Radfahrerin

23.7.02022

Beitragsfoto: Radfahrerin | © Pixabay | San Francisco

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Social Media

Wenn mir ein Social Media-Experte erklärt, dass man als Firma, Partei oder Verein eigentlich keine eigene Website mehr benötigt, dann darf ich mich doch fragen, worin dessen Expertise genauer liegt.

Von klein auf Youtube Videos schauen und auf Instagram Katzenbilder zu posten, reicht meines Erachtens nicht aus, um sich selbst als Experte zu bezeichnen. Und dann hilft auch nicht der beiläufig eingestreute Hinweis, dass „man als Experte“ an einer Hochschule tätig ist. Eher schon der Hinweis, dass man sich mit seiner Expertise dumm und dämlich verdient.

In meiner Jugend bezeichnete man solche Experten allerdings noch als Nepper, Schlepper und Bauernfänger.

Radwege

In Heilbronn werden immer mehr Radwege eingerichtet, so auch in der Urbanstraße. Dies hält viele Radfahrer aber nicht davon ab, weiterhin auf den Gehwegen entlang zu brausen. Meistens zieht mich meine bessere Hälfte zur Seite, weil ich die Radfahrer einfach nicht höre — auch habe ich keine Augen am Hinterkopf.

So freut es mich heute in der Heilbronner Stimme (23.07.2022:12) zu lesen, dass wir Fußgänger doch noch Rechte haben. Was aber wenig nützt, wen man totgefahren wurde oder deswegen im Rollstuhl sitzt.

„Wer auf einem Gehweg läuft, der auch für Radfahrer zugelassen ist, muss sich nicht fortlaufend nach sich nähernden Radlern umsehen. Kommt es zum Unfall, haftet meist der Radfahrer oder die Radfahrerin, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins.“

Heilbronner Stimme, 23.07.2022: 12 (Autostimme)

In Heilbronn hat man das Problem einfach dadurch gelöst, dass die Radfahrer weiterfahren dürfen, einem höchstens noch Beleidigungen zurufen und sich damit ihrer Verantwortung entziehen können. Kontrollen gibt es nicht. Unser Ordnungsamt jagt weiterhin Omas, die ihre 2 Pfund Hund nicht angeleint haben, oder macht Geschwindigkeitskontrollen in der Werderstraße.

Einstand

Hat hier unser neuer Baubürgermeister Andreas Ringle seinen Einstand gegeben oder sind das einfach nur die heutigen Heilbronner Zustände, wo sich jeder nur an unseren Steuergeldern gesund stößt?

Auf jeden Fall aber liefert kein Handwerker mit halbwegs Anstand solch eine Arbeit ab. Und wer seitens der Stadtverwaltung so etwas abnimmt, der gehört hinter Gitter!

Allee 2022

Wahrscheinlicher ist aber, dass das „Heilbronner Kunst“ ist und wir dafür nicht nur ein paar Hunderttausend Euro mehr bezahlen müssen, sondern bereits weitere Firmen den Auftrag haben, dies jährlich wieder in Stand zu setzen — das macht man in der Kaiserstraße bereits seit Jahren so. Und bis das halbwegs wieder in Ordnung gebracht ist, werden seitens der Stadtverwaltung Beraterverträge abgeschlossen und weitere Dienstposten für Pflastersteinbeauftragte geschaffen, die dann ganz folgerichtig unmittelbar dem OB unterstellt sind.


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