Franz Sedlacek_1933

24.7.02025 5 (10)

Beitragsfoto: Gemälde von Franz Sedlacek (1933)

Gleichberechtigung

An den Taten, nicht an ihren Worten sollt Ihr sie erkennen! Wie wahr! Heute durfte ich erfahren, dass unsere Regierung plant, ab 2028 alle männlichen Deutschen verpflichtend zu mustern, aber nicht die weiblichen, diversen oder sonstigen Deutschen.

Nun gibt es genau drei Erklärungen: erstens, unsere Regierungsmitglieder sind einfach nur dumm; zweitens, unsere Regierungsmitglieder sind alle ganz üble Chauvinisten; drittens, unsere weiblichen, diversen oder sonstigen Mitbürger sind einfach nur nicht dazu geeignet, um staatlich notwendige Dienste zu erledigen.

Gehen wir nun einmal davon aus, dass letzteres der Fall ist. Dann müssen wir dies auch ganz allgemein zur Kenntnis nehmen und unsere Gesellschaft wieder dementsprechend umbauen!

Vielleicht löst das so ganz nebenbei auch die Probleme von Jungs und jungen Männern in den Schulen und zudem für unsere Frauen ihr „Männerproblem“ — Stichwort: Heterofatalismus.

Einmal so ganz nebenbei: Mit diesen populistischen und halbgaren Regierungsentscheidungen wird auch unsere aktuelle Bundesregierung keine echten Herausforderungen und schon gar keine Probleme meistern können!

Ich bin übrigens für Gleichberechtigung! Wir müssen alle deutschen Staatsbürger und auch alle weiteren in Deutschland lebenden Menschen mustern. Dann müssen wir die besten davon auswählen und diese, wenn notwendig, zu Soldaten machen.

All jene, die dazu nicht geeignet sind, ob Mann, Frau oder auch alle dazwischen und außerhalb, müssen damit leben, dass sie in unserem Land nur zweite Wahl sind!

Gut beraten wären wir zudem, wenn wir in Folge davon nur „die erste Wahl“ für Ehrenämter oder politische Ämter zulassen.

Werbung

Selbst wenn man Geld verschenken würde, müsste man bei uns dafür werben. Und so freut es mich ganz besonders, dass nun auch die EUROPA-UNION Deutschland mit in die Bewerbung der 9. Hertensteiner Gespräche eingestiegen ist.

Ich habe mich so darüber gefreut, dass ich es sogleich auch auf Bluesky gepostet habe. Aber dann doch nicht so sehr, dass ich diese Bewerbung auch auf YouTube vortanze.

Nun warte ich auf weitere Ideen und vor allem auf deren Umsetzungen durch meine Mitstreiter. Schön wäre es dabei, wenn man nicht nur mit Ideen um die Ecke kommt, sondern auch schon eigene Vorstellungen hat wie man diese umsetzen kann. Die Aussage, das müssen dann andere machen, war schon immer wenig hilfreich.

Für mich sind solche Vereinsschwerpunkte schon immer ein gutes Zeichen dafür, wen man tatsächlich für unsere gemeinsame Sache gebrauchen kann und wer einfach nur ein netter Mensch ist.

Vermischtes

Was Abgeordnete so machen, wenn sie weder lesen noch schreiben können, konnten wir nun erfahren. Im Landtag von Baden-Württemberg kritzeln sie Hakenkreuze auf die Stimmzettel. Die AfD dementierte sofort, wohl zurecht, denn deren Abgeordnete sind selbst hierzu zu blöd.

Manche feiern nun unsere Polizeibehörde (aka Ordnungsamt) dafür, dass sie nun ankündigt, auf knapp 50 Meter Fußgängerzone ihren ureigensten Aufgaben nachkommen zu wollen. Es gibt wohl nun um das Marrahaus herum ausreichend systemrelevante Heilbronner, sodass man hier einfach handeln muss.

Die meisten Fußgänger werden gerade dann von Radfahren oder E-Scootern an- und umgefahren, wenn diese nach dem Überfahren der Kaiserstraße in der Unteren Neckarstraße erst so richtig beschleunigen.

