine ganz andere Hausnummer als beim zuvor angefragten Uhrenfachhandel, der von zwei bis drei Jahren „Reparaturdauer“ ausging.

Und da wir schon in der Nähe waren und die Sonne so schön schien, setzten wir uns für knapp zwei Stunden an den See — Sonnetanken und dies in völliger Ruhe, was möchte man an einem ansonsten nebligen Tag denn mehr?

© Bettina Kümmerle

Europäische Verfassung

Nachdem wir Europäischen Föderalisten schon Jahrzehnte lang eine europäische Verfassung fordern und auch fast einmal eine bekommen hätten (auch, wenn diese noch keinen Bundesstaat zum Ziel hatte), arbeiten erfreulicherweise ganz aktuell gleich mehrere „Parteien“ an einer solchen oder fordern diese zumindest immer vehementer.

So wird gerade von der Federal Alliance of European Federalists initiiert, eine europäische Bundesverfassung erarbeitet, und so konnte ich gestern bereits den 19. diesbezüglichen Fortschrittsreport einsehen.

Was mich dann aber doch ein wenig überrascht hat, ist die Nachricht, dass sich bereits am 21. Januar 2022 die Spinelli Gruppe nun auch ganz offiziell der Forderung von Unionsbürgern anschließt, die diese während der Konferenz zur Zukunft Europas erneut formuliert haben und nach einer europäischen Verfassung verlangt — wenn diese Gruppe ihrem Namen gerecht werden möchte, dann kann es sich hierbei ebenfalls nur um eine europäische Bundesverfassung handeln.

Es gibt bereits sehr unterschiedliche Verfassungsentwürfe, und so ist es besonders wichtig, dass ein größtmöglich legitimierter Verfassungskonvent eine nunmehr neue Verfassung für Europa schafft; diese sollte — nein, sie muss — eine bundesstaatliche Verfassung sein. Alles andere wäre viel zu kurz gesprungen und rettet unser Europa nicht.

Quartiersgarage

Der Neckarbogen soll nun doch eine Quartiersgarage erhalten, damit man das dortige Parkplatzproblem halbwegs in den Griff bekommt. Auch wenn ich die Idee von Quartiersgaragen für gut halte, vor allem dort, wo in älteren Stadtvierteln, wie z. B. in der Heilbronner Kernstadt kaum ausreichend Parkplätze für die Anwohner vorhanden sind, glaube ich, dass es gerade in Neubaugebieten besser, wenn nicht gar opportun wäre, von Anfang an für ausreichend Parkplätze zu sorgen. Dies hat man im Neckarbogen ganz bewusst nicht gemacht, wohl um die Baukosten für die Bauherren möglichst niedrig zu halten. Und jetzt wird mit Steuermitteln wieder einmal nachgebessert.

So wäre es doch eine gute Idee, wenn man schon in Heilbronn keine Markthalle möchte, dass man auch das Grundstück neben dem Rathaus mit einer ebensolchen Quartiersgarage bebaut. Zudem könnte man die Zehentgasse mit einer Quartierstiefgarage aufbessern; für solche Maßnahmen ist aber sicherlich kein Geld vorhanden. In der Kernstadt wohnen auch nur die ganz normalen Heilbronner — und noch kein Heilbronner Gemeinderat, zumindest 21 von ihnen, hatte an uns jemals wirklich ein Interesse; meine Erfahrung aus gut 50 Jahren.

Geburtstag des Tages

William Somerset Maugham


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

5.11.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Marathon

Diesen Sonntag findet der inzwischen 50. New York Marathon statt. Und jedes Mal, wenn meine Kameraden aus New York zurückkamen und von ihrem wunderbaren Erlebnis berichteten, nahm ich mir vor, das nächste Jahr ebenfalls mitzulaufen.

Gut 30 Jahre später ist es mir immer noch nicht gelungen und jetzt, da ich wirklich keine vernünftige Ausrede mehr hätte, kann ich nicht mehr laufen — damit eigentlich die einzig echte.

Was lerne ich daraus? Man sollte Dinge nicht immer wieder vor sich herschieben, denn irgendwann ist es für alles zu spät. Meine immer noch gerne und gut laufenden Kameraden werden mir bestimmt vorschlagen, auf ein alternatives Transportmittel zurückzugreifen und mir bestimmt auch anbieten, mich dann auch die gesamte Strecke über zu begleiten.

Da ich wohl selbst dieses Angebot ausschlagen würde, muss ich es vielleicht doch akzeptieren, dass mir andere Dinge wichtiger sind als freiwillig 42,125 Kilometer durch eine Stadt zu joggen.

So bin ich gerade in New York sehr gerne zu Fuß und auch längere Strecken unterwegs, aber nicht wirklich unbedingt im Sportanzug und dazu noch in einem Pulk tausender Läufer.

So langt es mir in Erinnerungen meiner Kameraden zu schwelgen und den entsprechenden Beitrag in der New York Times zu lesen, und dies in der Gewissheit, dass ich sehr gerne und sehr oft meine Runde in Wäldern gezogen habe — meist alleine und in Gedanken verloren.

