Kleinkunst

10.9.02026 5 (3)

Beitragsfoto: Kleinkunst

Kleinkunst

Erfreulich, dass man in Heilbronn immer mehr Kleinkunst im öffentlichen Raum erblicken kann. Oben habe ich einmal ein Beispiel mit angefügt. Wer weiß, wo man diesen US-Präsidenten findet?

Mit einem meiner eigenen fotografischen Abenteuer habe ich aktuell ein Problem. Vor Kurzem hatte ich berichtet, dass sich ein Amtsgericht bei mir meldete. Diesem Amtsgericht habe ich selbstverständlich geantwortet, auch wenn sie mich falsch adressierten. Was nun dazu führte, dass sich die KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Hamburg bei mir meldete. Das Anschreiben datiert vom 1. September 2026 und wurde nicht von einem der 21 dort aufgeführten Anwälte unterschrieben, sondern von einer FNU Liersch. Wie bereits geschrieben, diese Anwältin ist mir sympathisch, alleine, weil sie meine im Impressum des Blogs aufgeführte Anschrift richtig in den Anschriftenblock des Anschreibens einfügen konnte.

Bis morgen soll ich nun eine Gesamtforderung von 419,91 Euro an die besagte Kanzlei überweisen, ansonsten wird sich eines von zwei Amtsgerichten erneut bei mir melden. Beim Schreiben des Amtsgerichts waren es noch 419,66 Euro. Ich muss mal einen Banker fragen, was für Zinssätze bei Gericht so gelten.

Dem Anschreiben wurde eine Forderungsaufstellung beigelegt, die sich zwar spannend liest, allerdings keinen Aufschluss darüber geben kann, wie diese Beträge überhaupt zustande kommen. Interessant dabei, dass diese Forderung der dpa Picture-Allianz GmbH seit dem 23.8.2023 bestehen soll. Bei weit über 20 Rechtsanwälten und wer weiß wie vielen weiteren Angestellten hätte man in den letzten drei Jahren doch einmal prüfen können, ob man meine Adresse auch richtig abgespeichert hat. Da ich aktuell wieder einmal „Boston Legal“ binge, hätte ich so Ideen, warum man das nicht hinbekommt.

Spannend wir es nun aber, da ein weiteres Schreiben dem besagten Anschreiben beigefügt wurde. Dieses stammt angeblich vom 11.3.2026, wurde falsch adressiert und von Dr. Birgit Rase unterschrieben; eine Rechtsanwältin, die im Briefkopf mit aufgeführt ist. Im März diesen Jahres betrug die Forderung noch 346,74 Euro und setzt sich aus 140 Euro Schadensersatz, 85 Euro Dokumentationskosten, Zinsen wohl seit August 2023? — warum auch immer — in Höhe von 41,40 Euro, einer Rechstanwaltsvergütung von 66,95 Euro und einer Auslagenpauschale in Höhe von 13,39 Euro zusammen.

Dann erfahre ich tatsächlich einmal, was mir angeblich zur Last gelegt wird, denn das Schreiben verweist auf einen Blog-Beitrag vom 29. April 2019. Selbstverständlich habe ich das dort beanstandete Bild — meines Erachtens hatte ich ein Foto einer Wahlaufforderung des Europäischen Parlaments abfotografiert — sofort entfernt und durch ein weit besseres von Pixabay ersetzt; hätte ich Depp bereits vor Jahren machen können! Völlig unverständlich für mich dabei, warum ich den gesamten Blog-Beitrag nicht schon lange gelöscht habe; nun wird er wohl alleine aus Dokumentationszwecken hier bestehen bleiben.

Aus reiner Neugierde habe ich das besagte und angebliche dpa-Foto auf der Website der Picture-Allianz gesucht, um festzustellen, was es mich ursprünglich gekostet hätte. Meine Leser dürften es wissen, dass ich Fotos tatsächlich bei den unterschiedlichsten Agenturen käuflich erwerbe — alleine schon um keine Post von einem Rechstanwalt und schon gar nicht von einer ganzen Rechtsanwaltskanzlei zu erhalten.

