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Ghosting
Eigentlich dürfte es niemanden wundern, wenn plötzlich der Kontakt abreißt oder schon gar nicht erst hergestellt wird. Manche der Studenten, die ich so höre, wundern sich dennoch sehr.
Auch ich wurde schon geghostet, denn dies gehört inzwischen regelrecht zum menschlichen Umgang mit dazu. Ich glaube, dass dies eine direkte Folge des uns alle überfordernden Lärms ist, den wir Menschen seit längerem erzeugen und inzwischen sogar erzeugen lassen (Stichwort: KI).
Noch nie hat man als Mensch alle Informationen, die einen beständig erreichen, auswerten geschweige denn auch adäquat beantworten können. U. a. Deutungsmuster und Vorurteile sorgten für entsprechende Filter. Hinzu kamen noch gesellschaftliche Gepflogenheiten, die verhinderten, dass jeder und alles auf Sendung gehen konnte — man benötigte Handwerkszeug, Lizenzen und Genehmigungen.
Heute schicken die letzten Deppen z. B. Tausende künstlich erstellte und maschinell vervielfältigte Bewerbungen an sämtliche Personalverantwortliche dieser Welt und erwarten dann auch noch eine zeitnahe Antwort.
Auch wenn ich selbst durchaus daran zu kauen habe, wenn ich geghostet werde, weiß ich um die gesellschaftliche Notwendigkeit — ohne Ghosting bricht der noch produktive Teil unserer Welt einfach zusammen. Und so frage ich mich jedes Mal, wenn ich geghostet werde, was der tatsächliche Grund sein könnte. Zu 80 % dürfte es einfach nur eine Übersättigung der entsprechenden Empfänger sein, für die restlichen 20 % bin ich nur ein weiterer Depp.
Und wie könnte man das Problem lösen? Leistung und Selektion sind bei uns weiterhin reines Teufelszeug. Deswegen bleibt es uns nur übrig, jedem von uns, einfach selber weniger Lärm zu erzeugen. Vielleicht dringend wir dann insgesamt wieder besser zumindest bei jenen durch, die uns nicht für die letzten Deppen halten.
Schleusen
Dieter Schwarz schafft Fakten. Nun, da das erste Lidl-Containerschiff Heilbronn als Heimathafen hat, dürfte der seit Jahrzehnten stockende und zuletzt von beiden Regierungen (Bund und Land) gestoppte Schleusenausbau in Fahrt kommen.
Künftig fahren die Giganten der See winkend an Hamburg vorbei, biegen kurz einmal in den Rhein ab, bevor sie dann auch Mannheim links liegen lassen und ihren neuen Heimathafen ansteuern.
Wenn das mit dem Neckarbogen und dem Bildungscampus nichts wird, kann man den Platz zum Containerstapeln nehmen. Beide Liegenschaften sind weiterhin mit der Hafenbahn angebunden — sage da noch jemand, man würde bei uns nicht vorausschauend planen.
Das mit den Vertiefungen bekommen wir auch noch hin, funktioniert bei der Elbe seit Jahrzehnten ganz prächtig. Und notfalls stauen wir ein wenig auf, klappt bei der Ems ebenfalls.
Vielleicht aber wissen die Macher im Schwarz-Konzern schon ein wenig mehr und bauen bereits darauf, dass Heilbronn wegen des Klimawandels bald direkt an der Nordsee liegen wird. Das nennt man dann strategisches Denken.
Vermischtes
Heute seit Langem mal wieder eine Fahrt mit dem meseno-Bus. Wenn wundert es noch, als erstes ging es an die Tanke. Der Rest der Fahrt bei bestem Wetter sehr angenehm. Die Brücke beim kommenden IT-Tempel dürfte fertig sein; nur noch ein paar Landschaftsarbeiten.
Die Instandsetzung bei der Bundeswehr hat man schon länger ausgesourct, wobei es eher um die Versorgung von systemrelevanten Personen ging. Und nun, wo man instandgesetzte Waffen und Gerät dringen benötigt, wundert man sich plötzlich, dass die dafür aufgebrachten Steuergelder einfach so weg sind.
Was macht man aus einem nagelneuen Stadtteil wenn bald auch die KI-Blase platzt? Ganz einfach: der Welt größtes Weindorf. Der große Vorteil dabei, man benötigt dazu nicht extra ein neues Atomkraftwerk. Ein weiterer Vorteil, man kann dort dann auch mit dem eigenen Hubschrauber einschweben. Übrigens, dank eines Inders wissen wir, dass unsere Prominenz gerne bis zwei Uhr morgens weinseelig ist. Das hätte einem Johann Wolfgang von Goethe sicherlich gefallen (kleiner Insider).
Gestern Abend konnte ich noch ein wenig das Tanzbein schwingen. Inzwischen dürfte dies eher in Richtung alte Knochen schütteln gehen. Interessanter Weise waren das Tanzen und unsere Tanzschulen im Heilbronner Raum auch ein Thema beim europäischen Frühstück am Samstag. Wobei wir feststellten, dass gleich drei Anwesende ihre ersten Tanzschritte noch beim Wolf auf der Allee absolvierten.
Und so konnten wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgen. Legendär seine Le-Mans-Startaufstellungen, noch bevor es ans Tanzen ging.
Beim Erstellen dieses Blog-Beitrages höre ich Spliffs 85555.






