Weihnachtsbaum

12.1.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Weihnachtsbaum

Inkompetenz

Es gibt gute Gründe, warum Armin Laschet nicht Bundeskanzler ist. Heute durften wir wieder einmal einen solchen gezeigt bekommen. Mein Dank dafür geht an Stefan Pfeiffer. Er mag es mir verzeihen, ich muss dabei immer an die Feuerzangenbowle denken — so alt bin ich aber noch jung genug, um den Film eher in die Sparte Altherrenwitze einzuordnen.

Viel zu viele machen sich heute bereits Gedanken darüber, ob sich das Internet nicht schon wieder erübrigt hat. Währenddessen beginnen unsere Parteien damit, das Internet als Neuland zu verstehen. Damit dürfte so langsam aber sicher das Telefax ausgedient haben. Warum nun aber unsere Parteien X als die ultimative Social Media-Plattform hypen, entzieht sich auch meinem Verständnis. Zumindest muss man es ihnen anrechnen, dass sehr viele Politiker bereits wissen, dass es nicht mehr Twitter heißt.

Wahrscheinlich hatten unsere Volksvertreter einmal einen Praktikanten, der ihnen diesen Account einrichten konnte, und nun keinen mehr, der ihnen die aktuelleren Apps installieren kann.

Ganz schräg wird es aber, wenn nun manche über eine defensive Allianz der EU mit China zu spekulieren beginnen. Wahrscheinlich haben die Chinesen in den letzten Jahren nicht nur AfD-Abgeordnete bestochen.

Ich kann das auf alle Fälle nicht mehr alles lesen und beginne immer öfters Deep Space Nine zu bingen. Inzwischen finde ich sogar die Ferengi sympathisch, was zu meinen Studentenzeiten noch ein absolutes No Go war.

Weihnachtsbaum

Zwischen den Tagen gab es in meiner Timeline einen Wettbewerb darüber, wer den hässlichsten Weihnachtsbaum sein eigen nennt. Die entsprechende Community war sich nicht ganz sicher, ob Sebastian Schaffer oder ich als Gewinner hervorgehen.

Heute wurde ich auf einen weiteren Kandidaten aufmerksam und gebe sofort unumwunden zu, dass damit selbst ich nicht mithalten kann. Und ich habe schon viel gesehen, ganz nackige, welche, die einfach umgekehrt herum von der Decke hängen oder gar quer durch den Raum schweben.

Da solche Exemplare meines Wissens leider nicht im Internet geteilt werden, darf ich sie auch nicht zeigen. Meinen diesjährigen Favoriten habe ich nun aber doch abgelichtet und hier als Beitragsfoto geteilt.

Vermischtes

Meine erste Fahrt des Jahres mit dem meseno-Bus verlief trotz Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes recht angenehm. Unerfreulich waren dabei einige wettergewarnte Auto-, Bus- und Lkw-Fahrer, die mit gut geräumten Straßen völlig überfordert waren. Was mir zeigt, dass unsere Kfz dringend nicht nur elektrifiziert gehören, sondern vor allem auch selbst fahren können müssen!

Erfreulich, die ewige Baustelle war plötzlich verschwunden und so konnten wir nach weit mehr als einem Jahr die alte Strecke in Gänze fahren. Auch erfreulich, dass wir unterwegs tatsächlich etwas Schnee sehen konnten. Da ich meine schönsten Winter allesamt auf Truppenübungsplätzen und während Einsätzen genießen durfte, kann mich Schnee und Eis so schnell nicht mehr schrecken.

Als es in Ulm einmal ganz kurz mehr als zwei Zentimeter Schnee auf den Straßen gab, waren die Ulmer kurz davor, den Sturz der Bundesregierung zu fordern. Der damalige OB konnte sie aber wieder beruhigen: „Ja, es ist Winter und ja es hat ein bissle geschneit.“

Wir Heilbronner sind da anders, ab einem Zentimeter Schnee auf der Straße rufen wir nach dem Rettungsdienst und der Feuerwehr. Ab zwei Zentimeter lassen wir uns selbst nach Weinsberg einweisen.

Die Berliner hingegen sind noch anders gestrickt, denn die fordern sofort eine Verschärfung des Strafgesetzes, die Abschiebung von völlig Unbeteiligten und die Rückkehr des Führers. Alexander Dobrindt versucht derweil die Gemüter wieder einmal ein klein wenig zu beruhigen und schreibt Frau Holle sowie den Weihnachtsmann zur Fahndung aus; ganz nach seinem persönlichen Motto: der Zurückschläger.

