Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

18.2.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Münchner Sicherheitskonferenz

Über all die Jahrzehnte hinweg hat sich die Münchner Sicherheitskonferenz (18. bis 20.02.2022) nicht nur bewährt, sondern zu einem durchaus ernstzunehmenden internationalen Format entwickelt. Ganz der Politik geschuldet, kommt es dabei immer wieder vor, dass, von den Inhalten völlig unberührte, Politiker dieses Format für das eigene Schaulaufen nutzen und damit unser Land gerne auch international blamieren.

Der Höhepunkt ist nun aber erreicht, indem die Bundesregierung auch dieses Format für persönliche Befindlichkeiten ihrer Minister missbraucht. Damit hat diese Konferenz offensichtlich ihren Zenit überschritten, und die Fachwelt wird sich zukünftig andere Formate suchen müssen. Dass diese dann nicht mehr in Europa liegen werden, wird man ebenfalls verstehen können.

Neckarbummler

Auch mir ist bereits beim Spazieren ein Schiff aus Stuttgart aufgefallen und wir konnten uns bisher keinen Reim darauf machen. Dank der Heilbronner Stimme (18.02.2022: 29) wissen wir jetzt warum. Ein Veränderung steht nun auf dem Neckar ins Haus, die man mit einem lachenden als auch einem weinenden Augen betrachten kann.

Sollte es dem neuen Eigentümer der beiden Heilbronner Boote (Neckarbummler und Fee) gelingen, einen Schiffstourismus auf dem gesamten Neckar in Gang zu bringen, dann steigert dies die Attraktivität aller Neckaranrainer, und eine größere Flotte kann zudem auch für mehr Flexibilität beim Angebot sorgen.

Schade nur, dass die Hafenstadt Heilbronn nun von Stuttgart, das bekanntlich am Nesenbach liegt und diesen zum reinen Abwasserkanal umfunktionierte, als Zentrum der Neckarschifffahrt abgelöst wird. Ein Heilbronner Hafen, der einmal einer der größten Binnenhäfen Deutschlands war, ist zusammen mit seiner gesamten Infrastruktur (von der Hafenbahn bis zum Taxiboot) schon lange kein Thema bei den Heilbronner Verantwortlichen mehr. Ganz zu schweigen davon, dass man den Neckar für Hausboote öffnet — eigentlich ist unser Fluss nur noch eine Pinkelrinne für die Besucher der Neckarmeile, wobei man es nicht einmal mehr für nötig hält, das dort bereits vorhandene Wasserspiel in Betrieb und Schuss zu halten.

So wird wohl zukünftig die gesamte Neckarschifffahrt an Heilbronn vorbeirauschen. Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen, wie z. B. an die vielen Fahrten mit dem Neckarbummler, auf dem meine bessere Hälfte und ich auch unsere Hochzeit feierten.

Markthalle

So langsam kommt nach all den vertanen Jahrzehnten doch etwas Schwung in diese Angelegenheit. Sehr erfreulich dabei ist, dass sich nun alle Stadtratsfraktionen in der Heilbronner Stimme (18.02.2022: 27) unisono für eine Markthalle auf dem Reim-Areal aussprechen.

Nur wird leider weiterhin so lange nichts daraus, wie sich die Beteiligten nicht darauf einigen können, wer genau daran verdienen darf. Als gutes Beispiel kann die Weinbar am Neckar dienen, die auch erst dann realisiert wurde, als der „passende Nutznießer“ gefunden war. Der damalige Ideengeber Köksal Kilic (Charivari, Stadtfischer und Riverside) ging dabei leer aus (Heilbronner Stimme, 16.02.2022: 28).

Und sollte eine Markthalle tatsächlich in Heilbronn realisiert werden, was mich sehr freuen würde, dann haben wir dabei — nach heutigem Stand — nur Befürworter im Gemeinderat. Dies ist eine für Heilbronn einzigartige und durchaus erwähnenswerte Situation; man erinnere sich nur an das Stadttheater oder die Stadtbahn.

Und sollte uns Heilbronnern dieser Wurf gelingen, dann können wir sogleich das Thema einer Großveranstaltungshalle aufgreifen, die sehr gut als XXL Lösung auf das Wollhaus-Areal passen und der gesamten Heilbronner Innenstadt zu neuem Schwung verhelfen würde.

