Steg am Neckar

4.10.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Steg am Neckar

Altweibersommer

Heute haben meine bessere Hälfte und ich das wunderbare Wetter dazu genutzt, um wieder einmal am Neckar entlangzuschlendern. Dieses Mal haben wir es bis zum Ende des neuen Stegs geschafft und beim Rückweg auch noch die BUGA-Brücke bestaunt. Wenn man sich diese Brücke etwas genauer anschaut, dann macht es doch Sinn, dass sie noch nicht fertig ist. Man hätte wahrscheinlich sogar noch die Kosten weiter reduzieren können, indem man den Baufirmen nicht soviel Druck macht, denn letztendlich benötigt man die Brücke doch nur, wenn später einmal die Schule und die umliegenden Wohnungen fertiggestellt sind. Während der entsprechenden Bauphasen wird der fertiggestellte Blitz den dortigen Bauarbeitern sicherlich nicht sehr viel weiterhelfen. So bleibt zu hoffen, dass unsere Blitz-Brücke nicht bereits wieder saniert werden muss, wenn dereinst die ersten Schüler diese nutzen möchten.

Auf dem Rückweg kamen wir dann noch an einer italienischen Eisdiele vorbei und nutzten die Gelegenheit, um den dortigen Espresso Affogato auszutesten. Ich fand, es war eine sehr interessante Komposition, und so werden wir wohl demnächst nochmals vorbeischauen, um einen weiteren Affogato zu genießen.

Erkenntnis

Man darf so manche Zeitgenossen nicht allzu sehr überfordern. Und so ist es ganz offensichtlich schon zu viel verlangt, wenn ich auf der Website der Freien Wähler als deren Vorsitzender schreibe und dann am Folgetag ein Rundschreiben der EUROPA-UNION herausgebe, deren Kreisvorsitzender ich bin.

Auf jeden Fall bekam ich heute eine Art von Beschwerde zugestellt, deren Inhalt auch für einen weniger auffassungsbegabten Mitbürger doch etwas zu wünschen übrig lässt. Auch steht zu befürchten, dass der Autor den einen Teil nur vom Hörensagen mitbekommen und den anderen wohl nicht so ganz verstanden hat. Mein erster Reflex war, diesen Mitbürger ein wenig zu erleuchten, dann aber obsiegte die Tatsache, dass ich diese Herkulesaufgabe ehrenamtlich zu bewältigen hätte, und so verzichtete ich darauf.

Jetzt trinke ich stattdessen eine gute Tasse Tee und freue mich darüber, dass es genügend Menschen gibt, mit denen man sich vernünftig unterhalten kann.

Schwimmen

Nachdem ich heute meine Bahnen gezogen hatte, schaute ich einer guten Bekannten noch ein wenig bei der Wassergymnastik zu. Diese macht das ganz gut und so freute ich mich darüber, dass mir durch das bloße Zuschauen der Muskelkater am kommenden Tag erspart bleibt.

Nachtrag (8.10.2022)

Die meisten meiner Leser haben sogleich und richtiger Weise auf Ute Baumann getippt. Ende der 1970er-Jahre versahen wir gemeinsam in der Neckarhalde und noch vor ein paar Jahren im Soleo unsere Dienste — ich fand, wir waren immer ein sehr gutes Gespann.


Berliner Wahlurne

29.9.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Berliner Wahlurne | © Shutterstock

Stadtbad

Unser heutiges Stadtbad steht neben dem Bollwerksturm und ist zurzeit wieder eine sehr gute Möglichkeit, um zu schwimmen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass man sowohl das Außenbecken als auch die Sauna vorübergehend geschlossen hat.

Meine bessere Hälfte und ich genießen es nun wieder, um in angenehmer Atmosphäre unsere Runden zu ziehen. Mich stört nur dabei, dass ich diese Runden nun nicht mehr in 1 000 Meter Einheiten messe, sondern jetzt eher opamäßig unterwegs bin; die mangelhaften Trainingsmöglichkeiten der letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.

Und so bin ich weiterhin und jetzt noch verstärkt der festen Überzeugung, dass unser Stadtbad wieder voll und ganz ein Sportbad werden sollte. Wer seine Drinks am Beckenrad genießen möchte oder seine Schwätzchen gerne im lauwarmen Wasser abhält, der kann doch ganz einfach die vielen Spaßbäder um Heilbronn herum aufsuchen.

Das Wegbleiben dieser eher spaßorientierten Klientel hat nun auch dazu geführt, dass die Umkleiden, Duschen und Toiletten seit Langem wieder in einem sehr guten Zustand sind. Und auch das Bäderpersonal ist richtig entspannt. Ergo, insgesamt eine runde Sache!

