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Zwischen den Jahren

Meine entsprechende Leseempfehlung ist Franz Kafka

Gerade diese Zeit, wenn man nicht beruflich unterwegs oder vor Ort stark eingebunden ist, bietet die ideale Gelegenheit, um alte Bücher hervorzukramen und für sich wiederzuentdecken.

Meine Empfehlung für dieses Jahr ist Franz Kafka, dessen Bücher ich allesamt sehr gelungen finde; auch sind die düsteren Tage im Jahr sehr passend, um sich darin zu vertiefen.

Hier finden Sie eine kleine Anregung.

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Franz Kafka, Der Prozess

Und wer seinen Kafka gleich nach der Schulzeit entsorgt hat, findet ihn bestimmt in der nächstgelegenen Bücherei wieder.

Zudem sind seine gesammelten Werke gerade sehr günstig zu kaufen; man erhält damit sehr viel Buch für wenig Geld.

Und wer sich nicht nur in Kafkas Romane und sämtliche Erzählungen vertiefen möchte, der findet auch in seinen Tagebüchern den einen oder anderen bedenkenswerten Hinweis.

„Verbringe nicht die Zeit mit dem Suchen des Hindernisses, vielleicht ist keines da.“

Franz Kafka, Tagebucheintrag vom 16. September 1920

Diesen Beitrag möchte ich mit einem weiteren Zitat und zwar aus Kafkas Erzählungen beenden.

„Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar.“

Franz Kafka, Die Bäume

Egal, ob Sie nun zwischen den Jahren Kafka lesen oder doch etwas ganz anderes, wünsche ich Ihnen dennoch viel Freude dabei.

„Education … has produced a vast population able to read but unable to distinguish what is worth reading.“

George Macaulay Trevelyan, English Social History (1942)

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