Monitoranzeige

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Beitragsfoto: Monitoranzeige | © Lorenzo Cafaro auf Pixabay

Seit Dezember 2022 habe ich unabhängig vom Schockwellenreiter wieder einmal einen Zugriffszähler auf meinem Weblog installiert. Und wie Jörg Kantel hoffe ich, dass auch mein Zähler völlig datenschutzkonform ist; zumindest haben weder meine diesbezüglichen Kontrollseiten noch mein Cookie-Manager bisher Anderes behauptet. Wichtiger noch, ich bekam auch keinen entsprechenden freundlichen Hinweis von Detlef Stern.

Selbstverständlich könnte man die Zugriffe auf die eigenen Seiten mit einer entsprechenden Software genauestens festhalten und auswerten, aber mir ist dies zum einen viel zu aufwendig und zum zweiten ist zumindest für mich der Mehrwert dabei nicht erkennbar. Hinzu kommt noch, dass sich der eine oder andere Leser dabei bestimmt „überwacht“ vorkommen würde. Deshalb habe ich mich für den Post View Counter von Digital Factory entschieden, der für mich das macht, was er soll, nämlich, er gibt meinen Lesern und mir einen ungefähren Überblick darüber, wie oft meine Beiträge und Seiten aufgerufen wurden.

In den Einstellungen der Software kann ich zudem einstellen, dass Bots grundsätzlich nicht mitgezählt werden sollen und, wenn dies überhaupt möglich ist, jeder Leser am Tag nur einmal gezählt werden darf.

Heute habe ich mir einmal, motiviert von Jörg Kantel, meine Zugriffszahlen vom Februar 2023 angeschaut. Insgesamt sollen gut 17 000 Besucher auf meine Seiten geguckt haben, wobei interessanter Weise und für mich nicht ganz nachvollziehbar die Foren (gut 7 000 Zugriffe) weiterhin auf dem ersten Platz stehen. Der im Februar am meisten gelesene Blog-Beitrag (400 Zugriffe) stammt übrigens nicht von mir selbst, sondern von Jean Marsia und handelt vom Ukrainekrieg. Dieser Beitrag wurde im Oktober 2022 verfasst und hat insgesamt bereits über 1 300 Leser gefunden.

Jörg Kantels Fazit für den Monat Februar ist „Meckern schlägt technische Information.“ Bei mir war es im Februar 2023 gerade andersherum, Blog-Beiträge zum Thema Ukrainekrieg und USA besetzen die Hitliste und einzig ein völliger Außenseiterbeitrag aus dem Jahr 2010 über Caspar David Friedrich (gut 180 Zugriffe) hält sich dort noch ganz wacker.

Im Februar 2023 konnten meine eigenen Mecker-Beiträge, die sonst für gute Zugriffszahlen sorgen, kaum zum Blog-Erfolg beitragen. Ich könnte mir jetzt die Frage stellen, ob ich im Februar viel zu zart mit meinen Zeitgenossen umgegangen bin?

„Das Humane haftet an der Nachahmung: ein Mensch wird zum Menschen überhaupt erst, indem er andere Menschen imitiert.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 176)

Barrikade in Kiev 2014

21.9.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Barrikade in Kiev 2014 | © Shutterstock

Heilbronner Stimme

Ein kleiner Kompromiss, der mir heute von der zuständigen Redakteurin angeboten wurde, ändert zwar nichts am Grundproblem, hat aber gereicht, damit ich nicht bereits heute auf die Barrikaden steige — ich wäre wohl dort auch ziemlich alleine geblieben. Und da es auch nur um gesamtgesellschaftliche Probleme geht und ich zudem selbst nicht der unmittelbar Leidtragende bin, hätte es wieder etwas von einem Michael Kohlhaas gehabt.

Da aber weder Novellen von Heinrich von Kleist zum Heilbronner Kulturgut — egal was der von mir sehr geschätzte Dr. Anton Knittel auch sagen mag — gehören, noch bei uns sehr viel Empathie für die vermeintlichen Probleme anderer vorliegt, mache ich dies nun zum Thema einer kommenden Vorstandssitzung und lasse andere darüber entscheiden, ob man sich dieses Grundproblems annehmen möchte oder dieses einfach weiterhin nur aussitzt und — wie meist bei uns — darauf hofft, dass es letztendlich nicht ganz so schlimm werden wird.

