Netzwerk

Hypothesis 4.7 (3)

Beitragsfoto: Netzwerk | © Pixabay

Wenn man in Weblogs stöbert, dann findet man auch immer wieder Dinge, die man selber noch nicht kannte, welche aber durchaus für einen sehr interessant sein könnten. Und so bin ich neulich durch Chris Aldrich auf eine open software-Initiative von Hypothesis gestoßen, welche sich zum Ziel gesetzt hat, das Internet besser untereinander zu vernetzen.

„Hypothesis is a new effort to implement an old idea: A conversation layer over the entire web that works everywhere, without needing implementation by any underlying site.“

Hypothesis Website (3.9.2022)

Die Idee hinter dieser Initiative ist sehr einfach. Man installiert in seinem Browser eine entsprechende Erweiterung (hat bei mir sowohl mit Chrome als auch Safari gleich auf Anhieb funktioniert) und registriert sich zusätzlich noch auf der Hypothesis Website. Damit ist alles erledigt und man findet danach auf der rechten Bildschirmseite die notwendigen Funktionen, um Text wie mit einem Textmarker gelb hervorzuheben oder diesen auch mit Anmerkungen versehen zu können. Hierbei besteht die Möglichkeit, um diese Anmerkungen öffentlich zu tätigen, in selbstgewählten Gruppen zu teilen oder für sich selbst zu verwenden.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sich dieses Gadget in mein bestehendes Arbeitsumfeld integrieren lässt und ob ich weitere Nutzer finde, mit denen ich dann über dieses Tool zusammenarbeiten kann. Ich versuche einmal Hypothesis meinem eigenen Zettelkasten vorzuschalten und später dann, wenn es für mich eine sinnvolle Ergänzung ist, bei Detlef Stern nachzufragen, ob und wie man beides am besten miteinander kombinieren könnte.

Nachtrag (5.9.2022)

Detlef Stern hat mich auf den hier verlinkten Beitrag von Kris Shaffer aufmerksam gemacht. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob ich Hypothesis auch in mein Weblog integriert bekomme.

Nachtrag (11.9.2022)

Mit etwas Nachhilfe von Detlef Stern kann ich zumindest einzelne Seiten und Beiträge einbinden — was aber nicht wirklich im Sinne des Erfinders ist.

Nachtrag (24.1.2023)

Zwar war es mir möglich, Hypothesis noch im September 2022 auf dem gesamten Weblog einzubinden, was mich aber nicht daran hinderte, es heute wieder abzuschalten. Grund dafür war, dass es wohl nur ich auf meinem Blog nutzte — und das auch nur zum Spielen.


Klassenzimmer

23.8.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Leeres Klassenzimmer | © Shutterstock

Privatschulen

Einst waren wir allesamt stolz auf unser öffentliches Bildungs- und Schulsystem und zudem davon überzeugt, dass es aus uns mehr als das Land der Dichter und Denker machte, nämlich eine Nation von Nobelpreisträgern und Weltmeister der Patente.

Dann glaubten wir plötzlich allesamt, dass man auch Bildung und Ausbildung möglichst billig und völlig mühelos haben kann. Die Folge davon war, dass wir unser öffentliches Bildungssystem heruntergewirtschaftet haben, so wie auch die durchschnittliche Intelligenz der Bevölkerung insgesamt. Ein paar Jahrzehnte lang konnten wir uns noch über die US-Amerikaner mit ihrem bereits kaputt gewirtschafteten öffentlichen Bildungssystem lustig machen, heutzutage sollten wir auch hierbei etwas vorsichtiger sein.

Und vor allem darin, dass wir nunmehr die Etablierung eines privaten Bildungssystems parallel zum weiter dahin siechenden öffentlichen auch bei uns als das neue Allheilmittel ansehen.

Zum einen konkurrieren beide Systeme um die besten Lehrer und Schüler und zum anderen auch um die viel zu geringen Steuermittel. Denn wer glaubt, dass die Privatschulen privat finanziert werden, der irrt sich gewaltig! Der große Unterschied zu den öffentlichen ist, dass die Privatschulen für ihre Besitzer, ob Kirchen oder Unternehmer, am Ende auch noch Gewinn abwerfen müssen.

Egal wie uns die Privatschulen jetzt auch angepriesen werden, am Beispiel des Vereinigten Königreichs und auch der USA können wir gut sehen, dass dies letztendlich zu einer weiteren Spaltung unserer Gesellschaft führen wird.

