Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

17.12.02021 5 (2)

Bilder

Bekanntlich sagen Bilder oftmals mehr als Worte, und so fange ich inzwischen wieder damit an, meine Weblog-Beiträge erneut mit Fotos zu schmücken. Dabei achte ich nun besonders darauf, dass die Bilder bestmöglich zum entsprechenden Beitrag passen.

Und schon habe ich eine kleine Herausforderung mehr. Nämlich, welches Foto passt am besten zum Beitrag und wo finde ich ein solches?

Im Falle, dass Sie ein passendes Foto für einen Beitrag haben, gerne auch, wenn bereits eines vorhanden sein sollte, dann lassen Sie mich dies bitte wissen und ich gucke, ob ich Ihr Foto einbinden kann. Selbstverständlich wird das Foto mit einer Namensnennung (© Max Mustermann) versehen.

Farce

Ganz ohne die Mitarbeit oder das Zutun unserer demokratischen Parteien, gibt es inzwischen sogar eine Kandidatin für das Amt des Heilbronner Oberbürgermeisters.

Neben dem aktuellen OB, der wohl wieder antreten muss, um den Posten für einen bisher nur in den Hinterzimmern unseres „Stadtklüngels“ herumgereichten Kandidaten freizuhalten, hat schon vor etwas längerer Zeit ein Stadtrat seine Bewerbung eingereicht. Das Besondere dabei, dass dieser zur „Fraktion der Ewiggestrigen“ gehört, die gerne wieder an ihre Erfolge von 1933 anknüpfen möchten.

Die Dritte im Bunde ist nun wohl eine Migrantin aus der Russischen Föderation, die ganz offensichtlich erkannt hat, dass es sich als Heilbronner OB doch ganz gut leben lässt. Auf jeden Fall kann man ihr zugute halten, dass sie jenen Bürgern, die den aktuellen OB nie wählen werden, nun eine halbwegs gangbare Alternative gibt.

Die Bewerbungsfrist endet am 10. Januar 2022 um 18 Uhr; wobei jeder Bewerber mit seiner Bewerbung 150 Unterstützerunterschriften von Heilbronner Wahlberechtigten vorlegen muss. Noch besteht die Chance, dass sich weitere Kandidaten melden — vielleicht sogar welche, die man als Bürger mit gutem Gewissen auch wählen kann. Leider besteht aber in Heilbronn so schnell keine Chance, dass sich die Heilbronner Verantwortlichen unsere demokratischen Parteien auch als verantwortliche Demokraten verhalten.

Hinterzimmergemauschel und dies nur mit dem Ziel, sich selbst als Parteibonze in die möglichst beste Position zu manövrieren, ist so etwas von 1980er-Jahre, das können wir uns als Großstadt nicht wirklich noch viel länger leisten.

Rauchverbot

Immer mehr Menschen und auch Staaten kommen zu der Überzeugung, dass Rauchen nicht nur den Menschen, ob Raucher oder auch nur zufälliges Opfer, schadet, sondern auch der Umwelt und der Natur insgesamt sehr große Schäden zufügt. Ganz zu schweigen von den Milliardenkosten, die Raucher alleine bei uns in Deutschland verursachen. Die organisierten Drogendealer, alias Zigarettenhersteller, werden dabei vom Staat besonders gut und gerne geschützt und sogar von sämtlichen Haftungsansprüchen freigestellt — es ist wohl immer noch sehr von Vorteil, wenn man die richtigen „Entscheider“ schmiert.

So ist der „Smokefree Aotearoa 2025 Action Plan“ der neuseeländischen Regierung eine besonders begrüßenswerte Aktion und kann als mutiger Schritt in die richtige Richtung angesehen werden.

Leider sind wir bei uns in Heilbronn von solchen drastischen Schritten noch meilenweit entfernt. So konnte ich gestern wieder einmal selbst miterleben, wie in unserem Hallenbad, dem Soleo, im Becken und am Beckenrand geraucht wurde. Nach einigen Diskussionen haben sich die Raucher dann doch dazu durchgerungen und sind wieder in ihre Raucherecke zurückgekehrt.

Nach all den Jahren vergeblicher Mühen, um in unseren Hallenbädern einen Mindeststandard an Hygiene und Badekultur zu erreichen, bin ich inzwischen schon froh darüber, dass die Badenden nicht mehr mit der Bierflasche in der Hand im Sportbecken stehen.

Die jüngsten Entscheidungen in Neuseeland sollten auch den Verantwortlichen für unsere Hallenbäder zu denken geben und diese dazu motivieren, ein ausdrückliches Rauchverbot in den Hallenbädern zu erlassen.

Denn es gibt weiterhin keine plausible Erklärung dafür, dass man als Schwimmaufsicht, als Angestellter im Hallenbad oder gar als Badegast im Hallenbad rauchen können muss — und modern oder progressiv war diese Heilbronner Besonderheit auch noch nie!

Website des Tages

Bundesgesundheitsministerium über das Rauchen

„Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben in Deutschland über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.“

Geburtstag des Tages

Sophus Lie


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

23.9.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Wollhaus

Tanja Ochs von der Heilbronner Stimme hat es heute auf den Punkt gebracht. „Die Geschichte [des Wollhaus] ist offenbar noch lange nicht zu Ende, aber es bleibt zu hoffen, dass allen Beteiligten nicht nur am Gewinn gelegen ist, sondern auch an der Gestaltung der Innenstadt.“

Aber auch hier kann man dem Ganzen etwas Positives abgewinnen, denn so lange das Wollhaus und seine Umgebung eine Problemzone bleiben, hat die Gegend um den Berliner Platz herum eine gute Chance, um sich weiter zu entwickeln und zur neuen zentralen Anlaufstelle der Stadt zu werden.

