Schwimmbad

21.6.02022

Beitragsfoto: Schwimmbad | © Pixabay

Wettbewerb

Diese Woche war ich nun bereits zum zweiten Mal im nördlichen Landkreis unterwegs, diesmal in Sachen Europäischer Wettbewerb. Dieses Jahr hatte sich die Grundschule Lampoldshausen richtig ins Zeug gelegt und konnte neben gleich elf Ortspreisträgern, zwei Landespreisträger und eine Bundespreisträgerin stellen.

So war es meiner besseren Hälfte und mir eine besondere Freude, nach Hardthausen am Kocher zu fahren. Selbstverständlich ließ es sich auch der Bürgermeister Thomas Einfalt nicht nehmen, um auch dieses Jahr den Preisträgern höchst persönlich zu gratulieren.

Und gleich am Freitag steht die nächste Preisverleihung an, wobei wir dann in Richtung Süden unterwegs sind.

Öffentliche Bäder

Elfi Hofmann meint heute in der Heilbronner Stimme (21.06.2022: 21), dass man „als Fachangestellter für Bäderbetriebe … viel Verantwortung [trägt]. Der Beruf wird im Gegensatz zu Jobs in der Industrie aber schlecht entlohnt. Im Sommer möchten wenige jedes Wochenende arbeiten. Das ist verständlich.

Leider erwähnt sie dabei nicht, dass Anerkennung und Arbeitsumfeld eine sehr große Rolle spielen, auch bei den Schwimmmeistern. Und hier steht es in Heilbronn ganz besonders schlecht! Zum einen sind viele dieser Fachangestellten mit ihrer Arbeit überfordert und zum anderen ist das Arbeitsumfeld die reinste Katastrophe. Dafür sind aber die entsprechenden Vorgesetzten bis hin zum OB Schuld und verantwortlich, die alles andere machen als ihre Arbeit.

Wenn man den Bäderbetrieb in Heilbronn noch halbwegs sicherstellen möchte, dann muss man entweder seitens der Stadtverwaltung sehr rigoros handeln, oder man öffnet alternativ ein Hallenbad und ein Freibad in Heilbronn nur noch für Schwimmer mit überprüfbarem (!) Nachweis und der Bereitschaft, sich wie zivilisierte Menschen aufzuführen. Diese sind dann auch in der Lage, Rettungs- und Aufsichtsdienste mit zu übernehmen und damit die Schwimmmeister zu entlasten. Und sobald und so lange die dort dann tätigen Mitarbeiter menschenwürdige Verhältnisse vorfinden, werden diese auch gerne und gut ihren Dienst verrichten.

Und das ist keine neue Idee, sondern einfach nur eine Beschreibung der Verhältnisse, wie sie auch in Heilbronn über Jahrzehnte hinweg vorherrschten.

Kleine Anmerkung am Rande: Bademeister sind jene, die einem mit Wasseranwendungen aller Art den Tag versüßen oder bei Genesenden den Heilungsprozess unterstützen.

Unrund

Leider läuft in unserer Gesellschaft viel zu vieles völlig schief. Ein Grund dafür sind die völlig falschen Versprechen unserer Parteien, nämlich, dass wir beständig alles umsonst und geschenkt bekämen. Viele von uns glauben dies seit Jahrzehnten nur all zu gerne, und der Teufelskreis der Inkompetenz nimmt seinen Lauf.

Und so ist es längst kein Geheimnis mehr, dass es uns an allem mangelt, wo Kompetenz, Verstand und Verantwortung gefragt ist. Wissenschaftler, Soldaten und Handwerker stehen bei uns bereits seit Jahrzehnten auf der roten Liste, inzwischen kommen auch die Pflegeberufe mit hinzu und seit jüngstem merken manche Mitbürger sogar, dass es auch bei den Schwimmmeistern Mindestvoraussetzungen gibt.

Mit Berufspolitikern, Rechtsanwälten, Finanz- und Versicherungsvertretern sowie Verwaltungsangestellten aller Art können wir bei uns hingegen die Straßen pflastern.

Wenn der Handwerker nicht kommt, ein Krieg vor der Türe steht oder man einmal sonstige Hilfe benötigt, stellen viele von uns immer öfters und dabei völlig erstaunt fest, dass wir ein Problem haben.

Die Lösung des Problems wäre einfach, man müsste nur wieder Leistung anerkennen und zudem adäquat bezahlen, und vor allem und ganz besonders, dies permanent über mindestens ein paar Jahrzehnte hinweg! Eine „Einmalzahlung“ ist nicht nur deswegen blanker Hohn und Populismus in Reinform.

Deswegen müssen wir nicht nur wieder Leistung anerkennen, indem wir sie auch einfordern aber dafür auch sehr gut bezahlen. Wir Soldaten verdienen z. B. endlich eine eigene Besoldungsgruppe und mindestens die Verdoppelung unseres Soldes. Und auch in anderen tatsächlich benötigten Berufen müssen die Löhne deutlich angehoben werden. Dies allerdings immer auch mit der Forderung verbunden, dass die erbrachte Leistung stimmt — wir können es uns nicht mehr länger erlauben, Menschen nur deshalb zu bezahlen, damit sie „von der Straße weg sind“.

Da sämtliche Finanzen endlich sind, müssen im Gegenzug Dienstposten, die keiner oder die man kaum benötigt wegrationalisiert, zumindest deren Subventionierung eingestellt werden. Alleine bei Versicherungen, Banken und Verwaltungen könnten wir Zehntausende für tatsächlich benötigte Verwendungen freisetzen ohne dabei unsere Gesellschaft oder Wirtschaft in Gefahr zu bringen.

Insgesamt erhalten wir damit wieder kompetente Fachleute in den notwendigen Verwendungen und Funktionen, auch bei den Schwimmmeistern. Natürlich immer nur unter der Voraussetzung, dass man seine Mitarbeiter auch wie Menschen behandelt. Dort wo man dies nicht macht, wird man weiterhin und auch zukünftig keine Mitarbeiter erhalten, vor allem dann nicht, wenn es woanders bessere Arbeitgeber gibt.


Fehler des Tages

Wenn Sie den Fehler im Bild nicht finden, dann ist das nicht weiter schlimm, denn die dafür Zuständigen suchen bereits seit Monaten vergebens.

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