Und das sind die wahren Gründe, warum es Hitlers, Putins, Maos und andere abscheuliche Gestalten bei uns so einfach haben.

Wobei es auch immer offensichtlicher wird, dass gerade jene Institutionen, wie Bildungseinrichtungen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die extra dazu geschaffen wurden, dass wir Menschen besser miteinander umzugehen und die Vorzüge einer offenen Gesellschaft verstehen und lieben lernen, sich nunmehr zunehmend darauf beschränken, die Vorzüge von Monarchien und Oligarchen zu preisen sowie stundenlange Hofberichterstattungen von sämtlichen Königshäusern und Milliardärsfamilien dieser Welt auszustrahlen.

So bin ich darüber erfreut, dass man z. B. die Basketball-Europameisterschaft auf privaten Kanälen mitverfolgen konnte und man im Internet immer mehr nichtstaatliche Plattformen findet, auf denen noch der öffentliche Diskurs geführt werden kann.

Besser wäre es natürlich, wenn unser Staat seine eigenen Institutionen dafür fit machen würde, anstatt diese nur dazu zu verwenden, damit Höflinge ihr Auskommen finden. Noch besser wäre es, wenn private Unternehmungen sich nicht nur dem schnöden Mammon unterwerfen würden und damit nur als bloße Meinungsmacher des Geldadels fungieren, sondern sich wieder verstärkt ihren bürgerlichen Ursprüngen und Werten erinnern.

Zettelkasten

Dank der großartigen Unterstützung von Detlef Stern entwickelt sich mein Zettelkasten richtig prächtig. Wie gesagt, manche meiner dortigen Zettel stelle ich der Öffentlichkeit zur Verfügung; diese können nun auch via RSS feed abonniert werden, wobei die letzten fünf dieser Zettel zudem auf meinem Weblog angezeigt werden.

Weniger gut sieht es gerade bei dem Layout meines Weblogs aus. Eigentlich finde ich mein Hintergrundbild sehr gelungen, aber je mehr ich es in den Vordergrund rücke, umso weniger gut sind meine Beiträge lesbar. Dies hat mir heute ein Leser bestätigt und mir empfohlen doch wieder etwas „schwarz-weißer“ zu werden. Und dabei wollte ich doch gerade durch das neue Bunt meines Weblogs auch mit diesem Layout Zeichen setzen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob ich demnächst einen Kompromiss finden werde. Auf jeden Fall aber kann ich jetzt jede künftige Layout-Änderung ganz einfach auch auf meinen Zettelkasten übertragen; wenn ich mich dann noch daran erinnere, was mir Detlef Stern gestern erklärt hat.

Eigentlich bräuchte ich neben meinem Blog und dem Zettelkasten noch ein entsprechendes Logbuch, um solche Dinge für mich festzuhalten — beruflich hatte ich das und es hatte sich auch stets bewährt.

„Unlimited power in the hands of limited people always leads to cruelty.“

Aleksandr Solzhenitsyn, The Gulag Archipelago 1918 -1956 (2003: 285)

Blogger

12.8.02022 5 (3)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Tanzen

Wie ich gerade feststelle, hat es meine bessere Hälfte tatsächlich geschafft, uns gleich mehrmals in dieser Woche für Tanzstunden anzumelden. Und so darf ich heute Abend bereits zum zweiten Mal in dieser Woche das Tanzbein schwingen.

Im Falle, dass wir morgen Abend bei der Rückfahrt aus Straßburg nicht in einen Stau geraten, hat sie ebenfalls vorgesorgt und dann geht es direkt vom Bus aus in die Tanzschule.