Jetzt erhalte ich die Warnmeldungen auch noch auf meinem Laptop! — das hat bestimmt etwas mit der KI zu tun.

Dafür lassen wir dieses Jahr unseren Europa-Ball-Flyer von einem Profi gestalten. Ein paar bloggende Leser werden mich bestimmt darauf hinweisen wollen, dass man das heute mit KI macht. Kann man sicherlich, muss man aber nicht — zumindest noch nicht.

Last but not least habe ich meine OP nun abgesagt. Und schon fühle ich mich besser. Jetzt sollte ich einmal damit beginnen, mich ein klein wenig um meinen eigenen Körper zu kümmern — nur Raubbau geht einfach nicht mehr.


Have questions?

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Beitragsfoto: Have questions? | © Shutterstock

Kommentare

Detlef Stern hat so ganz nebenbei die Diskussion angestoßen, ob ein Blog über eine Kommentarfunktion verfügen müsse. Manche Blogger machen dabei aus dem Manko, keine eigene Kommentarfunktion zur Verfügung stellen zu können, was je nach dem genutzten System tatsächlich etwas schwierig sein kann, eine Ideologie. Auch ich habe mir bereits des öfteren überlegt, die Kommentarfunktion abzuschalten und dies bereits einmal ein paar Jahre hier im Blog durchgehalten, vor allem weil ich keine gute Lösung für die unzähligen Spammer und Trolle fand. Deswegen blieben letztendlich auch meine Foren auf der Strecke, weil dieses Problem dort zu einer echten Qual wurde. „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ (Friedrich Schiller, Wilhelm Tell) und im Internet sind wir sozusagen alle Nachbarn.

Manche Blogger reduzieren die Kommentarfunktion auf eine zur Verfügung gestellte E-Mail-Adresse (z. B. Fefe), andere verweisen darauf, dass man die Kommentare über die Social Media einreichen kann, während ich versuche, möglichst viele Kanäle anzubieten, über die man mein Blog kommentieren kann.

Das Fediverse bietet zudem die Möglichkeit, dass man das eigene Blog für Kommentare auf anderen Blogs nutzt, wobei es auch hierbei die unterschiedlichsten Lösungsmöglichkeiten gibt. Problem: man muss ein eigenes Blog haben.

Die entsprechende Idee von Dave Winer geht mir dann aber doch einen Schritt zu weit.

„The cool thing about blogs is that while they may be quiet, and it may be hard to find what you’re looking for, at least you can say what you think without being shouted down. This makes it possible for unpopular ideas to be expressed. And if you know history, the most important ideas often are the unpopular ones. … That’s what’s important about blogs, not that people can comment on your ideas.“ 

Für mich ist Leben weiterhin Kommunikation (–> Thema meiner kommenden Vorlesung) und selbst wenn ich mein Blog in erster Linie für mich selbst schreibe, muss es für Leser möglichst einfach sein, die jeweiligen Beiträge zu kommentieren. Wer das als Blogger nicht möchte, muss sein Blog nicht online und für alle lesbar stellen.

Was haben die besten Ideen überhaupt für einen Sinn, wenn sie niemand kennt, schätzt oder gar versucht umzusetzen?

Wochenstart

Gut, dass meine bessere Hälfte und ich ein gutes Team sind, denn so übernahm sie die erste Preisverleihung zum Europäischen Wettbewerb dieses Jahres, während ich ganz gemütlich den meseno-Bus durch den nördlichen Landkreis schaukelte. Manche Landwirte schaffen es mit ihren völlig überdimensionierten Traktoren, tatsächlich die zehn Stundenkilometer zu halten — ich lass das mal jetzt mit einem je kleiner, desto größer Vergleich.

Als meine bessere Hälfte mit den Preisverleihungen begann, waren dies noch Größenordnungen, die weiterer Hilfe bedurften. Inzwischen können wir auf gut 35 Jahre Preisverleihungen zurückblicken und manchmal bereits Schülern Preise verleihen, deren Eltern von uns schon solche bekamen. Leider aber kann ein ehrenamtlicher Wettbewerb, bei dem wirklich alle von den Teilnehmern über die Jury bis hin zu den Preisverleihern, rein ehrenamtlich oder freiwillig unterwegs sind, kaum noch mit der heutigen Zeit mithalten — O tempora, o mores! (Cicero)

Längst vergessen, als alleine in Heilbronn Hunderte Preisträger von stolzen Eltern begleitet ihren Preisen entgegenfieberten. Inzwischen bekommt mancher einzelne Schüler seinen Preis schon mit der Post.