Leider habe ich das beanstandete Foto nicht im Bestand der Picture-Allianz gefunden. Bekam dann aber die Info, das, wenn ich mich dort registrieren würde, ich auf sämtliche Bilder zugreifen könne. Nach dem erfolgreichen Registrieren bekam ich tatsächlich noch mehr Fotos zu sehen, leider aber weiterhin nicht jenes, das mich nun 140 Euro Netto kosten soll. Wobei ich zugeben muss, dass ich das bei mir beanstandete Foto selber auch nicht verkaufen würde. Kann aber auch sein, dass dieses Foto eine ganz besondere Sonderedition ist, was dann auch den Preis halbwegs erklären könnte.

Eigentlich, alleine nur des Friedens willen, hätte ich den geforderten Betrag schon längst überwiesen, dann aber würde ich dumm sterben müssen, denn ich weiß bis heute nicht, woher das Originalfoto stammt, ob es überhaupt noch existiert oder gar jemals hat und wer der eigentliche Urheber ist?

Wenn ich angeblich zu schnell gefahren bin, bekomme ich wenigstes ein Foto zugeschickt, welches meine Schuld dokumentieren soll. So muss mich nun wohl ein Richter erhellen und der hätte sicherlich etwas weit besseres zu tun.

Auch stellt sich mir die Frage, warum man mich seitens der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei nicht schon vor drei Jahren kontaktiert hat? Dann hätte ich wohl sogleich die 140 Euro überwiesen, schon alleine um des Friedens willens. So muss ich davon ausgehen, dass man so lange gewartet hat, bis mindestens 300 Euro zusammenkamen, damit sich das auch für eine Hamburger Rechtsanwaltskanzlei lohnt.

Ich gebe hier nun nicht bekannt, was Heilbronner Rechtsanwälte und -kanzleien so üblich verlangen, sonst platzen die Hamburger noch vor Neid! Auf alle Fälle binge ich heute noch „Boston Legal“. Und wäre ich etwas jünger und unverheiratet, dann würde ich vielleicht auch noch von jungen Rechtsanwältinnen träumen — nicht aber von den Stalkern unter diesen, denn die sind echt gruselig.

„When God strips you of your talent, He should at least have the decency to strip away the memory of having had it.“

Denny Crane, A Whiff and a Prayer (2.04)

Vermischtes

Der Smart City Index war hier schon 2022 und 2024 Thema, Zeit, um meine Leser wieder einmal auf dem Laufenden zu halten. Bei uns geht seit Jahren alles mit dem Mund, wobei man auch sehr gerne noch ein paar Schilder anbringen lässt, da es immer gut ist, wenn man so ganz nebenbei noch etwas zuverdienen kann. Was mich irgendwie nun wieder daran erinnert, dass wir einmal ein Millionen Euro teures „Gipsmodell“ der BUGA-Stadt hatten; in welchem Promi-Keller wird es wohl gelandet sein? Kann aber auch sein, dass es für weitere Steuergelder schon längst entsorgt wurde, denn eine Augenweide war dieses Steuergelder verschwendende Ungetüm sicherlich nicht.

„Der Smart City Index ist das Digitalranking der deutschen Großstädte. Experten des Bitkom haben dafür in fünf Themenbereichen 14 442 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert. Die 39 Indikatoren berechnen sich aus 174 Parametern pro Stadt – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Ampelanlagen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit. Untersucht wurden alle deutschen Städte ab 100 000 Einwohnern. Den Indexwerten liegen Angaben der untersuchten Städte sowie amtliche Statistiken und öffentlich zugängliche Datenquellen zugrunde. Die Ergebnisse sind für jede Stadt einzeln abrufbar.“

Bitkom; Smart City Index 2026 (10.9.2026)

Für uns in Heilbronn — unabhängig davon, was so ein Index aus der Privatwirtschaft überhaupt zu bedeuten hat — ist dabei wichtig, dass wir nun mit einem Index von 71.3 auf dem 53. Platz von insgesamt 83 bewerteten Städten liegen. Noch interessanter, dass wir trotz der Verlautbarungen aus Politik und von unseren systemrelevanten Personen in knapp zwei Jahren um 16 Plätze abgerutscht sind. Am interessantesten ist dabei, dass unser Gemeinderat die dafür verwendeten Steuergelder ganz offensichtlich völlig umsonst aus dem Fenster geschmissen hat.

