Beitragsfoto: Schnappschuss
Inhaltsverzeichnis
Vermischtes
Gestern kurz noch geshreddert, was für ein entspannendes Erlebnis! Am Abend dann ganz gemütlich gekegelt. Was möchte Mensch mehr?
Erfreulich, dass manche Mitblogger auf den einen oder anderen Beitrag von mir reagieren. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum sich manche Blogger untereinander als Kollegen bezeichnen. Ich schreibe auf alle Fälle nur aus Spaß an der Sache! Und um meine eigenen Gedanken ein klein wenig zu sortieren. Wenn es dann dem einen oder andern Lesern etwas hilft, zumindest diese ein wenig unterhält, ist dies auch ganz nett. Ob sich daraus dann aber ein vertiefter Gedankenaustausch entwickelt, das darf bezweifelt werden. Dafür sind Blogs weniger gut geeignet.
Ich suche zum Gedankenaustausch das persönliche Gespräch, nutze Stammtische gerne für das Brainstorming und versuche weitere vertiefende Gedankenaustausche etwas formaler und regelrecht zu „institutionalisieren“. Das mit den Foren hat dabei nicht so gut geklappt, eher funktioniert hier noch die gute alte E-Mail, wobei ich inzwischen nach all den Jahrzehnten das direkte Gespräch eindeutig bevorzuge — könnte auch an meiner Generation liegen, welche allerdings die Alternativen selbst erst möglich gemacht hat.
Aber auch heute gilt noch, dass der nachhaltige Gedankenaustausch über Bücher und ggf. noch über längere Schriftstücke stattfindet. Hierbei könnten Blogs vielleicht dann doch eine Rolle spielen, die dürften dann aber nicht wie mein eigenes Blog eine Art von Tagebuch- oder Gedanken-Blog sein, sondern müssten sich thematisch einschränken lassen.
Ich für mich lese Blogs auf alle Fälle nur aus reiner Neugierde am jeweiligen Blogger, versuche mich dabei hemmungslos an seinen Gedankengängen zu bereichern, Neues zu erfahren und Bedenkenswertes mitzunehmen — wie schon geschrieben, Blogs sind für mich Teile eines digitalen Stammtisches. Die etwas tieferen Gedankengänge kommen dann ggf. etwas später und in anderen Runden.
Wahrscheinlich muss sich die digitale Welt auch noch nach gut 30 Jahren erst noch ein wenig schütteln, um für die meisten Menschen zu einem wertvollen Werkzeug werden zu können. Bis dahin gibt es die Social Media und die KI.
Lernfähig
Was intelligente Lebensformen von dummen Lebensformen unterscheidet, dürfte die Lernfähigkeit sein. Individuen lernen, wenn sie z. B. die eigene Hand auf die Herdplatte legen. Die etwas intelligenteren Exemplare lernen durch Beobachtung anderer, ganze Gesellschaften aus den Erfahrungen der Vergangenheit — so dürfte man es meinen.
Inzwischen hat die Enkelgeneration Adolf Hitlers nicht nur die Russische Föderation, China, Nordkorea, den Iran, die Türkei oder Ungarn übernommen, sondern bereits auch schon die Vereinigten Staaten von Amerika. Und was machen die Reste der sogenannten Freien Welt? Wir gucken wie damals in der Sowjetunion, in Spanien, in Italien und in Deutschland auch einfach weg und sind dabei noch fest davon überzeugt, dass sich alles von ganz alleine einrenken wird.
Aktuell gucken wir nicht nur zu wie unsere Nachbarn die Hand auf die Herdplatte legen, einer nach dem anderen, sondern können uns dabei selbst erwischen, wie wir darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht doch eine gute Sache wäre, auch die eigene Hand auf die Herdplatte zu legen.
Das mit dem Lernen wird heutzutage völlig überschätzt! Man benötigt einfach nur eine ausreichende Anzahl dummer Menschen und alles geht wie von alleine.
Wer erinnert sich noch an die Ölkrise der 1970er-Jahre oder vielleicht zumindest noch an die autofreien Sonntage? Ok, man könnte sich vielleicht noch daran erinnern, warum wir (fast) alle in der Welt vor ganz Kurzem noch von Öl und Gas loskommen wollten? Nein, wir erinnern uns nicht mehr!
