Hausboote in Holland

12.7.02022

Beitragsfoto: Hausboote in Holland | © Pixabay

Radwege

Liegeradler hat mich heute auf einen Leserbrief von Günter Böhme aus der Heilbronner Stimme aufmerksam gemacht, der allerdings bereits am 5. Juli 2022 dort erschienen ist.

Radwege genau prüfen
Zum Thema ‚Mehr als 30 Millionen Euro fürs Radwegenetz‘.

Überall spricht man von Bodenversiegelung und Erderwärmung, gleichzeitig plant man bis zu fünf Meter breite Fahrradschnellwege, nur weil es im Moment schick ist, für Radfahrer zu planen und Steuergeld zur Verfügung stehen. Ob diese überhaupt notwendig sind und genutzt werden, spielt dabei anscheinend keine Rolle. Ich bin viel zu Fuß unterwegs und die meisten Radler sieht man nur bei schönem Wetter an den Wochenenden – sonst ist tote Hose. Wir haben viele gut ausgebaute Feldwege, wenn diese vernünftig beschildert sind, können auf diesen, unter gegenseitiger Rücksichtnahme, viele Fahrradfahrer und Fußgänger unterwegs sein, ohne sich gegenseitig zu stören. Aber vielleicht möchten auch einzelne Kommunen als besonders fahrradfreundlich gelten man weist Strecken aus, die noch kaum einen Radler gesehen haben, um mit so und so vielen Kilometern zu prunken. Also vor der Planung erst einmal genau prüfen, ob nicht Alternativen vorhanden sind, bevor unnötig Geld ausgegeben wird.“

Günter Böhme, Heilbronner Stimme (05.07.2022: 28)

Meines Erachtens ist dem nichts Weiteres mehr hinzuzufügen.

Hausboote

Sehr gefreut hat es mich heute in der Heilbronner Stimme (12.07.2022: 23) zu lesen, dass Thomas Aurich offen gegenüber der Idee von Hausbooten am Neckar in Heilbronn ist. Da habe ich jetzt zumindest einen von vierzig Stadträten auf meiner Seite — das ist doch einmal ein guter Anfang.

Und die Stimme-Redaktion erwähnt dabei sogar noch die Vorzüge des Heilbronner Hafens:

„Einer der großen Vorteile des Heilbronner Hafens liegt in der sogenannten trimodalen Anbindung, der Güterumschlag ist hier über drei Wege möglich: Wasser, Straße und Schiene.“

HeilBronner Stimme (12.07.2022: 23)

Liebe Redakteure, wenn Sie das jetzt auch erkannt haben, dann müssten Sie doch nun dafür in einem zweiten Schritt in der Stimme werben, nämlich, dass die Hafenbahn ausgebaut und nicht verkrüppelt wird, und die Straßenanbindungen an den Hafen und das Industriegebiet ebenfalls aus- und nicht zurückgebaut und schon gar nicht zu Fahrradstraßen werden — das wäre nicht nur stringent, sondern auch konsequent.

Verkehrsminister

Wir Heilbronner sind wieder glücklich. Ein Bundesminister war in unserer Stadt; man hat gut gegessen, getrunken und viele Hände geschüttelt. Was möchte man auch mehr? Alle waren sich zudem darin einig, dass man für den Weltfrieden, eine bestmögliche Gesundheit für jeden und eine zeitgemäße Infrastruktur ist.

Uns so steht heute in der Heilbronner Stimme (12.07.2022: 3) zu lesen: „Wissing: Ja zu Schleusen-Verlängerung“. Leider hat sich dabei keiner der Verantwortlichen zumindest einmal darauf festgelegt, in welchem Jahrhundert dies nun der Fall sein soll. Und so bleibt mein heutiges Fazit: Außer Spesen nichts gewesen.

Kleine unschöne Notiz am Rande: beide Verkehrsminister, Bund und Land, haben erneut festgestellt und darauf bestanden, dass sie für die Frankenbahn nicht zuständig sind. So wird diese wohl erst dann ausgebaut, wenn auf der gesamten Welt die Eisenbahnen durch eine ganz neue Technologie ersetzt werden.

Bis dahin tanzen wir Heilbronner Künstliche Intelligenz auf einem entsprechenden Festival — bin einmal gespannt darauf, was Detlef Stern dazu meint.


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