Fachkräftemangel

„Einmal mit Profis arbeiten.“ Diese Aussage dürfte in Deutschland künftig immer öfters zu hören sein. „Schon im vergangenen Jahr gingen viele Unternehmen davon aus, dass ihnen 2021 Fachkräfte fehlen werden.“ So eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Studie fährt fort: „Tatsächlich hat sich die Lage noch weiter verschärft, das zeigt unsere aktuelle Analyse. Fachkräftezuwanderung trägt dazu bei, das Problem zu mildern. Allerdings spielt sie für Unternehmen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.“

Damit ist eigentlich schon alles gesagt, außer vielleicht, dass es immer besser ist, selbst bei ausgewiesenen Fachkräften, die Ergebnisse nachzuprüfen, denn auch dort stellen sich immer häufiger grobe Fehler ein. Dies wird dann allerdings gerne mit einer permanenten Überlastung begründet und lässt sich damit wieder auf den Fachkräftemangel zurückführen.

Auch weniger erstaunlich ist, zumal wir uns mitten in einer Pandemie befinden, dass der Gesundheitssektor besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist. Und auch hier muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt legitim ist, sich die entsprechenden Fachkräfte von außerhalb zu holen und damit dort vor Ort einen Fachkräftemangel zu erzeugen?

Und dass eine interne Umschichtung von Fachkräften nicht die Leitungslösung ist, können wir derzeit im Vereinten Königreich erleben, wo Busfahrer jetzt verstärkt Lastkraftwagen fahren und damit der öffentliche Nahverkehr leidet. Wobei sich zudem die Frage stellt, ob es überhaupt noch möglich ist, die überzähligen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Berufe zu bekommen, die gesellschaftlich notwendig sind und zudem dringend von allen gebraucht werden.

Dies kann man nur mittel- bis langfristig lösen, indem man anfängt, den öffentlichen Dienst wieder auf das Notwendige zu reduzieren und zudem und ganz besonders die sehr bequemen „Orchideen-Abteilungen“ abschafft, die sich meist nur auf das bloße Sesselsitzen und in völlig überflüssigen Besprechungen herumhängen beschränken.

Denn der Fachkräftemangel ist in erster Linie eine generelle Fehlentwicklung der Arbeit bei uns und eine direkte Folge von falschen Versprechungen und zumindest antiquierten Ideologien.

Und selbst in den Betrieben und damit im privaten Sektor findet man sehr schnell viele Häuptlinge aber immer weniger Indianer. Und da eine Gesellschaft nicht nur aus Häuptlingen bestehen kann, es sei denn diese sind alle bereit, die Arbeit der Indianer mitzumachen, muss dringend ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden.

Erst dann gibt es zukünftig keinen Fachkräftemangel mehr!

Bäume

Eine sehr erfreuliche Aktion fand gestern statt. Jugendliche pflanzten unter Aufsicht vom Forstamt 2 000 Bäume am Schweinsberg. Noch besser ist, dass auch Eichen darunter waren und man dabei weniger auf Exoten setzte.

Den Schülern und Auszubildenden, die sich an dieser Aktion beteiligten, sei gedankt. Hoffentlich hat es vielen Spaß gemacht, so dass wir auf eine baldige Wiederholung hoffen können. Im Heilbronner Stadtwald gibt es immer wieder ausreichend Platz, um neue Bäume zu pflanzen.

Am besten wäre es aber, wenn unsere Förster den Bäumen erlauben würden, in Ehren alt zu werden und diese nicht allesamt bei erstbester Gelegenheit zu monetarisieren.

Geburtstag des Tages

Art Garfunkel


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

27.9.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Spazieren

Gestern bin ich beim Spazieren noch so richtig naß geworden, heute war es dann schon viel entspannter. Dafür durfte ich erneut feststellen, dass dort, wo ich letzte Woche noch den Müll aufgeklaubt hatte, nun noch mehr Müll herumlag. Ich muss es wohl einfach akzeptieren, dass sich sehr viele meiner Mitbürger erst im Dreck so richtig wohlfühlen; deshalb habe ich den Müll jetzt einfach einmal liegen lassen.

Wählen

Der gestrige Wahlabend hat auch viel Befremdliches aufgezeigt, so sind zum Beispiel Berlin und Bremen nicht mehr in der Lage, um eine halbwegs geordnete Wahl sicherzustellen, wobei in Bremen offenbar bereits ganzen Personengruppen das Wählen erschwert bis gar verboten wird.

In Berlin können wir derweil noch von völliger Inkompetenz ausgehen, was auch ins Bild passt, da eine ganze Regierung der Bildung und dem Anstand den Kampf angesagt hat.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das Ganze zukünftig weiterentwickeln wird, da ja auch schon an anderen Orten falsche Wahlzettel auftauchen.

Berliner Runde

Wenn unsere Parteienvertreter sich vor der Wahl so zivilisiert und konzentriert mit- und untereinander auseinandergesetzt hätten, wie gestern Abend in der Berliner Runde, wäre es unserer Demokratie bestimmt sehr gut bekommen.

Für Heilbronn hat der Wahlausgang sogar etwas Gutes, denn wir schicken keine Totalitaristen mehr nach Berlin. Und ich hoffe sehr, dass das 2017 nur ein Ausrutscher war.

Mit den drei anderen Kandidaten können wir leben, wobei ich hoffe, dass diese nun einmal aus den Puschen kommen und sich auch nachweislich für Heilbronn einsetzen werden. Es wäre schade, wenn wir in vier Jahren wieder einmal hören müssen, warum es z. B. mit der Frankenbahn erneut nicht geklappt hat.

Denn dann können die Kandidaten die Verantwortung für den Wahlausgang nicht mehr auf andere schieben, sondern müssen sich auch einmal an die eigene Nase fassen.

Website des Tages

Bundestagswahl 2021

Hier finden Sie die Ergebnisse in den Ländern und den Wahlkreisen.