Öl und Gas, vielleicht auch noch Atom sind wieder der letzte Scheiß! Verbrennermotoren werden mit der Größe des Hubraums immer besser und ab 16 Zylindern ist deren Säuseln einfach nur noch aphrodisisch!
Inzwischen wissen gut 20 % von uns Deutschen wieder ganz genau, dass Adolf Hitler die Autobahnen gebaut hat und uns nur wegen der Juden die uns zustehende Weltherrschaft verwehrt wurde. Weitere gut 20 % sind inzwischen davon überzeugt, dass man es doch zumindest wieder einmal probieren könnte.
Auf alle Fälle aber haben die Enkel von Adolf Hitler nichts gegen Öl und Gas und schon gar nichts dagegen, dass man selber aus Fehlern klug werden darf — die lieben einfach die Freiheit!
Milliarden von Fliegen fressen Scheiße, lassen Sie es uns doch auch einmal probieren — wird schon nicht weht tun!
Fotoapparat
Mein erstes Gerät war ein kleiner schwarzer Kasten aus Plastik mit einer Glaslinse, groß genug, um eine Standardfilmrolle aufzunehmen. Diese gab es meist in schwarz-weiß, weil Farbfilm noch zu teuer und dies dazu noch in zwei Größen, um, so glaube ich mich zu erinnern, bis zu zwölf oder gar bis zu 24 Aufnahmen machen zu können.
War die Filmrolle vermeintlich voll, spulte man das Ganze zurück und brachte die Rolle zum Fotografen, der sie, wenn er meinte, dass die Aufnahmen etwas geworden seien, entwickelte und Papierauszüge in der gewünschten Anzahl lieferte. Eine ziemlich teure Angelegenheit, die einen normalen Menschen vorab überlegen ließ, ob man nun auf den Auslöser drückt oder nicht. Ich möchte gar nicht daran denken, wie viele Aufnahmen der Menschheit alleine damit erspart blieben!
Vergesslich wie ich schon immer war — eigentlich eine gute Eigenschaft — kam es vor, dass ich Filme gleich zweimal entwickelte und ein mangelhafter Qualitätscheck des Fotografen einmal dafür sorgte, dass ich kleine Kunstwerke abholen durfte.
Und so war es für mich an der Zeit, dass ich mit Nichtaufnahmen zu experimentieren begann, einfach auf den Auslöser drückte ohne ein Motiv vor der Linse zu haben — inzwischen dürfte dies allgemein State of the Art sein. Mein Experiment ließ ich mir zwei ganze Filmrollen kosten, eine davon in Farbe. Ich erinnere mich noch daran, wie die Qualitätskontrolle des befreundeten Fotografen funktionierte und er mir mit Bedauern mitteilte, dass gleich zwei meiner Filme nichts geworden seien. Er weigerte sich, wohl in seiner Standesehre gekränkt, mir kleinem Jungen meine Filme zu entwickeln.
Passend, dass es an meiner Schule ein verstaubtes Fotolabor gab, das wohl aber nur schwarz-weiß-tauglich war. So war ich kurz versucht, eine künstlerische Karriere einzuschlagen. Dann aber fing ich zum Leidwesen meiner Eltern damit an, mir einmal die Seifenproduktion etwas näher anzuschauen, denn dafür langte das Bad und die Küche. Nach meiner weniger erfolgreichen Kerzenproduktion einigten wir uns darauf, dass meine künftigen Experimente nicht mehr zu Hause stattfinden.
Heute, da ein Termin zumindest für mich völlig überraschend geplatzt ist, legte ich mein Mobiltelefon wieder auf den Tisch zurück und fragte mich dabei, was eigentlich, wenn ich jetzt den Auslöser des Foto-Icons drücke?
Das Ergebnis habe ich einmal ganz ungefiltert als Beitragsbild festgehalten. Wer benötigt schon eine KI, um kreativ oder produktiv zu sein?
P. S.
Übrigens, den oben erwähnten Fotoladen gibt es noch heute, inzwischen in der dritten oder gar vierten Generation. Und die netten Menschen dort machen auch heute noch viel bessere Aufnahmen als ich.