Berliner Wahl

Jetzt haben es die Richter am Berliner Verfassungsgericht in der Hand, um Wladimir Putin und anderen Diktatoren oder auch nur jenen Politikern, die zum Organisieren von Wahlen einfach nur zu blöd sind, zu zeigen, dass das Wahlrecht ein hohes Gut ist.

Damit würden sie auch ein deutlich sichtbares Zeichen für eine funktionierende Gewaltenteilung, die für jede echte Demokratie von existenzieller Bedeutung ist, setzen.

Bernhard Walker von der Heilbronner Stimme bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt:

„Sollten die Berliner Richter wie erwartet urteilen, gerät auch der Bundestag in Zugzwang. Dann kann er unmöglich dafür eintreten, dass die Bundestagswahl, die ebenfalls Opfer des Chaos’ war, bloß in einzelnen Stimmbezirken wiederholt wird. Kein Mensch glaubt ja, dass es nur bei den Landtags- und Kommunalwahlen Pannen gab, die eine Wahlwiederholung erzwingen – beim Votum für den Bundestag aber nicht.“ 

Bernhard Walker, Heilbronner Stimme (29.9.2022: 2)

Unsere Richter und Abgeordnete haben es nun in der Hand zu zeigen, dass wir Deutschen bessere Demokraten als die Putins und Orbans dieser Welt sind. Wenn man wie gestern aber auf den ostdeutschen Mob schaut, der wieder einmal durch die Straßen zog, dann können durchaus berechtigte Zweifel kommen.

Schleusendrama

Jahrzehntelang verschleppen sämtliche Regierungen den zeitgemäßen Ausbau unserer Infrastruktur und verschaffen zudem durch eine weitgehende Privatisierung derselben regelmäßig ihrem eigenen Klientel Milliardengewinne, die einzig und alleine auf Kosten unserer Infrastruktur erzielt werden.

Und so kommt es, ob Energieversorgung, Kommunikationswege, Straßennetz, Eisenbahn oder wie im heutigen Falle den Wasserstraßen, dass wir Steuerzahler letztendlich eine völlig abgewirtschaftete Infrastruktur sanieren werden müssen — wobei der einzige politische Streit sein wird, wer sich daran dann bereichern darf.

Das Ganze verläuft nach dem bewährten Berliner Modell: vom Steuerzahler gebaute Wohnungen werden an Miethaie verscherbelt, die diese dann völlig herunterwirtschaften. Danach kauft der Staat genau diese inzwischen kaputten Wohnungen wieder völlig überteuert zurück und saniert sie dann auf Steuerzahlerkosten. Und sobald diese gut vermietet und im besten Zustand sind, werden sie wieder an Miethaie verscherbelt.

Unsere Neckarschleusen (maximal 110 Meter lang) sind bald allesamt 100 Jahre alt und so kommt es, dass man diese nicht nur an die heutigen Bedürfnisse (Rheinschleusen mindestens 185 Meter lang) anpassen müsste, wobei die angestrebten 135 Meter bereits ein Kompromiss sein dürften, sondern inzwischen auch allesamt sanieren muss, um überhaupt noch einen Schiffsbetrieb auf dem Neckar sicherstellen zu können. Von den seit Jahrzehnten bekannten Umweltschutzauflagen (z. B. Fischtreppen) ganz zu schweigen!

Seit 1973 hat sich jede Regierung, ob Bund oder Land, um diese ureigene staatliche Aufgabe gedrückt und das Ganze so lange wie nur irgend möglich verschleppt. Wirklich auf den allerletzten Drücker hat man sich 2007 doch dazu entschlossen, die 27 Neckarstaustufen in Ordnung zu bringen, nur um das Ganze doch wieder weiter auszusitzen; frei nach Angela Merkels Motto: nach mir die Russen.

Und so können wir heute in der Heilbronner Stimme (29.9.2022: 1) lesen, dass der für Baden-Württemberg seit 2011 (!) verantwortliche Winfried Kretschmann nun alle Schuld von sich weist und die alleinige Schuld dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing (verantwortlich seit 2021) in die Schuhe schiebt. Wie wir alle wissen, hat dieser Verkehrsminister genau so ein Interesse an seinem Ministerium und dessen Aufgaben wie unser seit 2011 für die Schleusen verantwortliche Verkehrsminister aus Baden-Württemberg, Winfried Hermann.

Wenn wir weiterhin keine Verantwortung übernehmende Politiker finden, werden die Schleusen eine nach der anderen einfach nur zerbröseln — bleibt zu hoffen, dass es dabei keine Toten geben wird.


Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

17.12.02021 5 (2)

Bilder

Bekanntlich sagen Bilder oftmals mehr als Worte, und so fange ich inzwischen wieder damit an, meine Weblog-Beiträge erneut mit Fotos zu schmücken. Dabei achte ich nun besonders darauf, dass die Bilder bestmöglich zum entsprechenden Beitrag passen.

