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Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ich muss zugeben, dass mich Theodor Adorno gerade richtig fesselt. Wäre da nicht das echte Leben, würde mich seine Minima Moralia so schnell nicht mehr loslassen.

„Der Wert eines Gedankens mißt sich an seiner Distanz von der Kontinuität des Bekannten. Er nimmt objektiv mit der Herabsetzung dieser Distanz ab; je mehr er sich dem vorgegebenem Standard annähert, um so mehr schwindet seine antithetische Funktion, und nur in ihr, im offenbarem Verhältnis zu seinem Gegensatz, nicht in seinem isolierten Dasein liegt sein Anspruch begründet.

Erkannt wird vielmehr in einem Geflecht von Vorurteilen, Anschauungen, Innervationen, Selbstkorrekturen, Vorausnahmen und Übertreibungen, kurz in der dichten, fundierten, aber keineswegs an allen Stellen transparenten Erfahrung.“

THEODOR W. ADORNO, MINIMA MORALIA (14. AUFLAGE 2022 [1951]: 90)

Dem ist heute nichts mehr hinzuzufügen.


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