Geburtstag des Tages

Alessandro Volta


Maskerade

17.2.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Stadtbibliothek

Heute hatten wir eine sehr erfreuliche Besprechung mit Andreas Incze, einem Vertreter der Stadtbibliothek Heilbronn. So wird die EUROPA-UNION in Zusammenarbeit mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg und der Stadtbibliothek Heilbronn erstmalig eine Ausstellung der Plakate zum Europäischen Wettbewerb im Mai diesen Jahres realisieren.

Gezeigt werden dabei sämtliche Plakate, die in den letzten fast 70 Jahren für den Europäischen Wettbewerb Werbung machten. Dies wird eine einzigartige Ausstellung werden, die ich nicht nur jedem Kunstbegeisterten ans Herz lege, sondern für alle, am gesellschaftlichen Leben interessierte, Mitbürger von großem Interesse sein dürfte. Und ehemalige Teilnehmer am Europäischen Wettbewerb kommen dabei sicherlich so richtig ins Schwärmen.

Die Vernissage findet am Europatag des Europarats, am Donnerstag, 5. Mai 2022 um 16.00 Uhr in der Stadtbibliothek statt. Mehr möchte ich jetzt aber noch nicht verraten.

Antiquariatsmessen

Dass in Leipzig die Buchmesse ausfällt, wurde schon vielfach bekanntgegeben. Jetzt wurde zudem bekannt, dass auch die beiden Antiquariatsmessen, welche in Stuttgart (18. bis 22.02.2022) und Ludwigsburg (17. bis 19.02.2022) angesiedelt sind, ebenfalls nicht stattfinden werden.

Beide Antiquariatsmessen kann ich jedem nur empfehlen, da schon alleine das Stöbern eine interessante Sache ist. Und da es bei uns in Heilbronn meines Wissens kein nennenswertes Antiquariat gibt, waren die beiden Messen gleich um die Ecke eine sehr gute Gelegenheit, um diesen Mangel etwas zu kompensieren.

Das Stöbern alleine in den unzähligen Katalogen oder entsprechenden Websites kann zwar das gewünschte Buch zu Tage fördern, ersetzt aber keineswegs das eigentliche Stöbern durch die Bücher- und Heftberge — zumindest mir geht es so. Zudem fehlen einem dann auch die netten Gespräche mit Gleichgesinnten oder den Händlern vor Ort — vor Jahren dachte ich einmal daran, dies mit einer eigenen Web 2.0 Seite kompensieren zu können, scheiterte aber bereits in der Planungsphase.

Und so bleibt mir heute nur, auf die beiden Kataloge der Messen zu verweisen, die es dann doch gibt:

Botschäftle

Wie wir heute in der Heilbronner Stimme lesen können (17.02.2022: 3) misshandelt die Landesregierung nicht nur unsere Sprache und wirft unsere Steuergelder mit vollen Händen zum Fenster hinaus, sondern schafft für ihr eigenes Klientel langsam aber sicher sehr interessante Dienstposten; und dies inzwischen sehr gerne weltweit.

Konnte man noch verstehen, dass Baden-Württemberg in Brüssel eine eigene Landesvertretung (seit 1987) unterhält, vor allem dann, wenn man ein Anhänger des Regionalismuskonzeptes ist und davon ausgeht, dass die Nationalstaaten an Bedeutung weiter verlieren werden, so sind die nunmehr seit 2005 weltweit aus dem Boden sprießenden Landesvertretungen nicht mehr erklärbar. Selbst dann nicht, wenn man ein dirigistisches Wirtschaftsmodell vertritt und glaubt, dass Wirtschaftsbetriebe nur dann erfolgreich sein können, wenn Beamte diese zumindest bewerben und Politiker zudem in den Aufsichtsräten sitzen.

Hier finden Sie die weiteren Landesvertretungen: Nanjing (1986!), Curitiba (2005), Pune/Delhi (2017), Kawasaki (2018), San Franzisko (2018), Addis Abeba (2019), Kapstadt (2019), Tel Aviv (2020) und London — sogar mit eigener Taxiflotte — (2021).

Ganz folgerichtig sind weitere Landesvertetungen in Planung, die dann eröffnet werden, sobald unsere Autoindustrie den Anschluss an den Weltmarkt verliert: Copacabana, Hawai, Bermuda und Ibiza.