Mal etwas Positives von der Stadtbibliothek, nicht nur dass es dort weiterhin meine eigenen Bücher zu lesen gibt, sondern sie ist jetzt auch „Bibliothek des Jahres Baden-Württemberg 2025“. Gratulation! Warum man allerdings die Bücherei in Schwarz getaucht hat, verstehe ich weiterhin nicht so richtig. Ob dies ein Kontrast zur Stuttgarter Stadtbibliothek sein soll?

Auf alle Fälle aber ist die Stadtbibliothek immer einen Besuch wert. Für was man Bibliotheken sonst noch ganz gut nutzen kann, darüber habe ich einmal einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben.

Seit ein paar Abenden gehen meine bessere Hälfte und ich nun wieder regelmäßiger Tanzen. Nicht nur wegen der netten Leute dort oder der kostenlosen Paartherapie, sondern auch, um unseren Geist und die Hülle darum herum etwas in Schwung zu halten.

So ganz nebenbei werbe ich nun auch verstärkt über E-Mail für neue Teilnehmer bei den Hertensteiner Gesprächen. Die Heilbronner Schulen habe ich sogar per Brief angeschrieben; diese müssten noch vor der Sommerpause in den Schulen eintreffen. So könnte man die darin enthaltenen Informationen noch an die Lehrer und Schüler weitergeben bevor diese in die verdienten Ferien entfleuchen.

Eine Bewerbung über die Social Media müsste von den jüngeren Föderalisten angestoßen werden. Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob wir damit weitere Heilbronner Teilnehmer generieren können. Die externen Teilnehmer melden sich inzwischen zahlreich an, hier ist die Bewerbung durch unsere Nachbarverbände ganz offensichtlich ebenfalls angelaufen.

Der Trubel um Donald Trumps sexuelle Perversionen wird immer doller. Nun lässt er sogar seine Netz-Agitatoren auf Europas Eliten los. Tenor dabei, wir Europäer seien alle pädophil. Sein jüngstes Opfer ist wohl die Ehefrau von Emmanuel Macron, die soll nämlich ein Mann sein.

Eines kann man Donald Trump lassen, er windet sich aus allem heraus und beschmutzt dabei solange alle um ihn herum bis seine eigenen Untaten unter den Tisch gekehrt worden sind. Dabei wusste schon Martin Luther: Hoc scio pro certo, quod si cum stercore certo vinco vel vincor, semper ego maculor!

Mein Vorschlag um diesem Kriminellen einmal eins auszuwischen ist sehr einfach. Sämtliche halbwegs ernstzunehmenden westlichen Medien vereinbaren, dass sie einen ganzen Monat lang, nichts mehr über Donald Trump schreiben, sprechen, posten oder anderweitig veröffentlichen.

Ich behaupte, dass er spätestens nach drei Wochen nackt aus dem Fenster springt, ob aus einem vom Weißen Haus oder einem von Mar-a-Lago ist mir dabei völlig egal.


Das bessere Twitter

Momentaufnahme 4.8 (6)

Beitragsfoto: zwei Social Media-Konten

Während es in der gesamten Welt so richtig kracht, diskutieren viele von uns darüber, was denn das bessere Twitter sei. Meinen Mastodon-Account hatte ich schnell wieder gelöscht, und inzwischen muss auch Detlef Stern feststellen, dass dort noch mehr Schulmeister unterwegs sind, als sonst so in den Social Media üblich.

Ich nutze derzeit noch den Twitternachfolger „X“, der gerade von Elon Musk zu einer Allzweckwaffe umgebaut wird und mir nun auch noch als Telefon dienen möchte. Dies hat bei mir gleich dazu geführt, um meinen schon sehr lange bestehenden Skype-Account zu aktualisieren, wobei ich feststellte, dass Skype weiterhin ganz gut funktioniert. Das Problem bei Skype ist nur, dass sich dort sehr wenige meiner Freunde und Bekannten tummeln.

Seit September nutze ich nun auch Bluesky und stelle erfreut fest, dass es mich an die Anfangsjahre von Twitter erinnert, was nicht verwundert, denn dessen Chef ist der alte von Twitter. Sowohl bei Bluebyte als auch bei „X“ kommt es heutzutage verstärkt auf die sogenannte Reichweite an und bei beiden Social Media kann ich da nicht wirklich punkten; bei „X“ habe ich noch 78 Follower und bei Bluebyte gerade einmal 17.

