Bluescreen

13.5.02025 5 (9)

Beitragsfoto: Blue Screen

Rätsel

Ich gehe weiterhin gerne in unserer Stadt spazieren, auch wenn die lokalen Fußgängerwege immer mehr zu Rennstrecken für Radfahrer mit oder ohne Hilfsmotor werden. Dann aber schon wieder lustig, wenn sich Auto- und Radfahrer auf dem Fußweg darüber streiten, wer nun Vorfahrt hat. Sobald das Wetter wieder etwas schlechter wird, bekommen wir Fußgänger unsere Wege aber wieder zurück.

Bei einem solchen Spaziergang entstand die nun folgende Aufnahme. Wer kann mir mitteilen, wo diese Aufnahme entstand?

Neckaraue

Man könnte — wenn man bedauerlicher Weise kein Heilbronner ist — obiges Bild nun auf einen Chatbot hochladen und mit einer KI nach dem Ort suchen lassen. Das sollte inzwischen halbwegs funktionieren. Auch auf diese Antworten freue ich mich; noch mehr, wenn dabei die Quelle genannt wird.

Basteln

Ganz nebenbei lese ich in Blog-Beiträgen aus meiner Blogroll, dass der eine oder andere Blogger mit dem Frühjahrsputz begonnen hat oder einfach so wie ich permanent an seinem Blog bastelt. Auch gibt es wieder die eine oder andere Blog-Woche sowie die obligatorischen Schneebälle; was ich davon halte, habe ich bereits geäußert.

Spannender, dass das eine oder andere Blog-Projekt sehr schnell wieder vom Netz genommen wurde, passierte mir in den letzten Jahren auch sehr oft. Man hat eine Idee und setzt diese sofort um, einfach weil man es kann und stellt erst hinterher fest, dass es kaum einen anderen interessiert und all die Liebesmühe für die Katz war — zumindest aber konnte man dabei seine eigenen Fertigkeiten üben.

Für Hobby-Blogger und -bastler wie mich ist dies auch völlig in Ordnung. Für Profis aber der falsche Weg! Und so muss man auch als Blogger wissen, in welcher Rolle man gerade unterwegs ist und agiert.

Nebenher konnte ich auch ein paar Lösungsversuche von Studenten betrachten, hier wäre es besser, wenn diese zumindest versuchen, wenigstens etwas professionell zu werden. Mir als künftiger Informatiker Word-Dokumente zuzusenden, geht einfach gar nicht! Das lasse ich nicht einmal den Studenten der Geisteswissenschaften durchgehen.

Wie ich es aber jüngst in einem Heilbronner Discounter erleben durfte, basteln inzwischen auch die Profis immer öfters. Dafür werden unserer Stadt jetzt vom Land Steuergelder zur Verfügung gestellt, dass man im Gemeinderat und der Stadtverwaltung an einer Seilbahn basteln kann. Dass dies meist in die Hose geht, können wir bereits seit Jahrzehnten in der Turmstraße sehen; wohin sind nur all diese Steuergelder geflossen?

Wenn das mit der Frankenbahn nichts mehr wird, weil diese, wie inzwischen unsere Stadtbahn auch, noch weiter zurückgebaut wird, dann könnte man die Seilbahn doch bis hin zum Stuttgarter Flughafen verlängern — man gondelt dann einfach völlig entspannt über den Stau auf der BAB 81 hinweg, fährt am Kesselrand von Stuttgart mit einem schönen Blick auf die Stadt entlang und schwebt dann gleich neben den Jets am Flughafen ein. Das alles dürfte mit dem neuen Bundeshaushalt überhaupt kein Problem mehr sein! Vorausgesetzt, dass man hierbei einmal das Basteln einstellt und die Arbeit an Fachkräfte vergibt.

Wochenstart

Auch wenn es am Montag nicht an Terminen mangelte, galt es dennoch erst einmal Wunden zu lecken. Da passte es ganz gut, dass der meseno-Bus nicht so richtig voll wurde — schon etwas weniger zum Schleppen.

Abends konnte ich doch nicht widerstehen und schnipselte zusammen mit meiner besseren Hälfte im Garten. Demnächst muss dann das Schnittgut entsorgt werden. Schnipseln macht aber eindeutig mehr Spaß!

Und da mir Nasser Sarout bereits ein paar Videoaufnahmen vom Europa-Ball zur Verfügung gestellt hat, fange ich damit an, ein paar davon auf den YouTube-Kanal dieses Weblogs zu stellen.