Empfehlung des Tages

Shakespeare and Company

Shakespeare and Company (37 rue de la Bûcherie, 75005 Paris)

Geburtstag des Tages

Ursula Schaffer


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

14.2.02022 5 (1)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Rien à déclarer

Manchmal muss es einfach ein schon etwas älterer Film sein, und so habe ich mir wieder einmal eine Komödie aus dem Jahr 2010 gegönnt, nämlich „Nichts zu verzollen“ von Dany Boon — reiner Zufall, dass es gerade zum Valentinstag sein musste.

Für mich ist das immer wieder ein Déjà-vu, da ich den Sachverhalt genau zu dieser Zeit, in der der Film spielt , selber miterleben durfte. Und ich kann bestätigen, dass Dany Boon diesen voll und ganz getroffen hat.

Der Film, egal ob auf Französisch oder auch auf Deutsch, ist jedem nur zu empfehlen. Benoît Poelvoorde spielt dabei den (damals) sehr typischen belgischen Zöllner Ruben Vandevoorde, der nicht nur in seiner Freizeit Grenzpfähle versetzt, sondern ein paar Jahre später 2015 als Gott im Film „Le tout nouveau Testament“ (Jaco Van Dormael) brillierte.

Aber zurück zu „Nichts zu verzollen“ — Sie müssen diesen Film einfach einmal anschauen, und ich wette, Sie werden ihn immer wieder einmal angucken wollen. Und wenn ich schon diese beiden Filme empfehle, dann muss ich gleich auch noch auf Dany Boons Film aus dem Jahr 2008 hinweisen, den Sie bestimmt kennen: „Bienvenue chez les Ch’tis“ — dieser muss allerdings auf Französisch angeguckt werden, damit er seine ganze Wirkung beim Zuschauer erzielen kann.

Markthalle

Sehr erfreulich ist, dass sich nunmehr auch die Heilbronner CDU einer sehr alten Forderung der Freien Wähler anschließt und eine Markthalle für Heilbronn fordert. Auch ich hatte bereits 2018 hier im Weblog eine Markthalle für Heilbronn angeregt — manche Mitbürger brauchen einfach immer etwas länger.

Zugegebener Maßen ist das heute in der Heilbronner Stimme (14.02.2022: 32) vorgestellte Konzept einer „eierlegenden Wollmichsau“ sehr innovativ und wenn es hilft, tatächlich eine Markthalle in Heilbronn zu realisieren, sehr begrüßenswert.

Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass eine Markthalle in Heilbronn ein Erfolg würde, dazu könnte man die Konzepte bereits vorhandener und erfolgreicher Markthallen, wie z. B. in Stuttgart und Frankfurt, einfach auch nur kopieren. Manchmal ist das Altbewährte und Einfache besser und auch günstiger zu realisieren als ganz neue und zudem sehr innovative Konzepte.

Campus Founders

Vielleicht war es doch ein wenig zu früh, um überall an die Stadtgrenzen das Schild „Universitätsstadt Heilbronn“ aufzustellen, denn ab spätestens 2024 gibt es zwei weitere Superlative, die man ganz gut vermarkten könnte. So kann man das zumindest heute in der Heilbronner Stimme (14.02.2022: 31) lesen, wo nunmehr die beiden Begriffe „Wissensstadt“ und „Start-up-City“ ins Spiel gebracht werden.

Auf jeden Fall aber bekommt Heilbronn ein sehr attraktives neues Gebäude spendiert, und das ist auf jeden Fall einen Weblog-Beitrag wert.

„Was die Campus Founders in Heilbronn vorhaben, ist für Laien nicht so leicht zu verstehen. Innovation, Biotop, Mindset – immer wieder müssen Begriffe erklärt werden, die jenen, die hier tagtäglich unterwegs sind, selbstverständlich über die Lippen kommen.“

Heilbronner Stimme (14.02.2022: 31)

So verweise ich heute einfach einmal auf die Lektüre des besagten Zeitungsartikels und freue mich schon darauf, dieses Gebäude selber einmal bestaunen zu dürfen.

Aufnahme des Tages

Bodensee bei Konstanz | © Konstantin Kümmerle
Konstanz, © Konstantin Kümmerle

Geburtstag des Tages

Max Horkheimer