Wer sch nun etwas mehr interessiert, der findet alle Heilbronner Index-Daten gleich hier. Kann aber auch sein, dass es dafür schon längst ein Smart-City-Stadt-Gipsmodell im Rathaus gibt.

Ich hätte diesbezüglich tatsächlich einen Verbesserungsvorschlag, der sich an die Stadtschilder aus den Hollywood-Western anlehnt, nämlich digitale Straßenschilder: „Heilbronn – Smart City Stadt – Index 71.3“.

Nun bin ich einmal gespannt darauf, was dieses Mal die Hofberichterstatter dazu berichten werden. Ich vermute, die machen auf die fehlende Relevanz eines solchen Indexes aufmerksam.

Heute konnte ich in völliger Ruhe meine Bahnen in der Neckarhalde ziehen, mein bestes Badeerlebnis dieses Jahr überhaupt! Bei meinem letzten Besuch traf ich Hannes Finkbeiner unter der dortigen Dusche, was in gut 60 Jahren zum ersten Mal der Fall war. Wahrscheinlich wollen nun alle Heilbronner mindestens einmal in der Neckarhalde gewesen sein, noch bevor dieses Kleinod völlig platt gemacht wird.

Gestern fuhren meine bessere Hälfte und ich in die baden-württembergische Pampa, um uns dort mit guten Bekannten zu treffen. Noch als junger Mann hätte mir die Rückfahrt sicherlich gefallen, wobei ich meinen kleinen Flitzer ausgetestet hätte. Nun aber tat ich mich mit diesen vielen Kurven nächtens doch etwas schwer. Verkehrstechnisch ist die Pampa weiterhin so gut befahrbar wie vor 40 Jahren, von ein paar neuen Schildern einmal abgesehen — echte Veränderungen werden bei uns inzwischen in Jahrhunderten gemessen.

Kein Mensch kann mir bis heute verständlich machen, warum wir mit Steuermitteln Weinberge oder Autofabriken erhalten müssen? Vor Jahrzehnten hatte ich noch verstanden, dass man aus einer Freien Marktwirtschaft eine Soziale Marktwirtschaft machen muss. Dass wir nun aber aus unserer Sozialen Marktwirtschaft eine Klientelwirtschaft machen, dafür fehlt mir jegliches Verständnis — könnte allerdings an meinem Alter liegen.


Neckar

26.8.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Neckar

Vermischtes

Erst Deutschland an die Wand fahren und ausverkaufen, dabei Polizei und Bundeswehr völlig herunterwirtschaften und nun in der Opposition bei jeder Gelegenheit den Nationalismus heraushängen — Politik müsste besser gehen!

Da war dann nach dem kurz in die aktuellen Nachrichten schauen die Übungsstunde Paso doble doch um einiges angenehmer. Und so nahm das Wochenende noch ein sehr angenehmes Ende.

Am Samstag habe ich mich bei Erich Kästner festgelesen. Seine Gedichte sind weiterhin meine Favoriten, den kleinen Grenzverkehr habe ich mir nun aber wirklich zum letzten Mal gegeben.

„Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.“

Mit der letzten Strophe aus der August (1955) beende ich meinen Rückblick für heute.

Spaziergang

Ein wunderschöner und entspannter Spaziergang führte erst an den Neckar, dort entlang bis zum BUGA-Stegende, dann in den Bildungscampus und wieder zurück durch die Fußgängerzone.