Und schon habe ich eine kleine Herausforderung mehr. Nämlich, welches Foto passt am besten zum Beitrag und wo finde ich ein solches?

Im Falle, dass Sie ein passendes Foto für einen Beitrag haben, gerne auch, wenn bereits eines vorhanden sein sollte, dann lassen Sie mich dies bitte wissen und ich gucke, ob ich Ihr Foto einbinden kann. Selbstverständlich wird das Foto mit einer Namensnennung (© Max Mustermann) versehen.

Farce

Ganz ohne die Mitarbeit oder das Zutun unserer demokratischen Parteien, gibt es inzwischen sogar eine Kandidatin für das Amt des Heilbronner Oberbürgermeisters.

Neben dem aktuellen OB, der wohl wieder antreten muss, um den Posten für einen bisher nur in den Hinterzimmern unseres „Stadtklüngels“ herumgereichten Kandidaten freizuhalten, hat schon vor etwas längerer Zeit ein Stadtrat seine Bewerbung eingereicht. Das Besondere dabei, dass dieser zur „Fraktion der Ewiggestrigen“ gehört, die gerne wieder an ihre Erfolge von 1933 anknüpfen möchten.

Die Dritte im Bunde ist nun wohl eine Migrantin aus der Russischen Föderation, die ganz offensichtlich erkannt hat, dass es sich als Heilbronner OB doch ganz gut leben lässt. Auf jeden Fall kann man ihr zugute halten, dass sie jenen Bürgern, die den aktuellen OB nie wählen werden, nun eine halbwegs gangbare Alternative gibt.

Die Bewerbungsfrist endet am 10. Januar 2022 um 18 Uhr; wobei jeder Bewerber mit seiner Bewerbung 150 Unterstützerunterschriften von Heilbronner Wahlberechtigten vorlegen muss. Noch besteht die Chance, dass sich weitere Kandidaten melden — vielleicht sogar welche, die man als Bürger mit gutem Gewissen auch wählen kann. Leider besteht aber in Heilbronn so schnell keine Chance, dass sich die Heilbronner Verantwortlichen unsere demokratischen Parteien auch als verantwortliche Demokraten verhalten.

Hinterzimmergemauschel und dies nur mit dem Ziel, sich selbst als Parteibonze in die möglichst beste Position zu manövrieren, ist so etwas von 1980er-Jahre, das können wir uns als Großstadt nicht wirklich noch viel länger leisten.

Rauchverbot

Immer mehr Menschen und auch Staaten kommen zu der Überzeugung, dass Rauchen nicht nur den Menschen, ob Raucher oder auch nur zufälliges Opfer, schadet, sondern auch der Umwelt und der Natur insgesamt sehr große Schäden zufügt. Ganz zu schweigen von den Milliardenkosten, die Raucher alleine bei uns in Deutschland verursachen. Die organisierten Drogendealer, alias Zigarettenhersteller, werden dabei vom Staat besonders gut und gerne geschützt und sogar von sämtlichen Haftungsansprüchen freigestellt — es ist wohl immer noch sehr von Vorteil, wenn man die richtigen „Entscheider“ schmiert.

So ist der „Smokefree Aotearoa 2025 Action Plan“ der neuseeländischen Regierung eine besonders begrüßenswerte Aktion und kann als mutiger Schritt in die richtige Richtung angesehen werden.

Leider sind wir bei uns in Heilbronn von solchen drastischen Schritten noch meilenweit entfernt. So konnte ich gestern wieder einmal selbst miterleben, wie in unserem Hallenbad, dem Soleo, im Becken und am Beckenrand geraucht wurde. Nach einigen Diskussionen haben sich die Raucher dann doch dazu durchgerungen und sind wieder in ihre Raucherecke zurückgekehrt.

Nach all den Jahren vergeblicher Mühen, um in unseren Hallenbädern einen Mindeststandard an Hygiene und Badekultur zu erreichen, bin ich inzwischen schon froh darüber, dass die Badenden nicht mehr mit der Bierflasche in der Hand im Sportbecken stehen.

Die jüngsten Entscheidungen in Neuseeland sollten auch den Verantwortlichen für unsere Hallenbäder zu denken geben und diese dazu motivieren, ein ausdrückliches Rauchverbot in den Hallenbädern zu erlassen.

Denn es gibt weiterhin keine plausible Erklärung dafür, dass man als Schwimmaufsicht, als Angestellter im Hallenbad oder gar als Badegast im Hallenbad rauchen können muss — und modern oder progressiv war diese Heilbronner Besonderheit auch noch nie!

Website des Tages

Bundesgesundheitsministerium über das Rauchen

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben in Deutschland über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Geburtstag des Tages

Sophus Lie