Beitragsfoto: Heilbronner Rathaus in Acryl von Wolfgang Loesche
Inhaltsverzeichnis
Vakuum
Da wollte gerade ein städtischer Mitarbeiter von meiner besseren Hälfte wissen, wer nun der neue Kreisvorsitzende der EUROPA-UNION sei, da ich doch verstorben wäre. Selbst von Vollidioten darf man wenigstens etwas Anstand und Höflichkeit erwarten. Bei uns sind die Idioten inzwischen schon so voll, dass diese selbst nicht mehr über die geringsten menschlichen Regungen verfügen!
Könnte aber auch sein, dass man im Rathaus gerade ein paar Runden Freibier springen ließ — wohl wegen meines überraschen Ablebens — und dies bei einem Mitarbeiter zu einer Art Anfall von Arbeitswut führte. Wobei es mich doch sehr wundern würde, wenn man bei uns im Rathaus auch nur eine einzige aktuelle Liste hätte.
Nun, da ich den ersten Schock über mein plötzliches Ableben überwunden habe, versuche ich das Ganze einmal einzuordnen. Vor kurzem wurde ich vom Bundesverband gefragt, ob es Sinn machen würde wie in Europa und im Bundesgebiet auch in Heilbronn einen „Bettelbrief“ an den jeweiligen Oberbürgermeister zu schreiben, um die Stadt für ein europäisches Werbevorhaben zu gewinnen. Ich versprach mir von der gesamten Aktion zwar nichts, bezweifelte gar, dass der OB mitmachen würde, empfahl aber einen solchen Brief über Berlin einzusteuern (Stichwort: Obrigkeitshörigkeit). Und zu meiner völligen Überraschung, Berlin hatte Erfolg! — was mich sehr freut.
Der zweite Punkt, der mir dazu einfällt, ist, dass mein Vater — die aufmerksamen Blog-Leser dürften es wissen — völlig überraschend vor gut eineinhalb Jahren verstarb. Vielleicht für manche Nichtheilbronner überraschend, dass ich genau so heiße wie mindestens mein Großvater und mein Vater zuvor auch. Was aber zumindest in der Stadt bekannt sein dürfte ist, dass ich seit gut 20 Jahren Kreisvorsitzender bin. Zudem sollte dort bekannt sein, dass Ehrenämter nicht vererbt werden und mein Vorgänger im Amt Walter Dörr war.
Und so könnte es tatsächlich sein, dass man im Rathaus aus irgendeinem Grund heraus versucht hat, einmal selbst zu denken — und dies noch bevor das IPAI fertiggestellt ist.
Das IPAI-LLM hätte wahrscheinlich vorab erst einmal auf die Website der EUROPA-UNION geschaut und vielleicht sogar noch auf die in einem Rathaus zwingend zu führenden Listen, bevor es meine bessere Hälfte mit meinem überraschenden Ableben konfrontiert. Ok, selbst ausländische LLM können heute schon lesen und schreiben, manche sogar unfallfrei telefonieren.
Nun bin ich einmal gespannt darauf, ob die EUROPA-UNION nun überhaupt noch die bereits zugesagten Flaggen für den Europatag bekommt? Denn an kleinen Wadenbeißern hat es in unserer Stadtverwaltung noch nie gemangelt.
Subventionen
Da kann ein Bundeskanzler soviel herumbrüllen wie er auch möchte, Subventionen waren schon immer und dies nur in Ausnahmen eine positive Regierungspolitik. Subventionen sollten zum einen die schwächsten in unserer Gesellschaft stützen und zum anderen für notwenige gesellschaftliche Veränderungen Anreize setzen.
In beiden Fällen muss es das Ziel sein, dass diese Subventionen nicht zum Selbstzweck werden und keinen Ewigkeitsstatus erhalten! Und auch Steuerbefreiungen sind im Gegensatz zu Steuersenkungen reine Subventionen.
Im Falle wie bei uns heute, wo Subventionen fast schon mehrheitlich nur noch der legalen Ausplünderung des eigenen Landes dienen und dabei mit Masse die jeweiligen Wähler, Parteimitglieder oder gar Parteisponsoren mit Steuergeldern überhäuft werden, wobei schon alleine aufgrund der heutigen Schuldenberge an den echten und notwendigen Subventionen gespart werden muss, hat sich demokratische Politik erübrigt. Als Folge davon befinden wir uns gefühlt längst in einer reinen Bananenrepublik.
Wenn wir unser Land und unsere Demokratie noch retten wollen, dann müssen wir umgehend jene Subventionen streichen, die die Besserverdienenden unter uns erreichen und auch Großkonzernen wie Multimillionären keine völlig unnötigen „Steuererleichterungen“ mehr garantieren.
Wir müssen die Subventionen auf ihre notwenigen Ursachen zurückführen und diese dabei auch immer auf wenige Jahre begrenzen.
Bei über vier Billionen Euro Schulden, die täglich weiter ansteigen, müssen wir sehr dringend mit einer verantwortlichen Politik beginnen und signalgebend (!) zuallererst einmal unseren völlig überteuerten Berufspolitikern den Brotkorb etwas höher hängen und zudem deren Parteiapparate und Parteiorganisationen und -institute auf das Nötige begrenzen.
Vermischtes
Seit ein paar Jahren versuche ich vergebens einen Bundestagsabgeordneten mit dem ich kameradschaftlich verbunden bin nach Heilbronn zu bekommen. Könnte aber auch an Heilbronn liegen.
Ein Blog-Beitrag von „anmut und demut“ motivierte mich heute dazu wieder einmal eine Trip-Hop-Platte aufzulegen. Dabei stellte ich fest, dass ich zum Unmut meiner besseren Hälfte die Massiv Attack-Platte noch gar nicht weggeräumt hatte.
Nun liegt „Dummy“ (1994) von Portishead auf dem Plattenteller und meine jüngste Erwerbung (kleiner Insider) „Boots“ von Nancy Sinatra muss nun weichen — die blaue Platte glitzerte auf alle Fälle aber wunderbar vom Plattenteller.
Trip-Hop lernte ich kurz vor meiner besseren Hälfte kennen und schätzen, was zu meiner damaligen Stimmung ganz gut passte. Da meine bessere Hälfte schon immer weit extravertierter als ich war, konnte sich der Trip-Hop bei uns nicht so richtig durchsetzen. Meine Rap-Platten wurden allerdings die ersten Jahre noch geduldet. Einen gemeinsamen Nenner fanden wir eher beim Jazz und der Klassik, auch wenn meine Plattensammlung genügend Musik bot, mit der meine bessere Hälfte ebenfalls ganz gut leben konnte.
Guido Kühn ließ es sich heute nicht nehmen, um wohl ein aktuelles Spiegel-Interview mit Friedrich Merz zu kommentieren. Selbst die New York Times hat inzwischen schon etwas Mitleid mit dem Bundeskanzler. Neben Wal Timmy haben wir nun auch noch Kanzler Mimimi, um über das erste Sommerloch hinweg zu kommen. Etwaige Spenden bitte direkt an die CDU-Bundespartei.

Ceterum censeo, Minister oder gar Bundestags- oder Kommissionspräsidentinnen, die nicht einmal unfallfrei ein Telefon benutzen können, gehören sofort aus dem jeweiligen Amt entfernt.