Meine Fahrt mit dem Bus war erfolgreich, auch wenn manche Nahrungsmittel kaum ihre Abnehmer finden werden — bei uns sind selbst die Bettler sehr wählerisch.

Wasser

Das Beste aber ist das Wasser! (Pindar) In wenigen Jahren werden wir alle dies wieder so richtig zu schätzen wissen, spätestens dann, wenn wir den Bodensee ausgetrocknet haben, um u. a. die gesamte Welt mit Billigfleisch versorgen zu können. Noch lachen manche von uns über die Spanier, die ihr Land aufgrund des Profitstrebens einzelner zur Wüste machen. Wir ignorieren dabei gerne, dass wir keinen Deut besser sind, und verschwenden unsere letzten Wasserreserven auf Teufel komm raus — nicht, dass wenn wir dereinst tot sind, auch nur ein einziger Tropfen Wasser übrig ist!

Der deutsche Wetterdienst meldete jüngst, dass es deutschlandweit seit 1931 noch nie so trocken war wie 2025 von Anfang Februar bis Mitte April. Der März 2025 ist mit einem Deutschlandmittel von nur 21 % des Niederschlages im Vergleich zu 1991 – 2020, der sechsttrockenste März seit 1881. Vor allem im Norden gibt es größere Gebiete, in denen nur wenige Liter pro Quadratmeter gefallen sind.

Zwar bemüht man sich, die Wasserkreislaufführung in der Industrie zu verbessern, eine Reduzierung von Kühlwasser für Kraftwerke zu erreichen und Einsparungen bei der öffentlichen Wasserversorgung vorzunehmen, dennoch lässt unsere Bewässerungswirtschaft noch zu wünschen übrig. Und auch die Wasserwiederverwendung steckt bei uns in den Kinderschuhen. Hinzu kommen dann noch eine marode Wasserinfrastruktur, was insgesamt zu einem Investitionsbedarf führt, den wir in den kommenden Jahrzehnten kaum stemmen werden können.

Hier könnten wir Bürger von uns aus tätig werden und unsere private Wassernutzung, welche mit mehr als 120 Litern / Person / Tag (!) seit ein paar Jahren wieder beständig ansteigt, regulieren. Muss man wirklich mehrmals am Tag duschen oder sein Auto einmal in der Woche waschen?

Wir alle kennen auch dieses Problem schon etwas länger. Dass dennoch unsere private Wassernutzung kontinuierlich ansteigt, führt mich an den Anfang dieses Teilbeitrages zurück.

Nachtrag

Ein Student hat einen Fischteich zu seinem Projekt gemacht. Kann man machen. Übung macht den Meister. Obiges Bild hilft vielleicht ein klein wenig.


Social Media

Social Media 3.9 (10)

Beitragsfoto: Social Media | © Shutterstock

Jetzt, da ich trotz meiner Aversion für Social Media doch wieder mit gleich vier unterwegs bin, könnte ich mir durchaus einmal überlegen, was ich mit diesen eigentlich anfangen möchte?

Seit 2011, nachdem ich meine eigenen Bemühungen um eine Video-Website eingestellt hatte, habe ich einen Account bei YouTube. Mit dem Twitter-Ende habe ich mich nach Alternativen umgeschaut, noch bevor ich überhaupt wusste, wozu letztendlich Twitter ein Gewinn ist, und mich um einen Bluesky-Account bemüht. Diesen erhielt ich dann auch im September 2023. Kurz darauf wurde ich auf Daft aufmerksam und konnte mich dort im Januar 2024 noch kostenfrei registrieren. Last but not least bin ich seit diesem März wieder einmal auf Mastodon unterwegs, dieses Mal nur, um zu gucken, wie meine Blog-Beiträge dort durch das Tool ActivityPub (Stichwort: Fediverse) geteilt werden.

Bluesky

Aktuell folge ich dort 110 Accounts und habe selbst 61 Follower. Damit habe ich aber bereits eine zumindest für mich sinnvolle Größe überschritten, um mit den jeweiligen Accounts selbst interagieren zu können.

Und so nutze ich diesen Account ähnlich wie vormals Twitter auch eher dazu, um für meine eigenen Blog-Beiträge etwas mehr Reichweite generieren zu können. Damit dies allerdings auch nur halbwegs funktionieren kann, werde ich sicherlich ein paar Hundert Follower benötigen.