Die Ballgäste können gerne auch zu ihm ins Fotostudio kommen und sich dort ihr erstes Paarfoto gratis abholen. So wie ich Nasser kenne, wird es nicht bei einem einzigen Foto bleiben. Auch ich werde mir zusammen mit meiner besseren Hälfte demnächst ein paar Fotos mit nach Hause nehmen.

Derweil kommen auch die ersten Reaktionen zum Europa-Ball bei mir an. Erfreulich die konstruktive Kritik, die uns helfen wird, den Europa-Ball noch besser zu machen. Auf alle Fälle wird es ab dem kommenden Ball auch Nachtisch zum Essen geben. Für eine bessere Ausleuchtung der Gruppen suche ich bereits einen Freiwilligen, der sich darum besser kümmern wird, als ich es kann.

Erstaunlich auch, von wie weit die Reaktionen zum Europa-Ball kommen, selbst am Bodensee hat man unseren Ball positiv aufgenommen. Was mich nun hoffen lässt, dass sich Tanzbegeisterte aus allen Ecken unseres Landes einen Platz beim kommenden Europa-Ball reservieren werden.


Bierwohl

22.4.02025 4.8 (6)

Beitragsfoto: Bierwohl

Vermischtes

Höhepunkt des heutigen Hochschulaufenthalts war erneut ein Käffchen mit Detlef Stern. Nach meiner Vorlesung traf ich mich mit der Familie in einem Heilbronner Café und begann mich so langsam damit abzufinden, dass ich Großvater werde.

Den Rest des Tages schnippelte ich ein wenig im Garten und nun gibt es erneut ein paar Büsche weniger. Als nächstes muss ich dann einmal gucken, wie und wo ich den Grünschnitt am besten unterbringe.

Eine Überlegung wäre es wert, ein paar frei laufende Brauer einzufangen und sie dann zum Wiesenmähen zu motivieren — was man nicht so alles fürs Bierwohl macht.

Spannend auch, dass der Papst den jüngsten Besuch von JD Vance nicht überlebt hat. Und nun will auch noch Donald Trump nach Rom reisen — die Katholiken benötigen danach sicherlich kein Fegefeuer mehr.

Demnächst wird Jean Marsia ein neues Buch mit dem Arbeitstitel „Eine föderale Konstitution für die Vereinigten Staaten von Europa. Warum und wie?“ veröffentlichen. Ich durfte es schon einmal zur Probe lesen und auch kommentieren, was zu einem sehr spannenden E-Mail-Verkehr führte. Beide sind wir überzeugte Europäer und bekennende Föderalisten, was aber dennoch nicht verhindert, dass wir fundamentale Differenzen im Verständnis und damit auch bei einer weiteren Detaillierung eines möglichen Bundesstaates haben.

Dies könnte auch erklären, warum es bis heute bei den Europäischen Föderalisten nicht die eine Lösung gibt, wie wir unsere eine Welt retten können. Noch spannender ist es zu beobachten, wie meine Meinung von einem Europa noch 1947 die Mehrheitsmeinung — ich also nichts Neues bewerbe (!) — aller Föderalisten war, heute aber eher eine Minderheit in unserem Verband repräsentiert.

Auf alle Fälle aber ist Jean Marsias neues Buch lesenswert und wer weiter ins Detail gehen möchte, der kann mein Buch „Europa ist für alle da!“ damit vergleichen. Vor allem durch die Unterschiede in den beiden Büchern kann man die Bandbreite in unserer Bewegung erkennen und sich damit seine eigene Meinung bilden.

Und das Ganze kann man dann bei den 9. Hertensteiner Gesprächen gerne mit Jean Marsia und auch mir diskutieren.

Zum Schluss möchte ich gerne noch an den Earth Day 2025 erinnern. Mit Gartenarbeit und ein wenig Müllsammeln konnte ich heute dessen Motto „Engagiere Dich für unsere Erde | Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft! | Denn DU machst den Unterschied!“ selbst ein wenig gerecht werden.

Spielen

Dieses Osterwochenende konnte ich gleich an mehreren Spielen teilhaben, wobei ich bei einem langen Abend mit Siedler von Catan als Gewinner hervorging. Tags darauf aber dann nur einen guten zweiten Platz erringen konnte. Zudem gab es einige Runden Play Nine, Rummikub und für mich ganz neu Wizard, was mich etwas an Binokel erinnerte.

Und wer lieber Youtube-Videos guckt, der kann gleich morgen dessen zwanzigjähriges Jubiläum feiern. Auch wenn ich selbst YouTube gerne nutze, werde ich morgen erst einmal den meseno-Bus durch den nördlichen Landkreis steuern.