Besser wäre für alle, wenn private Geldgeber, Spender, Steuersparer und öffentliche Hand an einem Strang ziehen würden und gemeinsam das öffentliche Bildungssystem wieder zu dem machen würden, was es über lange Jahre hinweg bereits einmal war — die Chance für alle, einen möglichst guten Bildungsabschluss zu erreichen und für die große Mehrheit wenigstens eine gute Ausbildung, müsste immer noch ein erstrebenswertes Ziel sein. Und als netten Anreiz könnte man auch öffentliche Bildungseinrichtungen nach den größeren Spendern benennen.

So aber entscheiden immer weniger — und immer intransparenter (!) — darüber, wer bei uns überhaupt noch eine Chance auf Bildung und Wohlstand bekommt.

Wochenstart

Nach meiner inzwischen üblichen meseno-Bus Runde gab es noch ein paar gute Besprechungen und was mich ganz besonders freute, einen für mich sehr erfolgreichen Besuch des örtlichen Telekom Shops. Michael schaffte es dabei, dass ich mich nicht nur sehr aufgehoben und gut betreut fühlte, sondern auch, dass ich Ordnung in meine bisherigen Verträge bekam. Wenn das sich jetzt alles so entwickelt, wie es besprochen wurde, dann werde ich wohl noch öfters im Telekom Shop vorbeischauen.

Während ich in der Stadt unterwegs war, ist es Detlef Stern gelungen, „meinen“ Zettelkasten weiter zu optimieren. Für meine Zwecke ist der Zettelkasten bereits jetzt ein sehr gutes Tool, dennoch freue ich mich jedes Mal, wenn es weitere Verbesserungen oder gar Ergänzungen gibt. Vor allem dann, wenn diese meinen Spieltrieb wecken.

Und zum Abschluss des Tages gab es noch eine Runde Siedler von Catan, wobei ich dann auch noch gewonnen habe! Ich finde, der gestrige Montag war ein exzellenter Start in die Woche.

Schmankerl am Rande

Jene, die ihren Kindern keine Privatschule gönnen können oder wollen, finanzieren zudem den „besseren“ Mitbürgern den Schulbesuch ihrer Kinder über entsprechende Steuerersparnisse mit. Privatschule: Schulgeld richtig von der Steuer absetzen


Winnie Puuh

Weblog-Forum 5 (2)

Beitragsfoto: Winnie Puuh (Winnie-the-Pooh) und seine Freunde

Auch wenn ich selbst der Überzeugung bin, dass man stets versuchen sollte, immer der Eigentümer sämtlicher eigener Daten zu sein, so stößt das Ganze doch an Grenzen, nämlich gerade dann, wenn es die Kommunikation untereinander erschwert. Und so gerne ich das Konzept des IndieWebs möglichst überall verwirklicht sehen möchte, glaube ich auch hierbei, dass dessen begrenzte Umsetzungsmöglichkeiten, zumindest heute noch, ebenfalls die Kommunikation untereinander erschwert. Zumindest aber beschränkt sich die dortige Kommunikation eher auf eine ganz bestimmte Anwendergruppe.

Deshalb halte ich auch weiterhin selbst an einem Forum auf diesem Weblog fest [am 16.3.2025 habe ich mein Forum entfernt]. Einzige Einschränkung dabei ist, dass ich nur für registrierte Nutzer den Schreibzugriff erlaube — leider für viel zu viele Zeitgenossen ein weiterer Grund, sich nicht an einem Forum zu beteiligen. Und vielleicht auch der Grund, warum so viele Mitbürger die zahlreichen Social Media so gerne verwenden — eine scheinbare Anonymität oder das eigene Aufgehen in der großen Masse senkt die Hemmungen, ähnlich wie beim Alkohol. Aber, nach einigen teilweise sehr negativen Erfahrungen als Forumsbetreiber, ist dies die einzige Möglichkeit, um ohne einen größeren Mitarbeiterstab ein solches Forum überhaupt anbieten und betreiben zu können. Wer offen und unter dem eigenen Namen schreibt, überlegt sich eher, was er publiziert.

Und so lange es keine weiteren aktiven Nutzer des Forums gibt, überlege ich mir immer wieder, wie ich ein solches Forum inzwischen für mich nutzbringend verwenden kann. Vor Kurzem habe ich z. B. meine Blogroll dorthin umgezogen und dies in der Hoffnung, dass es mir im Forum weniger Arbeit bereitet und vielleicht sogar den einen oder anderen Blogger dazu motiviert, zumindest einmal im Forum vorbeizuschauen.

Ansonsten nutze ich das Forum als eine gute Möglichkeit, um die FAQ dort zu beheimaten. Auch kann ich es ganz gut für weitere Projekte verwenden, die ich nicht unbedingt bis zum Sankt-Nimmerleinstag in meinem Zettelkasten versenken möchte.

„You can’t bounce the bounce if you can’t even pronounce the bounce.“

Tigger, The Tigger Movie (2000)