Erkenntnis

Heute können wir in der Heilbronner Stimme lesen, dass ein ehemaliger grüner Angeordneter zumindest verpasste Chancen beklagt. Selbsterkenntnis ist bekanntlich er erste Weg zu Besserung. Leider kommt den meisten diese Erkenntnis erst, wenn sie selbst aus dem „Zirkus“ ausgestiegen sind.

Und diese Erkenntnis kann auch die Frage beantworten, warum immer mehr Bürger nicht nur mit den Parteien unzufrieden sind, sondern diese Unzufriedenheit auch immer öfters — inzwischen teilweise selbst handgreiflich — unseren Politikern zu vermitteln versuchen. Denn Politik und Medien malen — ganz zurecht — immer schrecklichere Zukunftsszenarien an die Wand — der Wissenschaft glaubt unsere bildungsfeindliche Gesellschaft schon lange nicht mehr.

Wobei inzwischen die meisten Bürger erkannt haben dürften, dass auch die kommenden Regierungen keine entsprechenden und absolut notwendigen Lösungen bieten werden, sondern schon lange selbst Teil des immer größer werdenden Problems sind.

Die Bürger, die in den Parteien etwas zu verändern versuchen, kommen erst gar nicht mehr zu Wort, da der „Versorgungsapparat“ der Parteien fürchtet, seine prekären Mitglieder nicht mehr unterbringen zu können — reiner Selbsterhalt.

Während die Bürger, die schreiben können, versuchen gegen diese Entwicklung anzuschreiben, und jene, die ihre Hilflosigkeit nicht schriftlich oder mündlich artikulieren können, letztendlich und ganz folgerichtig handgreiflich werden — de facto eine Notwehrreaktion.

Hallenbad

Da haben wir so ein schönes Hallenbad, zudem mit solch einem vielversprechenden Namen „Soleo“, und können es zumindest zurzeit meistens nur von außen bestaunen.

Dabei sollten Sportstätten doch jeden Tag geöffnet sein. Heute habe ich aber keine Lust, mir Gedanken darüber zu machen, warum das in Heilbronn gerade nicht funktioniert.

Geburtstag des Tages

John Coltrane


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

10.8.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Europastammtisch

Der digitale Europastammtisch hat sich inzwischen zu einer guten Informationsbörse entwickelt, die nicht nur aktuelle europäische, sondern auch lokale und Vereinsthemen behandelt. So kann sich jeder, der möchte, sehr schnell informieren. Und auch die Themen wechseln beständig. Heute ging es schwerpunktmäßig um Wein, wobei mir von jüngeren Teilnehmern erklärt wurde, dass der Lemberger eher etwas für die älteren Genießer sei; kann mir nur recht sein, dann bleibt mehr für mich übrig.

Stadtsiedlung

Es ist gut, dass wir eine Stadtsiedlung haben, und 4 000 Wohnungen sind schon eine beachtliche Anzahl. Dass dabei die Stadtsiedlung auch gerne Vorzeigeobjekte erstellt oder gewinnbringende Gebäude mit ins Portfolio nimmt, kann man ebenfalls verstehen.

Wenn man dann aber die Wohnungen, z. B. in der Sontheimer Landwehr, anschaut, bekommt man eine ganz andere Vorstellung von sozialem Wohnungsbau. Ich bin selbst Mieter und habe, beruflich bedingt, schon in den wundersamsten Gegenden und auch Wohnblöcken gewohnt, aber in diesen Stadtsiedlungshäusern möchte selbst ich niemals anmieten müssen.

Deshalb sollten die Stadtsiedlungsverantwortlichen einmal darüber nachdenken, wo die eigenen Schwerpunkte liegen. Ich zöge die Reparatur von kaputten Briefkästen, Türeingängen, Beleuchtungen, Wegen zu den Gebäuden, Abstellflächen etc. vor — ich wage mir schon gar nicht auszumalen, wie es in den entsprechenden Gebäuden selbst aussieht –, anstatt über weitere Prestigeprojekte für ganz besondere Mieter nachzudenken.

Wollhaus

Das Wollhaus hat für die Stadt Heilbronn eine strategische Bedeutung, denn eine kommende Bebauung oder bloße Sanierung wird das Stadtbild und die weitere Stadtentwicklung für Jahrzehnte mit prägen.

Deshalb sollte sich die Stadt den Zugriff auf dieses für die Stadt (z. B. altes Stadtbad) sehr prominente Areal unbedingt sichern. Danach kann man sich wirklich Zeit lassen, um am Südende der Kernstadt die Stadt so weiterzuentwickeln, wie es für eine Großstadt notwendig ist.

Darunter fiele ein zentraler Busbahnhof mit Straßenbahnanbindung sowie z. B. mit einer Großveranstaltungshalle. Auch sollte man dem Drängen Heilbronner Händler nicht zu schnell nachgeben, die keinen Bedarf für weitere Handelsflächen sehen. Hier muss man weiterhin flexibel bleiben und Investoren eine Chance geben, welche mit innovativen Konzepten nach Heilbronn streben oder als bereits renommierte Händler noch kein Standbein in Heilbronn haben.

Das Ganze nur wieder so einmal zuzubauen und dabei nur das scheinbar gerade Machbare anzustreben, ist schon beim Barthel-Areal falsch und wäre beim Wollhaus katastrophal.

Website des Tages

Stadtsiedlung Heilbronn

„Seit dem 26. April 1856 prägt die Stadtsiedlung das Gesicht von Heilbronn. Dass es damals ein Unternehmer war, der diese weitsichtige Idee zum Wohl seiner Fabrikarbeiter mit Verantwortungsbewusstsein und sozialem Augenmaß in die Tat umsetzte, war in Deutschland zu dieser Zeit einmalig.“

Geburtstag des Tages

Hans Müller