Mein Beitrag zum Jubiläum ist das obige Sebastian Schaffer-Cover eines Bruno Mars Songs aus 2010. Er singt dieses zusammen mit Philipp Rhein.

Zur Feier des morgigen Tages — was sind schon zwanzig Jahre (?) — lege ich noch ein Video von Bobby Ray Simmons nach, das dieser zusammen mit Bruno Mars veröffentlicht hat.

Backend

Heute gab es ein paar dringende Aufräumarbeiten und dies nicht nur im Backend dieses Blogs, sondern auch bei meiner genutzten Software. Weniger ist meist mehr. Und so werde ich die eine oder andere Software sicherlich nicht missen.

Inzwischen dürfte das Backend des Blogs wieder halbwegs laufen, allerdings hat es mir dabei die Layouts bei den Tabletts und den Smartphones zerlegt. Mal schauen, wann ich mich dieser Problematik widmen kann.

Dafür bekam ich aber eine ziemlich gute Bewertung auf Trustpilot und als Folge davon, weil nun wieder etwas motiviert, habe ich verzichtet, gleich das gesamte Layout auf das Notwendigste zu reduzieren.


Stuttgart 21

Lichtaugen 4.9 (8)

Beitragsfoto: Zeitungsausschnitt

Bereits seit Jahren verfolge ich das Projekt Stuttgart 21, früher aus persönlichem Interesse, weil ich damals hoffte, schneller an den Flughafen zu gelangen und heute eher, um gute Beispiele für meine eigenen Vorlesungen zu bekommen. Dabei hätte ich es schon damals™ wissen müssen, dass ich höchstens in meinen Spätjahren und dies auch nur ggf. in den Genuss eines Schienenausbaus kommen werde.

Heute wissen wir es ganz genau, dass das mit der Gäubahn erst in Jahrzehnten etwas werden wird, deren Fortführung, die Frankenbahn, nicht einmal mehr und dies trotz aller politischen Versprechungen der letzten Jahrzehnte angedacht ist und eine zeitgemäße Anbindung Heilbronns an den Flughafen in Stuttgart schon alleine mangels Interesse meiner Heilbronner Mitbürger ebenfalls nicht kommen wird.

Und ob das mit der den Ausbau begründenden europäischen Magistrale etwas werden wird, wage ich inzwischen zu bezweifeln, weil die Bayern daran mit beteiligt sind und dort Schienenprojekte nur gelingen, wenn sich Regierungsmitglieder dabei gesund stoßen dürfen. Auf den Nordzulauf des Brenners werden noch unsere Urenkel vergeblich warten, wobei nicht einmal die Weiterführung der Strecke von Ulm nach Augsburg gesichert ist.

Und selbst wenn in ein paar Jahrzehnten der Streckenausbau gelingen wird, steht es in den Sternen, ob die Bahn das mit dem Deutschlandtakt überhaupt hinbekommen wird. Leider dient die Bahn weiterhin nur dazu, um ein paar „systemrelevante Mitbürger“ der Deutschland AG reich zu machen — und so sind die Fahrgastzahlen auch nur dann von Interesse, wenn diese die variablen Vergütungen der Bahnvorstände erhöhen.

Dies alles schmälert mein Interesse am Projekt Stuttgart 21 aber nicht und ich gucke regelmäßig nach dessen Fortschritten. Wer nicht selbst Baustellenführungen mitmachen kann, der findet gleich zwei von mir gerne empfohlene YouTube-Kanäle, das S21Bau.TV und das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm.

Inzwischen befinden sich die sogenannten Lichtaugen des Tiefbahnhofs in ihrer Fertigstellung und spätestens jetzt stellt sich mir die Frage, wie die Stadt Stuttgart oder gar die Bahn sicherstellen wollen, dass keine Wilden diese Lichtaugen zu Sonnendecks umfunktionieren, die Glasscheiben zertrümmern oder gar Gegenstände durch die Lüftungsschlitze auf die Bahnsteige werfen?

Wie wir es auch hier sehen werden, wenn eine Projektplanung von Anfang an schief läuft, dann wird das Projekt bis zu seinem Abriss (Neudeutsch: Rückbau) in ein paar Jahren allen Beteiligten weiterhin sehr viel Spiel, Spaß und Spannung bereiten. Ganz nach dem bekannten Werbemotto: „Ein bisschen Spaß ist immer drin. Lass Dich überraschen. Gemacht, um die Welt zu überraschen.

Wer jetzt an Ostern denkt, der kennt meinen Humor bereits ein wenig.