Twitter-Logos

Twitter 5 (4)

Beitragsfoto: Twitter-Logos | © Pixabay

Seit 2006 gibt es den Mikrobloggingdienst Twitter, der von Jack DorseyBiz Stone und Evan Williams gegründet wurde und inzwischen weltweit monatlich von weit über 300 Millionen Nutzern, ob Mensch oder Bot, zum Austausch von Informationen verwendet wird. Damit hat dieses „soziale Medium“ zwar nicht die Reichweite wie z. B. Facebook mit ca. 2,5 Milliarden Mitgliedern, aber ist durch ein anderes Nutzerverhalten und die immer noch auf inzwischen 280 Zeichen begrenzten Nachrichten eine gute Wahl, um Neuigkeiten schnell zu transportieren.

Auch ich nutzte Twitter von Anfang an immer wieder einmal, habe mich aber im Januar 2021 dazu entschieden, sämtliche entsprechende Accounts endgültig zu löschen und nur noch mit einem einzigen neu an den Start zu gehen. Dieses Mal aber eher als Tool, um meine Internet-Suchen an einer Stelle zusammenzuführen und zusätzlich dann auch bestimmte Ergebnisse dort festzuhalten — sozusagen als persönliche Ablage für Hyperlinks und interessante Beiträge aus den verschiedensten Medien.

Zudem ist es auch eine gute Möglichkeit, um meine eigenen Weblog-Beiträge zu bewerben. Um aber hierbei viele zu erreichen, brauche ich dort doch einiges mehr an „Followern“.

„She heard the story of the end, / Each message, too, she heard; / And there was one for every friend; / For her alone — no word.“

Mary Hannay Foott, No Message (1885: erste vier Zeilen) 

Netzwerk

Netzwerken 4.9 (28)

Beitragsfoto: Netzwerk | © Pixabay

Dieser Beitrag ist wohl mein meist geänderter und bearbeiteter Beitrag dieses Weblogs überhaupt. Angefangen hat es damit, dass ich das World Wide Web als eine gute Möglichkeit angesehen habe, um neue Netzwerke zu kreieren und bestehende einfacher zu unterhalten.

So versuchte ich mich seit 2001 an den verschiedensten Portalen und Websites, wie zum Beispiel IIICS oder World citizenship, die ich noch heute mehr oder weniger und eher aus nostalgischen Gründen immer noch betreibe oder zumindest die Adresse beibehielt.

Andere, teilweise anfangs auch sehr erfolgreiche Versuche sind heute nur noch, wenn überhaupt über das Internet Archive zu finden.

Letztendlich sind und leben alle Netzwerke vom Engagement der handelnden Personen; damit ist es auch ganz normal, dass sich Netzwerke beständig verändern, immer wieder verschwinden und dafür neue entstehen, wobei die Qualität eines jeden Netzwerks ausschließlich an seiner Aktualität zu bewerten ist. Ganz plakativ ausgedrückt: auch das beste Telefonbuch aus dem 20. Jahrhundert erfüllt heute nicht mehr seinen Zweck.

Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch Facebook, Twitter und Co. sind nur temporäre Erscheinungen, deren heutige Bedeutung späteren Generationen wohl kaum noch zu vermitteln sein wird.

Und nach all meinen selbst gemachten Erfahrungen ist das eigene Telefonbuch, in dem die Telefonnummern von Menschen stehen, die man rund um die Uhr und egal von welchem Ort aus anrufen kann, das beste Netzwerk-Tool das es überhaupt gibt, außer selbstverständlich, man hat „seine“ Nummern alle im Kopf abgespeichert, auch das soll es noch geben.

Daraus schließe ich aber auch, dass jedes Netzwerken eine natürliche Grenze hat, die man höchstens durch sehr lebendige Netzwerkgemeinschaften etwas erweitern kann, aber auch nicht sehr weit.

Alle anderen Versuche und Bemühungen leben ausschließlich von der Sammelleidenschaft der Menschen. Auch ich war einmal „stolz“ darauf möglichst viele Facebook „Freunde“ angesammelt zu haben, die ich inzwischen aber wieder gegen Null reduzierte, oder gar auf viele Linkedin Partnerschaften, von denen ich wohl nie eine brauchen bzw. nutzen werde.

Und selbst der Nutzen von Netzwerken als bessere und günstige Verteiler- oder Werbegemeinschaften ist für den Normalgebrauch sehr fraglich, denn auch hier gilt: „It’s Crime and Sex That Sell News!“

„But you can’t make people listen. They have to come round in their own time, wondering what happened and why the world blew up under them. It can’t last.“

Ray Bradbury, Fahrenheit 451 (2012 [1953]: 146)