Nomen est omen – eine kleine Anregung zur neuen Begriffsfindung

Die letzten 70 Jahre wurde nicht nur im deutschsprachigen Raum mit der Namensgebung unseres „vereinten Europas“ gefochten. Seit dieser Zeit gibt es zwei populäre Begrifflichkeiten. Zum Einen den Begriff der Europäischen Union, welcher mit dem Hertensteiner Programm im September 1946 verabschiedet wurde und zum Anderen den Begriff der Vereinigten Staaten von Europa, welcher prominent von Winston Churchill vertreten wurde aber bereits bei Altiereo Spinelli 1941 in Gebrauch war. Fast in Vergessenheit geraten ist ein weiterer Begriff, welcher sich auch bei Spinelli wiederfindet, nämlich den der „Europäischen Föderation“.

Im Zuge der letzten Jahrzehnte wurden die beiden ersten Begriffe von vielen europäischen Föderalisten immer wieder öffentlichkeitswirksam ins Felde geführt. Letztendlich hat sich aber der Begriff des Hertensteiner Programmes bei allen Beteiligten in Europa durchgesetzt und wir erhielten eine Europäische Union.

Beginnend mit der „Grundsatzdebatte“ ist erneut eine Diskussion um die Namensgebung unseres „zukünftigen Europas“ entfacht worden und hat mit einer „Erstsemesterlösung“, nämlich dem Begriff eines „Vereinten Europas“ den vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Die wirklichen Gründe für den Wunsch nach einer neuen Begrifflichkeit sind wohl vielfältig und lassen dabei auch eine euphemistische Tendenz erkennen.

Wenn wir uns dazu entschließen, die Europäische Union in einer weiteren vertraglichen „Überarbeitung“ umbenennen zu wollen, rate ich an, keine neue Begrifflichkeiten einzubringen, sondern auf bereits seit Jahrzehnten bestens eingeführte Begriffe zurückzugreifen. Ich gestehe gerne ein, dass der Begriff der „Europäischen Föderation“ dabei einen besonderen Charme und auch das Potential hat, um bestehende, unseren eigenen Verband betreffende Begriffsdopplungen aufzulösen.

Sollten wir uns für die Europäische Föderation entscheiden, dann könnten wir auch unserer eigenen Jugendorganisation folgen, welche sich bereits in den 1950er Jahren vom Bund Europäischer Jugend in Junge Europäische Föderalisten umbenannt hat. Als Europäische Föderalisten (Deutschlands) könnten wir auch für die weniger interessierten Mitbürger weitere Transparenz schaffen und hätten auch die Namensgleichheit mit zwei politischen Parteien zum Wohle aller Beteiligten überwunden.

„And this shows how much easier it is to be critical than to be correct.“

Benjamin Disraeli in seiner Rede at the House of Commons (24. Januar 1860)
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Kondome

Die Europäische Kommission hat sich nun auch den Packungsgrößen für Kondome gewidmet. Um allen Europäern mehr Sicherheit beim Kauf von Kondomen zu geben, wurden in einem ersten Schritt die Packungsgrößen standardisiert.

Ehemalige Minister haben sich dabei im Auftrag der Europäischen Kommission ehrenamtlich – von den Flug-, Hotel-, Verpflegungskosten und anderen diesbezüglich anfallenden Aufwandsentschädigungen einmal abgesehen – weitere Meriten verdient.


Hier finden Sie die neuen Regelungen, welche ab dem 1. April 2012 greifen werden:

  • 6er-Pack oder auch die „italienische“ Packungsgröße,
  • 9er-Pack oder auch die „französische“ Packungsgröße und der
  • 12er-Pack oder auch die „deutsche“ Packungsgröße.

Zur Begründung wurden die jeweiligen nationalen Eigenheiten angegeben, welche auch weiterhin innerhalb der Europäischen Union – schon alleine aus föderalen und kulturellen Aspekten – Berücksichtigung finden werden.

Italien: einmal am Tag, außer Sonntag  – 6 Stück

Frankreich: einmal am Tag, Samstag und Sonntag je zweimal  – 9 Stück

Deutschland: einmal im Monat – 12 Stück.

#condom #habits

„Condoms ain’t always safe … a friend of mine was wearing one and got hit by a bus.“

Anon

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