Das tatsächliche Problem liegt aber wohl an den Social Media selber, denn die erfüllen einfach nicht mehr die Erwartungen eines ganz normalen Bloggers wie mir. Anfangs fand ich das Microblogging als nette Ergänzung für meinen eigenen Blog ganz gut und konnte mich dort zudem mit weiteren Bloggern austauschen. Der Lärm darum herum hat aber doch so genervt, dass ich immer wieder eine Pause eingelegt habe.

Inzwischen aber scheint es so, dass sich der Fokus der Microblogging-Dienste völlig zuungunsten der gewöhnlichen Blogger verändert hat und heute schwerpunktmäßig ganz andere Zielgruppen bedient, denen wohl auch nichts am eigentlichen Bloggen liegt.

Derzeit sieht es wie folgt aus: für die Bewerbung meiner Blog-Beiträge fehlt es mir an Reichweite, vernünftige Unterhaltungen führe ich eher auf Threema, Skype, Delta Chat oder in den guten alten Foren und meine Informationen über Neues in den unterschiedlichsten Medien beziehe ich lieber via RSS oder Newsletter als über die Social Media. So bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das mit den Social Media bei mir weiterentwickelt.

Gesundheitlich geht es mir wieder besser und so konnte ich heute ein wenig spazieren gehen. Dabei wurde ich fast von übereifrigen Polizisten auf der Neckarmeile überfahren. Wenn unsere Mitarbeiter des Ordnungsamts nur halb so eifrig wären, dann müsste man sich nicht in den Fußgängerzonen durch Fahrzeuge aller Art quälen oder beständig den Autos auf den Gehwegen ausweichen.

Erfreulich die kurze Diskussion auf der Kaiserstraße zwischen einem Stadtbus- und einen S-Bahnlenker, wer denn nun wem auszuweichen hat. Bis heute dachte ich, das sei geregelt.

Für meine Leser habe ich dann noch einen Tipp. Man kann unschöne Stockungen auf der Allee nicht nur ganz gut über die Gassen und Sträßchen der Fußgängerzone umfahren, sondern, wenn man dazu auch noch den Berliner Platz mit der Turmstraße als Verlängerung nimmt, im Nordteil der Innenstadt sehr gut abkürzen.

Im Falle, dass man diese Wege mit der Neckarmeile kombiniert und zusätzlich noch die Kaufhoftiefgarage (die Durchfahrt kostet nichts) einbindet, erreicht man wirklich jedes Kaffee und Ladengeschäft in der Heilbronner Fußgängerzone mit dem Auto ganz bequem und zahlt auch keine Parkgebühren.

Und sollte ein Fußgänger einmal meckern, dann sagt man dem, dass man den OB ganz gut kennt.

Und wenn wir schon einmal bei der SPD angelangt sind, dann beglückwünsche auch ich den Putinflüsterer und Ausverkäufer Gerhard Schröder für 60 Jahre Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten.


Neckarbogen

Spaziergang 5 (4)

Beitragsfoto: Blick vom Vorplatz der BUGA-Brücke

Wenn ich so durch Heilbronn schlend’re, dann gehen auch meine Gedanken spazieren und so ist dies eher ein Beitrag über einen Gedankenspaziergang. Erst einmal kann man schnell feststellen, wenn man so der Kaiserstraße entlang schlendert, dass man sich über die Vielzahl von Heilbronner Aktivitäten nicht beklagen kann. Nicht nur die HMG veranstaltet doch so einiges, sondern auch weitere Heilbronner Vereine, Firmen und Institutionen lassen es an Events nicht mangeln.

Höchstens könnte man beklagen, dass nicht das mit dabei ist, was man selber gerne hätte. Aber auch hier kann einem sehr schnell geholfen werden, nämlich indem man das vermeintlich Fehlende einfach selber mit ergänzt. Inzwischen kann ich über fehlende Stammtische nicht mehr meckern und auch für tiefgründigere Gespräche gibt es zumindest einmal im Jahr mit den Hertensteiner Gesprächen nun eine Plattform. Und ab dem kommenden Jahr wird es auch wieder einen Ball geben, wo man als Tanzpaar so richtig Strecke machen kann.