Überraschend wenige Fußgänger waren unterwegs, und so konnte ich die vielen Neubauten auf der Strecke ganz ungestört bewundern. Überraschend auch, dass die Fauna am Neckar sehr dürftig war — sind wohl alle noch im Urlaub. Ach ja, die Teiche im Neckarbogen fangen zu stinken an, könnte am Müll liegen, der sich dort so langsam aber sicher sammelt; deswegen wohl auch die Schaumentwicklung am Abfluss hin zum Neckar.

Dafür war die Fußgängerzone in einem besseren Zustand, man kann einfach nicht alles haben. Und da ich schon immer gerne Flaggen gucke und zähle, gleich noch der heutige Stand: Europa 0, Russische Kriegsflagge 1. Wir holen uns nicht nur einfach die falschen Menschen ins Land, sondern unser Gemeinderat setzt dazu noch die völlig falschen Anreize!

Über Ecke

Als „Splitterbrötchenleser“ wurde ich von Chris Kurbjuhn darauf aufmerksam gemacht, dass Jan Fleischhauer wieder einmal etwas Nettes geschrieben hätte.

Da musste ich selbstverständlich mal auf den Focus rauf, ein Magazin, das bereits mit seiner ersten Ausgabe seine völlige Überflüssigkeit nachwies und sich spätestens seitdem der Spiegel auch nicht mehr das ist, was er einmal war, noch überflüssiger gemacht hat.

Aber wieder zurück zu Jan Fleischhauer, der bei beiden Magazinen sein Geld verdiente. Er fragt sich in seiner Kolumne: „Was ist schöner als eine ordentliche Beleidigung?“ (Samstag, 24.8.2024, 11:40 Uhr) und führt weiter an, dass eine Beleidigung den Blick fürs Detail schärfe.

Ich halte seine Argumentation für stimmig und würde mich freuen, wenn man sich auch einmal in unserem Gemeinderat ein paar vernünftige Gedanken macht. Bisher führte das Denken im Gemeinderat nur dazu, dass man ein Nazi-Porträt aufhängte und mit Wladimir Putin ewige Freundschaft (aka Städtepartnerschaft) schloss.

Vielleicht ist es deshalb ganz gut, dass so manche Gremien, die man einfach haben muss, dann halt nur so da sind — was ich zudem einmal näher betrachten könnte, wenn ich wieder einmal über Opportunitätskosten referiere.

„You don’t need to be a prisoner of dead old men who stopped learning two thousand years ago.“

The Daily Stoic (2016: 254)

Spaziergang

23.5.02024 4.3 (6)

Beitragsfoto: Spaziergang | © Bettina Kümmerle

Grundschule

Ich bin immer wieder ganz baff wie unsere Stadtverwaltung und der Gemeinderat selbst von den normalsten Entwicklungen völlig überrascht und überrumpelt werden. Aber noch weit mehr sind alle Verantwortlichen darüber überrascht, dass unsere Schulen nach gut 70 Jahren baufällig und veraltet sind. Oder gar, dass wenn Heilbronn beständig wächst, was uns seit seit Jahrzehnten von der Politik wie ein Mantra vorgebetet wird, auch noch zusätzliche Kindergärten und Schulen benötigt.

Völlig baff bin ich jetzt aber dann doch, wenn unsere Gemeinderäte plötzlich feststellen (Heilbronner Stimme, 23.5.2024: 26), dass es auch zu wenig Schulsportplätze, -hallen und Schwimmbäder gibt!

Denn diese schließen sie seit Jahren am liebsten für Parkplätze oder BUGA-Beete — dafür ließen sie sich doch so gerne feiern. Oder sie machten Schwimmbecken wie in Böckingen dicht, weil sie damit kurzfristig Gelder einsparen konnten. Noch schlimmer, sie machten aus unserem Hallenbad ganz bewusst ein Spaßbad, weil Biertrinken und Pizzaessen im ehemaligen Sportbecken für unsere Gemeinderäte weit attraktiver ist als der Jugend das Schwimmen beizubringen oder gar den Leistungsport zu fördern.