Und da dies erfahrungsgemäß wenig wahrscheinlich ist, gucke ich dort nur ab und zu vorbei und lasse mich dabei überraschen, was sich ganz aktuell und rein zufällig in meiner Timeline befindet. Manchmal triggert dies mich tatsächlich, um eigene Blog-Beiträge zu schreiben. Und manchmal antworte ich gar auf einzelne Posts, was ich dann meist sofort wieder bereue.

Und so werde ich nun einmal spaßeshalber versuchen, wie viele Follower ich letztendlich erzielen kann — zu meinen besten Zeiten hatte ich auf LinkedIn und Facebook jeweils über 1 000 Follower; aber auch damit konnte ich nicht wirklich etwas Sinnvolles anfangen.

Seit Six Degrees (of Separation) hat sich zumindest für mich noch keine wirklich sinnvolle Verwendung für Social Media herauskristallisiert — meine ursprünglichen Hoffnungen auf ein solides Informations- und Netzwerk-Tool wurden nicht erfüllt.

Daft

Da Daft ein Anti-Social Netzwerk für Minimalisten ist, können mir dort nur jene Menschen folgen, die rein zufällig meinen Account hier im Weblog gefunden haben. Und im Falle, dass jemand mit diesen Account interagieren möchte, müsste man mir schon eine entsprechende E-Mail schreiben.

Bisher habe ich selber noch keinen Daft-Account gefunden, dem ich per RSS-Feed folgen könnte. Spannender Weise aber hat Detlef Stern meinen Daft-Account in seiner eigenen Blogroll — sehr viel Strom wird dies auf alle Fälle nicht kosten.

Man kann aber auch einzelne Posts teilen, wobei ich jetzt nicht wirklich wüsste, warum überhaupt. Und so habe ich dieses Social Media als bisher erstes und einziges Medium nicht wieder gelöscht, sondern nur stillgelegt.

Vielleicht findet sich ein Leser, der mir eine sinnvolle Verwendung für dieses „anti-soziale“ Medium vorschlagen kann.

Mastodon

Da mein aktueller Account der jüngste hier in der Sammlung ist, habe ich bisher nur sechs Follower, wobei ich selber bereits 67 Accounts folge.

Und dies könnte tatsächlich einmal eine Gelegenheit sein, um zu gucken wie sich eine reduzierte Community (Mastodon) im Gegensatz zu einer stetig wachsenden (Bluesky) verhält.

Und da meine Blog-Beiträge automatisch ins Fediverse gelangen, da mein Blog über einen separaten Mastodon-Account verfügt, besteht meinerseits auch keine Notwendigkeit um diese hier ebenfalls zu teilen.

Was mich ein wenig an eine bestimmte Twitter-Periode von mir erinnert, wobei ich Twitter nur nutzte, um mit zwei oder drei anderen palavern zu können. Inzwischen erledige ich dies in einem einzigen Fall nun mit Delta Chat, was dieses Tool damit nicht wirklich zu einem Social Medium macht.

YouTube

Und zum guten Schluss mein nunmehr ältestes Soziale Medium, wahrscheinlich aber auch nur, weil ich dort gleich ein paar Tage später die Chat-Funktionen abgeschaltet hatte. Auch nutze ich die dort weiterhin vorhandenen Kommentarfunktionen so gut wie nicht.

Eigentlich dient es nur noch als eine sehr bequeme Ergänzung für mein Weblog. „Früher“ nutzte ich meinen Account mit dazu, um für die EUROPA-UNION Video-Beiträge zu teilen. Dies hat sich mit dem Ende des Treffpunkts Europa aber von alleine erledigt.

Erstaunlicher Weise habe ich dort aber weiterhin 20 Follower. Dafür mache ich aber auch für vier andere YouTuber etwas Werbung.

Mein Fazit

Nach all den Jahren wäre es wirklich an der Zeit, für den Fall, dass ich mich nicht gleich ganz von den Social Media verabschiede, diese so zu ordnen und zu verwenden, dass deren Nutzung für mich nicht nur eine ganz nette Nebenbeschäftigung ist, vor allem aber nicht auch noch zu einer völligen Zeitverschwendung wird, sondern so etwas wie ein kleiner Nutzen entstehen kann.

Zumindest habe ich nun erneut einmal meine entsprechenden Gedankengänge reformuliert und werde sicherlich noch etwas weiter darüber nachdenken.

Vielleicht führt dieser Blog-Beitrag aber auch dazu, dass ich weitere Tipps und Hilfestellungen erhalte?

Fediverse Reactions