Leider aber gibt es Projekte, die man einfach nicht selber stemmen kann, wie z. B. eine richtige Schwimmhalle, eine vollwertige Stadtbibliothek im heutigen Verständnis oder gar eine Universität. Wirklich traurig, da dies alles Infrastrukturprojekte sind, die es in jeder Großstadt, so auch hier bei uns in Heilbronn geben müsste, da man dafür kaum täglich nach Stuttgart oder Karlsruhe fahren kann. Und einfach nur ein paar entsprechende Schilder anzubringen, hilft jenen, die diese Institutionen gerne regelmäßig nutzen würden, auch nicht wirklich weiter.

So wie etwa das Radhaus vor unserem Bahnhöfle. Die Fahrräder stapeln sich weiterhin ungeschützt in dessen Vorfeld. Dabei könnte man hier sehr schnell zumindest ein klein wenig Abhilfe schaffen, indem man das Vordächle des Nebeneingangs unseres Bahnhofs entlang dessen Wand verlängert und darunter ein paar stabile Fahrradständer anbringt. Das ersetzt zwar nicht die in anderen Großstädten üblichen Parkhäuser, aber ist auf jeden Fall besser als das, was wir gerade haben.

Im Neckarbogen angelangt, konnte ich die neu aufstrebenden Stahlbetonkonstruktionen bestaunen und kam darüber ins Grübeln, was das mit Holzhybrid oder Stampflehm zu tun hat. Das kann man bestimmt googeln und wird wohl dabei feststellen, dass das Wort Hybrid sehr dehnbar ist. Jetzt hoffe ich einmal nicht, dass es bereits dann ein Holzhybridhaus ist, wenn man echte Parkettfußböden verlegt.

Und auch an die Hafenbahn wurde ich erinnert, denn auch über deren traurigen Relikte führte mich der heutige Spaziergang. Diesbezüglich möchte ich mich schon etwas länger kundig machen und plane bereits seit Wochen eine entsprechende Veranstaltung. Ganz unbedarft wandte ich mich diesbezüglich an den Heilbronner Hafen und bekam sofort zur Antwort, dass dieser mit der Bahn nichts zu tun habe und man meine entsprechende Anfrage zuständiger Weise an die Kollegen der Heilbronner Stadtwerke weitergeleitet habe. Ein paar Wochen später werde ich mich nun ganz vertrauensvoll an Herbert Burkhardt wenden und ihn bitten, für uns Freie Wähler einen Gesprächstermin auszumachen.

Wenn man in Heilbronn schon den Hafen und die Hafenbahn nicht mehr nutzen möchte, weil man wohl glaubt, dass man dies als „Welt-KI-Zentrum“ nicht mehr nötig hat, könnte man die Schienen doch einfach mit in den öffentlichen Nahverkehr integrieren und dabei ganz neue Strecken schaffen. Ideen und Fragen, über die man als Bürger mit den zuständigen städtischen Mitarbeitern sprechen können sollte.

Als man in Ulm vor ein paar Jahren neben meinem damaligen Stadtviertel ein ganz neues entwickelte, kam erst einmal eine neue Straßenbahnstrecke, zusätzlich wurden die Straßen verstärkt und das danebenliegende Schulzentrum vergrößert. Als die Infrastruktur stand und funktionierte, kamen die Gebäude und mit diesen die neuen Bewohner.

Bei uns in Heilbronn habe ich den Eindruck, dass man erst die Gebäude erstellt, ob neu oder nachverdichtet, zeitgleich die notwendige Infrastruktur zurückbaut und sich später dann einmal überlegen möchte, wie man das Ganze unter einen Hut bekommt. Diese Vorgehensweise wird im Neckarbogen noch richtig spannend werden und der Hochgelegen wird zukünftig für heftige Leserbriefe sorgen. Auch beim IPAI-Park, wenn dieser tatsächlich jemals realisiert werden sollte, wird man sich erst ein paar Jahre nach der Fertigstellung überlegen, wie dieser Stadtteil infrastrukturell angebunden werden könnte; die Idee mit der Seilbahn von Heilbronn nach Neckargartach ist dabei ähnlich wie die Idee mit dem Radhaus — nett gemeint, aber nicht durchdacht.