Der OB bringt das Ganze wieder einmal auf den Punkt. Es sind für ihn immer die anderen Schuld, dieses Mal wenigstens „nur“ Baden-Württemberg: „Das Land regiert in die kommunale Politik hinein.“

Aber was bleibt dem Land denn anderes übrig, wenn Heilbronner Gemeinderat und Stadtverwaltung die schnöde Arbeit weiterhin verweigern und einzig und alleine darauf bauen, dass Dieter Schwarz alles richten wird? — Demokratie geht anders!

Personenkult

Eine lebendige Demokratie bedarf keines Personenkults und selbst erfolgreiche Unternehmen und Unternehmungen gucken nach vorne anstatt zurück. Wer weiß woher er kommt, muss nicht ständig zurückblicken, sondern kann sich voll und ganz auf die Zielerreichung konzentrieren und dies vor allem im Hier und Jetzt.

Und so freut es mich, dass es weitere Menschen gibt, die ähnlich denken und kaum bis kein Verständnis dafür haben, dass wir unser Rathaus mit Porträts Toter oder anderen Devotionalien vollstopfen. Rathäuser sind keine Museen, sondern der Hort gelebter Demokratie. Wenn man dort Personen an die Wand hängt, dann höchstens die aktuellen Ansprechpartner.

Deswegen freut es mich auch, dass sich Brigitte Fritz-Kador so tatkräftig dafür einsetzt, das Porträt von Dr. Hans Hoffmann aus dem Rathaus entfernen zu lassen; gestern gab sie mir einen entscheidenden Hinweis.

Und so werden heute die Freien Wähler ganz offiziell das Entfernen dieses besagten Porträts beantragen und wenn notwendig, eine Abstimmung im Gemeinderat initiieren. Zudem regen die Freien Wähler nun ganz offiziell an, dass sich der Gemeinderat zu einem Konzept für die Ausgestaltung des Rathauses Gedanken macht und anstatt antiquierter Porträts Wechselausstellungen Heilbronner Schulen an den Rathauswänden zur Schau stellt.

Als kleine Zugabe wünschen sich die Freien Wähler, dass man die Porträts aus der Neuzeit, die über keinen historischen Wert verfügen, da diese völlig aus der Zeit gefallen sind, zugunsten Heilbronner Obdachloser versteigert werden — dann müssten diese nicht wie derzeit bei Starkregen in der Kreissparkasse oder Volksbank Schutz suchen.

Verschiedenes

Bei der gestrigen Fahrt mit dem meseno-Bus konnte ich Herbert Burkhardt dabei beobachten, wie er auch in der Südstadt Freie Wähler-Broschüren verteilte. Als ich später dann für meine Eltern in der Südstadt Besorgungen machte, verteilte Herbert immer noch Broschüren. Wahlkampf macht nicht nur Spaß, sondern ist, wenn man diese Sache etwas ernst nimmt, auch ganz anstrengend. Auf alle Fälle bin ich sehr froh darüber, dass es Freie Wähler wie Herbert gibt, die meiner bessere Hälfte und mir beim Verteilen der Broschüren in der Kernstadt helfen.

Abends gingen dann meine bessere Hälfte und ich auf die Strecke in Richtung Neckarbogen und verteilten dort Broschüren. Je länger wir unterwegs sind, umso mehr müssen wir feststellen, dass wir auch mit Hilfe nicht alle Straßen und Gassen der Kernstadt ablaufen werden können. Dazu bedarf es weit mehr Helfer als ich gewinnen konnte — aber wir verfügen auch längst nicht über die notwendige Anzahl an Broschüren, um nur annähernd jeden für Werbung freigegebenen Briefkasten bedienen zu können.

Deswegen sind wir guter Dinge, dass wir bis zur kommenden Woche alle unsere Broschüren an die Mitbürger verteilt haben; unsere Mitstreiter in den Heilbronner Stadtteilen dürften schon jetzt damit fertig sein.