Blog-Sterben

Zurzeit lese ich wieder häufiger davon, dass Blogger glauben, verstärkt ein vermeintliches Blog-Sterben beobachten zu können. Das mit den Weblogs ist dabei doch genauso wie mit den Bloggern, die älteren sterben weg und dafür kommen immer wieder jüngere nach. Zudem glaube ich nicht, dass jemand überhaupt einen Überblick über die Menge an Blogs hat — geschweige denn haben kann — und so sind die beklagten Beobachtungen meist nur Ausschnitte aus dem eigenen Umfeld; auch ich habe über die Jahre hinweg den Wegfall von doch so einigen Blogs bedauert, jene, die mir damals selbst ans Herz gewachsen waren. Dafür kommen aber auch immer wieder ganz neue Weblogs hinzu, die entweder gerade erst von mir entdeckt oder auch ganz neu von einem Blogger aus der Taufe gehoben wurden.

Man stelle sich nur einmal vor, kein Blog würde jemals wieder verschwinden, aber dafür weiterhin beständig neue hinzukommen! Deshalb ist das Blog-Sterben nicht nur eine ganz natürliche Erscheinung, sondern auch eine zwingende Notwendigkeit. Und ich bin zudem fest davon überzeugt, dass auch Blogs das Recht auf ein Vergessenwerden haben und sehe deshalb auch Backups immer noch mit sehr gemischten Gefühlen, vor allem dann, wenn jemand das gesamte Internet abspeichern möchte.

Schon alleine die eigene Blogroll ist eine kleine Herausforderung; ich bin dabei nicht der einzige Blogger, der diese Aufgabe inzwischen sehr gerne an einen RSS-Reader übergeben hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Reader automatisch darauf hinweist, wenn ein Blog nicht mehr existiert. Und damit werden zumindest die „toten Blogrolls“ immer weniger.

Aber ohne jede Frage, das Bloggen an sich ist schon eine mühselige und zeitraubende Beschäftigung, die für die große Masse der Blogger wohl eher der eigenen Reflexion dient. Matthias Lausmann schreibt dazu in seinem Blog:

„Bloggen ist zeitraubend. Aber es entspannt mich ungemein. Es hilft mir beim Ordnen der Gedanken, bringt mich am Ende eines langen Tages runter. Und mit etwas Glück kommt ein Artikel raus, den ich und andere gut finden.“

Herr Mess, Vom alten Schlag, 10. August 2022

Wenn jemand schnell eine Öffentlichkeit haben möchte, dann nutzt er eher die Sozialen Medien und dort ganz besonders die Microblog-Dienste. Und damit trennt sich auch beim Bloggen die Spreu vom Weizen, nämlich in jene Blogger, die sehr schnell das Bloggen wieder bleiben lassen oder gänzlich zu den Microblog-Diensten wechseln und jenen, die über Jahre hinweg kontinuierlich an ihrem Weblog schreiben, dabei manchmal etwas mehr und manchmal auch etwas weniger.

Wer allerdings für die „Ewigkeit“ schreiben möchte, dem empfehle ich weiterhin das klassische Buchformat.

Rucksack

Nachdem ich so langsam aber sicher mein Weblog und, dank der sehr professionellen Unterstützung von Detlef Stern, auch meinen Zettelkasten in den Griff bekomme, komme ich nicht umhin, mit dem Aufräumen meines Büros fortzufahren. Und schon habe ich dabei ein weiteres Projekt für mich entdeckt, denn ich habe dort meinen alten Rucksack gefunden, der einst und dies über Jahre hinweg meine Mobilität sichergestellt hatte.

Noch vor Jahren war dieser Rucksack ein sehr gutes Hilfsmittel, um von überall aus die eigene Arbeitsfähigkeit gewährleisten zu können. Jetzt, wo ich diesen in einer Ecke liegend sehe, überlege ich mir, mit was ich ihn heutzutage bestücken müsste, um für alle, für mich heute noch in Frage kommenden, Fälle gewappnet zu sein. Auf jeden Fall gehört ein Akku für Mobiltelefone und Laptop mit dazu und auch einen Zeigestock möchte ich nicht missen wollen. Das mit einem Laserpointer lasse ich lieber gleich ganz bleiben, denn die waren bei mir meistens ohne Batterie, wenn ich sie dann doch einmal benötigte.

Und damit mein neues Projekt auch von Erfolg gekrönt sein wird, habe ich gleich einen neuen Zettel im selbigen Kasten angelegt.